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2022 | Buch

Chemie vermitteln

Fachdidaktische Grundlagen und Implikationen

verfasst von: Christiane S. Reiners

Verlag: Springer Berlin Heidelberg

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Über dieses Buch

Das Lehrbuch richtet sich an all jene, die an der Vermittlung von Chemie interessiert sind. Insbesondere wurde es jedoch für Studierende des Lehramtes Chemie konzipiert, um sie bei der Vor- und Nachbereitung ihres fachdidaktischen Studiums und in ihrer unterrichtlichen Praxis zu unterstützen.Die spezifischen Strukturen, Konzepte und Methoden der Chemie, die bei der Vermittlung des Wissensgegenstandes Chemie von Bedeutung sind, werden in diesem Lehrbuch aus chemiedidaktischer Sicht theoriegeleitet analysiert und mit Blick auf die Unterrichtspraxis reflektiert. Im Zentrum der Betrachtung steht das Modell der Transformation, das hier genutzt wird, um auf seiner Grundlage die Aufgaben des Chemielehrenden in den Mittelpunkt zu stellen.Der Leser erfährt an Hand von praktischen Beispielen, wie der Lehrende den Vermittlungsgegenstand Chemie unter Berücksichtigung der Lernenden und der Ziele der Vermittlung in einen Lehr-/Lerninhalt transformieren und damit wirksame Lernumgebungen gestalten kann. Aktuelle Herausforderungen ergänzen die Grundlagen und machen dieses Buch zu einem wertvollen Begleiter für angehende Chemielehrende.Die vorliegende zweite Auflage wurde insbesondere durch Aspekte der Wissensvermittlung in der digitalen Welt erweitert.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter
Kapitel 1. Von der Lehrkunst zur Vermittlungswissenschaft
Zusammenfassung
Der Begriff „Didaktik“ wurde im 17. Jahrhundert von J. A. Comenius als Kunst des Lehrens eingeführt, um den besonderen Bedingungen schulischen Unterrichts Rechnung zu tragen. In der Folge entwickelten sich aus der allgemeinen Unterrichtslehre fachspezifische Didaktiken. In der Chemie formierte sich mit der Einrichtung einer Professur für Chemiedidaktik ein eigenständiges Lehr- und Forschungsgebiet, dessen Verhältnis zur Fachwissenschaft einerseits und zur Allgemeinen Didaktik andererseits der Klärung bedurfte. Im Hinblick auf die Lehrerbildung verstand sich die Chemiedidaktik zunehmend als Professionswissenschaft, die in Forschung und Lehre Probleme von Lehr- und Lernprozessen im Chemieunterricht in den Blick nahm. Als Vermittlungswissenschaft lässt sie sich auf der Grundlage des Modells der Transformation kennzeichnen, in dessen Zentrum der Lehrende steht, der die Chemie unter Berücksichtigung der Lernenden und der Vermittlungsziele in einen Lerninhalt transformiert.
Christiane S. Reiners
Kapitel 2. Wissensvermittlung als Bildungsauftrag
Zusammenfassung
Die Frage, warum eine Transformation des Wissensgegenstandes Chemie in einen Lehr-/Lerninhalt im schulischen Umfeld überhaupt notwendig ist, lässt sich mit dem Bildungsauftrag der Chemielehrenden beantworten. Der Bildungsbeitrag der Naturwissenschaften war lange Zeit umstritten, findet aber inzwischen in der Forderung nach einer naturwissenschaftlichen Grundbildung Anerkennung. Um diesen Bildungsauftrag im Chemieunterricht erfüllen zu können, hat der Lehrende sowohl die spezifischen Inhalte als auch die spezifischen Wege, auf denen die Inhalte gewonnen wurden, zu berücksichtigen. Neben dem Bildungsinhalt machen auch die Adressaten der Bildung, d. h. die Lernenden, eine Transformation des Wissensinhaltes Chemie notwendig, da sie mit sehr stabilen Vorstellungen in den Vermittlungsprozess eintreten und von den fachspezifischen Konzepten überzeugt werden müssen.
Christiane S. Reiners
Kapitel 3. Wissensvermittlung durch Transformation
Zusammenfassung
Auf der Grundlage des Transformationsmodells fällt dem Lehrenden als Transformator die Aufgabe zu, den Vermittlungsgegenstand Chemie mit Blick auf den Bildungsauftrag und unter Berücksichtigung domänenspezifischer Voraussetzungen der Lernenden in einen Lehr-/Lerninhalt umzuwandeln. Neben den Inhalten zeichnet sich die Chemie durch die experimentelle Methode aus, die eine Reflexion des Experiment- und Modellbegriffs erfordert. Die spezifischen Arbeits- und Denkweisen der Chemie stellen an die Denk- und Wissensstrukturen der Lernenden besondere Ansprüche, die für die Konzeption möglicher Lernwege von zentraler Bedeutung sind. Die Lernwege sollen schließlich in einer naturwissenschaftlichen Grundbildung münden, die den Erwerb von konzept- und prozessbezogenen Kompetenzen einschließt. Um eine naturwissenschaftliche Grundbildung als Ziel eines kompetenzorientierten Chemieunterrichts zu erreichen, ist ein Verständnis der Nature of Science unabdingbar.
Christiane S. Reiners, Jörg Saborowski
Kapitel 4. Auf dem Weg zum Chemieunterricht
Zusammenfassung
Ziel der Wissenstransformation im Unterricht ist es, dass die Lehrenden fachdidaktisch aufbereitete Lernumgebungen gestalten und reflektieren können. Im Chemieunterricht bieten sich spezifische Medien und Methoden an, die geeignet sind, den Lerninhalt darzustellen und zu strukturieren. Das Repertoire an Medien wird durch die Entwicklung innovativer Informationstechnologien zwar zunehmend größer, kann aber dennoch die Bedeutung von zentralen Basismedien wie Fachsprache, Experimenten und Modellen nicht schmälern. Auf der Basis der Unterscheidung zwischen den Methoden der Erkenntnisgewinnung (vgl. Kap. 2 und 3) und Methoden der Erkenntnisvermittlung (Kap. 4) lässt sich die Perspektivenvielfalt des Begriffs „Methoden“ entsprechend begrenzen. Entlang ihrer Reichweite ist es möglich, die Methoden der Erkenntnisvermittlung weiter zu unterteilen und die Betrachtung bei umfassenden Methoden beginnen und in konkreten Schritten enden zu lassen.
Christiane S. Reiners, Jörg Saborowski
Kapitel 5. Besondere Herausforderungen bei der Gestaltung von Chemieunterricht
Zusammenfassung
Die Aufgaben der Lehrenden unterliegen einem stetigen Wandel. Sie ändern sich insbesondere durch bildungspolitische Entscheidungen, die die fachdidaktische Forschung herausfordern. Der Blick richtet sich exemplarisch auf drei aktuelle Herausforderungen des Chemieunterrichts.
Die Forderung nach individueller Förderung resultiert aus einem neuen Verständnis des Umgangs mit Heterogenität, das entsprechende Differenzierungsmaßnahmen notwendig macht. Das Thema Inklusion erweitert den Blick auf Heterogenität erneut und erweist sich als Querschnittausgabe von Fachdidaktik und Sonderpädagogik. Schließlich rückt das Bestreben, Lernumgebungen möglichst authentisch zu gestalten, das Forschende Lernen in den Mittelpunkt, das der kritischen Reflexion bedarf.
Die entwickelten Problemlösekonzepte belegen den engen Zusammenhang zwischen Bildungspolitik, Unterrichtspraxis und chemiedidaktischer Forschung und Lehre.
Christiane S. Reiners, Katharina Groß, Adejoke Adesokan, Andrea Schumacher
Backmatter
Metadaten
Titel
Chemie vermitteln
verfasst von
Christiane S. Reiners
Copyright-Jahr
2022
Verlag
Springer Berlin Heidelberg
Electronic ISBN
978-3-662-65511-5
Print ISBN
978-3-662-65510-8
DOI
https://doi.org/10.1007/978-3-662-65511-5

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