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28.11.2016 | Bussysteme | Nachricht | Onlineartikel

CAN-FD-Transceiver pushen die Fahrzeugkommunikation

Autor:
Andreas Burkert

Mit dem TLE925x hat Infineon Technologies einen CAN-FD-Transceiver entwickelt, der dem neuen Protokoll CAN FD (CAN mit flexibler Datenrate) genügt. Übertragungsgeschwindigkeiten von bis zu 5 Mbit/s sind möglich.

Infineon Technologies hat einen CAN-FD-Transceiver für künftige Anwendungen in der Fahrzeugkommunikation entwickelt. Der Baustein eignet sich speziell für die neue Protokoll-Variante CAN FD (CAN mit flexibler Datenrate), mit der eine höhere Datenbandbreite und Übertragungsgeschwindigkeit möglich sind. Das spart Zeit bei der Programmierung, bei Tests und Diagnosedurchläufen sowie bei Software-Updates "Over The Air“ (SOTA).

Der CAN-FD-Transceiver TLE925x soll laut Unternehmen den Datenaustausch bis auf das 30-fache beschleunigen. Die Übertragungsgeschwindigkeit der TLE925x beträgt dabei bis zu 5 Mbit/s. Lassen sich mit klassischen CAN-Transceivern maximal 8 Byte Nutzdaten pro Nachricht versenden, sind es mit CAN-FD-Transceivern wie den TLE925x bis zu 64 Byte Nutzdaten pro Nachricht. Dadurch lassen sich die zu übertragenden Daten beim sendenden Steuergerät auf Konsistenz prüfen und mit einer 21-bit-Prüfsumme signieren, statt der bisherigen 17-bit. Längere Prüfsummen ermöglichen eine zuverlässige Kommunikation zwischen den Steuergeräten. Die Datenübertragung im Fahrzeug lässt sich besser sichern, ohne dass die Anwendungs-Software beim empfangenden Steuergerät komplexer wird.

Transceiver sind wesentlich für den Datenaustausch im Fahrzeug

Eingesetzt werden die CAN-FD-Transceiver TLE925x zum Beispiel in Body-Control-Modulen und Gateways, in Steuergeräten von Servolenkung, Motor und Getriebe sowie in radar- und kamerabasierten Fahrerassistenzsystemen. Im Durchschnitt hat heute jedes Fahrzeug 17 CAN-Transceiver. In fünf Jahren werden es mehr als 20 CAN-Transceiver sein.

Die nun entwickelten CAN-FD-Transceiver TLE925x erlauben eine Schnittstellenspannung zum Mikrocontroller sowohl von 3,3 Volt als auch von 5 Volt für eine bestmögliche Signalsymmetrie. Je symmetrischer die Signale sind, desto besser ist die Elektromagnetische Verträglichkeit (EMV). Im Vergleich zur CAN-Vorgänger-Generation hat Infineon bei den CAN-FD-Transceivern die Robustheit gegenüber elektromagnetischen Störungen (EMI) im Standardfrequenzbereich von 1 MHz bis 1 GHz verbessert.

Die elektromagnetische Abstrahlung (EME) der TLE925x zwischen 150 kHz und 1 GHz ist so gering wie bei keinem anderen heute verfügbaren CAN-Transceiver, so Infineon . Dabei bestehen die CAN-FD-Transceiver TLE925x elektrostatische Entladungstests (ESD) von mindestens ±8 kV gemäß IEC61000-4-2.

Bauteile-Verfügbarkeit

Infineon bietet ein umfangreiches Produktportfolio für die unterschiedlichen Bussegmente wie CAN FD, CAN mit Partial Networking, High-Speed-CAN, LIN und FlexRay. Für die Protokoll-Variante CAN FD mit 5 Mbit/s bietet Infineon neben den TLE925x-Transceivern gemäß ISO11898-2:2016 die passenden System-Basis-Chips der Multi-CAN Power-SBC-Familie TLE9278. Die Multicore-Mikrocontroller TC3xx der Familie Aurix haben bis zu 12 CAN-FD-Kanäle gemäß ISO 11898-1:2015 und runden das CAN-FD-Portfolio von Infineon ab.

Die CAN-FD-Transceiver der TLE925x-Familie sind bereits in Musterstückzahlen verfügbar. Geliefert werden sie im RoHS-kompatiblen Standardgehäuse DSO-8 oder im extrem kompakten Gehäuse TSON-8 mit Abmessungen von nur 3 auf 3 Millimeter. Ihre Volumenproduktion beginnt im Februar 2017. Die CAN-FD-Transceiver sind kompatibel zu den bisherigen klassischen CAN-Transceivern.

Die Hintergründe zu diesem Inhalt

2011 | OriginalPaper | Buchkapitel

Daten- und Kommunikationssysteme

Quelle:
Raumfahrtsysteme

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