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23.03.2017 | Cebit | Nachricht | Onlineartikel

Die Cebit will ein Festival werden

Autor:
Sven Eisenkrämer
2:30 Min. Lesedauer

Das Konzept der Cebit wird für 2018 vollständig umgebaut. Die Veranstalter der Digitalmesse in Hannover reagieren damit auf den deutlichen Rückgang der Besucherzahlen in den vergangenen Jahren. 

Die Cebit in Hannover wird nicht nur kleiner, sondern sie wird neu erfunden. Wie der Veranstalter, die Deutsche Messe AG, während der gerade laufenden Cebit 2017 bekanntgab, stellt sich das Event ab 2018 komplett neu auf. Man möchte zu einem Digital-Festival werden und guckt sich offenbar die Idee des mittlerweile wichtigsten Szene-Events ab, die des SXSW (South to Southwest) in Austin/Texas. 

Cebit wird zum Sommer-Freiluft-Event 

Mit schön formulierten und spannend klingenden Worten umschreibt Oliver Frese, Vorstand der Deutschen Messe AG, das Vorhaben, das in den vergangenen Monaten von einem Zusammenschluss der Messe mit ausstellenden Industrieunternehmen erarbeitet wurde: "Wir werden die Cebit zu Europas führender Eventplattform und zum Festival für digitale Technologie, digitale Innovation und Geschäftsanbahnung der digitalen Wirtschaft umbauen" sagte Frese in Hannover. "Wir bringen die Cebit in den Juni, weil wir im Sommer Technologie noch emotionaler inszenieren und eine coole Campus-Atmosphäre schaffen können." Die nächste Cebit findet dann vom 11. bis 15. Juni 2018 in Hannover rund um das Holzdach auf dem Messegelände in Hannover statt. Das Freigelände in der Mitte soll zum "großen Digital-Campus" werden, verspricht die Deutsche Messe AG.

Hintergrund der Umstrukturierung ist wohl vor allem die insgesamt rückläufige Besucher- und Ausstellerzahl. Von den mehr als 800.000 Besuchern Anfang der 2000er Jahre oder auch von den noch fast 500.000 im Jahr 2008 ist nicht mehr so viel übrig. 2016 kamen nach Veranstalterangaben noch etwas mehr als 200.000 Besucher bei 3.300 Ausstellern. Zu aktuellen Zahlen oder Vorhersagen zur 2017er Cebit hüllt sich die Deutsche Messe AG in Schweigen. 

Messe wird sich "spürbar verändern"

Die digitale Wirtschaft sei Treiber der digitalen Transformation in allen Wirtschaftszweigen. Mit dem "Megatrend der Digitalisierung und der immer schnelleren Disruption" änderten sich auch die Anforderungen der Branche an ihre zentrale Eventplattform, heißt es in einer Mitteilung der Deutschen Messe. "Deshalb wird sich auch die Cebit jetzt spürbar verändern" sagte Frese in Hannover.

Das Herz der neuen Cebit soll das Freigelände sein. "Dort werden wir den zentralen d!campus einrichten. Er wird Ort der Begegnung, für Showcases und Open-Air-Inszenierung, Austausch und Party", kündigte Vorstand Frese an.

Nur noch ein Publikumstag ab 2018

Rund um den "d!campus" sollen in den Hallen die drei künftigen Elemente der Cebit stattfinden. "d!conomy" soll Zielgruppen und Angebote zu allen Themen der Digitalisierung von Unternehmen und öffentlichen Auftraggebern vereinen. Disruptive Technologien, Forschung und Start-ups sollen ihre Visionen im New-Tech-Festival unter der Marke "d!tec" zeigen können. Das inhaltliche Programm in Konferenzen, Workshops und Keynotes wird unter dem Namen "d!talk" angeboten.

Der erste Tag der fünftägigen Veranstaltung vom 11. bis 15. Juni 2018 soll den Fokus auf die Diskussion zwischen den Topentscheidern der Digitalindustrie und der Politik legen und wird für die Medien reserviert sein. An den Tagen Dienstag bis Donnerstag haben Fachbesucher Zugang zur Cebit 2018. Freitags ist der Publikumstag geplant, für den Teile der neuen Cebit und der gesamte "d!campus" geöffnet werden.

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