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05.04.2018 | Change Management | Im Fokus | Onlineartikel

Wenn Veränderungen im Controlling die Motivation kosten

Autor:
Sylvia Meier

Alles wird digitaler, schneller und verändert sich. Nicht jeder Mitarbeiter im Controlling kommt mit dem Wandel seiner Tätigkeit gut zurecht. Ängste werden geschürt und die Freude an der Arbeit leidet. Wie kann man dem begegnen?

Viele Unternehmen starten mit der digitalen Transformation in der Finanzabteilung. Alles soll schneller werden, alte Prozesse werden abgeschafft, Aufgaben werden neu verteilt und manueller Aufwand verringert. Was für das Management attraktiv und modern klingt, kann jedoch bei den Finanzfachkräften große Ängste schüren. Über viele Jahre hinweg haben diese sich bestimmte Arbeitsabläufe angeeignet und ihre Aufgaben beherrscht. Jetzt bekommen Controller eine neue Rolle zugeschrieben. Sie sollen sich vom Zahlenmeister zum Business Partner wandeln. Die Routine fällt weg und Unsicherheiten entstehen. Grundsätzlich sind neue Karrieremöglichkeiten ja positiv. Doch es kommen bei manch einer Fachkraft auch Zweifel auf: Wie wird der Arbeitsplatz sich verändern? Und was, wenn der bisher so selbstsichere Controller auf einmal an seine Grenzen stößt und nicht sofort alles "wie am Schnürchen" läuft?

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Gerade, wenn viele Prozesse nicht nur verändert, sondern knallhart abgeschafft werden, ist es wichtig, dass Unternehmen ihre Mitarbeiter miteinbeziehen. Das betonen auch Marcus Pack und Thomas Haugg im Interview mit Springer Professional in Bezug auf die Einführung einer Cloudlösung in der Finanzabteilung. Und es gibt auch Maßnahmen, wie Mitarbeiter vor allem während einem solchen Umbruch motiviert werden können, mit Kreativität und Einsatz am Wandel mitzuwirken. Petra Kneip und Julia Brüggemann stellen in ihrem Beitrag "Wenn Kopf, Bauch und Hand zusammenpassen" vor, welche Rolle die intrinsische Motivation von Mitarbeitern spielt. Sie kommt "von innen" heraus (Seite 58): "Mitarbeiter handeln aus eigenem Antrieb, zum Beispiel weil die Aufgabe, die sie gerade erledigen, sie mit Freude erfüllt." Die extrinsische Motivation kommt "von außen", beispielsweise mithilfe von Vergütungsanzeizen. Man darf jedoch vermuten, dass bei einem Mitarbeiter, der gänzlich unglücklich mit der Entwicklung seines Aufgabengebietes ist, eine Bonuszahlung allein nicht ausreichen wird, um die Motivation wieder zu steigern.

Rollenwandel im Controlling 

Gerade für den Rollenwandel im Controlling betonen die Autorinnen, wie wichtig es hier ist, hoch qualifizierte, intrinsisch motivierte Mitarbeiter zu haben. Diese können als Business Partner agieren: "Daneben werden aber wohl weiterhin, wenngleich aufgrund von Standardisierung und Automatisierung deutlich weniger, Controller auf Sachbearbeiterebene (so genannte "Experten") benötigt, die den Business-Partnern und dem Management die notwendigen Zahlen bereitstellen", meinen Kneip und Brüggemann. Ihrer Ansicht nach droht eine Zwei-Klassen-Gesellschaft, die die Motivation dieser Mitarbeiter besonders in den Fokus rückt. 

Motivationsdefizite abbauen 

Sie erklären, dass bei der Motivation sowohl personenbezogene Faktoren, wie individuelle Bedürfnisse, Motive und Ziele, als auch Faktoren der Situation, wie intrinsische und extrinsische Anreize, eine Rolle spielen. Doch wie können Unternehmen erreichen, dass Motivationsdefizite abgebaut werden? "Intrinsische Motivation verstanden als Übereinstimmung von kognitiven Zielen und Tätigkeitsvorlieben erfordert eine Unternehmenskultur, in der Mitarbeiter und Führungskräfte vertrauensvoll, auch über Ängste und Unlust, miteinander kommunizieren können, und Anreizstrukturen, die sich an den individuellen Bedürfnissen der Mitarbeiter orientieren – an dem, was Menschen wirklich wertschätzen", schlussfolgern Kneip und Brüggemann (Seite 62). CFOs sollten deshalb auf ihre Mitarbeiter zugehen und sie in den Veränderungsprozess miteinbeziehen. Das ist der erste Schritt, damit Entscheidungen auf Akzeptanz stoßen und Mitarbeiter sich motiviert neuen Herausforderungen stellen können.

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