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Category Supply Management

Entwicklung einer Konzeption für die warengruppenorientierte industrielle Beschaffung

  • 2016
  • Buch

Über dieses Buch

Mit der Konzeption des Category Supply Managements entwickelt Karl J. Grajczyk einen umfassenden Managementansatz zur Entwicklung, Steuerung und Umsetzung von Einkaufsstrategien für differenzierte Warengruppen. Aus einer Befragung internationaler produzierender Unternehmen leitet der Autor umfassende Handlungsempfehlungen für die funktionsübergreifende Umsetzung des warengruppenorientieren Supply Managements durch industrielle Einkaufsmanager ab. Da die Segmentierung des Einkaufsvolumens in Waren- bzw. Materialgruppen einen weiten Verbreitungsgrad in Unternehmen aufweist, werden in dieser Arbeit strategische Ansätze der Einkaufspraxis und der betriebswirtschaftlichen Warengruppenforschung miteinander verbunden.

Inhaltsverzeichnis

  1. Frontmatter

  2. 1. Einleitung

    Karl J. Grajczyk
    Zusammenfassung
    Seit Ende des ersten Jahrzehnts des 21. Jahrhunderts hat sich die strukturelle Komplexität in unternehmensübergreifenden Lieferketten durch geopolitische Faktoren wie weltweite Finanzkrisen, Terrorismus und Naturkatastrophen, bei gleichzeitig zunehmenden Interdependenzen in der Leistungserstellung zwischen Lieferanten und Abnehmern, gravierend erhöht. Global verzahnte Güter-, Kaptial- und Wissensnetzwerke, welche durch den Fall von Handelsbeschränkungen und durch die rasante Entwicklung der Logistik-, Informations- und Kommunikationstechnologie ermöglicht wurden, führen zu einer Destabilisierung gewohnter Verhaltens- und Interaktionsmuster der Marktakteure. An der Schnittstelle des Supply Managements (SM) zu internen und externen Bedarfsträgern, führt dies zu einer globalen Harmonisierung von Abnehmerbedürfnissen, bei einer gleichzeitigen Schwankung individualisierter Abnehmeranforderungen. Die hohe Informationstransparenz auf Güter- und Dienstleistungsmärkten konfrontiert Unternehmen mit dem Phänomen der sinkenden Loyalität von Abnehmern, welche bei einer Nichterfüllung der Erwartungen einst gewonnene Wettbewerbsvorteile rapide erodieren lässt. Einhergehend mit einer zunehmenden Technologiekonvergenz, führt die Bedeutungszunahme von Kokreationen im Wertschöpfungsprozess zwischen Lieferanten und Abnehmern zu einer neuen Komplexität in der Berücksichtigung des Akteursrahmens durch das SM.
  3. 2. Treiber einer warengruppenorientierten Weiterentwicklung des industriellen Supply Managements

    Karl J. Grajczyk
    Zusammenfassung
    Das zweite Kapitel hat das Ziel einen Zugang zum Untersuchungsgegenstand des industriellen WGMs als relevante Anwendungsebene des SMs zu schaffen. Der erste Teil dieses Kapitels adressiert die Forschungslücke einer fehlenden wissenschaftlichen Hinterfragung der Bedeutung der WG-Ebene als strategische Anwendungsebene des SMs. In diesem Zusammenhang soll die erste Forschungsfrage beantwortet werden. Zu Beginn erfolgt in Kapitel 2.1 eine Untersuchung der Ziele und Handlungsfelder des SMs. Kapitel 2.2 zeigt, anhand der Strategiehierarchie des industriellen Einkaufs, Diskrepanzen der betriebswirtschaftlichen Einkaufsforschung in der Bedeutung der WG-Ebene. Hierbei wird insbesondre auf deren Rolle bei der Gestaltung, Steuerung und Implementierung von Strategien des SMs eingegangen. In Kapitel 2.3 erfolgt unter Zuhilfenahme des kontingenztheoretischen Erklärungsansatzes, neben einer Systematisierung situativer Einflussfaktoren des SMs, eine Diskussion der Bedeutung der WG-Ebene zur Berücksichtigung von vielfältigen Kontingenzanforderungen.
  4. 3. Entwicklung der industriellen Category Supply Management Konzeption (iCSM)

    Karl J. Grajczyk
    Zusammenfassung
    Ziel dieses Kapitels ist im Zuge der Beantwortung der „dritten Forschungsfrage“ die Entwicklung einer warengruppenorientierten Rahmenkonzeption des SMs. Zur Strukturierung der Hauptelemente der Konzeption werden prozessuale und inhaltliche Anforderungen an die in Kapitel 2.1.2 vorgestellten Handlungsfelder der Gestaltungs- und Steuerungsaufgabe in einem warengruppenorientierten SM untersucht. Diese Konzeption ermöglicht zum einen die prozessorientierte Erklärung von Wirkungszusammenhängen einzelner Handlungsfelder des industriellen WGMs. Zum anderen wird dadurch die Grundlage für die anschließende empirische Konkretisierung der Konzeption gelegt. Die Ableitung von Anforderungen an die zentralen Handlungsfelder des warengruppenorientierten SMs erfolgt unter Zuhilfenahme des Einkaufskompetenzansatzes und der Ressourcentheorie sowie unter Einsatz institutionenökonomischer Theorien und des betrieblichen Informationsverarbeitungsansatzes.
  5. 4. Empirisch-qualitative Konkretisierung der iCSM-Konzeption

    Karl J. Grajczyk
    Zusammenfassung
    Mit dem Ziel der Beantwortung der vierten Forschungsfrage erfolgt in diesem Kapitel auf Grundlage der theoretisch-konzeptionellen Zusammenhänge des dritten Kapitels eine qualitativ-empirische Untersuchung der iCSM-Rahmenkonzeption. Beginnend mit einer Darstellung des eingesetzten qualitativen Forschungsdesigns, wird das methodische Vorgehen der empirischen Analyse in Kapitel 4.1 beschrieben. Daran anschließend werden in Kapitel 4.2 die empirischen Ergebnisse der interviewbasierten Feldstudienuntersuchung von Industrieunternehmen vorgestellt. Diese verfolgt das Ziel der Spezifizierung der Komponenten der iCSM-Konzeption innerhalb industrieller Einkaufsorganisationen. Dabei werden aus der funktionalen Managementperspektive Anregungen für die Ausgestaltung von iCSM-Prozessen abgeleitet. Aus der institutionellen Sichtweise wird die Managementverantwortung von iCSM-Akteuren hinterfragt. Vor dem Hintergrund des kontingenztheoretischen Schwerpunktes dieser Arbeit, liegt ein besonderes Interesse in der Ergründung der Unterschiede der Ausgestaltung der iCSM-Konzeption in einem Vergleich verschiedener strategischer Ausrichtungen des Gesamteinkaufs. Abschließend werden in Kapitel 4.3 zentrale Untersuchungsergebnisse zusammengefasst, Limitationen aufgezeigt und ein Ausblick auf den weiteren Forschungsbedarf gegeben.
  6. 5. Großzahlempirische Identifikation idealer Gestaltungsprofile für Warengruppenstrategien des iCSMs

    Karl J. Grajczyk
    Zusammenfassung
    Die qualitative Untersuchung im vierten Kapitel dieser Arbeit konnte eine erste Indikation für die Praxisrelevanz der theoretisch entwickelten iCSM-Konzeption geben. Bei Betrachtung der Professionalisierungsgrade der iCSM-Prozesse, wurden der Unternehmenspraxis geringe Ausprägungen im Strategie-Struktur-Erfolgsparadigma des zentralen Gestaltungsprozesses auf WGEbene attestiert. Dies korrespondiert mit den in Kapitel 2.4.4 ermittelten Lücken der betriebswirtschaftlichen WG-Forschung. In diesem Kapitel erfolgt aus der funktionalen Managementperspektive die Beantwortung der fünften und sechsten Forschungsfrage anhand eines großzahlempirischen Forschungsansatzes. Bezugnehmend auf die fünfte Forschungsfrage werden generische WG-Strategien des industriellen SMs mit Hilfe von Wettbewerbsprioritäten konzeptualisiert und deren situativen Umweltcharakteristika analysiert. Darauf aufbauend wird die sechste Forschungsfrage durch eine Evaluierung der Erfolgsauswirkungen der Abweichung empirisch entwickelter Idealprofile von Gestaltungsvariablen des iCSMs für die zuvor identifizierten generischen WG-Strategien analysiert. Dieses Vorgehen ermöglicht eine großzahlempirische Validierung des im dritten Kapitel vorgestellten „zentralen Gestaltungsprozesses“ für die WGEbene der iCSM-Konzeption.
  7. 6. Zusammenfassung der Untersuchungsergebnisse

    Karl J. Grajczyk
    Zusammenfassung
    Das sechste Kapitel dieser Arbeit fasst alle theoretisch-deduktiv und empirisch-induktiv gewonnenen Untersuchungsergebnisse der Arbeit zusammen. Hierzu erfolgt eine Darstellung der wichtigsten Erkenntnisse der sechs Forschungsfragen. Zum Abschluss werden ausgewählte Implikationen der Arbeit für die Einkaufsforschung und die industrielle Einkaufspraxis vorgestellt.
  8. Backmatter

Titel
Category Supply Management
Verfasst von
Karl J. Grajczyk
Copyright-Jahr
2016
Electronic ISBN
978-3-658-11418-3
Print ISBN
978-3-658-11417-6
DOI
https://doi.org/10.1007/978-3-658-11418-3

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