Skip to main content
main-content

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Theoretischer Teil

1. Einleitung

Zusammenfassung
Die Beschäftigung mit dem Thema „Führung“ und seinen Auswirkungen auf das Verhalten der Geführten hat Tradition in der Psychologie (Münsterberg, 1912). Mit dem Aufweichen des Männermonopols in der Führung erfährt die psychologische Erforschung möglicher Geschlechterunterschiede einen Aufschwung. Zunehmend drängen Frauen in die verantwortungsvollen Positionen von Unternehmen und Behörden. Wie sieht die Lage aus ?
Christian Dries

2. Begriffsbestimmung: Menschen in Organisationen

Zusammenfassung
Weinert (1981) definiert eine Organisation als ein relativ beständiges, kollektives Ganzes, mit Regeln und Strukturen, einer normativen Ordnung, einem mehr oder weniger ausgeprägten Autoritätssystem und einem koordinierten Mitgliedssystem. Für den Wirtschaftswissenschaftler Kieser (1993) sind Organisationen hochkomplexe soziale Gebilde, für die es nicht möglich ist, alle Eigenschaften und alle Beziehungen zwischen ihren Elementen in einer Theorie zu erfassen.
Christian Dries

3. Begriffsbestimmung: Vorgesetzte(r)

Zusammenfassung
Die absichtliche und zielbezogene Einflußnahme auf das Verhalten von Organisationsmitgliedern wird in der wissenschaftlichen Literatur gemeinhin als „Führung“ bezeichnet und obliegt einer speziell hierfür ausgewählten Gruppe von Unternehmensmitgliedern, den sogenannten „Führungskräften“, oder auch angemessen nach ihrer Funktion bezeichnet, den „Vorgesetzten“. Häufig findet man im Sprachgebrauch der Organisationen auch die Bezeichnung „Chef“ bzw. „Chefin“ oder auch die angloamerikanische Bezeichnung „Manager“.
Christian Dries

4. Begriffsbestimmung: Mitarbeiter

Zusammenfassung
Hoyos (1974, S.24) definiert den Begriff „Arbeit“ als „...eine Aktivität oder Tätigkeit, die im Rahmen bestimmter Aufgaben entfaltet wird und zu einem materiellen und/oder immateriellen Arbeitsergebnis führt, das in einem Normensystem bewertet werden kann“ und weiter „sie erfolgt durch den Einsatz der körperlichen, geistigen und seelischen Kräfte des Menschen und dient der Befriedigung seiner Bedürfnisse“.
Christian Dries

5. Empirische Untersuchungen zur Interaktion zwischen Chef und Mitarbeiter

Zusammenfassung
Im folgenden Abschnitt werden Untersuchungen beschrieben, die sich mit der Interaktion aus der Beziehung Vorgesetzter und Mitarbeiter im Rahmen der berufsbezogenen Anforderungen ergeben. Bemerkenswert ist, daß sich nur wenige der gefundenen Untersuchungen mit den emotionalen Auswirkungen der berufsbezogenen Interaktion beschäftigen. In der Regel sind es Einschätzungen (Zufriedenheit; Akzeptanz etc.) oder Verhaltensweisen (meist jedoch nur als Handlungsabsichten), die von Interesse zu sein scheinen.
Christian Dries

Empirischer Teil

6. Ableitung der Fragestellungen und der Untersuchungshypothesen

Zusammenfassung
Den Anstoß für die Untersuchung des Einflusses des Geschlechts eines Vorgesetzten auf das Erleben und Verhalten seiner Mitarbeiter haben mir Beobachtungen und Fragestellungen aus meiner Berufspraxis gegeben. Unter Praktikern wird häufiger das Zusammenarbeiten der Geschlechter als kritisch beschrieben. Weibliche Vorgesetzte äußern in meiner Beratungspraxis Probleme in der Zusammenarbeit mit Mitarbeiterinnen. Dagegen stehen Meinungen, daß sich insbesondere männliche Kollegen mit weiblichen Vorgesetzten schwer tun. Es sind somit Modelle und Erklärungen gefragt, die solche Beschreibungen der Praxis systematisch beobachten.
Christian Dries

7. Konzeption der Untersuchung

Zusammenfassung
Bei den Anforderungen der betrieblichen Praxis an eine Organisationsforschung fällt auf, daß beim „Untersuchungsgegenstand Mensch“ die diagnostische Tätigkeit dominiert. Fragestellungen der Eignungsdiagnostik oder Personalbeurteilung prägen das Bild der Forschung und Praxis. Anders ist es, wenn der Untersuchungsgegenstand die menschliche Interaktion oder die Organisationseinheit ist. Hier sind es vor allem Evaluationsuntersuchungen, z.B. bei Teamentwicklungsmaßnahmen oder Personaltrainings, die den Großteil der wissenschaftlichen Arbeiten ausmachen. Die Unterrepräsentanz des Untersuchungsgegenstandes „soziale Einheit“ (Gebert & Rosenstiel, 1989) führt dazu, daß man sich meist an Forschungsparadigmen der Sozialpsychologie oder klinischen Psychologie orientiert.
Christian Dries

8. Durchführung der Untersuchung

Zusammenfassung
An dem Trainingsprogramm haben bis zum heutigen Zeitpunkt 57 Studierende der Psychologie der Justus Liebig Universität Gießen teilgenommen. Da nach Diehl und Arbinger (1990) die Robustheit der Varianzanalyse in dem Maße verloren geht, in dem die Annahmen der Varianzhomogenität oder der Symmetrie der Verteilung verletzt werden, soll der Empfehlung von Diehl & Arbinger entsprochen werden, die Zellbesetzungen für alle Dyaden gleich groß zu halten. So werden für die Untersuchung 48 Studierende, 24 Männer und 24 Frauen, ausgewählt. Die Dyaden werden nach dem Geschlecht ausbalanciert. Wo fir eine Bedingung mehr als 12 Personen zur Verfügung stehen, werden 12 per Zufall für die Analysen ausgewählt. Insgesamt treffen somit 24 Teilnehmer auf einen Chef und 24 auf eine Chefin. Tabelle 5 verdeutlicht die Verteilung der Teilnehmer auf die Versuchsbedingungen.
Christian Dries

9. Ergebnisse

Zusammenfassung
Eine wesentliche Bedingung für die vorliegende Untersuchung war die Standardisierung des Vorgesetztenverhaltens in den Aufgaben. Mögliche Erlebens- und Verhaltenseffekte bei den Mitarbeitern sollten auf die Geschlechtsvariable zurückgeführt werden. Neben der vorgegebenen Rollenspiel-Instruktion und einer Selbsteinschätzung des Führungsstils sollte eine Analyse der Fremdeinschätzungen des Führungsverhaltens weiteren Aufschluß geben.
Christian Dries

10. Diskussion

Zusammenfassung
In der vorliegenden Untersuchung sollte der Frage nachgegangen werden, inwieweit sich Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen im emotionalen Erleben, der aktionalen Bewältigung und in der gedanklichen Bewertung einer beruflichen Anforderungssituation unterscheiden. Das herausragende Interesse galt dabei dem Geschlecht des Vorgesetzten. Trotz einer aktuellen Diskussion über Frauen im Beruf (Demmer, 1988; Westerholt, 1995; Lewis & Cooper, 1991; DerichsKunstmann & Müthing, 1993), eigentlich ausschließlich eine Diskussion um das Thema Frauen im Management und dem damit verbundenen Forschungsinteresse (vgl. Schultz-Gambard 1991; Krell & Osterloh, 1992), gibt es bis zum heutigen Zeitpunkt keine verhaltenswissenschaftlich fundierte, empirische Forschung zum Einfluß des Vorgesetztengeschlechts aus Sicht der Mitarbeiter. Zu vermuten war, daß sich in den möglichen Interaktionsdyaden Erlebens- und Verhaltensunterschiede zeigen (u.a. Bischof-Köhler, 1990a, 1992).
Christian Dries

Backmatter

Weitere Informationen