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Über dieses Buch

Das Leisure-Sickness-Syndrom, auch „Freizeitkrankheit“ genannt, betrifft mittlerweile einen großen Anteil der berufstätigen Menschen. Wer viel und konzentriert arbeitet, benötigt dringend Erholung. Aber das scheint unmöglich, wenn man ausgerechnet am Wochenende oder im Urlaub erkrankt. Peter Buchenau und Birte Balsereit zeigen auf, was Führungskräfte und Leistungsträger tun können, um sich in den Erholungsphasen wirksam entspannen und regenerieren zu können. Dadurch, dass die Batterien des Einzelnen wieder aufgeladen werden, können sowohl die Leistungsfähigkeit und Produktivität im Unternehmen als auch die persönliche Lebensqualität wirkungsvoll gesteigert werden. Konkrete Anleitungen, Checklisten, Grafiken, Illustrationen, direkt anwendbare Übungen und Praxisbeispiele garantieren dem Leser unmittelbare Umsetzungsmöglichkeiten. Ein Muss für jede Führungskraft!

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

1. Das Adrenalinzeitalter

Leben auf der Überholspur
Sie leben unter der Diktatur des Adrenalins. Sie suchen immer den neuen Kick und das nicht nur im beruflichen Umfeld. Selbst in der Freizeit, die Ihnen eigentlich Ruhephasen vom Alltagsstress bringen sollte, kommen Sie nicht zur Ruhe. Mehr als 41 % aller Beschäftigten geben bereits heute an, sich in der Freizeit nicht mehr erholen zu können. Tendenz steigend. Wen wundert es?
Peter Buchenau, Birte Balsereit

2. Was ist das Leisure-Sickness-Syndrom

Viele Menschen assoziieren Wochenende, Ferien, Urlaub und Freizeit mit Erholung, Wohlbefinden und Vergnügen. Für einige – viele – unter uns werden allerdings genau diese „Freizeiten“ zur Zerreißprobe. Negative Einflüsse kommen auf uns zu. Rückenschmerzen, Migräne, grippale Infekte bis hin zu Herzinfarkten und Schlaganfällen sind gemeint. Worüber wir sprechen? Über das Leisure-Sickness-Syndrom. Nachfolgend werden wir im Verlauf des Buches anstelle von Leisure-Sickness-Syndrom die Kurzform LS-Syndrom verwenden.
Peter Buchenau, Birte Balsereit

3. Der Beginn des LS-Syndroms

Durchschnittlich beginnen die ersten Krankheitssymptome des LS-Syndroms mit 27 (26, 7) Jahren und werden mit einer emotional stark belastenden Situation oder stressigen Lebensumständen assoziiert. Oftmals sind es Jobveränderungen oder Beziehungsprobleme. Das LS-Syndrom wird als ein chronisch-periodischer und sporadischer Zustand angesehen. Es wird vermutet, dass es in Verbindung mit der Art und Weise steht, wie Betroffene ihre Arbeit wahrnehmen bzw.
Peter Buchenau, Birte Balsereit

4. Rahmenbedingungen des LS-Syndroms

Um das LS-Syndrom besser verstehen zu können, sind einige Rahmenbedingungen und einwirkende, wie auch angrenzende Felder zu erwähnen und zu erklären. So wollen wir Sie kurz in die Definition Überlastung, Stress und Burnout entführen.
Peter Buchenau, Birte Balsereit

5. Coping

Coping-Strategien sind Mechanismen, die Menschen helfen, mit Stress umzugehen. Somit stehen sie auch im direkten Zusammenhang mit dem LS-Syndrom. Sie reduzieren Lebensprobleme, indem sie die Probleme als nicht-bedrohlich einstufen oder die Person befähigen, mit Stressoren adäquat umzugehen, sodass die Auswirkungen von Stress abgeblockt werden können, bevor sie die Gesundheit beeinflussen.
Peter Buchenau, Birte Balsereit

6. Der Job und die eigenen Ressourcen

Ressourcen sind wertvolle und geschätzte Objekte, persönliche Charakteristika oder Zustände wie Zeit, Kompetenzen oder Fähigkeiten.
Wenn Mitarbeiter viele Ressourcen zur Verfügung haben, führt dies zu einer Erleichterung Arbeitsaufgaben zu erledigen, da diese mit weniger Anstrengung verbunden sind. (Die Verfügbarkeit von Ressourcen führt zu einer Verringerung von Anstrengung, die der Mitarbeiter aufbringt, um tägliche Arbeitsaufgaben zu meistern.) Dadurch, dass Ressourcen extrem wichtig für uns sind und uns im Alltagsleben helfen, sollte die Frage der Ressourcen nicht nur das Individuum selbst beschäftigen, sondern auch den Arbeitsgeber. Generell kann man sagen, dass Menschen mit Ressourcen „ausgestattet“ werden, wenn sie sich bewusst werden, dass sie Ziele erreichen, Aufgaben erfolgreich meistern, allgemein gesprochen ihre eigene Kompetenz und Selbstwirksamkeit spüren. All diese Dinge zu realisieren, erhöht laut Studien das individuelle Wohlbefinden.
Peter Buchenau, Birte Balsereit

7. Das LS-Syndrom und dessen Interaktionen

Oftmals mit LS in Verbindung stehenden Persönlichkeitsmerkmalen
Lassen Sie uns noch einmal auf die Persönlichkeitsmerkmale der Leisure-Sickness-Betroffenen zurückkommen. Wie schon am Anfang unseres Buches besprochen, zeigen die meisten LS-Betroffenen folgende Charakteristika auf: Eine hohe Arbeitsbelastung, Perfektionismus und ein äußerst ausgeprägtes Pflichtbewusstsein und Engagement bezüglich der Arbeit. Hinzu kommen ein Unvermögen, zu entspannen und sich zu erholen, ein subjektiver hoher Arbeitsstress und ein Unvermögen, effektiv mit Stress umzugehen und ihm entgegen zu wirken. Es wird daher in Fachkreisen vermutet, dass viele LS-Betroffene Schuldgefühle plagen, wenn sie sich ausruhen und entspannen sollten.
Peter Buchenau, Birte Balsereit

8. Was sagen Betroffene?

Resultate der Betroffenengruppen
Die Betroffenen gaben an, dass sie unter Grippeinfektionen, Augenzucken, Ohrgeräuschen, Hautproblemen, Problemen der Atemwege, Kreislaufproblemen, Schlafproblemen, Niedergeschlagenheit, Muskelschmerzen, Sinusitis, Übelkeit, Migräne und/oder Müdigkeit leiden, die zwei Tage nachdem der Stress reduziert wurde, ausbrachen. Es traten immer wieder die gleichen Symptome auf. Die genannten Symptome wie auch das wiederholte Auftreten der gleichen Symptome wurden ebenfalls in den bisherigen Forschungsergebnissen genannt.
Peter Buchenau, Birte Balsereit

9. Was sagen Experten? – Resultate der Experteninterviews

Wir haben die folgende Experten Jens Reppahn, Thomas Wissing, Ingrun Kiel und Peter Buchenau zu dem Thema Leisure-Sickness-Syndrom befragt.
Jens Reppahn ist Diplom-Sozialarbeiter mit Zusatzausbildungen, u. a. als Suchttherapeut und als systemischer Berater. Er arbeitet heute als Mitarbeiter- und Führungskräfteberater und unterstützt Unternehmen bei psychosozialen Fragestellungen.
Peter Buchenau, Birte Balsereit

10. Zusammenfassung

Bezüglich der Gründe/Erklärungsansätze für das LS-Syndrom lässt sich zusammenfassend sagen, dass Experten und Betroffenengruppenmitglieder sich stark auf den hormonellen Aspekt und auf unbewusst ablaufende Prozesse beziehen. Mit diesen Resultaten war zu rechnen, da schon Vingerhoets und Kollegen diese hervorhoben und erklärten.
Peter Buchenau, Birte Balsereit

11. Warum wir dieses Buch geschrieben haben

Dieses Buch soll die Bekanntheit des Leisure-Sickness-Syndroms fördern, da dieses Phänomen oftmals nicht erkannt und/oder nicht ernst genommen wird und viele Menschen nicht wissen, a) dass und b) was sie machen können, um dagegen zu steuern und ihre Situation zu verbessern.
Peter Buchenau, Birte Balsereit

12. 5 Tipps an Betroffene, die Sie ohne großes Engagement anwenden können

Pro Tag atmet der Mensch im Ruhezustand etwa 15.000 Mal ein und 15.000 Mal wieder aus. Man könnte meinen, Atmen ist Ihnen in Fleisch und Blut übergegangen. Zur Versorgung des Körpers mit Sauerstoff ist es das auch.
Peter Buchenau, Birte Balsereit

13. Die Top-3-Tipps für Führungskräfte und Manager

Grundsätzlich kann natürlich gesagt werden, das alle vorangegangenen Tipps für Betroffene auch für den Arbeitgeber, den Unternehmer oder die angestellte Führungskraft gilt. Mehr noch sogar: Führungskräfte haben Vorbildfunktion und sollten daher immer mit Mut und Selbstbewusstsein vorangehen. Sie als Vorgesetzter haben es in der Hand, wie stark und wie erfolgreich ihre Mannschaft ist. Der Fisch beginnt bekanntlich am Kopf zu stinken und so ist es leider in vielen Unternehmen immer noch. Ist der Fisch verdorben, kann kein Koch etwas daraus zaubern. Oder ist ein Baum morsch, kann er keine prächtigen Äpfel tragen.
Peter Buchenau, Birte Balsereit

14. Interview mit Claudia Strobl, ehemalige Profisportlerin

Als „kritische“ Zeit galt für uns Skirennläufer die Zeit zwischen Weihnachten und Neujahr. Der Herbst ist dicht gedrängt mit Training am Gletscher, den Qualifikationsläufen für die ersten Rennen und die letzten Feinabstimmungen am Material. Dann folgen im November und Dezember Schlag auf Schlag die Rennen. Da gilt es konzentriert und topfit zu sein. Der Körper stellt ein außergewöhnliches Maß an Energie zur Verfügung. Sobald das letzte Rennen vor der Weihnachtspause vorüber ist, fällt dieser über Monate anhaltende Termin- und Leistungsdruck plötzlich ab. Das Immunsystem wird anfälliger für grippale Infekte. Es scheint sich das Sprichwort „Wer rastet, der rostet“ oftmals zu bewahrheiten.
Peter Buchenau, Birte Balsereit

15. Nachwort

Björn Begemann ist Wirtschaftspsychologe und Persönl-Ich-keitsexperte. Er berät Unternehmen und Privatpersonen und hat diverse Lehraufträge für Psychologie. In seiner täglichen Arbeit begegnen ihm immer wieder Menschen, mit den erwähnten Symptomen, was ihn dazu bewog, das Nachwort für dieses Buch zu schreiben.
Peter Buchenau, Birte Balsereit
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