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28.01.2021 | Car-to-X | Infografik | Online-Artikel

Fahrdaten können Milliarden US-Dollar einbringen

verfasst von: Christiane Köllner

2 Min. Lesedauer
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Erhobene und kommerzialisierte Fahrdaten haben laut einer aktuellen Studie jährlich mehrere Hundert US-Dollar Wertpotenzial pro Auto. Besonders interessante Anwendungen sind Over-the-air-Updates sowie prädiktive Wartung. 

Die Datennutzung und Vernetzung von Fahrzeugen birgt ein Gesamtwertpotenzial von bis zu 400 Milliarden US-Dollar im gesamten Mobilitätsökosystem. Dazu gehören Autohersteller, Zulieferer und Serviceanbieter bis hin zu Versicherungen, Infrastruktur- und Tech-Unternehmen. Das Wertpotenzial teilt sich dabei bis zum Jahr 2030 in 250 Milliarden US-Dollar Umsatz- und 150 Milliarden US-Dollar Einsparpotenzial auf. Dies geht aus einer neuen Studie von McKinsey & Company hervor, die 38 Anwendungsfelder für Fahrzeugdaten untersucht hat.

Pro Fahrzeug könnten Mobilitätsunternehmen des gesamten Ökosystems im Jahr 2030 im Schnitt jährlich bis zu 310 US-Dollar zusätzlichen Umsatz und 180 US-Dollar Einsparpotenzial realisieren, so die Studie. "Je höher der Konnektivitätsgrad, desto größer auch das Umsatz- und Einsparpotenzial", macht Tobias Schneiderbauer, Co-Autor der Analyse und Associate Partner von McKinsey deutlich. Bei einer grundlegenden Vernetzung des Autos sollen sich 130 bis 210 US-Dollar Umsatzpotenzial und 100 bis 170 US-Dollar an möglichen Einsparungen ergeben. Bei fortgeschrittenen Technologien seien 400 bis 610 US-Dollar Umsatzpotenzial möglich und 120 bis 210 US-Dollar Einsparpotenzial. 

2030 werden 95 Prozent aller verkauften Autos vernetzt sein

Trotz des großen Potenzials werden Daten aus dem Auto bislang jedoch noch nicht im großen Maßstab genutzt. Dafür gibt es nach Ansicht von McKinsey vor allem drei Gründe: die Differenzierung des eigenen Angebots und das damit ausbleibende Kundeninteresse, eine fehlende schlagkräftige Organisationseinheit in den Unternehmen sowie ein bislang begrenztes Ökosystem für Fahrdaten. Allerdings soll die zunehmende Digitalisierung mittelfristig Rückenwind für dieses Thema bieten. Das Kundeninteresse ist dabei grundsätzlich vorhanden: 37 Prozent der Autokäufer geben in einer globalen McKinsey-Umfrage an, sie würden für bessere Konnektivität die Marke wechseln – bei den für deutsche Marken so wichtigen Premiumkunden sind es 47 Prozent.

McKinsey rechnet damit, dass 95 Prozent aller Neufahrzeuge 2030 zumindest grundlegende Konnektivitätsfunktionen haben werden – dazu gehört das Auslesen von Fahrzeugdaten sowie die Einbindung des Smartphones in das Infotainmentsystem des Fahrzeugs. Heute liegt der Anteil solcher Fahrzeuge noch bei 50 Prozent. Rund die Hälfte der Neufahrzeuge wird 2030 sogar weiter fortgeschrittene Funktionen wie personalisierte Inhalte beinhalten. Drei Anwendungen sind McKinsey zufolge mit rund 40 bis 45 Prozent des Gesamtpotenzials für die Industrie besonders wichtig: Over-the-air-Updates, passgenaue Entwicklung neuer (Fahrzeug-)Modelle und prädiktive Wartung.

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