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Cebit

weitere Buchkapitel

Kapitel 1. Einleitung

Im Rahmen des Festaktes zur Eröffnung der CeBIT 2017 stellte die deutsche Bundeskanzlerin erneut die große wirtschaftliche und gesellschaftliche Bedeutung der Digitalisierung heraus. Die Digitalisierung als solche ist für Unternehmen und Organisationen jedoch schon seit den späteren 1990ern durch die Entwicklung von digitalen Produkten und Infrastrukturen ein ernstzunehmender Trend, denn um das Jahr 2000 entstanden die ersten Geschäftsmodelle, welche sich durch E-commerce und Web Strategien charakterisierten.

Felix Schuhknecht

Wertschöpfung und Fun

Die Bedeutung von Computerspielen als Mediengattung

Die Games-Branche ist ein fester Bestandteil der Entertainment- und IT-Branche. Der Mix aus faszinierenden Spielerlebnissen, innovativer Technologie, schnellen Produktentwicklungs- und Vermarktungszyklen sowie dem damit einhergehenden Wertschöpfungsprozess führt aus medienökonomischer Sicht zu einer Verortung des Games-Sektors als eigenständige Mediengattung.Die Branche der Computerspiele entwickelt regelmäßig Leittechnologien für andere Industrien, die durch Gamification – dem Einfluss von Videospielen auf Güter, Dienstleistungen und gesellschaftliche Prozesse – im Rahmen der Digitalisierung richtungsweisend sind. Game-Engines werden in verschiedenen Bereichen eingesetzt. Die Computerspiele-Branche ist heute ein fester Bestandteil der Gesellschaft und ‚nicht mehr wegzudenken‘ bei der Entwicklung von Kultur- und Wirtschaftsgütern.In dem Beitrag werden relevante Definitionen, Begrifflichkeiten und Kausalzusammenhänge erläutert. Dabei wird auf die medienökonomischen Aspekte der Games-Branche eingegangen und eine Abgrenzung zwischen Publishern, Developern und deren Mischformen vorgenommen. Der Markt und dessen Zielgruppen werden dargestellt und Monetarisierungs- und Erlösmodelle von Games aufgezeigt. Weitere wichtige Bestandteile des Beitrags sind die Ausführungen zu Gamification, eSports sowie die Entwicklungen von User-generated Content.

Lutz Anderie

Chapter 12. The Thomas Arithmometer

The chapter “The Thomas Arithmometer” describes the world’s first successful, industrially manufactured calculating machine. The mechanical stepped drum machine of Charles Xavier Thomas is capable of all four basic arithmetic operations. It was exhibited at the Great Exhibition of 1851 in London.

Herbert Bruderer

Chapter 16. Mechanical Calculating Aids

Since overviews regarding other manufacturing countries such as the USA and Germany are already available, the chapter “Mechanical Calculating Aids” is essentially limited to Switzerland. This chapter describes calculating tables, slide bar adders, and mechanical calculating machines, for example, the Millionaire, Madas, Precisa, and Stima brands. A tabular overview lists the attributes of all known products from Switzerland. The legendary Millionaire, a partial-product multiplying machine, was the first commercially successful direct multiplying machine. On the basis of serial numbers and previously unknown documentation from the H.W. Egli AG, Zurich, an attempt is made to date this four-function calculating machine. A global survey reveals information about the known Millionaire machines, and the catalog of the Schweizer Mustermesse Basel, which was issued every year from 1917 (founding) to 2019 (final year), was evaluated. Little information is available in regard to piece numbers, prices, and patents.

Herbert Bruderer

8. Sealed Computing für allgemeine Anwendungen

In den vorangegangenen Kapiteln wurde die versiegelte Verarbeitung von Daten am Beispiel dedizierter Anwendungsszenarien wie ,,Business Collaboration“ und Schutz sensibler Daten diskutiert. Der Fokus auf solche Szenarien war vorteilhaft für die Entwicklung der Technologie, da funktional klar beschriebener Anwendungen auch einen bekannten Satz von Anforderungen an die unterliegende Plattform bedeuten. Damit konnten diese Szenarien mit überschaubarem Aufwand und begrenzten Risiken realisiert werden. Das vollständige Potenzial der Technologie kann jedoch nur mit einer Befähigung zur Realisierung beliebiger Anwendungen ausgeschöpft werden, d. h. es bedarf einer allgemein verwendbaren versiegelten Plattform. Dieses Kapitel beginnt zunächst mit der Beschreibung des Einsatzes der Versiegelungs-Technologie für Big-Data-Analysen und erweitert dann die Betrachtung auf die Anwendung für eine ,,General Purpose“-Plattform.

Ralf O. G. Rieken, Hubert A. Jäger, Christos Karatzas

7. Systemtechnik im Projekt

Systemtechnik und Projektmanagement sind eng miteinander verbunden. Die gewählte Systemarchitektur ist ein entscheidender Faktor für die Entwicklung und Herstellung technisch und wirtschaftlich optimaler Systeme, um im globalen Wettbewerb erfolgreich bestehen zu können.

Bernd-J. Madauss

Kulturwandel, Kulturverträglichkeit – Eine Betrachtung ausgehend vom Frankfurt-Hohenheimer Leitfaden

Mit dem Ziel, durch ethisch-nachhaltige Investments eine gerechte und zukunftsfähige Marktwirtschaft und damit einhergehend die Initiierung eines Kulturwandels in Richtung Nachhaltigkeit zu fördern, wurde der Frankfurt-Hohenheimer Leitfaden (FHL) in den 1990 Jahren von einer interdisziplinären Forschungsgruppe, der Projektgruppe Ethisch-Ökologisches Rating (EÖR), entwickelt und im Jahr 1997 veröffentlicht (Hoffmann et al. 1997) (Eine gekürzte und inhaltlich überarbeitete Fassung des FHL hat die Projektgruppe gemeinsam mit oekom im Jahr 2000 veröffentlicht (Projektgruppe Ethisch-Ökologisches Rating Frankfurt-Hohenheim und oekom research AG 2000)). Erstmals lag nun eine wissenschaftlich fundierte Kriteriologie vor für die Bewertung von Unternehmen und Kapitalanlagen nach ethischen Nachhaltigkeitskriterien: Grundlage für die Ermöglichung theorie- und methodenfundierter ethisch-nachhaltiger Investments.Um nicht auf einer wissenschaftlich-abstrakten Ebene zu verbleiben, wurde die Umsetzung des FHL in ein konkret anwendbares Nachhaltigkeitsrating-Konzept, das Corporate Responsibility Rating (CRR), ebenfalls geleistet durch die Projektgruppe EÖR in ganz enger Zusammenarbeit mit der damaligen oekom GmbH.Der FHL ist nicht nur in das Corporate Responsibility Rating von oekom eingeflossen, sondern hat auch in weiteren Kriteriologien und Bewertungskonzepten seinen Niederschlag gefunden. Außerdem sind auf der Basis des FHL verschiedene Initiativen entstanden. So wurden im Jahr 2000 auf Betreiben der Projektgruppe EÖR sowohl CRIC e.V. gegründet, der Verein zur Förderung von Ethik und Nachhaltigkeit bei der Geldanlage, als auch 2001 das Forum Nachhaltige Geldanlagen.

Claudia Döpfner

Kapitel 36. Eventorientierte Personalbeschaffung

Offline- und Online-Events in Personalmarketing und Personalauswahl

Im Bereich der Personalbeschaffung werden Methoden eingesetzt, die Eventcharakter aufweisen. Dabei kann zwischen Offline-Events und Online-Events unterschieden werden. Die bei Events angestrebte multisensorische Ansprache nimmt in dem Maße ab, in dem das Event nicht real vor Ort stattfindet, sondern medial vermittelt in einer virtuellen Umgebung. Mit den „erlebnisorientierten Kommunikationsbotschaften“, welche an die Zielgruppe herangetragen werden, werden über die Positionierung des Unternehmens als attraktiver Arbeitgeber hinaus vor allem zwei Ziele verfolgt. Zum einen soll im Zuge der Selbstselektion anhand einer realistischen Tätigkeitvorschau die Grundquote erhöht werden. Zum anderen soll im Zuge der Fremdselektion die Candidate Experience anhand einer unternehmens- und anforderungsnahen Eignungsdiagnostik verbessert werden. Dabei zeigt sich, dass einer erlebnisorientierten Fremdauswahl im Rahmen von Online-Events durchaus Grenzen gesetzt sind.

Lars J. Jansen

Kapitel 40. Eventisierung von Fachmessen zur Erweiterung des emotionalen Erlebens

Eventisierungskomponenten und ihre Eignung im B2B-Messekontext

Die Eventisierung bzw. Festivalisierung von Fachmessen wird über Branchen hinweg als Weg der Weiterentwicklung von B2B-Messeveranstaltungen erkannt. Die Konvergenz der Veranstaltungsformate Messe, Kongress und Event bereichert Fachveranstaltungen und folgt sich wandelnden Bedürfnissen von Besuchern und Ausstellern. Auch im B2B-Bereich erlebt der Mensch im psychophysischen System und möchte zukünftig nicht nur passiver Bestandteil einer Fachmesse sein. Die Interaktivität erhöht die Aufenthaltsqualität und verbessert in diesem Zusammenhang das wahrgenommene Erlebnis der Teilnehmer. Nach bereits weithin verbreiteten Formaten des Wissensaustauschs (Kongress) halten derzeit insbesondere Formate des emotionalen Erlebens Einzug in das Messewesen (Eventmarketing). Eine Vielzahl kreativer Eventisierungskomponenten werden dabei bereits eingesetzt und eine Diskussion der Eignung dieser Elemente, insbesondere im B2B-Kontext ist im Gang. Diese Diskussion soll in diesem Beitrag exemplarisch an konkret ausgeführten Eventisierungskomponenten und mittels dokumentierten Expertengesprächen aufgezeigt werden. Die Autoren empfehlen Veranstaltern den Weg der experimentellen Weiterentwicklung von Fachveranstaltungen.

Thomas Bauer, Fabrice Münch

Von Cor@ bis Mitsuku: Chatbots in der Kundenkommunikation und im Unterhaltungsbereich

Chatbots unterhalten sich mit Menschen und unterhalten sie, sie beraten Kunden und Interessenten auf Websites und in Instant-Messaging-Systemen, sie rufen hilfreiche Ressourcen auf und geben dazu Erläuterungen. Ihr Erfolg erklärt sich vor allem durch ihre natürlichsprachlichen Fähigkeiten und ihre Konstruktion als hilfreiches, sachkundiges oder lustiges Gegenüber. Der Beitrag erklärt, was Chatbots und Sprachassistenten sind, nennt Vor- und Nachteile ihres Einsatzes und stellt Produkte für die Kundenkommunikation und den Unterhaltungsbereich vor. Zudem geht er auf Projekte der Maschinenethik ein. Die meisten Chatbots verhalten sich nicht adäquat, wenn der Benutzer ihnen gegenüber Sorgen äußert. Moralische Maschinen als Dialogsysteme können eine Lösung sein.

Oliver Bendel

Cloud-Computing – gekommen um zu bleiben

Cloud Computing hat den Status eines Trends überwunden. Diese neue Art der Dienstleistungserbringung disruptierte den Markt – statt „Cloud first“ heißt es nun unternehmensübergreifend „Cloud only“. Der vorliegende Beitrag bietet eine diesbezügliche Informationsgrundlage. Er soll über die Idee sowie die Struktur von Cloud Computing Überblick verschaffen, während aktuellste akademische und praxisorientierte Veröffentlichungen berücksichtigt werden. Nach einer thematischen Einordnung werden die Grundlagen vermittelt. Das Thema wird danach von ähnlichen Konzepten abgegrenzt sowie die Einbettung in die Organisation erörtert. Nach der Darstellung der Potenziale und Risiken werden aktuellste Herausforderungen dargelegt. Abschließend werden die gesammelten Erkenntnisse im gesamten Kontext resümiert.

Georg Herzwurm, Robert Henzel

Share Economy: Die „neue“ Ökonomie des Teilens

Die Share Economy wird vielfach als eine der im letzten Jahrzehnt am stärksten aufstrebenden Wirtschaftsformen erachtet. Dabei geht sie gleichzeitig mit grundlegenden Veränderungen in den Marktspielregeln einher und es ergeben sich neue Anforderungen an das Management der involvierten Unternehmen. Um hierauf adäquat reagieren zu können, verfolgt der vorliegende Beitrag das Ziel, grundlegende konzeptionelle Aspekte der Share Economy zu erläutern, um so dem Leser das Verständnis für diese „neue“ Wirtschaftsform zu erleichtern. Weiterhin sollen auch Hilfestellungen gegeben werden, um Entscheidungen in diesem Umfeld besser treffen zu können. Zu diesem Zweck zeigt der Beitrag zunächst zentrale Treiber und Teilnahmemotive der Share Economy auf und nimmt eine Einordnung von Begrifflichkeiten vor. Anschließend erfolgt eine Einordnung der SE in digitale Marktmodelle und es werden Netzeffekte und Plattformunternehmen als zentrale Marktbesonderheiten vorgestellt. Um die Wertschaffung im Ecosystem der Share Economy verstehen zu können, werden auch die Besonderheiten im Sharing-Prozess sowie in der Interaktion der Marktakteure als zentrale Wertmechanismen vorgestellt. Der Beitrag endet mit einer kurzen Zusammenfassung und einem Ausblick auf anstehende Fragestellung der Share Economy.

Rolf Weiber, David Lichter

Dienstleistungen 4.0

Ausgehend von technologischen Entwicklungen zeigt der konzeptionelle Beitrag eine neue Dienstleistungsform auf, die als Dienstleistung 4.0 bezeichnet wird. Diese zeichnet sich durch ein hohes Maß an Nutzerzentrierung und einen tiefen technologischen Eingriff in die Lebenswelt des Konsumenten aus. Mittels dem in diesem Beitrag vorgestellten Dreiklang von Dienstleistungen 4.0 werden Merkmale und Besonderheiten der Dienstleistung 4.0 herausgearbeitet. Vertiefend geht der Beitrag dann auf den Wertbeitrag von Dienstleistungen 4.0 ein, der sich in der kontextbasierten Informationsaufbereitung widerspiegelt und das Potenzial besitzt, den Nutzer kognitiv zu entlasten.

Rolf Weiber, Lukas Mohr

Computer- und Spiele-Veranstaltungen gestern und heute

Mit ihrer 14. Auflage ist die Lange Nacht der Computerspiele der HTWK Leipzig 2020 bereits ein alter Hase. Gerade in Deutschland findet sich kaum eine langlebigere Spiele-Veranstaltung. Dieser Beitrag gibt einen Abriss über die Anfänge von Clubs, Computer- und Spiele-Messen, über die ersten Turniere, und wie daraus Messen und Festivals von heute entstehen. Dabei liegt der Fokus auf Leipzig: die Frühjahrs- und Herbstmessen als Schaufenster in den Westen, das große Computertreffen der Hobbyisten zu DDR-Zeiten in Böhlen, wie aus der gescheiterten CeBIT Home die Games Convention in Leipzig geboren wird und das E-Sport Festival DreamHack in Leipzig.

René Meyer

A

Florian Langenscheidt, Peter May

Kapitel 7. Entwicklung eines integrativen Modelles für nachhaltige und verantwortungsvolle Geschäfte Im Kontext von Digitalisierung und innovativen Veränderungen

Das letzte Kapitel umfasst zwei Studien im Themengebiet Digitalisierung und Inno-vation. Wie bereits zu Beginn der Arbeit herausgearbeitet, sind Innovationen und technische Entwicklungen entscheidende Einflussgrößen in Kontext des Strebens nach nachhaltiger Entwicklung. Mit dem technologischen Fortschritt seit der ersten industriellen Revolution hat sich die Umwelt, Gesellschaft und Wirtschaft stark verändert und die Entwicklungszyklen verkürzen sich, so dass die Veränderungen schneller aufeinander folgen und teilweise sich gegenseitig überholen oder wie es gern gesagt wird, disruptieren. Um sich dem Thema anzunähern werden die Hauptentwicklungsschritte der Industrie und des Internets angefangen bei der ersten industriellen Revolution bis hin zur aktuellen vierten Revolution inklusive einiger statistischer Daten vorgestellt. Zum besseren Verständnis der Thematik werden die Hauptbegriffe der aktuellen Revolution kurz erläutert. Anschließend werden, die Definition von Smart Services hergeleitet, die Hauptvoraussetzungen für die Einrichtung und Bereitstellung und die Chancen und Herausforderungen im Zusammenhang mit Smart Services untersucht und präsentiert. Einführend in das zweite Forschungsgebiet werden die Begriffe Disruption und disruptive Innovationen beleuchtet und deren Eigenschaften anhand ausgewählter historischer und aktuellerer innovativer Produkte und Dienstleistungen erforscht. Als nächster Schritt werden mittels dieser, nachweislich disruptiven Innovationen, deren Auswirkungen auf Unternehmen und Mitarbeiter analysiert und ein verallgemeinertes Modell bezüglich der Effekte disruptiver Innovationen auf Wirtschaft und Gesellschaft präsentiert. Im letzten Abschnitt dieses Kapitels wird ein integratives Modell entwickelt, welches in sich die Erkenntnisse der durchgeführten Studien vereint und als Leitfaden für die Transformation dienen kann. Dieses Modell basiert auf dem vereinfachten Modell der Nachhaltigkeit mit seinen drei Bereichen, Umwelt, Gesellschaft und Wirtschaft, und setzt die beeinflussenden Faktoren, die Megatrends und die übergreifenden Aspekte, Digitalisierung, Innovation und Qualität in Relation zu den unternehmensinternen Gesichtspunkten. Das Modell, seine Elemente und die Kausalitäten werden nachfolgend erläutert.

Katrin Marquardt

Machine-To-Machine Communication

From Data to Intelligence

Die zunehmende Digitalisierung stellt unsere Gesellschaft vor Herausforderungen und bietet zugleich eine Unmenge an Chancen. Sowohl Mensch als auch Maschine produzieren heutzutage eine große Anzahl an Daten, die bisher noch ungenutzt und nicht miteinander verbunden sind.Integrierte Telekommunikations- und IT-Dienstleister haben es sich zur Aufgabe gemacht, diese Daten zu transportieren, miteinander zu vernetzen und auf Daten basierende Services für ihre Kunden anzubieten. Erst durch die intelligente Verknüpfung verschiedenster Daten können neue Geschäftsmodelle und intelligente Mehrwertdienste entstehen, die bisher ungeahnte Möglichkeiten für die Wirtschaft und Erlebnisse für den Verbraucher mit sich bringen.Ein einfaches Beispiel hierfür kann der intelligente Getränkeautomat sein. Dieser teilt beispielsweise automatisch mit, wann das Wasser leer ist, beauftragt selbstständig den Lieferanten, der auf Basis einer intelligenten Routenplanung die entsprechenden Getränkeautomaten anfahren und wieder auffüllen kann. Damit all das funktioniert gilt es, die Maschinen zu vernetzen, die Daten auszulesen, über eine sichere Verbindung zu transportieren und in einem sicheren Datencenter zu verknüpfen, auszuwerten und vordefinierte Aktionen auszulösen. Die sogenannte Machine-to-Machine Communication (M2M) ist dabei sowohl die Basistechnologie als auch der intelligente Vermittler zwischen den Maschinen.Dieses scheinbar einfache Beispiel birgt eine hohe Komplexität hinsichtlich Markt-, Kunden-, Technologie- und Sicherheitsanforderungen. Dieser Artikel soll einen Einblick in die komplexe, aber auch spannende M2M-Welt ermöglichen und vor allem die damit einhergehenden Chancen für die vierte industrielle Revolution (Industrie 4.0) verdeutlichen.

Thomas Knoll, Alexander Lautz, Nicolas Deuß

Kapitel 3. Von Fehlern und Erfolgen anderer Unternehmen lernen

Anhand von zehn analysierten Case-Studies werden Beispiele für erfolgreiche und weniger erfolgreiche Zukunftsstrategien dargestellt. Neben den in Kap. 2 aufgeführten Denkfehlern werden weitere, zum Teil tragische strategische Fehler vorgestellt, die Unternehmen in den Ruin getrieben haben. Ebenso gibt es aber auch Erfolgsgeschichten, die über geniale Schachzüge und das Glück des Tüchtigen berichten. Die Beispiele umfassen die Geschichten bekannter aktueller Marken wie Ikea, Shell, Casio oder die Rügenwalder Mühle ebenso wie Unternehmen, deren Glanz inzwischen verloschen ist wie Kodak, Time/system oder Olympia, und dienen dazu, die Systematik erfolgreichen Zukunftsmanagements zu identifizieren.

Heino Hilbig

Kapitel 5. Diskussion der Ergebnisse und Management-Implikationen

Insgesamt bestätigt die Analyse der Auswirkungen der Digitalisierung auf die Wertschöpfung eines Messeveranstalters, dass das Phänomen nicht nur außerordentlich breit alle Wertschöpfungskomponenten (Unternehmenskernlogik, Wertschöpfungsaktivitäten und Ressourcen) tangiert, sondern auch konkret die tägliche Arbeit der Messeveranstalter erheblich beeinflusst. Diese Erkenntnis wird in der Diskussion der Ergebnisse und Betrachtung der Management-Implikationen untermauert.

Christoph Menke

Kapitel 2. Analyse der Wertschöpfung eines Messeveranstalters anhand des Geschäftsmodells

Die systematische Strukturierung und Modellierung der Wertschöpfung eines Messeveranstalters in einem abstrahierten Konstrukt dient dem Zweck, eine eingehende Analyse des Einflusses der Digitalisierung auf die Wertschöpfung eines Messeveranstalters vorzunehmen. Aus einer Reihe verschiedener Ansätze zur Untersuchung der Wertschöpfung in Unternehmen wird speziell der Geschäftsmodell-Ansatz gewählt, um die Wertschöpfung eines Messeveranstalters zu erläutern.

Christoph Menke

Kapitel 4. Der Einfluss der Digitalisierung auf die Wertschöpfung eines Messeveranstalters

Die Analyse des Digitalisierungsphänomens untermauert anhand der identifizierten Erscheinungsformen und deren Wirkungskreis die Erwartung, dass die Digitalisierung auch signifikanten Einfluss auf die Wertschöpfung eines Messeveranstalters nimmt. Durch Anwendung der gewonnenen Erkenntnisse auf das Geschäftsmodell eines Messeveranstalters wird nun konkret untersucht, inwieweit sich diese Erwartung im Einzelnen anhand der Wertschöpfungsbereiche und Geschäftsmodellkomponenten bestätigt.

Christoph Menke

Sharing or Platform Urban Mobility? Propertization from Mass to MaaS

This chapter will discuss smart urban mobility within the context of the sharing economy. After a brief introduction on the history of urban mobility, it will look at the application of sharing economy models to smart urban mobility, such as ride-sharing, car- and bike-sharing programs and e-hailing services. The discussion will contextualize the evolution of peer mass production dynamics into Mobility-as-a-Service (MaaS). My focus is the fundamental data ownership and protection issues that will arise from mobility solutions consumed as services through centralized gateways and platforms. I criticize the neo-liberalist perspective that has gradually changed the sharing economy into the platform economy and argue that it brought about unfulfilled expectations and increasing inequalities. After moving this critique, I plead for the application of Ostrom’s approach to commons to smart urban mobility and, in particular to MaaS. In conclusion, I argue that smart urban mobility should develop upon what I call a 3C model: commons, collaboration and crowdsourcing.

Giancarlo Frosio

Kapitel 1. Einleitung

Ein Markt beschreibt grundsätzlich einen Ort des Aufeinandertreffens von Angebot und Nachfrage (Hoffmann et al. 2012). Der Gesundheitsmarkt hat als Merkmal sich mit Gütern zu befassen, deren Konsum der Verbesserung des Gesundheitszustandes dienen, oder diesen zu erhalten (Sienel 2013).

David Matusiewicz

Augmented Reality als Teil des Messe-Erlebnisses: Eine Vision zum Einsatz von AR als Service für Messeteilnehmer

Fachmessen spielen für Unternehmen eine bedeutende Rolle und haben nach der eigenen Homepage die zweithöchste Wichtigkeit im Kommunikations-Mix (vgl. AUMA e.V. 2016, S. 17). Viele Unternehmen nutzen das Medium Fachmesse unter anderem, um Produkte und Innovationen präsentieren zu können, Kontakte zu knüpfen und zu pflegen und sich im Wettbewerbsumfeld zu positionieren.

Philip Häußler

Kapitel 13. Kommunikationspolitik

Der Leser kennt den Prozess der Planung, Umsetzung und Kontrolle der Kommunikationspolitik. Der Leser kennt die wesentlichen Ziele der Kommunikationspolitik sowie Ansätze zur Zielgruppendefinition. Der Leser kennt die wichtigsten statischen Werbewirkungsfunktionen und überblickt ihre Anwendungsmöglichkeiten im Rahmen der Werbebudgetierung. Der Leser versteht die grundlegende Struktur dynamischer Ansätze zur Modellierung der Werbewirkung. Der Leser kennt die wichtigsten qualitativen und quantitativen Kriterien, die zur Entscheidungsfindung im Bereich der Mediaplanung beitragen können. Der Leser kennt die wichtigsten verhaltenswissenschaftlich fundierten Gestaltungsprinzipien des Kommunikationsauftritts. Der Leser hat einen Überblick über die Instrumente der Kommunikationspolitik. Der Leser kennt die zentralen Methoden zur Kontrolle der Kommunikationswirkung (vor bzw. nach der Durchführung der Kommunikationsmaßnahmen) und überblickt in diesem Zusammenhang insbesondere das Spektrum der apparativen Methoden.

Christian Homburg

Kapitel 11. Kommunikationspolitik

Der Leser kennt den Prozess der Planung, Umsetzung und Kontrolle der KommunikationspolitikKommunikationspolitik . Der Leser kennt die wesentlichen Ziele der KommunikationspolitikKommunikationspolitik sowie Ansätze zur ZielgruppendefinitionZielgruppendefinition . Der Leser kennt die wichtigsten statischen Werbewirkungsfunktionen und überblickt ihre Anwendungsmöglichkeiten im Rahmen der Werbebudgetierung. Der Leser versteht die grundlegende Struktur dynamischer Ansätze zur Modellierung der Werbewirkung. Der Leser kennt die wichtigsten qualitativen und quantitativen Kriterien, die zur Entscheidungsfindung im Bereich der Mediaplanung beitragen können. Der Leser kennt die wichtigsten verhaltenswissenschaftlich fundierten Gestaltungsprinzipien des Kommunikationsauftritts. Der Leser hat einen Überblick über die Instrumente der KommunikationspolitikKommunikationspolitik . Der Leser kennt die zentralen Methoden zur Kontrolle der Kommunikationswirkung (vor bzw. nach der Durchführung der Kommunikationsmaßnahmen).

Christian Homburg

Timing & Momentum

Als gelernter Bankkaufmann und an der Uni Mannheim ausgebildeter Wirtschaftsinformatiker verbrachte ich meine ersten Berufsjahre als Computerspezialist und Programmierer in der Börsenabteilung der Deutschen Bank in Mannheim. Mit Einführung der Deutschen Terminbörse im Jahr 1990 begann die Computerisierung der internationalen Handelsgeschäfte in Banken. Computer zogen in die Börsenabteilungen rund um die Welt ein und bestimmen seitdem zunehmend das Geschehen.

Frank Schwab

Internationales Kommunikationsmanagement

Gegenstand des internationalen Kommunikationsmanagements ist die Planung und Steuerung der Kommunikationsaktivitäten auf internationalen Märkten. Ausgehend von der international angestrebten Corporate Identity befasst sich das internationale Kommunikationsmanagement insb. mit Fragestellungen im Rahmen der internationalen Werbung sowie des Einsatzes internationaler Product Placement- und Sponsoringaktivitäten. Zu den weiteren internationalen Kommunikationsinstrumenten zählen Messen und Ausstellungen, Event-Marketing sowie Online-Kommunikation. Sales Promotions und Direct Communications werden hingegen i. A. flankierend auf nationaler Ebene eingesetzt.

Ralph Berndt, Claudia Fantapié Altobelli, Matthias Sander

Kapitel 3. Optimierung in sechs Stufen – nicht nur in einer Krise

Ursachenverständnis und Maßnahmen zur Optimierung gehen Hand in Hand. Ausgangspunkt sind sechs Fragen, die zu den entsprechenden Optimierungsbereichen überleiten. Sie führen zu „Best Practice im Vertrieb“ für jede wie auch immer veranlasste Vertriebsoptimierung, von der Strategieanpassung, über Steuerung und Prozessoptimierung bis hin zur nachhaltigen Umsetzung identifizierter Verbesserungspotenziale.

Peter Klesse

1. Elektronischer Sport – Historische Entwicklung und aktuelle Fragestellungen

Bis heute gibt es weder einen Konsens darüber, was der Begriff eSport alles umfasst, noch über seine Schreibweise. eSport ist jung: Erst allmählich bildet sich in Deutschland eine Infrastruktur heraus, werden Ligen und Vereine gegründet. Dieses Kapitel gibt zum Einstieg einen Überblick über die historische Entwicklung von Videospielen und eSport, beschäftigt sich mit dem Begriff des „elektronischen Sports“ und mit der Gretchenfrage, ob eSport denn nun Sport sei oder nicht. Zuletzt gibt es einen Ausblick auf die folgenden Kapitel dieses Buches.

Daniel Görlich, Markus Breuer

2. Künstliche Intelligenz verändert alles

KI ist die sich am schnellsten beschleunigende Zukunftstechnologie unserer Zeit. Leise und still ist sie im Markt angekommen und arbeitet unauffällig im Hintergrund. Medial rückt sie seit Jahren in den Vordergrund. Und dies völlig zu Recht: Denn die technologische Evolution entwickelt sich durch ihr exponontielles Wachstum bald über eine Million Mal schneller als die biologische Evolution. In der Folge verändert sie branchenübergreifend die bisherigen Wertschöpfungslogiken und Ertragsmodelle in Unternehmen. Dort übernehmen intelligente Maschinen nicht mehr nur physische Arbeit, wie in den vergangenen Jahrhunderten. Erstmals in unserer 10.000-jährigen Zivilisationsgeschichte wird uns eine Technologie bei unserer Kopfarbeit assistieren: unsichtbar, unhörbar, unfühlbar und trotzdem effizient und kraftvoll. In einigen, spitzen Bereichen ist KI uns Menschen schon weit überlegen. Weitere Bereiche werden folgen – aus vertikaler künstlich intelligenter Überlegenheit wird schrittweise eine horizontale und intuitive.KI-Technologien werden Unternehmen in den bewegenden 2020er-Jahren massiv beeinflussen und sie in ihrer ursprünglichen DNA irreversibel verändern. Sind es heute noch Hunderte verschiedener Einsatzmöglichkeiten, werden es morgen und übermorgen Tausende sein. Noch nie zuvor war das Zusammenspiel von Strategie, Analytik und Technologie so wichtig wie heute. Für Top-Manager ist es daher unerlässlich, zu verstehen, in welchen Bereichen die disruptive Schlüsseltechnologie konkrete Geschäfts- oder Kundennutzen oder mit anderen Worten, positive, ökonomische Effekte generiert. Mit den Erkenntnisgewinnen können sie besser darüber befinden, wie sie KI und weitere Zukunftstechnologien strategisch richtig nutzen, um ihr Unternehmen entschlossen, mit gebündelten Kräften und notwendigen Ressourcen in die bevorstehende historisch einzigartige Ära zu führen: Eine Ära, bei der sich Menschen und intelligente Maschinen passgenau miteinander verbinden und erfahrungsbasierte, intuitive Entscheidungen durch datenbasierte angereichert werden.

Michael Wolan

5. Das digitale Technologierad der nächsten Generation

Um ihr Geschäftsmodell weiterhin erfolgreich zu betreiben, benötigen Unternehmen deutlich ausgeprägtere Technologiekompetenzen als seit in den vergangenen 20 Jahren. Noch nie gab es so viele unterschiedliche, miteinander kombierbare Technologien und damit ein so schwer zu durchschauendes, branchenumwälzendes Feld wie heute. Für die Chefetage birgt diese rasch voranschreitende Entwicklung von Technologien Chancen und Risiken zugleich. Als Business Technologies verstandene Technologien werden zum sicheren Wachstumsmotor, wenn sie bei richtigem Einsatz Effizienzreserven ausschöpfen, Unternehmen zum besseren „Kundenversteher“ befähigen und Innovationen ermöglichen. Sie werden zur Bedrohung, wenn sie sich in der eigenen Branche schneller als erwartet ausbreiten und den Wettbewerbs- und Anpassungsdruck erhöhen. Im Transformationskontext sprechen wir insbesondere von 20 Zukunftstechnologien, bei denen eine als Supertechnologie im Zentrum vor allen anderen steht: Künstliche Intelligenz. Die universell integrierbare Supertechnologie kann jede andere Technologie in ihrer Leistungsfähgikeit verbessern und ökonomisch veredeln. Damit wird KI zum größten Effizienz- und Innovationstreiber des digitalen Zeitalters. Im hier vorgestellten Technologierad der nächsten Generation werden alle 20 Technologien in einem Modell zusammengeführt. Aufgeteilt in Basis-, Schlüssel- und Schrittmachertechnologien umspannen sie einen ganzheitlich aufgefächerten Bezugsrahmen, der Unternehmen zur Verfügung steht, um eine robuste und zukunftsfähige Marktsituation zu entwickeln. Wenden Unternehmen KI und weitere Technologien richtig an, sind sie dem Wettbewerb weit voraus, begeistern ihre Kunden, steigern ihren Unternehmenwert und ihre Profitabilität und können kontinuierlich in weitere Technologien, Wettbewerbsvorteile und Innovationen investieren.

Michael Wolan

Open Access

Chapter 1. What Is Society 5.0?

This chapter elaborates on the general thought process behind Society 5.0 and lists the relevant nomenclature. As per the Japanese government literature, Society 5.0 should be one that, “through the high degree of merging between cyberspace and physical space, will be able to balance economic advancement with the resolution of social problems by providing goods and services that granularly address manifold latent needs regardless of locale, age, sex, or language.” The vision of Society 5.0 requires us to reframe two kinds of relationships: the relationship between technology and society and the technology-mediated relationship between individuals and society. With this perspective, the introductory chapter provides an overview of the concept of Society 5.0. It clarifies the differences between the society today and Society 5.0. It proposes how we approach Society 5.0 in this book.Sections 1.1–1.4 of this chapter describe what is Society 5.0. In particular, the focus is on the following key concepts which are parallel aspects of the society: “a human-centered society,” “merging cyberspace with physical space,” “a knowledge-intensive society,” and “a data-driven society.” Understanding these four concepts enables us to develop the approach required to make Society 5.0 a reality. In Sect. 1.5, we clarify the conceptual differences between Society 5.0 and Germany’s Industrie 4.0, which is one of the leading visions of revolutionizing the industry through IT integration. Society 5.0 seeks to revolutionize not only the industry through IT integration but also the living spaces and habits of the public.

Atsushi Deguchi, Chiaki Hirai, Hideyuki Matsuoka, Taku Nakano, Kohei Oshima, Mitsuharu Tai, Shigeyuki Tani

3. An Zielkunden andocken – So kommen Sie in Kontakt

In diesem Kapitel werden die vielfältigen Möglichkeiten der erfolgreichen Gestaltung eines ersten persönlichen Kontakts mit den Personen des (Ziel-)Kundenunternehmens vorgestellt. Erläutert wird, wie Sie bei Messen, Branchenveranstaltungen, Firmenevents etc. die Aufmerksamkeit der Zielperson gewinnen und wie Sie diese Zeit bestmöglich nutzen. Die Kommunikationsform Elevator Pitch – eine auf 30 s konzentrierte Vertriebspräsentation – wird als effektive Methode gerade im Umgang mit vielbeschäftigten Executives vorgestellt. Abschließend betrachten wir, wie Sie durch die Ankündigung eines Akquisebriefs die Aufmerksamkeit für Ihr Anliegen schaffen und Ihre Chancen erhöhen, hinter die „Abwehrlinien“ Ihrer Zielperson vorzudringen.

Manfred Aull

Kapitel 5. Studie 1: Effektivität einer Soft-Policy-Intervention in beruflichen Lebensereignissen

Die erste Studie befasst sich mit der quantitativen Durchführung einer Soft-Policy-Intervention in beruflichen Lebensereignissen im Rahmen eines quasi-experimentellen Untersuchungsdesigns. Sie beantwortet die Frage nach der Effektivität einer solchen Maßnahme, Verkehrsverhalten zu verändern und alternative Mobilitätsangebote als Option wahrzunehmen. Die Auswahl der hierfür geeigneten Untersuchungsmethode orientiert sich an bereits durchgeführten Interventionsstudien mit Neubürger* innen, wie sie im Kapitel 3.3.2 dargestellt wurden.

Julia Schuppan

Vertragsgestaltung, Erstellung und Überlassung von Software und anderen Werken 4.0

Auf der Computermesse CeBIT wurde dem Autor ungefragt mitgeteilt: „Jede Ware kann irgendwann von jemand anderem in besserer Qualität zu günstigerem Preis produziert werden.“ (Quelle: unbekannter Messe-Teilnehmer) So unterkomplex diese Ansicht sein mag, so wahr ist der Kern der Aussage.

Kjell Vogelsang

19. Bayer: Process Mining Supports Digital Transformation in Internal Audit

Internal Audit at Bayer AG was an early adopter of the innovative Process Mining technology though—at first glance—an audit organization does not seem to be predestined to be the typical point of entry. Two factors favored this step: On the one hand, Bayer AG has been using SAP globally in its core processes for many years; this systemic homogeneity is not to be underestimated for the implementation of a Process Mining application. On the other hand, the majority of the audits performed by Internal Audit at Bayer AG, particularly in the commercial area, are strongly process driven. Although proven and extensive table-based toolboxes were available, it is very difficult to describe and interpret a global e2e process using tabular analyses and to audit it in a risk-oriented manner. Intense search discovered visual Process Mining as the perfect solution. In the start-up hall of the international IT-Fair CEBIT in 2012, the first meeting with an innovative young company took place. On the personal wish not to endure PowerPoint presentations, but only to see live data of real existing systems, it quickly became clear that the product came very close to what we had been looking for since many years. Our use case outlines the challenges of implementing Process Mining and how it drove the digital transformation of Internal Audit at Bayer.

Arno Boenner

Local Digital Practices, Worldwide

Whereas early globalization studies tended to equate digital globalization with sociocultural homogenization, social scientific approaches have gradually become more sensitive towards the interplay between globalizing and localizing tendencies. The present chapter investigates this interplay in digitization processes by drawing on an ethnographic study of a “technical development” project that was carried out in Pakistan and aimed at generating digital networking practices from scratch. I argue that the production of these practices may be best understood as the simultaneous and paradoxical generation of global sociality via local culture. I call this the paradox of digital glocalization.

Carsten Ochs

Digitales Geld und virtuelles Geld

Die Begriffe des digitalen und des virtuellen Geldes werden nicht selten beliebig austauschbar gebraucht. Darin jedoch verliert sich ihre durch und durch spezifische Bedeutung. Dieser Beitrag betont die wesenhafte Virtualität des Geldes und setzt sie so in Abgrenzung zu seiner moderneren Digitalisierung. Geld wird so geradezu zu einem Paradebeispiel für das Virtuelle, und seine Digitalisierung lässt sich klarer mit dem von ihm besessenen Körper in Zusammenhang lesen. Der antizipierte Verlust dieses Körpers im Zuge dieses Prozesses wiederum wirft Fragen zur Akzeptanzsicherung des digitalen virtuellen Geldes auf, die hier ebenfalls diskutiert werden sollen.

Sarah Wisbar

Kapitel 13. Herausforderungen der Messe-Marktforschung in Zeiten von Big Data

Die Digitalisierung stellt viele Unternehmen insbesondere durch die Generierung großer Datenmengen vor neue Herausforderungen. Mit dem Umgang und der zielführenden sowie rechtlich unbedenklichen Nutzung dieser Big Data sehen sich auch die Messebranche im Allgemeinen sowie Marktforschungsinstitute, die sich auf Messe- und Eventforschung spezialisiert haben, konfrontiert. Gestiegene Ansprüche aller messerelevanten Akteure (Veranstalter, Aussteller sowie Besucher) und das Aufkommen neuer Möglichkeiten wie WiFi-gestütztes Visitor Tracking oder Augmented bzw. Virtual Reality führen dazu, dass dem bewährten Geschäftsmodell „Messe“ sowie der daran geknüpften Forschung eine Änderung widerfährt. Der vorliegende Beitrag beleuchtet das Messewesen sowie die Messe-Marktforschung im Allgemeinen, betrachtet die Chancen, aber auch (rechtlichen) Herausforderungen, die sich aus der digitalen Entwicklung sowohl für Messeveranstalter als auch ausstellende Unternehmen ergeben, und geht der Frage nach, welchen Möglichkeiten und Anforderungen, unter Berücksichtigung der fortschreitenden Digitalisierung und Big Data, die Messe-Marktforschung gegenübersteht.

Sarah Dünow, Gideon Spanke

Polizei 4.0 und digitale Arbeitswelt

Eine qualitativ-empirische Untersuchung am Beispiel der Polizei NRW

Die modernen Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) haben unseren Alltag erobert, ihn effizienter, effektiver, flexibler und dynamischer oder einfach „smarter“ gemacht. Dieser Wandel scheint noch lange nicht abgeschlossen zu sein. Hochautomatisierte, vernetzte und smarte Systeme auf Grundlage von Digitalisierung, Robotik, Sensorik sowie cyberphysischen Systemen und Big Data werden im Zuge einer digitalen Transformation alle Bereiche der Arbeitswelt maßgeblich verändern. Das Internet of Things (IoT), Big Data, künstliche Intelligenz (KI) und Vernetzung werden die Arbeitswelt von morgen prägen.

Andreas Hering, Antonio Vera

Kapitel 14. VR Trainingssimulator für Flurförderfahrzeuge – Chancen und Risiken in Zusammenhang mit Bewegungsfeedback

Die Verwendung von VR in der Ausbildung ist ein Hauptbetätigungsfeld ernsthafter Anwendungen immersiver Technologien. Pool3 hat dies als Geschäftsfeld frühzeitig erkannt und erfolgreich am Markt platziert. Neben den allgemein bekannten Kosten/Nutzen Aspekten kommen in der Gesamtbetrachtung der Vorteile von VR- Simulatoren für Flurförderfahrzeuge insbesondere die Konfigurierbarkeit des Fahrzeuges und der jeweiligen Lagersituation zu tragen.Während man in VR Begehungen den Bezug zur realen Welt durch die Bewegung im Raum herstellt, kommt beim Einsatz eines Simulators die Bewegung der virtuellen Welt, die im Gegensatz zur statischen Positionierung in der realen Welt stattfindet, dem Phänomen “Digital Motion Sickness“ besondere Bedeutung und daher gehobene Aufmerksamkeit zuteil. In der vorliegenden Arbeit werden diese Aspekte genauer betrachtet und im Besonderen auf die Möglichkeiten und Grenzen der Verwendung von Motion Simulation für VR Anwendungen eingegangen.

Klaus Stöttner

Chapter 16. Trust Me if You Can: From Media Competence to Digital Competence

Reports about the number of computers in schools, the need for children to learn code, or data privacy issues shape the discussion on education in a digital world. In Germany, almost every debate goes along with the words “too little” and “too slow”. Is this a battle in order to gain public attention? Or do we actually have a serious problem? Traditionally, media competence was the buzzword for such discussions. Today, digital competence is used much more. This article asks to broaden the view and open the debate for a long-term understanding of digitization and its impacts on society and education. Based on reflections on the academic conceptions of media competence, the text discusses the relevance and impact of digital skills. Education in this sense is not limited to children and teenagers, but is essential for persons of all ages. Understanding digital competence as a circle of lifelong learning, it includes individual digital skills, digital social competence, socio-political participation, and employability. People need to trust in their own skills to deal with the changes that our societies are facing. Self-efficacy will be a key resource in the digital world, digital competence can be used as a toolbox to get there.

Stephanie Heinecke, Maria Berg, Ludwig Hinkofer

Large Scale Optimization Is Needed for Industry 4.0 and Society 5.0

Large Scale Optimization has many applications in supply chain and smart manufacturing. This chapter discusses the role of Large Scale Optimization in Industry 4.0 and Society 5.0 which deals with digitalization and networking of manufacturing and social sectors.

Lorenz Granrath

4. Führung. Digitales Mi[e]nenfeld

Sind Sie mutig? Dann freue ich mich darüber! Denn meine Zeilen polarisieren. Sie wirbeln Staub in den Gehirngängen auf. Sie bringen Sie in Wallung. Ihr Puls schlägt beim Lesen schneller. Neue Gedanken machen Sie munter. Überlegen Sie es sich gut weiterzulesen, denn neue Ansätze können Sie verändern – in Ihrem Handeln, Denken, Tun. Ich spreche polarisierende Themen an und Unangenehmes aus. Somit sind meine Zeilen kein Weichspülprogramm für die Seele, denn ich liebe es, mich mit Themen zu konfrontieren, zu beschäftigen, aktiv zu sein. Und egal wie alt ich bin, egal wie alt Sie sind. Wir bewegen uns jetzt außerhalb unserer Komfortzone. Das nennt sich Leben!Digitalisierung, Luxus und Übermaß, Armut und totale Kontrolle, Steuerung der Massen, flexibles Arbeiten, digitale Freiheit, Individualisierung, Gewinnmaximierung, Naturkatastrophen und das Zusammenwachsen der Kontinente hin zu einer digital vernetzten Gesellschaft. All das sind massive, unaufhaltsame Kräfte, die auf Sie, als Unternehmen, Führungskraft, Mitarbeiter und Mensch wirken. Sind Sie vorbereitet?

Kerstin Fischer

23. Stress und Zufriedenheit in der digitalen Welt

Die Digitalisierung in Unternehmen und Privathaushalten schreitet unaufhörlich voran. Das Internet mit Facebook, WhatsApp und anderen Diensten ist noch immer sehr jung. Der Umgang mit diesen Medien ist relativ neu. Facebook z. B. gibt es erst seit dem Jahr 2004. Es sorgt für Stress, wenn Führungskräfte und Mitarbeiter permanent erreichbar sind und Eltern und Teenager immer öfter nur noch über Messengerdienste kommunizieren. Arbeit und Privates vermischen sich immer weiter und die Arbeit dringt immer mehr in die private Welt vor. Gleichzeitig potenzieren sich die Überwachungsmöglichkeiten, z. B. durch Bilderfassung im öffentlichen Raum.Im Jahr 2030 werden viele Lösungen für heutige Probleme umgesetzt sein, durch die sich weitere Probleme ergeben werden. Die Lösung für ein zufriedenes Leben ist ein achtsamer und konsequenter Umgang mit dieser Digitalisierung, den Medien und Kommunikationsdiensten. Digitale Resilienz bedeutet, mit dieser neuen Technologie in einer gesunden Art umzugehen. Digitalität kann uns alle unterstützen und sollte uns ermächtigen, selbstbestimmt, frei und demokratisch zu leben.

Antje Rohrbach

16. Recruiting im Zeitalter von Utility 4.0 – Perspektiven für die Energiewirtschaft

Eine zentrale Herausforderung des Recruitings im Zeitalter des digitalen Wandels besteht für die Unternehmen darin, Menschen mit Qualifikation zu gewinnen, die sie bisher noch nicht kennen – für Stellen, die es in den vorgegebenen Personalplänen (noch) nicht gibt. Die Personalabteilungen und im Speziellen die Recruiting-Verantwortlichen werden hier als Gatekeeper vorgestellt, die entscheiden, wer als Mitarbeitender dazugehört – und v. a. auch: wer nicht. Die Methoden und Technologien zur Suche, Auswahl und Werbung, die dafür aktuell zur Verfügung stehen, werden im Kontext der gesellschaftlichen und technischen Entwicklungen näher beleuchtet und auf ihren Einsatz hin untersucht. Hierbei werden sowohl die sozialen Netzwerke als Orte der Karrierekommunikation in ihrer Bedeutung für das moderne Recruiting beleuchtet wie auch unterschiedliche Systeme und Technologien, die diese Netzwerke (aus)nutzen. Das Recruiting 4.0 schließlich wird als neue Form der Personalgewinnung und -auswahl im Zeitalter der Digitalisierung vorgestellt und die Einbindung künstlicher Intelligenz (KI) in ihren technischen wie auch fachlichen Ausprägungen diskutiert. Auch ethische Aspekte der Einsatzmöglichkeiten künstlicher Intelligenz werden diskutiert, und es wird ein Ausblick v. a. im Hinblick auf die Branche der Energiewirtschaft gegeben.

Volker Aumann

Komposita als Herausforderung in Schulbuchtexten?

Als Sprecherinnen und Sprecher des Deutschen sind wir permanent mit Komposita konfrontiert – wir können uns kaum einen Text ohne Komposita vorstellen (s. Abschnitt 2), und zwar sowohl altbekannte und lexikalisierte wie Bundeskanzlerin, Bildungsminister als auch neue wie beispielsweise Jamaikaverhandlungen, Klimaziel, Migrationspolitik, CSU-Bedingung (im Oktober 2017). Um diese Wörter zu verstehen, bedarf es sowohl einer Menge Weltwissen und Kontextwissen (für Jamaikaverhandlungen reicht es hier nicht, Jamaika als ein Land zu identifizieren, s. Abschnitt 2.1) als auch Wissen um sprachliche Strukturen, denn Jamaikaverhandlungen sind eine spezielle Art der Verhandlungen (s. Abschnitt 1.2).

Nanna Fuhrhop, Sarah Olthoff

Digitales Verstehen – Verantwortung übernehmen

Heutzutage stehen wir in punkto Digitalisierung vor einer großen Herausforderungen: Wir sollten ihre Potenziale nutzen, um unseren Alltag einfacher und effizienter zu gestalten, aber wir sollten dabei auch immer im Auge behalten, Umwelt und Ressourcen zu schonen und selbst nicht zu Couchpotatoes zu werden, die sich von Maschinen abhängig machen. Dafür bedarf es meiner Ansicht nach einer umfassenden Aufklärungsarbeit, um zunächst einmal ein echtes Verständnis zu schaffen: Angefangen bei der digitalen Kompetenz, die wir als dynamisches wie ganzheitliches System verstehen müssen, über das notwendige Regulativ bis hin zum nachhaltigen Denken. Mit unserer gemeinnützigen Organisation GetYourWings haben wir diesbezüglich große Pläne. Wir wollen ein führender Anbieter werden, wenn es um die Vermittlung nachhaltig verstandener digitaler Kompetenzen geht – vom Grundschul- bis zum Erwachsenenalter. Wir nennen das gesund digital: Digitales Know-how verbunden mit einem starken Ich, einem gesunden Lebensstil und einem verantwortungsvollen Umgang mit der Umwelt.

Anabel Ternès von Hattburg

Kapitel 7. Die algorithmisierte Gesellschaft

Zählen ist etwas sehr Elementares für den Menschen und viele Tiere. Das Wort Digitalisierung gibt einen Hinweis darauf, welche Hilfsmittel für das Zählen geradezu prädestiniert waren: die Finger der beiden Hände des Menschen. Die alten Pythagoräer beschworen ihr Mantra: „Alles ist Zahl“, wobei sie wohl eher an Geometrie dachten als an die uns umgebende Umwelt. Die Informatiker als neue Pythagoräer beschränken sich hingegen nicht auf abstrakte Objekte der Mathematik, in der Welt des Digitalen erscheint alles zählbar, alles berechenbar, alles modellierbar. Es ist also streng genommen nicht die Digitalisierung, sondern die Algorithmisierung, die unsere Lebenswelt so fundamental prägt, dass wir in Anlehnung an den Begriff der Gutenberg-Galaxis nun die Turing-Galaxis ausrufen sollten.

Stefan Ullrich

Kapitel 6. Supply Chain 4.0 – Voraussetzungen für die Digitalisierung in der Lager- und Transportlogistik

Die Digitalisierung wird Wirtschaft und Gesellschaft grundlegend verändern. Die Logistikindustrie wird von dieser Veränderung gleichermaßen erfasst werden wie alle anderen Industrien. Um diesen tief greifenden Wandel zu bewältigen, gilt es einige Punkte zu berücksichtigen: Die Digitalisierung erfordert zum einen die technischen Voraussetzungen in Gestalt einer modernen und leistungsfähigen IT-Infrastruktur. Hier gilt es die vorhandene Infrastruktur an die aktuell gültigen IT-Standards anzupassen. Des Weiteren erfordert Digitalisierung einen tief greifenden Wandel im unternehmensweiten Denken und somit auch im Denken der jeweiligen Branche. Gerade die Logistikindustrie ist aufgerufen, ihre Vorreiterrolle mutig und entschlossen anzunehmen.Die Digitalisierung ist in erster Linie eine strategische Aufgabe des Managements, die nur unter Einbindung aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zum Erfolg führen wird. Schließlich wird es bei diesem Wandel nicht nur zu neuen Geschäftsmodellen kommen, sondern auch zu neuen Partnerschaften über heutige Grenzen hinweg.

Michael Breusch

Kapitel 2. Ideenfindung

Die folgenden Ausführungen befassen sich mit dem ersten Erfolgsfaktor eines jeden zu gründenden Unternehmens für die Phase der Ideenfindung: dem Gründer bzw. dem Gründerteam. Dabei stehen folgende Fragen im Mittelpunkt der Betrachtungen, deren Antworten zugleich auch die Lernziele dieses Kapitels darstellen: Existieren charakterliche Merkmale, die einen Unternehmer/Gründer vom Rest der Bevölkerung unterscheiden und wenn ja, welche Implikationen ergeben sich hieraus? Welche Kompetenzen zeichnen einen erfolgreichen Unternehmensgründer aus? Welche Kompetenzen zeichnen einen erfolgreichen Unternehmensgründer insbesondere in der Digitalen Wirtschaft aus?

Tobias Kollmann

Kapitel 2. Große Herausforderungen und viele Chancen

Ob Deutschland bei der Digitalisierung am Ende reüssieren oder den Wettkampf um eine Vorreiterrolle im internationalen Vergleich verlieren wird, ist längst noch nicht ausgemacht. Sicherlich hinkt die deutsche Wirtschaft beim Einsatz der Plattformtechnologie insbesondere im Business-to-Consumer-Bereich hinterher. Auch hat es den Anschein, als fühlten sich viele Unternehmen noch immer sehr wohl mit ihren vermeintlich gut laufenden Geschäftsmodellen und zeigten wenig Neigung, neue, erfolgversprechende Wege zu gehen. Allerdings wäre es auch verfrüht, die deutsche Wirtschaft in Sachen Digitalisierung abzuschreiben. Traditionell punktet sie insbesondere im Business-to-Business-Bereich, was ihr durch das Heben des Potenzials der Digitalisierung in Zukunft auch in diesem Feld gelingen könnte. Auch beim Thema Künstliche Intelligenz ist die Situation nicht aussichtslos, obwohl beispielsweise China und die USA deutlich mehr in diesen Kernbereich der Digitalisierung investieren. Gleiches gilt für junge Unternehmen. Sie erhalten in den genannten Ländern ebenfalls deutlich mehr Mittel. Trotzdem agieren auch in Deutschland im internationalen Vergleich vielversprechende Start-ups. Schließlich beleuchten wir auch noch die ganz eigenen Herausforderungen der Kommunen, die sich dem Thema Smart City stellen müssen.

Mirko Bass, Herbert Stoffels

Kapitel 3. Institutionentheoretische Fundierung: Organisationen als Makro-Meso-Mikro-Link

Ziel der Arbeit ist die Entwicklung einer theoretischen Konzeption, mit der analysiert werden kann, wie sich Digitalisierung auf der Mesoebene vollzieht. Um eine Analyse zu entwickeln, die der Komplexität des Phänomens gerecht wird, muss allerdings über die Mesoebene der Organisationen hinausgegangen werden. Digitalisierung ist ein Megatrend, der tiefgreifende Veränderungen für alle gesellschaftlichen Teilbereiche bedeutet – und sich auf globaler Ebene vollzieht.

Paula Nitschke

Kapitel 4. Was ist Verwaltungsinformatik?

Das Fachgebiet der Verwaltungsinformatik gilt als das Teilgebiet der Wirtschaftsinformatik, das speziell auf Informationssysteme in der öffentlichen Verwaltung zielt. Wegen der spezifischen Anforderungen dieser Anwendungsdomäne werden Informatik und Verwaltungswissenschaft als wichtige Referenzdisziplinen angesehen. Da das Entscheiden und Handeln in öffentlichen Verwaltungen besonders durch rechtliche Rahmen und Maßgaben geprägt ist, ist genauso das Verwaltungsrecht von großer Bedeutung. Insofern integriert die Verwaltungsinformatik Wissensgebiete der Informatik, der Verwaltungswissenschaft und des Verwaltungsrechts. In diesem Beitrag ist dargestellt, was die Verwaltungsinformatik im Kern ausmacht und welche Bedeutung ihr heute und in Zukunft zukommt.

Georg Disterer

Festivalisierung in der Meeting Industry: Von der Kontaktanbahnung zur Spaßgesellschaft und zurück. Ausgesuchte empirische Ergebnisse zum Digitalfestival re:publica, Berlin

Schon 1993 erschien das von den Stadtsoziologen Häußermann und Siebel herausgegebene Buch „Festivalisierung der Stadtpolitik, Stadtentwicklung durch große Projekte“ (Häußermann/Siebel 1993). Das Herausgerberwerk der beiden deutschen Stadt- und Regionalforscher ist dabei im Kern eine kritische Auseinandersetzung mit Stadtmarketing- bzw. Stadtplanungsstrategien, die durch heute als Mega-Events bezeichnete Großprojekte wie die Olympischen Spiele, die Weltausstellung EXPO oder die Documenta in Kassel vorangetrieben werden.

Dirk Hagen

Use of Drones with Virtual Reality Application for Immobile Patients An Analysis of the Impact on Life Quality

Progressive digitalisation makes a consistent integration of new technologies in the medical field inevitable in the long term. Especially the application of virtual reality and drones offers great potential for further developments in this sector but is still largely unexplored. Due to this fact, in the present trial it was investigated whether or to what extent the use of VR-drone-couplings can influence the quality of life of immobile patients. In order to analyse this impact, a field trial was carried out with ten persons who were not handicapped. Their quality of life was assessed by using the questionnaire WHOQOL-BREF before and after the experiment and the values were compared subsequently. By incorporating a systematic literature search, the trial results could be applied to the use of drones by immobile patients. The results show that the VR-drone-deployment can positively influence the quality of life of both healthy and movement-restricted individuals, but only to the extent that the resulting mobility increase is weighted in the life of those affected. The use of a video drone enables locally fixed persons to expand their mobility radius, as well as to overcome barriers and maintain social contacts. Accordingly, it is important to pursue this approach and to carry out additional studies regarding this concern in the future. A detailed breakdown of the results, as well as their consequences for the use of drones by paraplegic patients in the future is represented in this paper. Moreover, the need of further adaptions, changes and research which was revealed by this investigation can be taken from the following study.

Natalie Horvath

Industrie 4.0 – wie die Digitalisierung die Produktionskette revolutioniert

Deutschland hat den Anteil der Industrieproduktion an der Bruttowertschöpfung des Landes seit den 1990er-Jahren auf demselben Niveau (rund 25 %) gehalten, während dieser fast in der gesamten westlichen Welt – teils dramatisch (bis auf rund 10 %) – gesunken ist. Weder die Großindustrie noch erst recht die Masse der kleinen und mittelständischen Unternehmen („German Mittelstand“) haben sich von dem Trend anstecken lassen, das Heil der Wirtschaft in Dienstleistung und Finanzgeschäft statt in handfesten Produkten zu suchen. Weil die produzierende Industrie für das Funktionieren der Volkswirtschaft ein so zentraler Pfeiler ist, war dies einer der Hauptgründe dafür, dass Deutschland nahezu unbeschadet durch die weltweite Krise kam und heute so gut wie nie zuvor dasteht.

Dieter Wegener

Chapter 6. Applications of Ray Tracing

Ray tracing has been traditionally used with applications for media and entertainment (3D animation, rendering), product development (CAD/CAM/CAE), life sciences (medical, molecular), energy, and other operations. The ray-tracing programs are used by engineers and artist proposing a project concept or new product design, by designers who bring the first renditions of the project or product for evaluation, by manufacturing people who build and test the project, or product virtually in the computer. And then when everything is proven and acceptable, marketing people use ray tracing to create images to sell the product. Ray tracing is used in all four stages from project concept to fulfillment. The concept of virtual prototyping and in the film industry pre-viz has been embraced by most industries and has saved millions of dollars by eliminating redos and expensive after-sales repairs.

Jon Peddie

Schutzstrategien gegen Produktpiraterie und Wirtschaftsspionage

Ein Logo mit hohem Wiedererkennungswert, ein außergewöhnliches Produktdesign, eine nützliche Erfindung oder ein einprägsamer Markenname – geistiges Eigentum kann viele Gesichter haben und sein Schutz für Unternehmen von überragend wichtiger Bedeutung sein. Aber auch geheimes Unternehmens-Know-how, das von Rezepturen über Konstruktionszeichnungen bis hin zu Kundenlisten reichen kann, kann entscheidend zur Wettbewerbsfähigkeit eines Unternehmens beitragen.

Valentina Nieß, Janina Wortmann geb. Voogd

Wirtschafts- und Sozialkunde

Rechtsgebiete unterscheiden sich in Deutschland in öffentliches Recht und in Privatrecht (Zivilrecht). Ordnen Sie die nachstehenden Fälle den entsprechenden Rechtsgebieten zu.

Wolfgang Grundmann, Rudolf Rathner

3. Die Rückwirkung auf die Realität

Was die Digitalisierung mit uns macht: Die Daten und Verarbeitungsprozesse werden im Computer abgebildet, und die daraus resultierenden Systeme beeinflussen unser Leben.

Im dritten Kapitel beschäftigt uns die Frage, was die Digitalisierung mit uns macht. Daten und Verarbeitungsprozesse werden im Computer abgebildet, und die daraus resultierenden Systeme beeinflussen unser Leben. Wir denken über die Wirkung von Algorithmen nach und die Frage, ob Lebewesen „biologische Maschinen“ sind. Ob Roboter Bewusstsein haben können. Über künstliche Intelligenz und lernende neuronale Netze. Über Auswirkungen der Digitalisie-rung auf unsere Gesellschaft. Über Komplexität, Emergenz und exponentielles Wachstum. Über Hacker und andere Gefährdungen einschließlich der Überwachungssysteme (Social Scoring) in der Ära des „Informationskapitalismus“.

Jürgen Beetz

7. Storytelling

Geschichten zu erzählen ist, über die Unterhaltung und Wissensvermittlung hinaus, zu einer Methode geworden, mit der explizites und implizites Wissen in Form einer Metapher weitergegeben werden kann. Diese Methode wird heute als „Storytelling“ bezeichnet und wird in unterschiedlichen Bereichen wie zum Beispiel in Unternehmen, in der Werbung oder auch in der Psychotherapie eingesetzt. Erkenntnisse und Erfahrungen werden dabei in Form von Geschichten transportiert, die die Zuhörer in ihrer individuellen „Welt“ ansprechen und die sie direkt in ihren Erfahrungshorizont einbauen können. In diesem Kapitel geht es darum, wie Geschichten aufgebaut sind und wie man Storytelling in Trainings und Präsentationen einsetzen kann. Dazu bietet das Improvisationstheater einen reichen Erfahrungs- und Übungsschatz, weil dort Geschichten im Moment auf der Bühne erfunden werden müssen.

Susanne Schinko-Fischli

Making Sense of Complex Applications: Constructive Design, Features, and Questions

We highlight how concepts of constructive design help in the comprehension of complex systems, using the history and evolution of the Online Conference Service (OCS) and its product line, including the Online Journal Service for journal management, as examples for the needs and solutions of how to master design of systems with complex behaviour. They nicely summarize over 20 years of evolution of one of the most exciting and long lived joint research streams with Bernhard Steffen and our research group. The constructive design concepts we found most useful include the use of features to make large and complex systems more manageable, properties to formulate behavioural requirements on the models’ functionality as well as policies and access rights, and the role of questions as model checking problems as well as test-driven exploration.

Tiziana Margaria

Kapitel 3. Herausforderungen für multinationale Automobilunternehmen durch globale Umfeldtrends

Multinationale Automobilunternehmen stehen vor vielfältigen neuen Herausforderungen. Dies zeigen Studien und Prognosen und Diskussionen auf dem jährlich stattfindenden Duisburger „Wissenschaftsforum Mobilität“. Sie zeigen sich aber auch in Berichten und Gesprächen in Muttergesellschaften und in 90 Tochtergesellschaften von 15 deutschen Automobilherstellern und -zulieferern in den vier BRIC-Ländern (Brasilien, Russland, Indien und China), in Mexiko und in den USA zwischen 2013 und 2017.

Heike Proff

Kapitel 5. Kundenzentrierung dank Digitalisierung

Die deutsche Landkarte für Konsum und Wachstum hat sich deutlich verschoben. Heute sind Segmente von Kunden wertvoll, die früher ein Schattendasein führten und wenig beachtet wurden. So herrscht bei vielen Unternehmen dringender Nachholbedarf, diese Kunden kennenzulernen. Dank digitaler Tools können sie das heute schneller, genauer und verlässlicher als je zuvor. Auf der Basis von Daten und mit Hilfe von Maschinen lassen sich beste Beziehungen zu den tatsächlich relevanten Kunden aufbauen.

Thomas Bily

Kapitel 1. Einleitung in das Buch

Sport statt Rauchen. Fleischlos statt Mettwurst. Mecklenburg statt Mallorca. Work-Life-Balance statt Burn-out. Jeder von uns kennt Situationen, in denen man glaubt, beste Argumente für einen veränderten Lebenswandel zur Hand zu haben. Und trotzdem können Sie Ihren Partner nicht für Veränderung gewinnen. Sie sehen ihn mit Volldampf auf gewohnter Spur weiter rasen in den Raucherhusten, in die Fettleibigkeit oder in den Ballermann. Das Angebot dieses Buches lautet: Mehr Digital + Alt bei weniger Analog + Jung. Ein verrücktes Angebot, ich weiß. Bloß: Es muss sein. Meine Motivation ist, Sie und Ihr Unternehmen rechtzeitig auf neue Ufer zu bewegen.

Thomas Bily

Kooperative Dienstleistungen als Wertsteigerungsinstrument im Private Sharing – Eine empirische Untersuchung am Beispiel des Carsharing

Unter dem Begriff „Private Sharing“ behandelt der Beitrag die gemeinsame Nutzung von Gütern, die von Privatpersonen anderen Privatpersonen zur Verfügung gestellt werden. Dadurch tritt das Private Sharing in Konkurrenz zu den Kauf-, Miet- oder auch Sharing-Angeboten von Unternehmen. Eine Möglichkeit, diese Konkurrenzsituation aufzulösen oder zumindest abzumildern, besteht darin, Unternehmen über das Angebot von geeigneten Unterstützungsleistungen in das Private Sharing einzubeziehen. Solche Unterstützungsleistungen stellen kooperative Dienstleistungen (Supporting-Services) dar, die im Zusammenspiel der Akteure im Privat Sharing (Ressourcenbereitsteller, Ressourcennutzer, Plattformbetreiber) mit den Unternehmen als Supporter angeboten werden. Am Beispiel des Car-Sharings zeigt der Beitrag auf, wie sich systematisch Supporting Services empirisch bestimmen lassen und welche Eigenschaften Unternehmen aufweisen sollten, um erfolgreich solche kooperativen Dienstleistungen anbieten zu können.

David Lichter, Rolf Weiber

Petri Nets: The Next 50 Years—An Invitation and Interpretative Translation

Carl Adam Petri wrote his famous thesis over 50 years ago. In another 50 years will a future generation of scientists and practitioners look back on a hundred years of Petri nets? If so, what will they expose as the historic landmarks in their writing on Petri nets, and will these be the same as those the community has considered for the last 50 years?

Heinz W. Schmidt

Kommunikation für die Wissenschaft

Die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit in wissenschaftlichen Einrichtungen hat sich enorm verändert

Das Konzept des Public Understanding of Science ist überholt. Neben der breiten Öffentlichkeit muss eine Vielzahl von Zielgruppen individuell mit für sie geeigneten Mitteln bedient werden. Wissenschaftskommunikation muss stärker nach der Relevanz von Themen für die unterschiedlichen Zielgruppen fragen und eher wenige, ausgewählte Themen nachhaltig anbieten. Sie wird sich künftig noch weiter professionalisieren, sie wird Bestandteil der Gesamtstrategie von Forschungseinrichtungen sein und sie wird nach ihrem Beitrag zum Erreichen der strategischen Ziele gefragt werden. Beispiele für moderne Wissenschaftskommunikation werden vorgestellt und diskutiert.

Mirjam Kaplow

Kapitel 3. Algorithmik und Artificial Intelligence

Daten – ob small, big oder smart – bringen per se keinen Mehrwert. Erst Algorithmen, seien es einfach vordefinierte Mechanismen oder selbstlernende Systeme, können aus den Daten Werte schaffen. Im Gegensatz zu Big Data haben also Algorithmen einen echten Wert. Dynamische Algorithmen stehen im Mittelpunkt des zukünftigen digitalen Geschäfts. Algorithmen werden also zur Auswertung von in starkem Maße zunehmenden Datenmengen immer wichtiger. Dieses Kapitel widmet sich der „Macht“ und zunehmenden Bedeutung und Relevanz von Algorithmen, unternimmt einen Definitionsversuch, untersucht Erfolgsfaktoren und Treiber von AI und wirft weiterhin einen Blick auf die historische Entwicklung der Künstlichen Intelligenz von den ersten Arbeiten bis heute. Abschließend werden die wesentlichen Methoden und Technologien für das AI Business Framework vorgestellt und erklärt.

Peter Gentsch

1. Artificial Intelligence and People’s Consensus

With its ever-going development, artificial Intelligence (AI for short) is profoundly changing people’s way of life and our world. In recent years, AI development has aroused widespread concern from the international community. Some developed countries such as the USA, Japan, Britain, and Germany have successively formulated their programs for developing artificial intelligence. In July, 2017, Chinese Government promulgated “The Program for Developing A New Generation of Artificial Intelligence.” Before AI was available, people were living in a binary space which consisted of physical space (P for short) and human social space (H for short). In this binary space, the orders for human activities are decided by the interactions and interrelations among the people and between man and object and man acts as the formulator and dominator in human social orders. With the rapid development of mega-data, cloud computing and IOT, intelligent mobile devices, wearable alliances, and “Internet+” react on different sectors of human society and promote the advent of the third industrial revolution and the intelligence era, which drive people to the ternary space (PHC) marked by physical space (P), human social space (H), and CyberSpace (C for short). In the ternary space (PHC), the orders of human society will be invariably restructured. Whether you are aware of such change or not, the profound influence upon human social life which is brought by artificial intelligence becomes a consensus of all walks of life. Therefore, mankind should take the initiative measures so that they may adapt themselves to such change.

Shanshan Zhang, Cheng Yang, Nina Qian, Qingye Tang, Xiangfeng Luo, Tuo Leng, Xiaoqiang Li, Yuexing Han

Kapitel 9. Ein Blick voraus: Künstliche Intelligenz und Personal Branding

Dieses Kapitel setzt sich mit der spannenden Frage auseinander, welche Auswirkungen die fortschreitende Entwicklung und vermehrte Nutzung Künstlicher Intelligenz auf das Personal Branding hat. Wie können sich Persönlichkeiten in einer von Maschinen dominierten Welt nachhaltig positionieren und im Arbeitsmarkt der Zukunft erfolgreich sein?

Christopher Spall, Holger J. Schmidt

Safe Human Robot Collision Avoidance with an End-Effector integrated 360° LiDAR System

In future factories, new potentials rise with the possibility of direct interaction between humans and robots. Thereby the safety of human workers while collaborating with machines is of utmost importance. This contribution focusses on safety aspects arising by the end effector for handling applications. Presented is an approach to perceive the environment by an integrated LiDAR system to prevent possible collisions by alternating the trajectory from the endeffectors perspective. Several different sensor systems are discussed and evaluated before the chosen design is examined. Furthermore, two different methods to ensure a safe distance between human, workpiece and gripper are evaluated. Accordingly, a suitable control architecture for the guidance of the robot through the end effector is presented.

Markus Schäfer, Marcel Büsching, Sven Coutandin, Jürgen Fleischer

Kapitel 3. Moderne Lehrformate im Überblick – Prozessdimension

In diesem Kapitel werden verschiedene Lehrformate vorgestellt, wie Projektmanagement heute, jenseits der klassischen Vorlesung, vermittelt wird. Intention ist es dem Leser Impulse für die eigene Lehre zu geben. Neben den, in diesem Kapitel vorgestellten Beispielen, finden sich noch viele weitere innovative Idee an deutschen Hochschulen.

Claudia Stöhler

Kapitel 2. Projektmanagement Curriculum – Inhaltsdimension

Es kann angenommen werden, dass in den unteren Studiensemestern, bei bis dahin noch geringen Fachkompetenzen, die Selbstorganisation und Teamarbeit sowie die Vermittlung von Projektmanagement Vorgehensweisen und Methoden (sogenannte technische Kompetenzen nach IPMA) im Vordergrund stehen. Mit zunehmendem Studienfortschritt steigen Fachkenntnisse und Spezialisierungen finden statt, sodass Projektmanagement einerseits in Spezialthemen wie beispielsweise internationales Projektmanagement zum Tragen kommt.

Claudia Stöhler

Kapitel 12. Die Informationssammlung

Nein. Oder vielleicht. – Warum das? Weil eigentlich nur die Anbieter schnell gefunden werden, die viel und intensiv im Internet unterwegs sind, sei es mit ihrer Website oder in den sozialen Medien (Facebook®, Xing® etc.). In der Regel haben alle Anbieter eine Website, Qualität und „Googlefähigkeit“ unterscheiden sich allerdings extrem. Dabei sind die Regeln, wer, wie, wann und warum bei Google® gefunden wird, mittlerweile sehr komplex. Kleinere Unternehmen sind sich dieser Anforderungen oft gar nicht bewusst und legen deswegen viel zu wenig Wert auf ihre „Auffindbarkeit“ im Internet.

Christoph Groß, Roland Pfennig

Kapitel 3. Blogger als Laienjournalisten und ihre Öffentlichkeiten im Fokus

Blogs stellen nach Zuber (2011: 2) eine der wichtigsten und bekanntesten Medienformate im Rahmen der Entwicklung des Web 2.0 dar. Fischer (2006: 94) prognostizierte bereits vor mehr als zehn Jahren eine stark wachsende Bedeutung von Blogs für die PR. Er begründete dies damit, dass Blogs ein aktuelles Beispiel für veränderte Öffentlichkeiten sind und eine Herausforderung für die Unternehmenskommunikation darstellen. Auch Schenk, Niemann und Briehl (2014: 4) messen Blogs eine große Bedeutung zu. Insbesondere die hohe Anzahl an Verlinkungen innerhalb der Blogosphäre wird als einer der Hauptgründe dafür angesehen, dass Blogs eine starke Medienresonanz erfahren haben (vgl. Schenk et al. 2014: 4).

Verena Gliese

Vergleich von Unternehmenskulturen

Im einführenden Teil B wurde eine Grundorientierung vermittelt, an welcher Stelle die Perspektive dieser Arbeit in der bekannten Debatte zwischen Kulturalisten und Universalisten anknüpft. Nun folgt in Teil C der Kulturgvergleich von zwei konkreten Transferpartnern, das heißt einer Sender- und Empfängerorganisation. Hier mag sich mancher Leser fragen, warum wir nicht unverzüglich mit der Analyse des Übertragungsprozesses beginnen, sondern diesen recht langen Umweg gehen. Diesen Lesern sei gesagt, daß eine kulturelle Ähnlichkeit zunächst als notwendige Voraussetzung festgestellt sein muß, um von einem Transfer zu sprechen und im Anschluß untersuchen zu können. Ein Beweis der Ausgangssituation scheint um so dringlicher, da in der Literatur völlig gegensätzliche Auffassungen von der Umsetzbarkeit eines solchen Phänomens geteilt werden. Ich versuche deshalb, die Ähnlichkeitsthese hinreichend zu belegen und richte vorab das allgemeine konzeptionelle Angebot zur Unternehmenskultur nach den eigenen Bedürfnissen aus (Kapitel 1).

Markus Liemich

Thesen zum Transfer von Unternehmenskultur

In Teil D vorliegender Arbeit soll der Versuch unternommen werden, die zweite Forschungsfrage zu beantworten: Anhand welcher Instrumente und Kriterien läßt sich der nun nachgewiesene Transfer einer deutsch-stämmigen Unternehmenskultur in ein deutsch-russisches Joint Venture mit Sitz in Moskau empirisch beschreiben? Ziel ist es alle relevanten Vorgänge möglichst detailliert retrospektiv zu analysieren und Thesen für den Prozeß der Vermittlung zu formulieren. Die verwendete Grundgliederung in drei Abschnitte entspricht dem Vorgehen in Teil C: zunächst stelle ich theoretische Überlegungen zur Transferanalyse an (Kapitel 1), dann folgt die Methodik der Datensammlung und -analyse (Kapitel 2) und schließlich eine umfangreiche Rekonstruktion der historischen Ereignisse (Kapitel 3).

Markus Liemich

Kapitel 1. Einleitung

Wie kommt eine Luxusyacht in eine Messehalle? Die größte Yacht der Wassersportmesse „boot 2010“ wurde von Experten für Messe- und Spezialverkehre des Logistikdienstleisters Schenker von der Werft in Taiwan über den indischen Ozean, das Mittelmeer, den Hafen von Rotterdam und den Rhein bis zum Messegelände in Düsseldorf transportiert. Besonders die letzten Meter vom Rhein in die Messehalle stellten eine große Herausforderung dar, da die Luxusyacht mit einer Länge von drei Reisebussen und einem Gewicht von 180 Elefanten sowohl die Transportmittel als auch die Infrastruktur auf dem Messegelände bis an die Grenze belastete. Ein solcher Transport wird mindestens ein halbes Jahr im Voraus geplant und unter großem Ressourceneinsatz durchgeführt.

Vera Bannas

Ist das Neue auch das Bessere? Für wen? Ein (persönlicher) Rückblick auf das Wechselspiel von Licht- und Schattenseiten in fünfzig Jahren IT-Innovation

Zweites Interview mit Dipl.-Ing. Ulrich Klotz – 5 Jahre später

Dipl.-Ing. Ulrich Klotz wurde bereits im vorausgehenden Kapitel vorgestellt, im Praxisbericht über Widerstände gegen das Neue als Element typischer Innovationsprozesse. Fünf Jahre später geht in dieser 2. Auflage der kritische Blick von den Entstehens- zu den Verwertungsbedingungen von IT-Innovationen. Betrachtet wird vor allem die Machtkonzentration bei wenigen großen IT-Firmen, die den weltweiten Nutzer*innen anscheinend das Leben mit vielen Diensten erleichtern, sie dabei aber bis in die tiefsten Gedanken und Gefühle ausforschen. Gemeinsam ist beiden Kapiteln der Befund, dass das Verständnis der Informationstechnik bzw. der digitalen Revolution in Politik und Öffentlichkeit immer noch viel zu gering ist und den technischen, ökonomischen und sozialen Entwicklungen weit hinterherhinkt.Das Interview führte Wolfgang Scholl.

Ulrich Klotz, Wolfgang Scholl

CargoLifter: Aufstieg und Fall einer Celebrity Firm

Dieses Zitat verdeutlicht sehr anschaulich, warum es sich lohnt, das Unternehmen CargoLifter AG unter Rückgriff auf die Theorie der Celebrity Firm zu untersuchen. Selbst Monate nach der Insolvenzanmeldung wurde das Unternehmen noch als ein hoch ambitioniertes und faszinierendes Projekt dargestellt. Bis zum heutigen Tage sind das Unternehmen und dessen Luftschiffprojekt gar einem breiten Teil der Bevölkerung in Erinnerung geblieben.

Philipp Hermanns

Teaming up with Artificial Intelligence: The Human in the Loop of Serious Game Pathfinding Algorithms

Serious games’ success depends on its capabilities to engage learners and to provide them with personalized gaming and learning experiences. Therefore, theoretically sound mechanisms for gaining a certain level of understanding of learning and gaming processes by the game is crucial. Consequently, AI and machine learning technologies increasingly enter the field. These technologies often fail, however, since serious games either pose highly complex problems (combining gaming and learning process) or do not provide the extensive data bases that would be required. One solution might be allowing human intelligence or intuition influence AI processes. In the present study, we investigated pathfinding algorithms with and without human interventions to the algorithms. As a testbed, we used a clone of the Travelling Salesman problem, the Travelling Snakesman game. We found some evidence that in this particular pathfinding problem human interventions result in superior results as the MAXMIN Ant System algorithm.

Michael D. Kickmeier-Rust, Andreas Holzinger

Charakteristische Eigenschaften der Messebranche unter besonderer Beachtung der Spezifika von Messeunternehmen

Der Begriff „Messe“ wird einerseits als Terminus für die Messeveranstaltung als Produkt und andererseits auch für dasjenige Unternehmen verwendet, welches die Messeveranstaltung organisiert. Messen erfüllen als Informations- und Kommunikationsplattform sowie als Ort der Vertragsanbahnung und des Vertragsabschlusses eine wichtige Funktion im Rahmen des Wirtschaftslebens. Ihre Besonderheiten und die Spezifika von Messeveranstaltern bilden den Gegenstand der Gliederungspunkte C.I, C.II und C.III dieses Kapitels. In Gliederungspunkt C.IV werden die aktuellen Entwicklungen des Wettbewerbs in der Messewirtschaft erläutert, bevor das Kapitel in Gliederungspunkt C.V mit einer Zusammenfassung schließt.

Rowena Arzt

Kapitel 13. Wie gelungene IT-Kommunikation das Employer Branding maßgeblich stärkt

Arbeitgeber, egal in welcher Branche, sind im Zeitalter der Rundum-Digitalisierung zunehmend auf die Unterstützung von Mitarbeitern aus IT-Berufen angewiesen. Die Gewinnung sowie das Binden dieser stark gesuchten Zielgruppen ist eine wachsende Herausforderung für die meisten Unternehmen. Dieser Beitrag zeigt, wie Sie als IT mittels optimaler Kommunikation positiv auf dieses Ziel einzahlen. Umgekehrt werden Sie feststellen, dass Nachlässigkeiten bei der Kommunikation im Rahmen von Employer-Branding-Aktivitäten zu negativen Auswirkungen führen können. Entweder entstehen Schwierigkeiten bei der Besetzung von offenen IT-Stellen oder die eingestellten Mitarbeiter weisen nur eine geringe Mitarbeiterbindung auf. So oder so haben Sie zusammen mit dem Personalbereich alle Möglichkeiten in der Hand.

Stefan Scheller

Internet of Things in Transportation: Game Changer in the Supply Chains

Within supply chains, the freight/cargo transportation is on the brink of a new revolution. The Internet of Things (IoT) leads the way to new levels of performance and competitiveness of those market players who adopt the technologies of machine-to-machine connectedness and communication. The upsurge of the IoT fundamentally depends on the entrepreneurial initiatives of the technological innovators that develop solutions in this field, as well as of the early adopters of these new technologies with high game-changing potential.This chapter focuses on major entrepreneurial initiatives and structural changes generated by the IoT in the freight/cargo transportation. The goal of the chapter is to explore the main features of these entrepreneurial initiatives and their implications for the supply chains. The main objectives of the study are the following: to identify major types and features of IoT initiatives, illustrated by means of relevant business cases; to analyse the categories of “initiative owners” that initiated the IoT-based changes; to estimate the advantages and benefits of the IoT for the supply chain members.The contribution of this study refers to the identification of the main features of the IoT-based entrepreneurial initiatives in the freight/cargo transportation. The added value of the chapter is also given by the detailed presentation of the implications of the IoT for the freight/cargo transportation, as well as by the recommendations for practitioners and researchers. The IoT has a high potential to enhance the intermodal/multimodal capabilities of freight/cargo transportation.

Carmen Balan

5. Impact Analysis

In this chapter, we specifically address the impact of the Nano-Tera program as a whole. After its almost 10-year run, this provides an overall analysis of main achievements of the program. We describe the impact of the program within the five following dimensions:

Anil Leblebici, Patrick Mayor, Martin Rajman, Giovanni De Micheli

Kapitel 1. § 1 Zweck des Gesetzes

(1) Zweck dieses Gesetzes ist es, den Zugang zu amtlichen Informationen und zu Umweltinformationen zu gewähren, um damit die Transparenz und Offenheit der Verwaltung zu vergrößern.(2) Auf diese Weise sollen die demokratische Meinungs- und Willensbildung in der Gesellschaft gefördert, die Möglichkeit der Kontrolle staatlichen Handelns durch die Bürgerinnen und Bürger verbessert, die Nachvollziehbarkeit von politischen Entscheidungen erhöht, Möglichkeiten der demokratischen Teilhabe gefördert sowie die Möglichkeiten des Internets für einen digitalen Dialog zwischen Staat und Gesellschaft genutzt werden.(3) Transparenz und Offenheit sind Leitlinien für das Handeln der Verwaltung. Sie finden ihre Grenzen in entgegenstehenden schutzwürdigen Belangen.

Daniela Heinemann

Open Access

Chapter 9. Circles of Impression: External Foresight in Global Enterprises

This chapter analyzes the impact of corporate foresight by means of its circles of impression, from top management and outward at varying distances from the management board. The concept of circles of impression includes processes of communication, and the influence of this communication to impact change, and is demonstrated to be useful and possible to apply to a wide target class, including strategic and networked foresight efforts. The comparative study described in this chapter focuses on two organizations: an industrial for-profit company and a nonprofit non-governmental organization (NGO). Delivered at a critical time for large global enterprises, the study of foresight activities was carried out in complete independence, scoping by time to point of entry (PoE) and by general area, as provided by the stakeholder. The study covered four future trends, with one—robust artificial intelligence (AI)—reported on here to exemplify and detail the forms of reporting. In the introspective and critical analysis of this foresight work, the role of foresight validator is added to the three roles of corporate foresight known in the research literature: strategist, initiator, and opponent. As the concept of circles of impression is shown to generalize to both global corporate and global nonprofit organizations, a final discussion merges experiences with related conclusions and recommendations for ongoing studies.

Magnus Boman, Tobias Heger

Introduction: From the Industrial Economy to the Digital Economy: A Giant Leap—Research on the “1 + 10” Framework of the Digital Economy

The digital economy will likely be a significant driver of economic growth. A core emerging technology, digital technology continues to integrate with the economy and drive global change as the world watches in awe. Countries, both developed and developing, are seizing opportunities to develop new technologies, institutions and business models, marking a new chapter in human history.

Xiaoming Zhu

Kapitel 3. Werbungskosten bei den Einkünften aus nichtselbstständiger Arbeit

DerWerbungskosten bei Einkünften aus nichtselbstständiger Arbeit Abzug von Werbungskosten spielt bei den Einkünften aus nichtselbstständiger Arbeit (§ 19 EStG) eine besonders wichtige Rolle, da sie in der Regel bei jedem Arbeitsverhältnis dem Grunde nach anfallen.

Ulrich Stache

Kapitel 5. Nicht alle Folgen des Organizational Burnout sind messbar, aber manche schon

Die ersten vier Kapitel haben die Ursachen und erkennbaren Symptome und deren Interdependenzen behandelt. Dieses Kap. 5 fragt nach den messbaren Folgen des OBO, bevor wir uns danach – in Kap. 6 – der Diagnose zuwenden. Die hier beschriebenen Folgen des Organizational Burnout sind die sicht- und wahrnehmbare Grundlage für eine eindeutige Diagnose des OBO. Tatsächlich gibt es eine Reihe von betriebswirtschaftlichen Indikatoren, deren Veränderung zunehmende Hinweise auf das OBO gibt. Wer diese Signale übersieht, handelt verantwortungslos.Die internen Folgen des Organizational Burnout sind nicht alle messbar, aber fraglos spürbar. Da ist die völlig kraftlose Führung, die wirkt wie eine Vogel-Strauß-Strategie in der Chefetage. Es findet eine komplexe Überorganisation der Prozesse statt und die Personalführung gerät in eine Sackgasse. Die Innovationslücke gegenüber dem Wettbewerb wird immer deutlicher und eine vernünftige Kommunikation der Leitung findet nicht mehr statt. Letztlich sprechen die Unternehmenskennzahlen eine deutliche Sprache, denn an einigen kann man die Kosten des Organizational Burnout deutlich ablesen.Die Eindeutigkeit der Aussagen der Messgrößen hinsichtlich des Organizational Burnout wird sich nicht in allen Fällen mit mathematisch-zwingender Logik begründen lassen, aber der Umkehrschluss, es könne kein Organizational Burnout sein, lässt sich mit folgender Fragestellung relativ klar in Zweifel ziehen: „Wenn wir nicht unter einem Organizational Burnout leiden, welche Erklärungen dienen dann zur Begründung der negativen Entwicklung der sieben Kostenpositionen der betrieblichen Konflikte, der elf Kostenpositionen des fehlenden Vertrauens und der 19 betriebswirtschaftlichen Messgrößen?“

Gustav Greve

Kapitel 3. Unser Geschäftsmodell – Warum es uns gibt

Geschäftsmodell ist ein relativ neuer Begriff. In der Anfangszeit der industriellen Fertigung reichte das Produkt in der Regel als Kaufgrund aus. Die Industrie entwickelte Produkte und verbesserte ihre Herstellung, verbesserte und verbilligte Herstellverfahren schafften ihrerseits neue Anwendungen und neue Anwendungen schafften wiederum neue Märkte. Die mit der Produktion verbundene Rationalisierung hat die Nachfrage selbst in Gang gehalten – ein exemplarisches Beispiel dafür ist die Entwicklung der Verkehrstechnik und des Eisenbahnwesens im 19. Jahrhundert. Der Kunde war zu der Zeit noch hinter den Produkten verborgen, seine zentralen Bedürfnisse wie niedrige Preise oder eine hohe Qualität konnten prinzipiell über die Produktionstechnik gelöst werden. Der Kunde wurde mehr oder weniger vorausgesetzt und konnte durch die Fabrik „bedient bzw. beliefert“ werden. Der Wettbewerb der Frühzeit der Industrialisierung war im Gegensatz zu heute ein Wettbewerb der Produkte.

Otto Brauckmann

Kapitel 5. Digitalisierung – Die Zukunft überholt uns

Früher kommunizierte man über Briefe. Dazu benötigte man Briefpapier und einen Umschlag. Der Brief wurde diktiert und von einer Schreibkraft – getippt und eventuell mehrfach korrigiert und mit Kohlepapier ein Durchschlag angefertigt. Der Durchschlag musste später im Archiv abgelegt werden. Der Brief kam nach der Unterzeichnung zur die Poststelle und wurde dort frankiert und anschließend zur Post gebracht. Die Antwort kam frühestens in einer Woche, ging an der Poststelle ein, dort mir einem Eingangsstempel versehen, dann nach Zuständigkeiten vorsortiert und vom Boten zum Sachbearbeiter gebracht.

Otto Brauckmann

4. Akzeptanz und Ablehnung von Gebäudeautomation in Wohngebäuden

In diesem Kapitel wird die Akzeptanz und Ablehnung der Gebäudeautomation in Wohngebäuden auf Basis empirischer Studien analysiert. Das Ziel ist, die Einflussfaktoren auf die Akzeptanzentstehung und damit die Ursachen der Akzeptanz oder Ablehnung der Gebäudeautomation zu ermitteln. Die Betrachtung soll differenziert erfolgen: Zum einen wird die bloße Einstellung der Menschen zu diesem Thema untersucht, zum anderen werden die Faktoren analysiert, die zu einer Anschaffung der Gebäudeautomation führen oder diese verhindern. Darüber hinaus wird die Nutzungsphase, genauer die Akzeptanz bei der tatsächlichen Nutzung von Gebäudeautomation betrachtet. Auch die Reaktion auf eine externe Entscheidung, also eine unfreiwillige Anschaffung und Nutzung, wird kurz dargestellt. Zusammenfassend werden die Einflussfaktoren und Wechselwirkungen des Akzeptanzprozesses erklärt und mit Hilfe von Modellen grafisch veranschaulicht. In diesem Zusammenhang wird die Forschungsfrage beantwortet, die aufgestellten Thesen werden überprüft und mögliche Lösungsansätze diskutiert.

Karolin Wisser

Kapitel 15. Einfluss von Digitalisierung auf Haushalt und Konsum

Wie umfassend deutsche Haushalte mittlerweile mit digitalen Geräten ausgestattet und von Informations- und Kommunikationstechnologie durchdrungen sind, soll mit wenigen Zahlen deutlich gemacht werden. Fast jeder Haushalt war im Jahr 2017 in Deutschland mit Smartphone (99 %), Computer bzw. Laptop (98 %), Internetzugang (98 %) und Fernsehgerät (96 %) ausgestattet. Die meisten Haushalte verfügen über ein Radiogerät (87 %), einen DVD-Player oder Festplattenrecorder (85 %). 73 % der Haushalte besitzen eine feste Spielekonsole und 69 % ein Tablet-PC. In über der Hälfte der Haushalte befindet sich ein Fernsehgerät mit Internetzugang (58 %), ein MP3-Player (56 %) und eine tragbare Spielekonsole (54 %). Die Mitglieder jedes dritten Haushalts können Texte mit einem E-Book-Reader (32 %) lesen. Ein Viertel der Haushalte benutzen eine Streaming-Box, um Filme im Internet anzusehen, und 17 % der Haushalte verfügen über ein Internetradio.

Manfred Bardmann

3. Die wichtigsten Aufgaben des IT-Einkaufs und Ihre Umsetzung

Wie sollten die Besonderheiten des IT-Einkaufs in den Prozessen abgebildet werden?

Gegenüber den anderen Warengruppen im Einkauf, hat der IT‐Einkauf einige Besonderheiten in den Abläufen und Prozessen. Bei der IT‐Beschaffung ist die Wechselfähigkeit zu einmal gewählten Lieferanten in einigen Fällen sehr niedrig, in anderen Fällen ist die Wechselwilligkeit dagegen sehr gering. In beiden Fällen kann der befähigte IT‐Einkäufer allerdings recht gut gegensteuern, um zumindest die negativen Effekte gering zu halten. Zudem lassen sich die Prozesse in vielen Unternehmen stark vereinfachen und automatisieren und dadurch Durchlaufzeiten verringern. Dabei steigen sogar meist die Qualität und die Rechtssicherheit bei sinkenden Kosten. Dieses Kapitel gibt hierzu entsprechende Details, Hinweise und Beispiele.

Volker Lopp

Kapitel 5. Big Data

Chancen und Risiken der Nutzung persönlicher Daten im Gesundheitssektor – Wege zu einem verantwortungsvollen Branding

Der folgende Beitrag widmet sich dem Thema Big Data im Gesundheitssektor. Er stellt in einer aktuellen Bestandaufnahme die Chancen und Risiken dar, welche die Big-Data-Technologie sowohl für Krankenkassen als für Patienten mit sich bringt. Es wird verdeutlicht, wie beide Parteien mit dem Faktum eines teilweise unzureichenden Datenschutzes im Bereich der digitalen Datenverarbeitung umgehen. Der Beitrag wird schließlich einen möglichen Lösungsansatz darstellen, mit dem z. B. Krankenkassen den Menschen hinsichtlich seiner Selbstverantwortung im Umgang mit den eigenen Daten anleiten und ihm zugleich vermitteln könnten, dass die Krankenkasse ihn nicht „nur“ mit Gesundheitsleistungen versorgt, sondern sich vielmehr um ihn als Bürger und seine Privatsphäre sorgt.

Martin Adam

Kapitel 8. Was können Organisationen tun, um Fairness zu leben und zu fördern?

Fairness in Organisationen und Unternehmen hängt nicht nur von den Verhaltensweisen einzelner Führungskräfte ab. Es gibt auch auf der Organisationsebene Faktoren, die Einfluss ausüben. Im Rahmen des Fairnessleitfadens werden in diesem Kapitel konkrete Gestaltungsmöglichkeiten analysiert, durch die die Fairnessqualität eines Unternehmens „step by step“ verbessert werden kann.Bezogen auf die Organisationskultur geben Instrumente wie das Unternehmensleitbild und Führungsgrundsätze Orientierung für den Führungsalltag; gerade auch in den sich abzeichnenden Zeiten der VUKA-Welt, in der neue Formen des agilen Managements als Antwort auf zukünftige Herausforderungen entstehen.Die Betrachtung der potenziellen „Fairnesstreiber“ bietet einen Überblick über die relevanten Akteure und deren Gestaltungspotenziale. Besondere Beachtung finden die Umsetzungsmöglichkeiten im Personalmanagement und in der Personalentwicklung; zu beiden Bereichen gibt es praxisnahe Umsetzungstipps.

Ulrich Wiek

Kapitel 1. Begriff der Digitalisierung – Extension und Intension aus betriebswirtschaftlicher Perspektive

Der Begriff der Digitalisierung hat sich in den letzten Jahrzehnten entscheidend manifestiert. Zwar wurde dieser terminologische Ausdruck maßgeblich im Rahmen der dritten industriellen Revolution geprägt, jedoch gehen seine Wurzeln bis ins frühe 18. Jahrhundert zurück. In diesem Zusammenhang erscheint es wenig zweckdienlich, die Digitalisierung lediglich als eine besondere Form der binären Kodierung zu reduzieren. Dieser kontroversen Problematik nimmt sich der vorliegende Beitrag an und versucht, unter Rückgriff auf eine historische Einordnung, eine zweck- und zielorientierte Definition abzuleiten, die den Ansprüchen der zeitgemäßen wissenschaftlichen und praxisorientierten Diskussion um die Digitalisierung gerecht wird und diese nachhaltig prägen soll.

Wolfgang Becker, Alexander Pflaum

5. Delivering Better Outcomes Through Customer-Led Project Management: The Case of the Major Project BT 21st Century Network in the UK

Traditional approaches of major project management take the strategy of selecting a supplier-led prime/systems integrator. Although this strategy pushes a significant amount of risk to the supplier, project performance may suffer due to lower engagement of the customer in the anticipation of potential issues involving a major project. Thus, this research investigates the implications of the customer, as opposed to a selected external supplier, assuming the role of systems/prime integrator, as a problem structuring method (PSM) to better deal with the soft side and uncertainties of the project. A case study approach is conducted on the major project British telecom (BT) 21st century network (BT21CN) to demonstrate that customer-led systems integration projects may provide more balance in the relationship and distribution of risks between supplier and customer, having a positive impact on project performance, accelerating the development of BT’s organisational capabilities, and producing better project outcomes in the long term.

Carlos Sato

Analysis of Industry 4.0 Readiness Indexes and Maturity Models and Proposal of the Dimension for Enterprise Information Systems

The article deals with the analysis of available readiness indexes and maturity models for Industry 4.0. The main goal is to determine the extent to which these models and indexes are able to show a company’s readiness from the point of view of its information system. Because this topic is not sufficiently dealt with in the available models there is a proposal focusing on the enterprise information system in the conclusion of this article.

Josef Basl

Kapitel 6. Marketingplanung

Sind Sie innerhalb des gesamten und übergreifenden Prozesses „Marketing-Management“ an dieser Stelle angekommen, ist es nun Zeit für die operative Marketingplanung und Umsetzung des Marketingplans innerhalb des sogenannten Marketing-Mixes. Hierbei geht es nun darum, auf Basis aller bis dato gewonnenen Erkenntnisse konkrete Aktionen „in time and budget“ zu definieren und festzulegen. So erhalten Sie in diesem Kapitel über die Grundregeln der Marketingplanung hinaus Tipps für die effektive und effiziente Festlegung einzelner Marketingmaßnahmen und des dafür erforderlichen Budgets sowie die damit verbundene Realisierung innerhalb eines treffsicheren Marketing-Mixes. Damit beim Kunden ankommt, was ankommen soll und damit er sich für Sie und Ihr Unternehmen entscheidet.

Ursula Behrens

Vom Rinnsal zum Amazon(as): Wie das Bandbreitenwachstum den Medienmarkt vor sich her treibt. Rückblick im Kontext „25 Jahre Medienwirtschaft“

Im Folgenden wird ein gemeinsames Grundmuster hinter den tiefgreifenden Veränderungen identifiziert, die die Wertschöpfungskette der Medien in den letzten 25 Jahren durchlaufen hat. Es handelt um die permanente Zunahme der beim gleichen Preis verfügbaren Bandbreite. Sie ist mit dem weit bekannteren „Moore’s Law“ verwandt, die zum Zeitpunkt der Erfindung des Halbleiters eine Verdoppelung der Packungsdichte und Leistungsfähigkeit der auf dieser Technologie basierenden Systeme im Rhythmus von 18 Monaten prognostiziert hat. Dennoch sollten beide Effekte eigenständig betrachtet werden, da sie unterschiedliche technische und strukturelle Grundlagen haben.

Peter Bienert

7. Die Jahrzehnte der Informationsgesellschaft

Zwischen 1968 und 1985, als der PC schließlich massenhaft verfügbar war, lagen fast zwanzig Jahre. Zumindest aus heutiger Sicht ist kaum noch zu verstehen, wie lange es zu Beginn der Digitalisierung noch dauerte, bis aus der Idee des Personal Computers, des persönlichen Computers für jedermann, jede Frau und jedes Kind, tatsächlich Realität wurde. Innerhalb von Monaten scheint sich ja mittlerweile ein mobiles Computergerät als veraltet zu erweisen und wird durch ein neues ersetzt, innerhalb von wenigen Jahren entstehen neue Produktgenerationen und neue Produktarten. Ein Zeitraum von 20 Jahren für den Weg einer Idee bis hin zum Massenprodukt – da war offensichtlich im Wesentlichen noch die alte Industrie am Werk. Der Computer war zwar entwickelt und auf dem Weg zur Massenware, aber seine Nutzung fing gerade erst an und konnte selbst noch fast nichts zum generellen Entwicklungstempo beitragen. Kap. 7 zeigt die unterschiedliche Ausrichtung und Entwicklung der Industrie in den USA einerseits und Zentraleuropa und Japan andererseits. Das schließt insbesondere die Entwicklung der Technologien von Computer und Standardsoftware, aber auch der mobilen Endgeräte und des Internets ein. Bis hin zu dem Stand der Technik, auf dem sich in den letzten Jahren die Debatte um Digitalisierung und Internet der Dinge entfaltet hat. Deutlich wird dabei der Hintergrund für die weltweite Rollenverteilung in der vierten industriellen Revolution, die in Kapitel 8 behandelt wird.

Ulrich Sendler

Kapitel 9. Wie können im Zeitalter von Start-ups Forschungseinrichtungen immer noch Innovationsmotoren sein?

Den Namen Fraunhofer kennt man. In jedem Wissenschaftsmagazin zieht man die Meinung eines Fraunhofer-Wissenschaftlers heran. Die Fraunhofer-Gesellschaft ist die größte wissenschaftliche Einrichtung für angewandte Forschung in Europa. Aber ist das Fraunhofer-Modell noch relevant in Zeiten der digitalen Gesellschaft und der Globalisierung? In Zeiten von agilem Projektmanagement und immer kürzer werdenden Produktlebenszyklen, die den wissenschaftlichen Innovationsansatz an seine Grenzen bringen? Durch welche großen Unterschiede lassen sich Forschungsinstitute und Start-ups abgrenzen, wo ticken sie ähnlich und wo können sie sogar voneinander profitieren? Inwieweit bietet Fraunhofer auch dem Gründerherz eine Perspektive, wie werden echte Innovationen vorangetrieben und wie Ausgründungen gefördert. Dieses Kapitel taucht in den Alltag angewandter Forschung ein und vergleicht die beiden augenscheinlich grundverschiedenen Unternehmens- beziehungsweise Geschäftskulturen miteinander.

Kathleen Schröter

Kapitel 15. IT-Innovation – eine persönliche Zeitreise von Impulstechnik bis zum Digital Workplace

Kleine Geschichten und Episoden über Begegnungen mit vermeintlichen Innovationen aus fast 30 Jahren Berufsleben. Uns begegnen in einem Rückblick, aber auch in der Gegenwart in den Episoden und Erzählungen unterschiedliche Herausforderungen und Aspekte. Es geht um das Erkennen und Verkennen von Innovationen und deren Folgen. Wie arbeiten Menschen zusammen und welche Herausforderungen haben Unternehmungen in der Entwicklung und Umsetzung von neuen Geschäftsmodellen? Reflektiert werden zudem die heutigen Herausforderungen im Kontext der Digitalisierung und des Digital Workplace als Basis für Enabling Spaces im Innovationsökosystem.

Heiko Naß

12. Strategiebildung und strategische Steuerung (mittels Balanced Scorecard) von Medizintechnik und IT

Dieser Artikel zeigt eine systematische Herangehensweise zur Strategiebildung und strategischen Steuerung mittels Balanced Scorecard. Zugrunde liegt dabei die Annahme, dass eine gute Strategie die Wahrscheinlichkeit erhöht, dass ein Klinikum und so auch der Bereich von Medizintechnik und IT im sich stetig verändernden (IT-)Umfeld damit nachhaltig erfolgreich ist. Dabei wird auf bekannte Managementkonzepte aus über 60 Jahren zurückgegriffen. Beginnend mit der Strategiebildung wird die Findung eines möglichen Mission-Statements beschrieben und auf die Entscheidungen zur Realisierung der Ziele und Visionen eingegangen. Durch Strategiefindung anhand von tatsächlichen Markttrends und verschiedenen klassischen Umfeld- und Unternehmensanalysen kann dann eine Managementübersicht mit Projektskizzen zur Umsetzung eines operativen Maßnahmenplans aufgestellt werden. Um die Maßnahmen zu steuern sowie zum strategischen Controlling des Bereichs wird abschließend eine Strategiemappe mit Balanced Scorecard, Aktionsplan und Darstellung der Zielerreichung zur Überwachung empfohlen.

Kurt Kruber

Die Digitale Transformation in der Küche

Wie der Thermomix das Internet der Dinge in die Küche bringt

Dieser Beitrag skizziert die Grundzüge der Digitalen Transformation und den Einzug des Internets der Dinge in das alltägliche Leben am Beispiel des aus langer Tradition stammenden, klassischen Produkts des Thermomix der Marke Vorwerk. Nach der Erläuterung der wechselseitigen Beziehung zwischen Technologie, Gesellschaft und Wirtschaft in Bezug auf die Digitale Transformation wird der Begriff des Internets der Dinge erläutert. Nachfolgend werden die Diversifizierung des traditionellen Geschäftsmodells der Marke Vorwerk und dessen Produktkategorie des Thermomix kontrastiert. Das Kapitel schließt ab mit der Darstellung einer Zukunftsbetrachtung des Internets der Dinge in der Gesellschaft.

Tobias Kollmann

Kapitel 3. ERM in der Praxis

In diesem Kapitel betrachten wir die Erfolgsfaktoren des ERM-Frameworks aus praktischer Perspektive. Insbesondere stellen wir dar, wie sich Erfolgsfaktoren als Kenngrößen der ERM-Prozesse typischerweise verändern. Dies soll dabei helfen einzuschätzen, wie sich Prozesse im eigenen Unternehmen bei Umsetzung eines systematischen ERMs verändern.

Christian Coppeneur-Gülz, Sven-Volker Rehm

6. Smarte Technologien smarte Technologien

Das Leben von Morgen wird smart und zwar in allen Bereichen. Schon heute wird intelligente Technologie vielerorts eingesetzt. Für die Realisierung von zentraler Bedeutung ist das Internet der Dinge, also die intelligente Vernetzung verschiedener Gegenstände und Objekte untereinander und nach außen über das Internet. So entstehen smarte Objekte, die als Schnittstelle zwischen der virtuellen und der realen Welt agieren.Möglich wird dies durch verschiedene smarte Technologien, sogenannte Proximity- und Location-based Technologien, Near Response-Technologien, Mixed Commerce Technologien und Conversational Technologien. Diese verzahnen physische Objekte, Medien und den Menschen mit digitalen Inhalten.Sie ermöglichen die Realisierung neuer digitaler Touchpoints in der Customer Journey und fördern die Interaktion zwischen Marke, Produkt oder Services mit dem Käufer und dem Konsumenten. Die Kenntnis der Technologien, ihrer Vor- und Nachteile erleichtern eine differenzierte Einsatzentscheidung.

Tanja Kruse Brandão, Gerd Wolfram

2. Digitalisierung

Nach McKinsey wird die voranschreitende Digitalisierung und Vernetzung von Geräten und Maschinen über das Internet weltweit einen wirtschaftlichen Mehrwert von bis zu elf Billionen Dollar im Jahr 2025 erzeugen (McKinsey 2015). Mithilfe verschiedenster Informationstechnologien schreitet die digitale Transformation voran. Die aktuelle Agenda in Politik, Wirtschaft, Industrie und in Unternehmen wird von Schlagworten wie Industrie 4.0, Handel 4.0, Marketing 4.0 oder Kunde 4.0 geprägt.Großen Einfluss hat die Digitalisierung auf die Industrie durch höhere Produktivität und auf die urbane Infrastruktur. Auch der Handel verändert sich, ebenso die Kommunikation zwischen Kunde und Marke. Klassische Ansätze im Marketing wandeln sich. Durch die Digitalisierung eröffnen sich neue Kommunikationskanäle, Kontexte und Datenquellen. Das mobile Marketing erhält neue Impulse und bezieht zukünftig den Nutzungskontext und Location Based Services mit ein. Traditionelle Beziehungen zwischen Kunde und Unternehmen werden komplexer und müssen differenzierter verstanden werden.

Tanja Kruse Brandão, Gerd Wolfram

Wirtschafts- und Sozialkunde

Rechtsgebiete unterscheiden sich in Deutschland in öffentliches Recht und in Privatrecht (Zivilrecht). Ordnen Sie die nachstehenden Fälle den entsprechenden Rechtsgebieten zu.

Wolfgang Grundmann, Rudolf Rathner

3D Avatar Platforms: Tomorrow’s Gateways for Digitized Persons into Virtual Worlds

3D avatar platforms are tools for offering customer services for production, distribution, and consumption of 3D avatars as a product. In this way 3D avatar platforms will become essentially a virtual home for realistic 3D avatars that can be used to explore virtual worlds that are a part of the platform or can be used as a “vehicle” for visiting virtual worlds on different platforms. Research on existing 3D avatar platforms is described in the paper, alongside their capabilities, tools, and the virtual worlds they offer. A 3D avatar platform showcase was developed for CeBIT 2017 as a proof of concept, and it will be used in the future as a gateway for digitizing persons into virtual worlds. The paper conceptualizes the possibilities and features of future 3D avatar platforms.

Dinu Dragan, Zoran Anišić, Srđan Mihić, Vladimir Puhalac

Kapitel 7. Orientierung geben

Mit Humble Inquiry können die Motive und Belohnungen der Kunden erforscht und gleichzeitig Wertschätzung gegeben werden. Dies ist aber nur dann wirklich erfolgreich, wenn sich Mitarbeiter und Führungskräfte der Tatsache bewusst sind, dass ihre Wahrnehmung oft verzerrt ist und nur einen Teil der Wirklichkeit des Kunden abbildet. Kundenorientierte Leistungen können nicht erbracht werden, wenn die Situation in der sich der Kunde befindet, und das, was in dieser Situation angebracht wäre, falsch interpretiert und bewertet wird. Dann ist jeder Unternehmenserfolg nur noch das Ergebnis eines Zufalls. Wertschätzende Fragen motivieren den Kunden über positive Erfahrungen und positiv artikulierte Erwartungen zu erzählen. Beobachtungen von Handlungen und Erlebnissen können wichtige Hinweise darauf geben, wie Kunden die Unternehmenswelt tatsächlich wahrnehmen. Auch durch aktive Teilnahme können Kundenerfahrungen sichtbar gemacht werden.Heute wissen wir: Die ersten Millisekunden des Kundenkontakts sind entscheidend, ob das Unternehmen als kundenorientiert wahrgenommen wird, oder eben nicht. Erst jetzt kommt die Beratung. Dabei bewegen sich viele Verkäufer nur an der Oberfläche. Der Verkauf muss sich an den Motiven der Kunden orientieren und nicht am Produkt. Hohe Fachkompetenz bedeutet deshalb sich an dem Ziel und der präferierten Richtung des Kunden zu orientieren. Durch gezieltes Nudging können Kunden bei ihrer Entscheidungsfindung unterstützt werden. Kundenorientierung bedeutet auch, sich um das innere Zeitgefühl des Kunden zu kümmern. Die Unternehmen müssen bereit sein, die Zeiten so zu gestalten, dass diese keine Unsicherheit und fehlende Autonomie bewirken. Kunden die Möglichkeit zu geben, weitestgehend über ihre eigene Zeit zu bestimmen, ist damit eine Verpflichtung echter Kundenorientierung.

Christian Gündling

21. Einführung eines proaktiven DQ-Managements

In diesem Kapitel wird die Einführung eines proaktiven Datenqualitätsmanagements in der Bremer Landesbank beschrieben. Nach einer kurzen Erläuterung der Rahmenbedingungen wird auf den Aufbau der Datenqualitätsorganisation eingegangen, die verschiedenen Typen an proaktiven Datenqualitätsmaßnahmen beschrieben, die bankintern definiert wurden und abschließend liegt der Schwerpunkt auf den Bereich Datenqualitätsmessungen.

Volker Landt

Nicht lang zögern, sondern gleich loslegen! – Stephan Kühr, Gründer von 3YOURMIND

Aufbereitung des Interviews durch Alexandra Jegers

Stephan Kühr war 17, als er zusammen mit einigen Schulfreunden sein erstes Unternehmen gründete. Es war die Zeit der Dotcom‐Blase, das Internet war gerade groß im Kommen – und jeder träumte davon, an der Entwicklung teilzuhaben. Die ersten Unternehmen bauten ihre eigenen Websites auf, doch vor allem kleinen Firmen fehlte noch das nötige Wissen, um sich und ihr Geschäft im Netz zu präsentieren. Diese Phase nutzten die jungen Gründer aus und spezialisierten sich mit ihrem Unternehmen auf Webdesign und IT‐Beratung für kleine Betriebe und Handwerksunternehmen. „Wir waren unprofessionell, hatten keine Ahnung vom Vertrieb und auch nicht wirklich von Webdesign und Programmierung, was man unseren selbst gebastelten Seiten auch angesehen hat. Aber die Idee war gut und die Zeit reif, und deshalb haben wir unser Produkt auch verkauft“, sagt Stephan Kühr. Zuerst vor allem an Betriebe aus der Nachbarschaft, später deutschlandweit. Für die Abiturienten war das ein unerwarteter Erfolg, für Stephan Kühr der Beweis, dass man mit Mut und der richtigen Geschäftsidee alles erreichen kann. Diese Erfahrung prägt den gebürtigen Kölner bis heute.

Alexandra Jegers

12. Digitalisierung und Industrie 4.0 – eine kritische Sicht

Werden Trends von hohen Modewellen überlagert, so drohen zu riskante Investitionen, denen beim Abstieg vom Gipfel übertriebene Desinvestitionen entsprechen. Am Ende muss man registrieren, dass ein idealtypischer, kontinuierlicher Trend vorteilhafter gewesen wäre als das „Auf und Ab“. Daher scheint die Zeit gekommen, zur Vielzahl der optimistischen Äußerungen in Form von Zeitungsartikeln, Interviews, Vorträgen, Fachaufsätzen und -büchern eine etwas kritischere Sicht hinzuzufügen (Relativierung), wie es bei neuen Methoden, Technologien und Techniken in anderen Disziplinen, z. B. in der Medizin, auch üblich ist. Dies soll hier in Form von teilweise knapp kommentierten Thesen geschehen. Ausführlicher behandeln wir den Themenkomplex in einem Buch (Mertens et al. 2017).

Peter Mertens, Dina Barbian

18. Die Symbiose von Mensch und Computer

IT, Ethik und die Künstliche Intelligenz

Wie schlau werden Computer? Wo werden sie uns helfen, wo übertrumpfen, wo Konkurrenz machen? Amazon, Google & Co. teilen auch schon mit, in welchen Bereichen Künstliche Intelligenz eine Rolle spielt und aller Voraussicht nach noch stärker spielen wird: in der Gesundheit, in Schule und Universität, im Transport, in der Automatisierung des eigenen Zuhauses. Amazon-Gründer Jeff Bezos postuliert, dass es „keine Institution auf der Welt“ – keine staatliche und private – gebe, die nicht durch KI verbessert werden könne. Was aber folgt daraus?

Carsten Knop

8. Messen – auch im digitalen Zeitalter real?!

Keine Branche kann sich am Ende des Tages den Chancen und Risiken der Digitalisierung entziehen. Dies gilt auch für eines der traditionsreichsten Gewerbe der Welt: Das Messewesen. Und in kaum einer Branche beeinflußt die Dualität von Digitalisierung und Globalisierung die Zukunftsentwicklung des Geschäftsmodell-Kerns so intensiv wie in der Messewirtschaft. Für die Unternehmensführer dieser Branche ist es deshalb unabdingbar, die Veränderung der digitalisierungsrelevanten nationalen und supranationalen Rahmenbedingungen genau zu beobachten, um unternehmerische Entscheidungen im Kontext der Digitalisierung der Messewirtschaft klug und verantwortungsvoll zu treffen. Politische und rechtliche Rahmenbedingungen, ökonomische Rationalität, technologische Innovationen sowie gesellschaftliche Akzeptanz determinieren in diesem Zusammenhang entscheidend den unternehmerischen Handlungs- und Möglichkeitsspielraum. Aussteller, Besucher und alle anderen Partner, mit denen Messegesellschaften heute und morgen am Markt in Beziehung stehen, hegen in Sachen Digitalisierung Erwartungen an das Messewesen bzw. werden von Messegesellschaften mit neuen digitalen Anwendungen und Tools vice versa konfrontiert. Die Kunst der Unternehmensführung im Messewesen wird darin bestehen, diese vorgenannten Erwartungen und Angebote so zu synchronisieren, dass die digitale Transformation in dieser Branche gelingt und das Messewesen im digitalen Zeitalter auch real weiter erfolgreich ist.

Roland Fleck

Cyber-Physical Manufacturing in Context of Industry 4.0 Model

The Cyber Manufacturing Systems (CMSs) are based on integration of the Cyber Physical Systems (CPSs) and connection between Internet of Things (IoTs) and Cloud technology (CT). These are high-level methodologies for development of new generation factories, which are more intelligent, flexible and self-adaptable. CMSs generates Big Data, horizontally by integration (network of machines, processes and sensors) and vertically by control (usually defined over five levels) which should be analytically processed and managed by the Cyber-Physical Manufacturing (CPM) or CPS. In this way, two functional entities, real and virtual, are established, through which: (a) the advanced connectivity that ensures real-time data acquisition from the physical world and information feedback from the cyber space; and (b) intelligent data management, analytics and computational capability that constructs the cyber space. Industry 4.0 is Program initiated by German Government and industry as a new model of automatization of manufacturing technologies. CPM is the key element of Industry 4.0.In this paper, a detailed analysis of the current level of development of the Industry 4.0 model has been made in EU and globe, with a special place and role of CPM in current model. A brief overview of the Industry 4.0 concept in Serbia is given as well.

Vidosav D. Majstorović, Mirjana Velimirović, Marija Glišić, Julija Kostić, Elena Đura, Milan Rančić, Radivoje Mitrović

4. Organisation und Prozesse

Kapitel 4 beschäftigt sich mit der organisatorischen Einbindung und der Ausgestaltung der Prozesse im Zusammenhang mit der Planung und dem Reporting. Es wird untersucht, welchen Einfluss Unternehmensverbindungen, die Aufbauorganisation und der Führungsstil auf die Planung und das Reporting haben. Hierbei werden u. a. Besonderheiten des Mittelstandes und großer Unternehmen herausgearbeitet. Zudem werden die Aufgaben und Beziehungen der beteiligten Rollen, auf der einen Seite die Adressaten bzw. Empfänger und auf der anderen Seite die Ersteller bzw. Sender und Koordinatoren, unterschieden. Für die Planung und das Reporting wurden weiterhin folgende Prozesse differenziert betrachtet: Der Einführungsprozess, der zyklische Prozess (kontinuierliche Abwicklung) und der Qualitätssicherungsprozess. Durch die systematische Einteilung der Prozessschritte werden den Unternehmen viele Anstöße gegeben, die für die praktische Umsetzung von Planungs- und Reportinglösungen wichtig sind.Hervorzuheben sind vor allem die Hinweise zur Datenqualitätsprüfung und -sicherung im Rahmen BI-gestützter Controlling-Systeme sowie die Unterstützung der IT-Entwicklung durch den SRUM-Prozess.

Prof. Dr. Dietmar Schön

Kapitel 5. Zukunft des Büros – Büro der Zukunft

Die Frage nach dem Büro der Zukunft ist schon einige Jahrzehnte alt. Sie ist eng verknüpft mit den Entwicklungen der Technik, insbesondere der Informationstechnik, sowie mit der Veränderung von Arbeitsmodellen und -strukturen. Es gibt heute wie gestern und wie morgen Büros – nur was in diesen passiert und was ihre Funktion ist, verändert sich radikal. Für jede Organisation ist die Gestaltung ihrer Büros für die Zukunft essenziell wichtig für ihren Erfolg. Büros entwickeln sich zu Werkzeugen für Wissensarbeiter. Die technische und räumliche Gestaltung des modernen Büros muss auf diesen Zweck abzielend entwickelt werden. Büros stehen nicht mehr „auf der grünen Wiese“, sondern sind zunehmend integrierter Teil einer ganzen – meist urbanen – Infrastruktur. Der Weg zum Büro der Zukunft führt meist über den Kulturwandel und ist kein untergeordnetes Raumgestaltungsprojekt.

Thorsten Hübschen

Kapitel 9. Neunte Woche: Neukundenakquisition

Die Gewinnung neuer Interessenten und Kunden ist oftmals wesentlicher Bestandteil der vertrieblichen Tätigkeit. Ohne neue Kunden kann ein Unternehmen nicht wachsen. Aber die Leadgewinnung hat sich in den letzten Jahren verselbstständigt und ist zu einem eigenen Bereich zwischen Vertrieb und Marketing geworden. In diesem Kapitel erhalten Sie einen Überblick, auf welchen Wegen, Kanälen und mit welchen verkäuferischen Strategien Sie neue Kunden für Ihr Unternehmen gewinnen können.

Olaf Esters

4. Medizintechnik-Spin-offs aus der Hochschule – Ein Prozessbeispiel

Die Aufmerksamkeit für Unternehmensgründungen hat in den letzten Jahren extrem zugenommen. Grundsätzlich muss ein Start-up in einem kompetitiven Umfeld erfolgreich sein, um bestehen zu können. Der Weg dorthin wird maßgeblich beeinflusst durch Planung und finanzielle Ressourcen, die die Gründer bereitstellen müssen. In der Medizinprodukteindustrie kommen zusätzlich große Hürden hinzu, die u. a. einen kurzen Produktlebenszyklus, lange Projektlaufzeiten, aufwendige klinische Studien und aktuell neue gesetzliche Verordnungen betreffen. Dieser Beitrag konzentriert sich zunächst auf mögliche Fördermittel und Beratung von Start-up-Projekten aus dem Hochschulbereich. Aus einer Analyse derzeit existierender Gründerwettbewerbe im Hinblick auf das Gesundheitswesen werden dem Leser entsprechende Adressen zum Einwerben von Fördermitteln geliefert. Darüber hinaus wird ein Pilot-Prozess vorgestellt, wie eine Ausgründungsberatung an der Hochschule Ulm im Studiengang Medizintechnik derzeit verläuft. Dies kann möglicherweise ein Anknüpfungspunkt für eine zukünftige Institutionalisierung von Spin-off-Vorhaben aus dem Hochschulbereich sein.

Max D. Singh, Felix Capanni

Kapitel 5. Big Data aus ökonomischer Sicht: Potenziale und Handlungsbedarf

Digitalisierung und Vernetzung von Menschen, Maschinen und Endgeräten ermöglichen im Verbund mit fortschrittlicher Software und Rechenleistung die Integration, Analyse und Verarbeitung einer Fülle von Daten aus diversen, heterogenen Quellen. Big Data beeinflusst Wirtschaft und Gesellschaft in tiefgreifender, noch weitgehend unergründeter Weise. Die Auseinandersetzung mit den wirtschaftlichen Implikationen von Big Data ist essenziell. Diese Studie befasst sich aus ökonomischer Sicht mit dem Einfluss von Big Data insbesondere auf Wertschöpfung, Geschäftsmodelle und Marktstrukturen und identifiziert offene, klärungsbedürftige Fragen. Im Einzelnen werden folgende sieben Schwerpunktthemen betrachtet: Big Data – Begriffsabgrenzung, Big-Data-Wertschöpfung, Big-Data-as-a-Business, Das Unternehmen im Zeitalter von Data Analytics, Wettbewerb und Regulierung, Big Data und die Gesellschaft, Übergreifende Betrachtungen – Dateneigentum und Wert von Daten. Deren Diskussionen führen zu folgenden Ergebnissen:Neben den bekannten Charakteristika von Big Data (4 V‘s) erscheint aus ökonomischer Sicht vor allem der „Value“ entscheidend – d. h. der zusätzliche Wert, der durch den Einsatz von Big Data generiert werden kann. Daran anknüpfend stellt sich die Frage, wie Wertschöpfung mit Hilfe von Big Data entstehen kann und welche Ansätze für neue Geschäftsmodelle erkennbar sind. Je mehr datenbasierte Geschäftsmodelle existieren, desto wichtiger wird die Frage, wie sich diese in ausgewählten Branchen auswirken und welche Implikationen für den Mittelstand sowie Plattformen und Datenmärkte zu erwarten sind. Vor dem Hintergrund hier zu erkennender, unzweifelhafter Produktivitätseffekte von Big Data stellen sich durch all diese Entwicklungen ganz neue Herausforderungen an Strategie, Führung, Personal und Organisationskultur sowie die Relevanz von Kooperationen. Aus einem wettbewerbsökonomischen Blickwinkel sind Daten als mögliche Markteintrittsbarriere sowie damit zusammenhängende neue Möglichkeiten der Entstehung von Marktmacht näher zu diskutieren. Über all diese Entwicklungen hinaus kann Big Data zweifelsohne einen erheblichen gesellschaftlichen Nutzen stiften; gleichzeitig entstehen aber auch neue Risiken wie z. B. Diskriminierung oder Manipulation. Diese stellen in gesellschaftlicher und gerade auch ökonomischer Perspektive erhebliche Herausforderungen dar. Bislang weitestgehend ungeklärt ist in diesem Zusammenhang beispielsweise auch, wer unter welchen Voraussetzungen eigentlich „Eigentümer“ von Daten ist und ob bzw. welche eigentumsähnlichen Ansprüche begründet werden können. Auch die Wertbestimmung von Daten als essenzieller Vermögensgegenstand von Unternehmen und Personen ist in mancherlei Hinsicht ungeklärt.Insgesamt ist unter ökonomischem Blickwinkel bereits eine beachtliche Vielfalt an wissenschaftlichen Auseinandersetzungen mit Big Data festzustellen. Diese schärfen das Bewusstsein für die ökonomische Bedeutung einer zunehmend datengetriebenen Wirtschaft, weisen auf wichtige Veränderungsfelder hin und verdeutlichen zugleich eine Reihe offener, klärungsbedürftiger Fragen, die durch Big Data im ökonomischen Kontext aufgeworfen werden.

Arnold Picot (†), Yvonne Berchtold, Rahild Neuburger

Kapitel 3. Marketing und Vertrieb der Unternehmensberatung

Das Marketing ist unbestritten einer der wichtigsten Erfolgsfaktoren der Unternehmensberatung. ROLAND BERGER fokussiert diesen Erfolgsfaktor sogar ausschließlich auf das Branding, also auf eine gut eingeführte Marke [vgl. BERGER 2004, S. 10 ff.]. Das scheint aber bei genauerer Betrachtung der Abläufe und Aktivitäten einer Unternehmensberatung zu kurz gegriffen.

Dirk Lippold

Kapitel 13. Digitalisierung und Nachhaltigkeit: Herausforderungen an die Rechtsetzung im Mehrebenensystem und die Compliance von Unternehmen

Ausgehend von Reiner Clements Arbeiten zur Nachhaltigkeitsökonomie behandelt der Beitrag aus rechtswissenschaftlicher Perspektive die regulatorischen Herausforderungen an die Verrechtlichung von Nachhaltigkeitserfordernissen und zur Bewältigung der Digitalisierung der Wirtschaft, zeigt Verbindungslinien zwischen beiden Konzepten auf und bettet diese in allgemeine Überlegungen zur Regulierung von Wirtschaftstätigkeit im Mehrebenensystem ein.

Dirk Uwer

CSR Kommunikation & Social Media

Zwei Themen sind in den letzten Jahren aus den Diskussionen über die Trends und Notwendigkeiten in der Unternehmensführung und Kommunikation nicht mehr wegzudenken: Corporate Social Responsibility (CSR) und Social Media (SM).

Riccardo Wagner, Marcus Eichhorn

Kapitel 5. Hilflose Bürokraten Im Digitalen Raum

Der »Fall Stephanie« beschäftigte die sächsische und deutsche Öffentlichkeit im Jahr 2006. Die damals 13-jährige Dresdner Gymnasiastin war von einem brutalen Sexualstraftäter auf dem Schulweg entführt worden. 36 Tage war sie in der Gewalt des Mannes, der sie vielfach vergewaltigte und misshandelte. Der Polizei gelang es nicht, sie zu finden, bis sie sich schließlich selbst helfen konnte.

Martin Schallbruch

Kapitel 4. Empirische Analyse

Bei der ersten Fallstudie, die im Rahmen dieser Arbeit in der empirischen Analyse untersucht wird, handelt es sich um die Innovation Mobiltelefonkamera und deren disruptive Wirkung auf digitale Kompaktkameras im deutschen Amateurfotomarkt. Ziel ist die Anwendung des Modells zur Bestimmung des disruptiven Potentials der Mobiltelefonkamera im Rahmen einer Replikation der Initialstudie von Klenner (2011) zur Weiterentwicklung und Anpassung des Modells zur Bestimmung der Disruptionsreife eines Marktes. Es wurde daher für die erste Fallstudie die gleiche Branche ausgewählt wie bei der Initialstudie, nur der Betrachtungszeitraum und die zu untersuchende Innovation haben sich verändert.

Eva Maria Baumann

Die Vertriebskanäle im Retail Banking

In Teil III haben wir die verschiedenen Ausprägungen des Multi Channel-Vertriebs bereits ausführlich erörtert. Es wurde deutlich, dass erst der integrierte Multi Channel-Vertrieb das Potenzial zur Bewältigung der heutigen Herausforderungen im Retail Banking bietet. Damit bilden die besonderen Anforderungen dieser Vertriebsform auch eine entscheidende Grundlage für Konzeption eines Vetriebswegeportfolios.

Markus Keck, Marco Hahn

Regional Innovation Systems and Global Flows of Knowledge

The literature on regional innovation systems emphasizes the role of the region as locus for interactive learning and knowledge exchange, stressing the importance of (geographical) proximity for innovation. Even though the importance of extra-regional knowledge is widely acknowledged, there has been only little emphasis on the particular role and the nature of global knowledge flows. The aim of this chapter is to explore the differentiated nature of global knowledge flows in regional innovation systems. We provide an overview of the different ways firms can gain access to global knowledge sources. Identified knowledge sourcing channels include international R&D collaborations, foreign direct investments, personally embedded relationships, international mobility of skilled labour, virtual communities and online platforms, and the participation in temporary clusters such as fairs, exhibitions, and conferences. Depending on regional innovation system preconditions, firms use and combine different knowledge sourcing channels to access global knowledge. Firms in organisationally thick and diversified regional innovation systems have a geographical advantage in accessing knowledge globally, but even firms in peripheral areas can exchange knowledge worldwide, due to improved means of transport and communication at distance. Furthermore, not only multinational companies that are dominated by analytical or synthetic knowledge bases, but even small and medium sized enterprises in symbolic industries are often deeply involved in global knowledge sourcing activities. We illustrate our arguments with interview data collected among New Media firms in southern Sweden and in the Oslo Region in Norway.

Roman Martin, Heidi Wiig Aslesen, Markus Grillitsch, Sverre J. Herstad

Prägende Kräfte

Medien und Technologie(n) an Hochschulen

Vor zwei-drei Jahren wurden digitale Medien und das Internet erst erfunden, oder? Zumindest für Debatten in der Bildungslandschaft scheint das zu gelten. In nahezu allen Zeitungen und Zeitschriften ist jüngst von digitaler Bildung, Lernen 4.0 oder der digitalen Transformation der Hochschulen zu lesen.

Mandy Schiefner-Rohs, Sandra Hofhues

Digital Leadership – Anforderungen, Aufgaben und Skills von Führungskräften in der „Arbeitswelt 4.0“

Leadership follows disruption or leadership generates strategy within disruption? Im Zuge disruptiver Entwicklungen z. B. im Zuge der rasant voranschreitenden Digitalisierung ist die Rolle von Führungskräften zu hinterfragen und weiter zu entwickeln. Ähnlich Chandlers These zu „structure follows strategy“ stellt sich im folgenden Beitrag die Frage, wie ein Digital Leadership oder eine Führung 4.0 konturiert sein kann. Im Kern geht es um einen Paradigmenwechsel vom klassisch-hierarischen comand-and-control zu einer sinnstiftenden Kommunikation mit motivierten Mitarbeitern auf Augenhöhe. In einer agilen Arbeitswelt mit immer kürzeren Produkt- und Prozesszyklen im Zuge eigengetriebener, kundeninduzierter oder wettbewerbsorientierter Innovationen und Antwortstrategien hat eine systemimmanente, anweisende und damit oft sinnentleerte Führung ausgedient. Vielmehr sind Unternehmen gut beraten, Leadern mit einer guten Balancierung aus Realitätssinn, Zielorientierung sowie einem synergetischen Leadership-Stil mit Elementen transformationaler, virtueller und netzwerkbasierter Führung das Steuerrad in die Hände zu geben. So können in einem „age of disconituity“ neue Strukturen, Prozesse, Produkte, Kunden- und Mitarbeiterbeziehungen entstehen, die alle Beteiligten einbeziehen und deren Wissen und Motivation nutzbar machen. Der folgende Beitrag beschäftigt sich mit dieser Thematik und fächert Optionen im Hinblick auf die praktische Anwendung einer Führung 4.0 auf.

Bernd Eggers, Sebastian Hollmann

Einsatz von Social Media für die Innovation von B2B-Dienstleistungen in IT-Unternehmen

Dieser Beitrag beleuchtet die im Kontext von digitaler Transformation ansteigende Nutzung web-basierter Kommunikationsmedien im B2B-Bereich. Durch die steigende Notwendigkeit für Unternehmen noch näher an dem Kunden zu sein, werden immer neue Wege und Möglichkeiten beleuchtet individuelle Produkte und Services dem Kunden anzubieten. Das Ziel dieses Beitrags ist die theoretisch und empirisch fundierte Einschätzung des Potenzials von Web-2.0-Technologien insbesondere Social Media zur Kundenintegration in wertschöpfende Innovationsprozesse von IT-Dienstleistungsunternehmen. Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass absolute Kundenzentrierung im B2B-Dienstleistungsbereich unabdingbar ist, das Umfeld jedoch durch sehr hohe Exklusivität geprägt ist und die Nutzung von web-basierten Technologien, wie z. B. Mircosoft Sharepoint, mittelfristig unterstützende Funktionen haben werden, die physische Präsenz und exklusive Kundenbetreuungen nicht substituieren werden.

Leon Schneider, Erdem Galipoglu

5. Begriffe von Digitalisierung und Industrie 4.0

Die Begriffswelt zu „Digitalisierung“ und „Industrie 4.0“ stellt sich verwirrend dar. Die Begriffe werden in einer seltenen oder vielleicht nie zuvor erlebten Häufung gebraucht. Etliche Kombinationen mit „digital“ sind sowohl semantisch als auch grammatisch fragwürdig oder grenzen an Ironie. Es bleibt abzuwarten, ob sich ein solider Begriffsapparat ausprägt, sei es von selbst oder durch Fachautoritäten gesteuert. Sonst wäre seriöse Arbeit in Wissenschaft und Praxis sehr erschwert.

Peter Mertens, Dina Barbian, Stephan Baier

6. The Conceptual Basis

After discussing the necessity of operationalisation and the differences between nominal and real values, the chapter presents the different payment streamsPayment streams, with receipts of payment and outpaymentsOutpayments being the two fundamental concepts behind the flows of financial resources. Various ways of ensuring liquidityLiquidity are described, and short-term and long-term coverage ratiosRatiosCoverage ratios are presented as measuring instruments. Cash flowCash flow calculations are shown to be significant for financial managementFinancial management and budgetingBudgeting. The characteristics of expendituresExpenditures and revenues are shown, and finance calculations and forms of financingFinancing are introduced. The different types of expenses and income are explained, as are methods for calculating earnings, including income statementIncome statements. Cash flow statements and balance sheets are also presented. Operational and external costs and outputs are described, leading to the proposal for new kinds of financial statement where these are taken into account, using social and ecologicalAccountingecological accounting to produce outcome-impact statementOutcome-impact statements.

Peter Eichhorn, Ian Towers

Digitale Transformation im Banking – lessons learned

„Repetitio est mater studiorum“ – „die Wiederholung ist die Mutter der Weisheit“ pflegte ein Lehrer gerne zu sagen. Ist denn kontinuierliche Verbesserung in Zeiten transformatorischer Veränderungen noch gefragt? Wird Souveränität, die sich aus zahllosen Wiederholungen speist, in Zeiten großer Veränderungen benötigt? Oder ist es die Agilität, die bewusst auf Perfektion verzichtet und Anpassungsfähigkeit als Kernziel definiert?

Stephan Manz

Kapitel 4. Personalrekrutierung und Recruiting Tools

In diesem Kapitel geht es um die konkreten Schritte beim Personalmarketing, seine gegenwärtigen Herausforderungen und Möglichkeiten und um aus der Literatur erfasste Erfahrungen sowie aus dem praktischen Wissen abgeleitete Lösungswege.

Kathy Krüger

Big Data - Anwendungen in der Marktforschung

Marktforschung und Big Data - bei diesem Thema liegt es nahe, zuerst einmal zu googeln, und siehe da: in nur 0,33 Sekunden 116.000 Suchergebnisse. Und schon ist man mitten drin in der Thematik und seinen Problemen: Datenmenge, -qualität und -relevanz, „Repräsentativität“ und Vertrauenswürdigkeit, Fake Data, Social Bots usw. Die Erwartungen an Big Data sind hoch, seit Jahren heißt es, Daten seien „das neue Gold“ oder „das neue Öl“ und auch Kanzlerin Angela Merkel verkündete im Vorfeld der letztjährigen CEBIT in einer ihrer wöchentlichen Videobotschaften mit Blick auf die digitale Modernisierung der Wirtschaft, Daten seien „die Rohstoffe des 21. Jahrhunderts“. Bei so viel Euphorie lohnt es sich, das Thema Big Data auch einmal etwas kritischer zu beleuchten.

Bernd Wachter

Big Data - Chancen, Risiken, Entwicklungstendenzen

Einführung in die Tagung

Der Titel unserer Tagung lautet „Big Data – Chancen, Risiken, Entwicklungstendenzen“. Dabei umreißt der Untertitel sehr gut das Spektrum der zweitägigen Veranstaltung: Die „Rohstoffe des 21. Jahrhunderts“, wie Bundeskanzlerin Angela Merkel zur Eröffnung der Cebit 2016 die Fülle der neuen digitalen Daten bezeichnete, bieten viele neue Möglichkeiten, aber auch eine beachtliche Fülle an Herausforderungen und Risiken. Nichtsdestotrotz oder gerade aus diesen Gründen entwickelt sich derzeit vieles im Bereich der Informationsproduktion, von einigen Entwicklungen werden wir heute und morgen hören.

Thomas Riede

Kapitel 2. So geht’s: Von Fehlern und Erfolgen anderer Unternehmen lernen

Anhand von elf analysierten Case-Studies werden Beispiele für erfolgreiche und weniger erfolgreiche Zukunftsstrategien dargestellt. Neben den in Kapitel 1 aufgeführten Management-Denkfehlern werden weitere, zum Teil tragische strategische Fehler vorgestellt, die Unternehmen in den Ruin getrieben haben. Ebenso gibt es aber auch Erfolgsgeschichten, die über geniale Schachzüge und das Glück des Tüchtigen berichten. Die Beispiele umfassen die Geschichten bekannter aktueller Marken wie Ikea, Shell, Casio oder die Rügenwalder Mühle ebenso wie Unternehmen, deren Glanz inzwischen verloschen ist wie Kodak, Time/system oder Olympia und dienen dazu, die Systematik erfolgreichen Zukunftsmanagements zu identifizieren, die in den späteren Kapiteln vorgestellt wird.

Heino Hilbig

Chapter 3. Das SNS-Universum der Kontrollgesellschaft

Der Kulturdiskurs der Postmoderne konstituierte einen Diskursraum für eine Selbstausdrucksästhetik bzw. einen ästhetisierten Individualismus, für die Offenheit für Neues, Diversität und Flexibilität. Diese positiv besetzten Begriffe schrieben sich in die (Selbst-)Verständigungsdiskurse kapitalistischen Denkens und Handelns ein.

David Kergel

20. Spielen als geeignete Form der Gesundheitsförderung und Prävention?!

Games4Health in der betrieblichen Gesundheitsförderung

Während spielerische Anwendungen lange Zeit ausschließlich vor dem Hintergrund ihres möglichen Risiko‐ und Schädigungspotenzials für die Gesundheit diskutiert wurden, ist in den letzten Jahren eine stärkere Zuwendung zu positiven Wirkungen von digitalen Spielen zu beobachten. Im Vordergrund des folgenden Kapitels stehen die positiven Potenziale und die Frage, wie diese gezielt durch Maßnahmen der (betrieblichen) Gesundheitsförderung und Prävention zur Entfaltung gebracht werden können. Nach einer Einführung in den Serious‐Games‐Ansatz und dessen Abgrenzung zu verwandten digitalen Lehr‐ und Lernformaten sowie dem Gamification‐Ansatz werden unterschiedliche Taxonomien vorgestellt. Auf Basis einer Unterscheidung in aktivitätsorientierte (Exergames) und nicht‐aktivitätsorientierte (Non‐Exergames) Spiele werden verschiedene Anwendungen sowie deren nachgewiesenen Wirkungen exemplarisch vorgestellt. Das Kapitel endet mit der Ableitung von Empfehlungen für die Entwicklung und Umsetzung digitaler Spielanwendungen für die (betriebliche) Gesundheitsförderung und Prävention.

Dr. Kevin Dadaczynski, Prof. Dr. Stephan Schiemann

Chapter 13. The IoT Paves the Way for a Networked Economy

In the past two decades, the internet has connected billions of people, significantly more than half of humanity, with one another, placing their communication on a completely new foundation. Now, “things” are being added. They are being equipped with capabilities allowing them to hear, see, feel and “think,” which is described in words as “intelligent” and “smart.” And they are being networked. According to the estimates of Gartner and McKinsey, by the year 2020, 20 to 25 million devices will be online via their own internet addresses. And, following communication between people, this will also fundamentally change value creation.Manufacturers can equip their products with sensors, actuators, miniature cameras and other digital components at ever decreasing costs. Software embedded in the products then allows data to be generated, collected and analyzed while those devices are in use. The Internet of Things will make sure that not only an individual product becomes a data supplier in this way, but that products will be able to communicate with each other and with people using their data in a virtually limitless manner.

Tanja Rückert

Chapter 2. The Basics

Even five years after the official start of the initiative, most people are not familiar with the term “Industrie 4.0”. Those who have addressed the topic even have trouble producing a relatively plausible explanation for it. Thus, this chapter deals with the basics: the official definition of Industrie 4.0, its position in the larger context of digitalization, the terms “smart product” and “smart product development,” as well as with the platform and the ecological system. Finally, the initiative’s explosive force on society will be analyzed.

Ulrich Sendler

Kapitel 27. ProduktentwicklungProduktentwicklung in der Messeindustrie

Die Grenze zwischen der Weiterentwicklung bestehender Veranstaltungen und der Entwicklung originär neuer Messethemen ist fließend. Die Ursachen für beide Entwicklungsszenarien sind durchaus ähnlich. Messen unterliegen einem permanenten Austauschprozess mit ihrer jeweiligen Umwelt. Sie sind dynamische Systeme, die sich aus sich selbst heraus permanent erneuern und sich an Änderungen von Angebotsstrukturen und Zielgruppen des abgebildeten Marktes anpassen müssen.

Kurt Schraudy

Kapitel 28. Globale Megatrends als Leitfaden für die Produktentwicklung

Nichts ist älter als die Neuigkeiten von gestern. Im Zeitalter von Web 2.0 mitunter auch die von heute. Wer vorn mitmischen will, darf nicht nur reagieren. Er muss im Voraus wissen, was kommt, muss globale Trends aufspüren und sie setzen. Die Deutsche Messe AG verfolgt deshalb seit Langem intensiv die globalen Megathemen und setzt sie in den eigenen Veranstaltungen um. Auf diese Weise werden erfolgreich Leitmessen im In- und Ausland platziert, darunter internationale Spitzenveranstaltungen wie die digitale High-Tech-Messe CeBIT und die Hannover Messe, das weltweit wichtigste Technologieereignis. Mit diesen Plattformen bietet das Unternehmen seinen Kunden die Möglichkeit, am Puls der Zeit zu sein, Neuerungen direkt zu begleiten und sich so frühzeitig neue Geschäftsfelder zu erschließen.

Wolfram von Fritsch

Kapitel 31. Messemarkenprofilierung

Ganzheitliches Corporate Branding von Messegesellschaften

Messen haben sich in einem vielschichtigen Wandlungsprozess zu einem der bedeutendsten Marketinginstrumente entwickelt (AUMA 2014; Kirchgeorg und Springer 2005). Ein wesentlicher Anteil an ihrer Professionalisierung und damit hohen Relevanz als multifunktionale Begegnungsplattform für Marktakteure ist den deutschen Messegesellschaften zuzuschreiben. Wie keine andere Nation gilt Deutschland als das „Flagship-Country“ der Messewirtschaft (Schoop 2003, S. 21). Heute zählen nicht nur führende Automobilmarken zu den Exportschlagern der deutschen Nation, auch Messen „Made in Germany“ repräsentieren den exzellenten Ruf von Qualität und Konzeptstärke nach außen. Doch auch die deutschen „Messe-Champions“ bleiben von Veränderungen der wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen nicht unberührt. Szenarien der Zukunft prophezeien ein komplexes Spektrum an neuen Anforderungen, die „Rezepte“ der Vergangenheit auf den Prüfstand stellen (Kirchgeorg et al. 2012).

Kathrin Reger-Wagner, Manfred Kirchgeorg

Kapitel 3. Funktionen und Erscheinungsformen von Messen

Messen und Messegesellschaften werden dem Dienstleistungssektor zugeordnet. Beschäftigt man sich mit der weiterführenden Kennzeichnung, Einordnung und Systematisierung von Messen, so ist zu berücksichtigen, dass je nach Betrachtungsweise unterschiedliche Funktionen, Merkmale und Problemstellungen von Messen in den Vordergrund gerückt werden können.

Manfred Kirchgeorg

Kapitel 66. Beurteilung des Erfolgs von MesseeventsErfolg von Messeevents

Austauschbare Produkte, austauschbare Werbung, austauschbare Standgestaltung und den Konkurrenten nebenan: Das ist die Situation nicht weniger Unternehmen auf Messen. Wie eine differenzierte Wahrnehmung des eigenen Angebots bei der anvisierten Zielgruppe erreicht werden kann, ist daher eine der zentralen Fragestellungen, der sich Messeverantwortliche im Unternehmen stellen müssen.

Cornelia Zanger

Kapitel 43. Möglichkeiten und Grenzen der Übertragbarkeit von LeitmessenMustermesse Leit- und Nebenmessen auf Standorte im Ausland

Deutsche Unternehmen zieht es ins Ausland. Ob China, Indien, Brasilien oder Russland – die noch immer stärker als Europa wachsenden Volkswirtschaften der BRIC-Gruppe sind nicht nur als preiswerter Produktionsstardort gefragt, sondern haben auch als Absatzmarkt eine zunehmende Bedeutung. Und längst drängen nicht nur Großunternehmen auf die Wachstumsmärkte. Mehr und mehr stellen sich auch mittelständische Betriebe dem internationalen Wettbewerb. Selbst Firmen, die bis vor wenigen Jahren nur deutschlandweit agierten, wollen heute im Ausland Fuß fassen.

Andreas Gruchow

Kapitel 36. Die Messe als Networking-PlattformNetworking-Plattform – im Zeitalter von Social MediaSocial Media

Eine der wichtigen Funktionen, die mit Messen erfüllt werden können, ist das Networking. Kunden, Wettbewerber, Journalisten, Kollegen und alle möglichen weiteren Akteure eines Marktes treffen sich auf (guten) Messen, um ihre Netzwerke zu pflegen und zu erweitern. Der moderne, mit internetbasierten sozialen Netzwerken wie XING, Facebook, LinkedIn und vielleicht auch noch durch Twitter vielfältig vernetzte Kommunikationsmensch wird allerdings schnell auf den Gedanken kommen, dass die aufwendige Art des Messe-Networking zumindest im Verdacht stehen müsste, derzeit zu antiquieren.

Sven M. Prüser

Kapitel 34. Zur Bedeutung des Internets als Kommunikations- und Vertriebsinstrument von Messen

Das Messewesen befindet sich seit rund zehn Jahren in einem grundlegenden Umbruch. Zunehmend verschärft sich der Wettbewerbsdruck durch alternative Kommunikationsinstrumente, allen voran das Internet. Sowohl Messeveranstalter als auch die Messeverantwortlichen in den Unternehmen standen vor einer großen Herausforderung in der Geschichte der Messewirtschaft: Wie sollten sie zukünftig mit dem Phänomen Internet umgehen? Bedroht das Internet als längst etablierte Kommunikationsplattform das Marketinginstrument Messe? Oder bot das Internet eine Chance, das traditionelle Messewesen durch die Nutzung dieser virtuellen Kommunikationsplattform zu stärken? Müssen Messen gar „umziehen“: raus aus den Hallen und rein in die virtuelle Welt?

Klaus Dittrich, Michael Kausch

Kapitel 35. MesseportaleMesseportale im MarketingmixMarketingmix : Möglichkeiten und Grenzen

Messeportale sind die Portale von Messen. Aber was ist der Unterschied zu einem Online-Messekatalog oder zu einem Internetauftritt, der die Daten und Fakten der Messe zur Messevorbereitung anbietet? Wie ist das Verhältnis von Messeportal zu Branchenportal? Ist ein Messeportal eine virtuelle Messe? Ist eine virtuelle Messe eine Messe? Ist die Diskussion „Messe – virtuelle Messe“ überhaupt noch aktuell und wenn ja: Sind Messeportale eine Antwort darauf? Welche Plattformen konkurrieren mit Messeportalen? Ist das Messeportal einer Leitmesse ein Branchenportal? Welche Marketingfunktionen erfüllt ein Messeportal: Messevorbereitung erleichtern, Aufmerksamkeit erzeugen, Kundenbindung schaffen?

Bernhard Wagner

Kapitel 38. KoalitionenKoalitionen als Herausforderungen des strategischen MessemanagementsStrategisches Messemanagement

Der Erfolg von Messen gegenüber anderen Marktformen liegt seit jeher darin begründet, dass sie durch ihre Kombination aus örtlicher Bindung und zeitlicher Begrenzung das Zusammentreffen von Angebot und Nachfrage in besonders konzentrierter Form ermöglichen. Messeveranstalter sind vor die Herausforderung gestellt, Anbieter und Nachfrager eines relevanten Marktes für die Teilnahme an der Messe zu gewinnen und das Zusammentreffen der Marktteilnehmer an einem Messeplatz in einem festen Zeitrahmen zu ermöglichen. Um den dauerhaften Erfolg der Messe zu sichern, ist darüber hinaus die langfristige Bindung von Marktteilnehmern an die Messe eine wichtige Aufgabe des Messeveranstalters.

Gerd Robertz

Kapitel 10. Messen im Wandel

Mit der Entstehung der Stadtwirtschaft und dem Ausbau des Fernhandels im 12. Jahrhundert entwickelten sich im Anschluss an das Hochamt (missum) anlässlich wiederkehrender kirchlicher Festtage (feriae, daher engl. fair) Jahrmärkte. Einige dieser spectacula erhielten ab dem 12. Jahrhundert durch lehnsherrliches Privileg eine Sonderstellung: „Meßen seyn solenne und privilegirte jahr-maerckte, welche ihr recht … vom kayeser … erlanget haben“.

Manfred Wutzlhofer

Kapitel 54. Mehrwert für Messen durch Veranstaltungskombination

Fast jede der großen deutschen Messegesellschaften hat sich in den vergangenen 15 Jahren durch Etablierung neuer New-Business-Development-Abteilungen Gedanken über die Entwicklung neuer Messen gemacht. Eine Kernerfahrung lautet: Alle fünf bis zehn Jahre gelingt, statistisch gesehen, mindestens ein komplett neuer Veranstaltungshit (z. B. die Gewerbeimmobilienmesse Expo Real in München). Von den kleineren neuen Nischenthemen überleben nur sehr wenige, allerdings mit begrenztem Potenzial und Wachstumsmöglichkeiten. In der Konsequenz findet man in den aktuellen Veranstaltungskalendern des neuen Jahrzehnts mehr und mehr Veranstaltungskombinationen, die in der Summe Veranstaltungsneuentwicklungen erfolgreicher einbetten oder durch ihre Kombinationsform selbst kraftvoll Innovation demonstrieren sollen.

Wolf-Dietrich Müller

Kapitel 1. Gründe für die hohe Kennzahlenorientierung

Kennzahlen sind Fluch und Segen zugleich. Sie bilden ein Unternehmen detailliert ab und lassen die Vermutung zu, dass man durch sie das Unternehmen steuern sowie die Entscheidungsqualität verbessern könnte. Unternehmerische Entscheidungen von Führungskräften stehen unter ständiger Beobachtung durch die beteiligten Partner, intern sowie extern. Mit Kennzahlen lassen sich die meisten Sachverhalte oder Entwicklungen stichhaltig untermauern. Auswertungen der Analysen ermöglichen Rückschlüsse, Querverbindungen und fundierte Aussagen, die direkten Einfluss auf das operative Geschäft haben.Auf der Seite der Unternehmen und der Kunden verstärkte nicht zuletzt die Banken- und Wirtschaftskrise vor einigen Jahren den Ruf nach mehr Transparenz. Um das Vertrauen in das Bankensystem und die Wirtschaftskraft zu erhalten, ging es in erster Linie darum, die Unsicherheit des wirtschaftlichen Handels durch verlässliche Aussagen zu kompensieren. Kennzahlen schienen diese Anforderungen zu erfüllen. Die Key Performance Indicators (KPI) haben zuletzt auch dadurch ihre unverzichtbare Position im Bewertungsschema von Unternehmen eingenommen.Aber wie viele Kennzahlen und in welchem Detaillierungsgrad braucht eine Organisation? Mit wie viel Komplexität wird das Kennzahlensystem implementiert und wie objektiv sind die ermittelten Werte?

Gunhild Posselt

1. Prolog: Digitalisierung und das Dilemma der Disruption

Die Geburtsurkunde des „World Wide Webs“ befindet sich in einer Glasvitrine in der Großforschungseinrichtung für Teilchenphysik CERN in Genf. Dort konnte ich den Kommentar von Mike Sendell, dem damaligen Vorgesetzten von Tim Berners-LeeTim Berners-Lee zu seinem Projektantrag mit dem Titel „Informationsmanagement“ lesen: „Vage, aber hochinteressant“. Der Projektantrag befasste sich mit den offensichtlichen Schwächen der damaligen Kommunikations-Infrastruktur am CERN [CHRIS]. Berners-Lee wollte den über die ganze Erde verteilten Wissenschaftlern für ihre Projekte am CERN ein verteiltes Arbeiten ermöglichen. In seinem 1999 erschienenen Buch „Der Web Report“ schrieb Berners-Lee über die Motivation zu seinem Projektantrag: „Ein Großteil der entscheidenden Informationen existiert nur in den Köpfen der Leute“ (am CERN).

Michael Jaekel

Chapter 6. Produktionswirtschaft

Wolfgang Weber, Rüdiger Kabst, Matthias Baum

Chapter 1. Gegenstand der Betriebswirtschaftslehre

Wolfgang Weber, Rüdiger Kabst, Matthias Baum

Kapitel 6. Digitalization @speed @scale – ZEISS auf dem Weg in die digitale Zukunft

Matthias Gohl, Leiter der ZEISS Digital Innovation Partners, beschreibt in diesem Kapitel die Ausrichtung von ZEISS im digitalen Zeitalter. „Die beste Methode die Zukunft vorherzusagen besteht darin, sie zu erfinden“ [Alan Curtis Kay]. Diesen Anspruch verfolgt ZEISS seit der Unternehmensgründung im Jahre 1846 und er gilt für das Unternehmen insbesondere auch in der digitalen Welt. Der Megatrend Digitalisierung beeinflusst nicht nur die meisten Bereiche des täglichen Lebens, sondern auch nahezu alle Bereiche der Wirtschaft. Hierunter fallen z. B. die Entwicklung und Herstellung von Modulen und Systemen, interne Prozesse, die Interaktion mit Kunden bis hin zur Entwicklung neuer Geschäftsmodelle, welche durch die Digitalisierung erst ermöglicht werden. Alle Bereiche und Funktionen von ZEISS sind betroffen und nähern sich diesem Megatrend mit der Einstellung, ihn als Chance für die Kunden von ZEISS und damit natürlich für das Unternehmen zu begreifen. Zur Beschleunigung der kundennahen digitalen Transformation der ZEISS Sparten gründete ZEISS im Oktober 2016 die neue Einheit „Digital Innovation Partners“. Prof. Dr. Michael Kaschke, Vorstandsvorsitzender der ZEISS Gruppe, beschreibt die Gründung der Digital Innovation Partners als wichtigen Meilenstein in der digitalen Transformation von ZEISS. Sie sollen diese als Katalysator gruppenweit vorantreiben. In diesem Kapitel werden die Gestaltung und Ausrichtung von ZEISS und das Ziel sowie die organisatorische Aufstellung der Digital Innovation Partners erläutert. Die erforderlichen Kompetenzen für die Umsetzung von digitalen Projekten bzw. digitalen Produkten und Services folgt diesen beiden Abschnitten. Zum Abschluss wird beispielhaft die Definition und Entwicklung eines Minimum Viable Products (MVP) erläutert, bevor dieses Fallbeispiel mit Gedanken zu unterstützenden Erfolgsfaktoren und einem Ausblick abschließt.

Anna Nagl, Karlheinz Bozem

Kapitel 2. Dreiklang der Innovationen und Bedeutung der Games Industry für andere Branchen

Die Terminologien Gamification, Digitalisierung und Industrie 4.0 beschreiben Prozesse der Entwicklung von Innovationen und eröffnen die Möglichkeit, relativ aggregiert Zugang zu an sich komplexen Themengebieten zu erhalten. Gamification und Innovation – kaum ein Thema beschäftigt Games-Branchen-Fremde mehr, wenn sie sich professionell oder halbprofessionell mit der Games-Branche auseinandersetzen.

Lutz Anderie

Open Access

Big Data and Smart Grid

Energy transformation is becoming digital: For several years now the EU has been pursuing the implementation of regulations for the digitalization of the energy networks. Electricity grids became more complex due to the focus on renewable energies; more efficient ways of energy management will be required: Smart Grid. The network load will be enhanced through gathering information regarding power consumption and production, as well as through automated decisions in the Smart Grid. Furthermore, the Smart Grid makes it possible to offer variable electricity rates; whereby, the price for the customer depends on the date of consumption. Legally, aspects of data protection and energy industry law play a major role. The rollout of smart meters in private households contains a substantial saving and optimization potential, and also enables the day-to-day lifecycles of households to be recorded in detail.

Max v. Schönfeld, Nils Wehkamp

7. Systemtechnik im Projekt

Systemtechnik und Projektmanagement sind eng miteinander verbunden. Die gewählte Systemarchitektur ist ein entscheidender Faktor für die Entwicklung und Herstellung technisch und wirtschaftlich optimaler Systeme um im globalen Wettbewerb erfolgreich bestehen zu können.

Bernd-J. Madauss

Kapitel 1. Grundlagen der Kommunikation

In diesem Kapitel geht es um die Grundlagen der Kommunikation und alle wichtigen Aspekte rund um kommunikatives Krisenmanagement: Strategieentwicklung, Risikoanalyse, Issue Management und Medienradar, Reputationsmanagement und das Erkennen der wichtigsten Stakeholder.

Lorenz Steinke

Kapitel 3. Algorithmik und Artificial Intelligence

Daten – ob small, big oder smart – bringen per se keinen Mehrwert. Erst Algorithmen, seien es einfach vordefinierte Mechanismen oder selbstlernende Systeme, können aus den Daten Werte schaffen. Im Gegensatz zu Big Data haben also Algorithmen einen echten Wert. Dynamische Algorithmen stehen im Mittelpunkt des zukünftigen digitalen Geschäfts. Algorithmen werden also zur Auswertung von in starkem Maße zunehmenden Datenmengen immer wichtiger. Dieses Kapitel widmet sich der „Macht“ und zunehmenden Bedeutung und Relevanz von Algorithmen, unternimmt einen Definitionsversuch, untersucht Erfolgsfaktoren und Treiber von AI und wirft weiterhin einen Blick auf die historische Entwicklung der Künstlichen Intelligenz von den ersten Arbeiten bis heute. Abschließend werden die wesentlichen Methoden und Technologien für das AI Business Framework vorgestellt und erklärt.

Peter Gentsch

18. Über Stream Smarts und Backbrains

Kennen Sie die Begriffe des Book Smarts und des Street Smarts? Das sind zwei bestimmte Spezies, die in vielen amerikanischen Witzen als Gegensatzpaar auftreten. Im Internet habe ich nun eine dritte Spezies vorgeschlagen gefunden – das hat in mir ein Aha-Erlebnis ausgelöst. Das gebe ich nun nach längerem Wiederkäuen an Sie weiter.

Gunter Dueck

8. Hype & Hybris

Vor einigen Wochen bin ich vom Magazin t3n wieder einmal gebeten worden, das neue Jahr 2015 mit einer „Mega-Trend“-Prognose zu beginnen. Für das Jahr 2014 hatte ich die Verfestigung der Idee selbstfahrender Autos vorausgesagt – dass sich diese Spinneridee langsam emanzipiert und die Auslachphase beendet. Bisher hatten sich die Autokonzerne nur arrogant gezeigt. „Google kann das doch nicht, es ist eine Suchmaschine. Google-Autos fahren zwar schön selbst, aber sie sind nicht so wunderschön wie Autos aus Süddeutschland.“ Und nun kommt 2015:

Gunter Dueck

Chapter 18. Privatisierung öffentlicher Wohnungen

Mit der Ausdifferenzierung spezialisierter Segmente der Immobilienwirtschaft seit den 80er- und 90er-Jahren und mit dem verstärkten Auftritt internationaler Finanzinvestoren an deutschen Wohnungsmärkten in jüngerer Zeit erfassen immer stärker globale Prozesse das deutsche Wohnungswesen.

Guido Spars

15. Von der „nachholenden Digitalisierung“ zu „autonomen Software-Systemen“

Der Autor teilt auf der Basis der Erfahrungen des arbeitsweltlichen Netzwerkes „Forum Soziale Technikgestaltung“ die betrieblichen Wandlungen in die übergroße Anzahl von „Prozessen der nachholenden Digitalisierung“ und der erst langsam und vereinzelt beginnenden Nutzung „autonomer Software-Systeme“ (ASS) auf. Statt einer technikzentrierten Einführungsstrategie digitaler Assistenzwerkzeuge plädiert der Beitrag für eine starke Betonung weicher nicht-technischer Gestaltungsfaktoren. Die Argumentation unterscheidet vertikale und horizontale Wertschöpfungsketten. Insbesondere Aspekte der präventiven vorausschauenden Arbeitsgestaltung sollen bereits in der Technikentwicklung verankert sein. Den Schwerpunkt des Beitrages bilden Handlungsempfehlungen für eine kooperative Gestaltungskultur in KMUs und im Handwerk ohne Beschäftigtenvertretung einerseits sowie in mittelständischen Betrieben mit gewähltem Betriebsrat andererseits.

Welf Schröter

6. Arbeitgeberbewertungsportale – die neue Macht der Bewerber?

Arbeitgeberbewertungsportale haben ihre Bedeutung im Bewerbungsprozess in den letzten Jahren stark ausgebaut und sich als Anlaufstellen für Jobinteressenten und Bewerber nunmehr fest etabliert. Laut der Studie „Recruiting Trends 2016“ [1] des Centre of Human Resources Information Systems (CHRIS) der Otto-Friedrich-Universität in Bamberg bewerten 6 von 10 Stellensuchenden Social-Media-Anwendungen in der Rekrutierung als positiv. Auch immer mehr Unternehmen haben die Notwendigkeit einer definierten, einheitlich gelebten und kanalübergreifenden Employer-Branding-Strategie inzwischen erkannt und zu Teilen in den einschlägigen Arbeitgeberbewertungsportalen schon hervorragend umgesetzt. Und das ist auch gut und wichtig. Neben Trends, Entwicklungen, Praxisbeispielen und wertvollen Einblicken in die wichtigsten deutschen Arbeitgeberbewertungsportale geben wir Ihnen in diesem Kapitel klar strukturierte und ebenso einfach wie wirkungsvoll umsetzbare Profi-Tipps an die Hand. Somit können Sie entweder direkt die nächsten wichtigen Schritte zur Etablierung Ihrer Präsenz einleiten, oder aber Ihre Aktivitäten auf Arbeitgeberbewertungsportalen weiter optimieren, um in Zukunft Ihre Arbeitgebermarke in diesen Kanälen optimal zu präsentieren.

Nikolaus Reuter, Carolin Junge

Doing digital health. Zur Verschränkung von Leib und Netz in digitalen Gesundheitspraktiken

Als im September 2015 die jährliche Internationale Funkausstellung (IFA) stattfindet, schwärmt die BILD Zeitung, dass auf der Technikfachmesse die Wearable Devices der neue Megatrend sind. Bei der CeBIT-Konferenz „Wearable Technologies & Digital Health“ wird gar geunkt, es handele sich bei den Innovationen um den nächsten Boom nach dem Smartphone.

Monika Urban

Chapter 1. Implikationen der Digitalisierung für die Organisation

Die Digitalisierung bietet vielfältige Opportunitäten, neue Geschäftsmodelle und Wertschöpfungsprozesse zu entwickeln, die neue Marktchancen eröffnen. Überdies können bestehende Geschäftsmodelle und Wertschöpfungsprozesse mittels Digitalisierung effektiver und effizienter gestaltet werden.

Arbeitskreis Organisation der Schmalenbach-Gesellschaft für Betriebswirtschaft e.V.

39. An Overview of Technology, Benefits and Impact of Automated and Autonomous Driving on the Automotive Industry

Autonomous driving is becoming a central moving force towards the change in vehicles and therefore among others the automobile and mobility business, as well as numerous other industries, which today still believe that they do not have a relationship to digitalized autonomous vehicles. The changes in different industries, which can be initiated by autonomous vehicles, are a good example of changes, which can be initiated by digitalization on market places. This article is based on the hypothesis that the development of automated and later autonomous vehicles are an unstoppable development, which will be of great use to the economy and society. Against this background, the article illustrates what is to be understood by the concepts of automated and autonomous driving, and what useful effects can be expected for a number of stakeholders. In addition to this, the article explains the technical fundamentals of automated vehicles and the changes in the traffic‐related industry. In the last part, the article elaborates the impact on the automobile and traffic industry.

Walter Brenner, Andreas Herrmann

Wirtschafts- und Sozialkunde

Rechtsgebiete unterscheiden sich in Deutschland in öffentliches Recht und in Privatrecht (Zivilrecht). Ordnen Sie die nachstehenden Fälle den entsprechenden Rechtsgebieten zu.

Wolfgang Grundmann, Rudolf Rathner

Persönliche Verantwortung in einer digitalisierten Welt – oder warum ich meinem Kind YouTube erlaube

Die digitale Transformation zwingt Unternehmen dazu, Kundenbedürfnisse in den Fokus zu stellen. Wandlungsprozesse gehen daher einher mit signifikanten Änderungen des Produktsortiments, der Absatzkanäle, der Identität und damit der gesamten Corporate Culture. Organisationen sind gefordert, Raum zu schaffen für verantwortungsbewusste Mitarbeiter, die sich selbst motivieren können. Jedoch stehen speziell Digital Immigrants der Herausforderung gegenüber, mit schnellen Veränderungen persönlich erfolgreich umzugehen. Dies gelingt durch einen werteorientierten Umgang mit sich selbst und mit digitalen Medien. Eine Verantwortung, auf die bereits Kinder und Führungskräfte von morgen vorbereitet werden müssen.

Simone Brett-Murati

Der Mensch im Zentrum der IT

Die IT-Welt feiert eine technologische Revolution nach der anderen und sprengt lau-fend die Grenzen, die sie einen Tag zuvor noch für unüberwindbar hielt. Unsere Welt verändert sich in rasender Geschwindigkeit. Roboter und Computertechnologien etablieren sich dabei seit Jahrzehnten und durchdringen bereits konsequent nahezu alle unsere Lebensbereiche.Gestern bewegten uns in der Welt der IT noch die schnelle Kommunikation über das Internet, die steigende Vielfalt der Endgeräte oder die Datenspeicherung und Nut-zung von Anwendungen in der Cloud. Heute sind es Entwicklungen, wie Industrie 4.0, das Internet of Things (IoT) und zunehmend intelligente Computertechnologien, die uns in vielen Disziplinen die Arbeit erleichtern, abnehmen oder dies schon besser können. Beispielsweise das autonome, computergesteuerte Einparken des Automo-bils empfinde ich als Autofahrerin als einen hilfreichen Fortschritt. Die moderne IT schafft durch die Digitalisierung scheinbar unendlich vielfältige Möglichkeiten für je-den Einzelnen, wobei sie sowohl enorme Chancen und Perspektiven eröffnet als auch Risiken für Lebens-und Arbeitswelt mit sich bringt.

Dipl. Ing. Felicitas Birkner

Kapitel 2. Industrie 4.0-getriebene Geschäftsmodellinnovationen im Maschinenbau am Beispiel von TRUMPF

Die Digitalisierung gilt als einer der bedeutendsten Trends in der Wirtschaft des 21. Jahrhunderts. So führte die umfassende Digitalisierung in den letzten Jahren zu grundlegenden Veränderungen innerhalb verschiedener Wirtschaftsbranchen. Auf Initiative der Bundesregierung wird gegenwärtig unter dem Begriff „Industrie 4.0“ diskutiert, welche Potenziale die Digitalisierung für das produzierende Gewerbe bereithält und wie diese ausgeschöpft werden können. Im Fokus steht dabei insbesondere der Maschinenbau und die sich dort ergebenden Möglichkeiten zur Entwicklung und Umsetzung neuer Geschäftsmodelle. In diesem Zusammenhang avancieren Daten zu einer bedeutenden Ressource und die nutzenstiftende Verwertung dieser Daten zum Befähiger für Geschäftsmodellinnovationen. In der Maschinenbaubranche besteht allerdings noch weitestgehend Unklarheit darüber, welche konkreten Geschäftsmodellinnovationen sich dadurch realisieren lassen. Diese Problemstellung wird in dem vorliegenden Artikel aufgegriffen. Im Rahmen des Artikels wird zunächst ein Bezugsrahmen abgeleitet, um die Merkmale einer Industrie 4.0-getriebenen Geschäftsmodellinnovation verdeutlichen zu können. Darauf aufbauend wird anhand eines Beispiels des Maschinenbauunternehmens TRUMPF aufgezeigt, wie eine solche Geschäftsmodellinnovation konzipiert sein könnte.

Lars Grünert, Goran Sejdić

7. Anhang

Olaf Gierhake

5. Praxis

In dem nachfolgenden Kapitel wollen wir die Praxis des Telemarketings beschreiben. Wir haben während unserer Untersuchung verschiedene Organisationsstrukturen in den Unternehmen kennengelernt und die Vorteile und Nachteile gesehen.

Dirk Bauer

Chapter 6. Environmental Management at Fujitsu Siemens Computers

Across Europe, the current discussion on environmental protection in the information and telecommunications (IT) industry has largely been limited to the issue of electronic waste. The effect that IT products have on the environment, however, is often underestimated, since it is during a product’ls entire life cycle that it has an environmental impact, not just at the end of its useful life. It is therefore important for manufacturers, in considering their corporate responsibility towards the environment and society, to be aware of the effects that the company’s products have on the environment at every stage of their life cycle.

Harald Podratzky

Chapter 11. Recycling Personal Computers

Electrical and electronic equipment, such as televisions, video recorders, hi-fi systems, and refrigerators, are a part of almost every household today—especially in the developed world. And in shops and offices, electronic cash registers, bar code scanners, computers, fax machines, and copiers have become indispensable. As a consequence, the amount of waste electronic equipment flowing from households and businesses has increased dramatically.

Stefan Klatt

Studieren und Probieren

Praxisorientierte Kompetenzvermittlung am Beispiel des Software Campus

In Deutschland wird Wert auf eine gute Ausbildung gelegt. Die Informatik-Fakultäten der deutschen Universitäten belegen regelmäßig obere Plätze weltweiter Rankings. Doch in Zeiten der digitalen Transformation suchen die Unternehmen nicht nur nach Mitarbeitern von fachlicher Exzellenz, sondern nach aktiven Mitgestaltern des Wandels. Der Software- Campus ist ein Instrument für die Ausbildung der neuen Generation von digitalen Führungskräften. Er ist ein gemeinsames Programm von Bundesregierung, Industrie und Wissenschaft, in dem Masterstudierende und Doktoranden der Informatik durch eigenständige Projektleitung, Trainings, und Mentoring Führungskompetenzen erlangen.

Harald Schöning

Business Processes Modelling Assistance by Recommender Functionalities: A First Evaluation from Potential Users

Recommender systems are in widespread use in many areas, the most prominent being e-commerce solutions. In this contribution, we apply recommender functionalities to business process modelling (BPM) and investigate their potential to improve process modelling. To do so, we have implemented two prototypes. With the help of the prototype systems that have been demonstrated to and used by participants at a fair, we have conducted a first evaluation from potential users. Our results indicate that increased modelling speed is the most prominent advantage according to the participants’ expectation and that recommender functionalities should be complemented by collaboration features.

Michael Fellmann, Novica Zarvić, Oliver Thomas

13. Überblick und Praxistest zu gescheiterten und funktionalen Ansätzen in Deutschland

Bereits seit mehr als einer Dekade werden mobile Bezahlapplikationen mit der Erwartung verbunden, dass sie eines Tages als integraler Bestandteil unseres Lebens den Bezahlalltag wesentlich prägen werden. Nach zahlreichen in Deutschland gescheiterten Versuchen auch von bekannten Lösungen wie mPass, myWallet und Yapital stellt sich die gegenwärtige Situation zwar einerseits erheblich ernüchternder dar. Andererseits gibt es nun Lösungen, mit deren Hilfe einem Bezahlen über das Mobiltelefon in stationären Ladengeschäften endlich der Durchbruch gelingen könnte. Wo und wie Mobile Payment 2017 im deutschen Markt angekommen ist und warum die häufig zu Unrecht kritisierte geringe Ausprägung des deutschen Technologie Readiness Index im multinationalen Vergleich einer Korrektur bedarf, wird in diesem Beitrag aufgezeigt.

Prof. Dr. Ludwig Hierl, Natalia Hierl

Chapter 4. Datenschutzrechtliche Anforderungen

Das Grundrecht auf informationelle Selbstbestimmung beinhaltet das Recht des Einzelnen, darüber zu entscheiden, was er gegenüber wem von sich preisgeben möchte. Der Umgang mit personenbezogenen Daten bedeutet daher grundsätzlich einen Eingriff in das Grundrecht der informationellen Selbstbestimmung des jeweiligen Betroffenen. Daher ist eine Datenerhebung, Datenverarbeitung und Datennutzung ohne besondere Erlaubnis unzulässig, es sei denn, dass diese durch einen Zulassungstatbestand erlaubt ist.

Jürgen Müller

9. Mobilkommunikation

Als erstes vollständig digitales Mobilfunknetz fiel Global System for Mobile Communications (GSM) Anfang der 1990er-Jahre eine Pionierrolle zu. Neue Lösungen mussten gefunden und umgesetzt werden: die bandbreiteneffiziente und störungsrobuste digitale Funkübertragung im Mobilfunkkanal; das zellulare Funknetz mit Handover; die organisatorische Unterstützung der Mobilität durch Datenbanken und Sicherheitsmerkmale. Ende der 1990er-Jahre wurde dem leitungsorientierten GSM mit dem General Packet Radio Service (GPRS) ein paketorientiertes Mobilfunknetz zur Seite gestellt. Die Weiterentwicklung Enhanced Data Rates for GSM Evolution (EDGE) steigerte die Leistung auf der Funkschnittstelle. Vor allem die dynamische Anpassung von Modulation und Coderate sowie die Kanalbündelung erhöht die Bitrate für die Teilnehmer.Um das Jahr 2000 wurde Universal Mobile Telecommunication System (UMTS) als dritte Mobilfunkgeneration eingeführt. Das breitbandige CDMA-basierte Funkvielfachzugriffsverfahrens (WCDMA, Wideband Code Division Multiple Access) stellt paketorientierte Datendienste mit hohen Bitraten bereit. Im Zusammenspiel mit dem Rake-Receiver unterstützt es die inhärent robuste Mobilfunkübertragung. Soft- und Softer-Handover erhöhen die Verbindungsqualität. Und die schnelle Sendeleistungsregelung unterdrückt die Störungen durch den Nah-Fern-Effekt. Stufenweise wurden weitere Leistungsverbesserungen implementiert. Heute spricht man heute zusammenfassend von High-Speed Packet Access (HSPA+) und einem Mobilfunksystem der 3,5-ten Generation.Auch die WLAN-Technologie (IEEE 802.11) muss in enger Verbindung zur Mobilkommunikation gesehen werden. Durch die kleinen Funkzellen kann eine hohe Verkehrsdichte erreicht werden. Die hohe Datenrate wird durch die Orthogonal-Frequency-Division-Multiplexing(OFDM)-Modulation in Kombination mit der dynamischen Ratenanpassung auf der Funkschnittstelle unterstützt; Modulation und Kanalcodierung werden in Abhängigkeit der momentanen Kapazität des Funkkanals eingestellt. Durch die Kombination von Frequenzkanälen und dem Einsatz von Mehrantennensystemen (MIMO) sind Bitraten über 1 Gbit/s möglich (Gigabit-WLAN).

Martin Werner

10. Verwaltung 4.0 als Beitrag zur Wertschöpfung am Standort Deutschland 4.0 – Bedeutung einer weiterentwickelten Wirtschaftsförderung 4.0

Die „Umsetzungsstrategie Industrie 4.0“ (BITKOM et al. 2015, http://www.plattform-i40.de/sites/default/files/150410_Umsetzungsstrategie_0.pdf) trifft zur Rolle der öffentlichen Verwaltung bei der Umsetzung der Zielsetzungen von Industrie 4.0 keine Aussage. Der vorliegende Beitrag zeigt 4 Jahre nach der CeBIT 2013 und der zwischenzeitlichen Evolution der 4.0-Themen und -Felder die notwendigen Schnittstellen, Interdependenzen und weiteren Herausforderungen zwischen der Industrie und der öffentlichen Verwaltung im Kontext von Industrie 4.0 neu auf – im Besonderen die Anforderungen an die kommunale Wirtschaftsförderung (4.0). Als Bindeglied zwischen Industrie, Wirtschaft und Verwaltung kommt der kommunalen Wirtschaftsförderung als Teil der öffentlichen Verwaltung bei der Umsetzung von Industrie 4.0 und den weiteren Initiativen mit Blick auf den jeweiligen örtlichen Standort, aber auch mit Blick auf den Standort Deutschland (4.0) im globalen Wettbewerb, eine besondere Bedeutung zu. Unter dem Rubrum „Wirtschaftsförderung 4.0“ wird auf Basis der Erkenntnisse aus einer Literaturanalyse, eines Expertenworkshops und weiterer Institutsaktivitäten ein Lösungsmodell vorgeschlagen, das die Herausforderungen von Industrie 4.0 für die staatliche Ebene besonders fokussiert. Ziel des Beitrages ist es, einen wissenschaftlichen wie praxisorientierten Diskurs über die Bedeutung der wirtschaftsrelevanten Fachverwaltung im Kontext der Zielsetzungen von Industrie 4.0 und deren implizierte, wirtschafts- und standortaffine Folgefelder anzuregen und zu korrespondierenden Forschungs- und Praxisprojekten zu motivieren. Der Beitrag adressiert damit sowohl die immer noch junge wissenschaftliche 4.0-Forschung in diesem Bereich als auch die Wirtschaft und Verwaltungspraxis mit ihren zukünftigen Herausforderungen.

Frank Hogrebe, Wilfried Kruse

Butler-Services als Dienstleistungen 4.0 zur Entlastung von Konsumenten in ihren Alltagsprozessen

Ausgehend von den aktuellen technologischen Entwicklungen im Bereich der Industrie 4.0 analysiert der vorliegende Beitrag, ob sich zukünftig auch für den Dienstleistungsbereich tiefgreifende Veränderungen ergeben werden, die die Bezeichnung Dienstleistung 4.0 rechtfertigen können. Aufbauend auf diesen Überlegungen werden dann charakteristische Merkmale von Dienstleistungen 4.0 abgeleitet und mögliche Erscheinungsformen aufgezeigt. Eine Vertiefende Betrachtung erhalten dann sog. „Butler-Services“ als eine bestimmte Art von Dienstleistung 4.0, die den Belastungssituationen in den Alltagsprozessen vom Konsumenten entgegenwirken können. Für diese Kategorie von Dienstleistungen 4.0 werden Marketing-Logik, Leistungsspektrum und Marketing-Ansatz aufgezeigt.

Univ.-Prof. Dr. Rolf Weiber, Lukas Mohr, Dr. Thomas Weiber

Chapter 5. Migrationspolitiken und -diskurse in historischer Perspektive

Der historische Überblick in den folgenden Kapiteln beschränkt sich auf die Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg und zeichnet die, großen Linien‘ der Migrationsbewegungen in Richtung Deutschland nach. Freilich verfügte Deutschland auch vor 1945 über Migrationserfahrungen, sowohl als Auswanderungsland im Laufe des 19. Jahrhunderts als auch als Einwanderungsland, das im Zuge der Industrialisierung Arbeiter_innen in seine industriellen Zentren anzog.

Kirsten Hoesch

University of Ljubljana: Applying the Design-Thinking Approach to Entrepreneurship Education

The Faculty of Economics of the University of Ljubljana (FELU) offers courses on undergraduate, graduate and MBA level in EE, including specialisations in entrepreneurship. In 2006, FELU introduced the Design Thinking (DT) approach to EE. DT is a human-centred, action-oriented and iterative problem-solving and idea-generating method. In courses applying DT, student teams generate business ideas, develop entrepreneurial projects and test prototypes through engaging with customers. The DT approach was meant to overcome downsides of a more traditional way of EE, focusing on writing business plans, which FELU applied before. The business plan approach did not trigger much creativity and did not lead to many new ventures. The Ljubljana case shows that the application of DT can generate valuable business ideas and change mindsets towards a consciousness of “being capable”. DT courses comprising entrepreneurial projects, start-up weekends and “three euro challenges” were found to be stimulating, action-orientated EE formats. Furthermore, FELU teachers successfully introduced DT in schools for pupils at the age of 12–15 and for unemployed people as well. High student motivation as well as suitable staff and sufficient resources for prototyping are important preconditions for achieving good results in applying DT. However, the case also revealed legal barriers to student entrepreneurship: students lose their privileges when they start their own business, and selling a product without having a company is prohibited.

Lutz Ellermann

Kapitel 10. Mobilisierung von Messe- und Kongressbesuchern in Zeiten ubiquitärer Kommunikation und Information

Nicht nur Fachleute fragen sich, warum Entscheidungsträger im 21. Jahrhundert und im dritten Lebensjahrzehnt des Internets nach wie vor Veranstaltungen wie Fachmessen, Kongresse, Konferenzen und dergleichen mehr aufsuchen, um sich zu informieren. Die Organisatoren sehen sich daher herausgefordert, nach Wegen zu suchen, auch im Zeitalter ubiquitärer Kommunikation und Information Informationssuchende zu motivieren, sich vergleichsweise aufwendig auf ihren Veranstaltungen zu informieren. Daher wird im Folgenden zunächst das derzeitige Informationsverhalten von Entscheidungsträgern betrachtet. Dabei wird eine Reihe von Besonderheiten deutlich, zu denen zum Beispiel gehört, dass das Internet zwar die mit Abstand führende Informationsquelle für Entscheider ist, dass aber gerade die besser informierten unter ihnen eine ausgeprägte Präferenz für Veranstaltungen und persönliche Kommunikation haben. Welche Wertschätzung diese Informationsmöglichkeit genießt, zeigt sich auch daran, dass selbst solche Entscheidungsträger, die Veranstaltungen gar nicht selbst besuchen, auf Informationen zurückgreifen, die von anderen zum Beispiel auf Fachmessen gewonnen werden. Auf der Basis dieser und weiterer Erkenntnisse über das Informationsverhalten von Entscheidern wird dann herausgearbeitet, welche konzeptionellen und kommunikativen Ansätze für die Organisatoren existieren, um im Wettbewerb um die Informationssuchenden auch in Zukunft zu bestehen.

Sven Prüser

Kapitel 3. Bits und Apps im Messe- und Tagungswesen

Veranstaltungsapps und andere Eventtechnologien haben Veranstaltungen maßgeblich verändert und werden diese auch in Zukunft verändern. Dieser Beitrag befasst sich mit der Technologisierung von Veranstaltungen wie Kongressen und Messen und deren Auswirkung. Dabei werden verschiedene Nutzungsfälle beleuchtet und mit praxisnahen Beispielen illustriert. Besondere Beachtung finden die Themen Teilnehmerinformation, interaktive Veranstaltungen und Zukunftstechnologien, aber auch Technologiemarketing und Datenschutz. Ein besonderer Schwerpunkt wird außerdem der Schaffung von messbaren Ergebnissen zur besseren Bestimmung des Return on Investment (ROI) eingeräumt. Der Beitrag richtet sich ganz bewusst an die Mitglieder der Veranstaltungsbranche, egal ob diese noch nie Berührungspunkte mit Veranstaltungstechnologien hatten oder schon erste Erfahrungen vorliegen.

Thorben Grosser

Kapitel 5. Social-Media-Anwendungen beim Staat

Wie Unternehmen, so nutzt auch der Staat zunehmend Social Media, sowohl zur Unterstützung der internen Kommunikation zwischen seinen Beschäftigten, als auch zur externen Kommunikation zu den Bürgerinnen und Bürgern. Der Mensch im Mittelpunkt heißt beim Thema „Social-Media-Anwendungen“, ihn in seinen verschiedenen Rollen zu betrachten. So wurde im vorhergehenden Kap. 4 der Mensch in seiner Rolle als Unternehmer bzw. Arbeitnehmer in der Wirtschaft gesehen. In Kap. 5 wird gezeigt, wie der Mensch als Staatsbürger die Digitalisierung und Social-Media-Anwendungen erleben und gestalten kann. Es ist ein Ziel des Kapitels, das E-Government als Rahmen für Social-Media-Anwendungen beim Staat zu beschreiben und mögliche Social-Media-Aktivitäten in der Legislative, in der Judikative und in der Exekutive mit ihren Chancen und Risiken aufzuzeigen.

Roland Gabriel, Heinz-Peter Röhrs

Kapitel 3. Ausgewählte Anwendungsbeispiele für Social Media

Das Ziel des dritten Kapitels ist ein grundlegendes Verständnis von Social Media anhand ausgewählter Anwendungsbeispiele. Die vorgestellten Beispiele sind meist allgemein bekannt und werden häufig genutzt. Sie sollen die Vielfalt und Breite und schließlich die Bedeutung von Social Media in unserer Gesellschaft verdeutlichen, die in den anschließenden Kap. 4 bis 7 ausführlicher und vor allem kritischer behandelt werden. Zunächst werden Anwendungen behandelt, die dem Menschen als Privatperson nützlich sind bzw. sein sollten. Danach geht es um die Social-Media-Anwendungen aus Sicht der öffentlichen Verwaltung und um Anwendungen aus Sicht der Unternehmen bzw. der Unternehmer. Am Ende wird ein kurzes Fazit der ausgewählten Social-Media-Anwendungsbeispiele gezogen.

Roland Gabriel, Heinz-Peter Röhrs

Kapitel 7. Social-Media-Anwendungen im Gesundheitsbereich

Die Bedeutung von Gesundheit und Gesundheitsmanagement in unserer Gesellschaft wächst. Aufbauend auf den wichtigsten Begriffen aus dem Gesundheitsbereich und auf den speziell die Kommunikation im Gesundheitsbereich regelnden Gesetzen werden Strukturen dargestellt, die für die Ziellerreichung dieses Kapitels geeignet sind. Ziel des Kap. 7 ist es, die vielfältigen und sehr oft hilfreichen Möglichkeiten der Nutzung von Social Media im Gesundheitsbereich aufzuzeigen. Der Mensch wird dabei in unterschiedlichen Rollen als Patient, Interessent am Gesundheitswesen, Mitglied einer Krankenversicherung oder auch als Gesundheitsakteur, also beispielsweise Arzt oder Apotheker, betrachtet. Ausführlich werden abschließend die Trends bei der Digitalisierung und bei Social-Media-Anwendungen im Gesundheitsbereich behandelt.

Roland Gabriel, Heinz-Peter Röhrs
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