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29.05.2017 | Car-to-X | Nachricht | Onlineartikel

EU-Projekt will Vertrauen in das Internet der Dinge aufbauen

Autor:
Christiane Köllner

57 Industrie- und Forschungspartner entwickeln im Projekt Scott vertrauenswürdige Lösungen für das Internet of Things. Scott soll Europas Führungsposition im Bereich Smart and Connected Things unterstützen.

Unter der Leitung von Virtual Vehicle ist das EU-Großprojekt Scott ("Secure Connected Trustable Things") für sichere und vertrauenswürdige IoT-Lösungen gestartet, gibt das Grazer Forschungszentrum bekannt. Das Projekt will das Vertrauen in das "Internet of Things" (IoT) erhöhen und dafür "umfassende Lösungen für eine drahtlose, durchgehend sichere, vertrauenswürdige Konnektivität" erarbeiten, heißt es in einer Mitteilung. Die konkreten Anwendungsgebiete sollen dabei intelligente und integrierte Mobilität für Straße, Schiene und Luft, Gebäudetechnik, Wohnen und Infrastruktur sowie Gesundheit umfassen. 

Im Mittelpunkt des EU-Projekts Scott stehen vor allem "vertrauenswürdige Dinge, die sicher miteinander kommunizieren" – also zum Beispiel Fahrzeuge. Scott will die sichere und effiziente Konnektivität von intelligenten eingebetteten Systemen ermöglichen und so einen maßgeblichen Beitrag zur Vertrauensbildung und zur sozialen Akzeptanz bei aktuellen Anwendungen automatisiertes Fahren, Industrie 4.0, etc. leisten.

Lösungsansätze von Scott

Um die Sicherheit und Privatsphäre aber auch eine unkomplizierte Nutzung zu gewährleisten, soll ein umfangreiches Trusted-System-Development-Framework entwickelt werden, also ein genereller Entwicklungsrahmen für vertrauenswürdige Systeme und alle seine Anwendungsfälle, erklärt Virtual Vehicle. Eine eigens entwickelte Metrik für "messbare Sicherheit und Datenschutz" soll schließlich eine bisher nicht dagewesene "Datenschutz-Kennzeichnung" für Systeme und Systemgruppierungen schaffen. 

Scott verwendet eine standardisierte Multidomain-Referenzarchitektur, die im Rahmen eines Vorgängerprojektes (Dewi mit dem "Bubble Concept") entwickelt wurde. Diese unterstütze eine Wiederverwendung, Skalierbarkeit und Interoperabilität der Scott-Lösungen, so die Forscher.

Scott will in 15 Use Cases aus unterschiedlichen Bereichen praxisnahe Lösungen mit hoher Relevanz für Gesellschaft und Industrie in Europa erarbeiten. Ein spezieller Fokus werde auf bereichsübergreifende Anwendungsfälle und heterogene Umgebungen gerichtet sein, wobei Aspekte von 5G sowie Cloud-Computing besonders betont werden, erläutert Virtual Vehicle. So sollen "digitale Ökosysteme" geschaffen werden, um eine breitere Marktdurchdringung zu erreichen. 

Konkrete Ergebnisse aller Anwendungsfälle sollen in über 20 Demonstratoren in ganz Europa einer breiteren Öffentlichkeit präsentiert werden. Zudem will Scott 50 wiederverwendbare Technologie-Bausteine (Software, Hardware, Prozesse, Methoden etc.) für Datenschutz/-sicherheit, verteilte Cloud-Integration, Energieeffizienz/-autonomie von Geräten und Referenzarchitektur/-implementierungen entwickeln. Dies soll die Kombinierbarkeit von IoT-Systemen sowie das Sharing von vertrauenswürdigen Drahtlostechnologien und -diensten über verschiedene Industriebereiche hinweg – und insbesondere für neue, über Scotthinausgehende, Anwendungen - ermöglichen.

Das EU-Projekt Scott

Das Projekt Scott wird vom Forschungszentrum Virtual Vehicle geleitet. Scott ist ein gesamteuropäisches, mit 40 Millionen Euro dotiertes Forschungsprojekt, in dem 57 Schlüsselpartner aus 12 Ländern zusammenarbeiten. Das Projekt soll Europas Führungsposition im Bereich Smart and Connected Things unterstützen und die Unabhängigkeit auf dem Gebiet der Security Enabling Components and Systems stärken.

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