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04.04.2018 | Change Management | Im Fokus | Onlineartikel

Mehr Change-Fitness – jetzt!

Autor:
Annette Speck

Technik, Märkte, Konsumverhalten – alles wandelt sich rasant. Unternehmen können sich dem nicht entziehen. Eine positive Haltung und solides Change Management bringen Unternehmensveränderungen voran.

Die Devise für das Jahr 2018 sollte lauten: Keine Angst vor Veränderungsprozessen. Denn die Veränderungsdynamik steigt, wie die Unternehmensberatung Mutaree feststellt. Gleichzeitig sinke jedoch die Zeit für Change-Projekte und ihre Umsetzung. Für die Beschäftigten bedeutet das zunehmenden Druck, was die Situation noch verschärft.

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Nur 44 Prozent der Führungskräfte sind aktive Veränderer

"Umso wichtiger ist es, dass Unternehmen eine fundierte und gute Change-Fitness aufbauen. Nur mit Kompetenz und Know-how können Unternehmen dem Change souverän begegnen und die Unternehmensentwicklungen kontinuierlich vorantreiben“, erklärt Mutaree-Geschäftsführerin Claudia Schmidt. Change-Fitness sei die entscheidende Schlüsselkompetenz für das Jahr 2018. Aber daran hapert es offenbar vielerorts noch.

So stehen laut der Mutaree-Change-Fitness-Studie 2016/2017, für die 408 Mitarbeiter sowie Top- und Mittelmanager aus Unternehmen unterschiedlicher Größe und Branchen befragt wurden, lediglich 65 Prozent der Führungskräfte hinter den Veränderungen, die ihr Unternehmen anstrebt. Auch sagen nur 64 Prozent, dass sie die Veränderungsprozesse aktiv unterstützen. Da verwundert es kaum, dass nicht einmal die Hälfte (44 Prozent) der befragten Führungskräfte daran glauben, dass Führungskräfte die Beteiligten für das entwickelte Zukunftsbild gewinnen könnten.

Dabei sei – neben der ausreichenden Ausstattung mit passenden Ressourcen – eine positive Haltung der Mitarbeiter ganz wesentlich für Change-Projekte, so die Mutaree-Forscher. Und den Führungskräften komme als Treiber für wichtige Veränderungen besondere Bedeutung zu. Darüber hinaus ist solides Handwerk gefragt: Profunde Kenntnisse über Methoden und Vorgehensweisen des Change Managements erhöhen die Change-Fitness deutlich.

Breites Aufgabenspektrum für Change-Professionals

Manches Unternehmen sucht angesichts dessen auch extern nach kompetenter Unterstützung. Doch Change-Professionals sind laut Mutaree nicht leicht zu finden. Denn sie müssen gleichermaßen über Business-Expertise, Projekterfahrung, Change-Management-Know-how, Kommunikationsstärke sowie die Fähigkeit verfügen, ein allseits akzeptierter Partner zu werden.

Die vielfältigen Aufgaben, für die diese Kompetenzen erforderlich sind, beschreiben derweil Christian Schawel und Fabian Billing als Elemente des "Change Management". Sie reichen von der Definition des Bedarfs und der Vision der Veränderung bis zum Monitoring der Umsetzungsfortschritte.

Elemente für ein 
erfolgreiches Change Management (Seite 74/75)
Bedarf und Vision
  • Definition des Status quo und Bedarf für Änderung erarbeiten (Probleme, Risiken, Potenziale, Chancen)
  • Sinn der Änderung („warum“) mit Betroffenen teilen (u. a. Mitarbeiter, Shareholder)
  • Aufzeigen von Vorteilen
Zustimmung und Beteiligung
  • Identifizierung der „Key Stakeholders“ für die geplante Veränderung
  • Antizipation von Unterstützung und Gegenwehr
  • Entwicklung und Umsetzung von förderlichen Strategien und Maßnahmen
Planung und Umsetzung
  • Etablierung eines Teams mit erforderlichen Kompetenzen
  • Eindeutige Verteilung von Verantwortlichkeiten
  • Klare Abgrenzung des Arbeitsumfangs
  • Erarbeitung von Maßnahmen und Controlling der Umsetzung sowie der Zielerreichung
Infrastruktur und Organisation
  • Analyse der Infrastruktur, Ablauf- und Aufbauorganisation (u. a. Entlohnung, Recruiting)
  • Verstehen der Wirkung von Infrastruktur und Organisation auf Verhalten
  • Zielführende Anpassung von Organisation und Struktur

Kommunikation

  • Erarbeitung der Bedarfe an interner und externer Kommunikation (Inhalte,  Adressaten)
  • Entwicklung eines konsistenten und zeitlich mit der Maßnahmenplanung abgestimmten Kommunikationsplans
  • Kommunikations-Controlling
Konstanter Fortschritt
  • Entwicklung von Monitoring-Prozess und KPIs
  • Sicherstellung von ständiger Unterstützung der Beteiligten und des Top-Managements
  • Offenlegung latenter Störfaktoren
  • Flexible Anpassung der Maßnahmenplanung

Die Springer-Autoren betonen in ihrem Beitrag, dass nahezu jeder massive Eingriff in ein Unternehmen – egal, ob Zusammenschluss oder neues Vergütungssystem – durch ein Change Management unterstützt werden kann. Der mögliche Nutzen reiche dabei von geringerem Widerstand gegenüber der Veränderung bis hin zu einer Senkung des Ressourceneinsatzes (Seite 73).

Weiterführende Themen

Die Hintergründe zu diesem Inhalt

2018 | OriginalPaper | Buchkapitel

Change Management

(Strategische Managementkonzepte)
Quelle:
Top 100 Management Tools

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