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03.07.2017 | Cash Management | Infografik | Onlineartikel

Schlechtes Zahlungsverhalten kostet Unternehmen die Existenz

Autor:
Eva-Susanne Krah
1:30 Min. Lesedauer

Die Zahlungsmoral der Kunden in Europa lässt zu wünschen übrig. Und manche von ihnen zahlen gar nicht, wie eine neue Studie zeigt.

In Europa begleichen 19 Prozent der Kunden ihre Rechnungen verspätet, drei Prozent verweigern die Zahlung komplett. Was das für Unternehmen bedeuten kann, zeigt ein Beispiel: Im Durchschnitt muss ein Unternehmen mit einem Jahresumsatz von zehn Millionen Euro aufgrund von Zahlungsverspätungen seiner Kunden auf rund 1,9 Millionen Euro länger warten, 300.000 Euro entfallen komplett. Die schlechte Zahlungsmoral bringt vor allem kleine und mittelständische Unternehmen in Schwierigkeiten. Wie Zahlen der Studie "Europäische Zahlungsgewohnheiten 2017" des Finanzdienstleisters Eos und Kantar TNS zeigen, für die 3.200 Unternehmen befragt wurden, können die daraus resultierenden Gewinneinbußen schwerwiegend sein und Unternehmen schnell in Existenznöte bringen, weil die laufende Liquidität nicht mehr gesichert ist. 17 Prozent von ihnen befürchten sogar einen Konkurs. Auf derartige Zahlungsausfälle oder -verzögerungen reagiert jedes fünfte europäische Unternehmen mit Einstellungsstopp und Personalabbau. Etwa genauso viele, nämlich 21 Prozent, erhöhen ihre Preise.

Inkassodienstleister bringen Umsätze zurück

Um Liquiditätsrisiken aufgrund von verzögerten Zahlungen zu senken und ausstehende Forderungen einzutreiben, arbeiten Unternehmen mit Inkassodienstleistern zusammen. 41 Prozent der Unternehmen beauftragen solche Dienstleister. Im Jahr 2016 konnten in Westeuropa so acht Prozent der ausstehenden Unternehmensumsätze wieder zurückgeführt werden. In Osteuropa flossen durch die Unterstützung von Inkassobüros auf diese Weise zum Beispiel jährlich insgesamt 13 Prozent der ausstehenden Forderungen zurück. Die Gelder verwenden 

  • 58 Prozent der Unternehmen zum Begleichen offener Rechnungen,
  • 44 Prozent für neue Arbeitsplätze,
  • 37 Prozent für die Expansion in Geschäftsfeldern,
  • 28 Prozent für Forschung und Entwicklung sowie
  • 25 Prozent für Anlageinvestitionen in den Finanzmarkt.

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