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Über dieses Buch

Lernen Sie mit diesem Buch das China des 21. Jahrhunderts besser kennen

China hat in den vergangenen 30 Jahren eine atemberaubende Entwicklung erlebt und gilt heute als eine der stärksten Wirtschaftsmächte weltweit. Trotzdem ist das Bild des Reichs der Mitte besonders in der westlichen Welt noch immer von Klischees geprägt.
Das Ziel dieses Buchs ist es, ein besseres Verständnis für das China des 21. Jahrhunderts zu schaffen. Dafür hat der Herausgeber Tobias Loitsch zahlreiche Autorinnen und Autoren gewinnen können, die ihre ganz persönlichen Erfahrungen rund um die Volksrepublik mit Ihnen teilen. Unter den Autoren und Chinaexperten finden sich: Dr. Anastassia Lauterbach Bill Holler Prof. Dr. Helwig Schmidt-Glintzer und Anno Dederichs Katrin Jonas Prof. Li Dunrui Dr. Alexandra Hildebrandt Madeleine Genzsch Marina Schmitz und Anna TöneßenErfahren Sie mehr über technologische Trends, die China gerade beherrschen, die Zusammenarbeit bei deutsch-chinesischen Projekten und wie sich die Zukunft von Unternehmen im Land der Mitte voraussichtlich entwickeln wird. Das macht dieses Buch zu einer Empfehlung für alle, die die Volksrepublik greifbar und verständlich wahrnehmen wollen.

Entdecken Sie Chinas Erfolgsrezept

Im einleitenden Kapitel dieses Buchs zeichnet Tobias Loitsch zunächst die Entwicklung Chinas von der Öffnung des ehemaligen Kaiserreichs bis ins 21. Jahrhundert nach. Im weiteren Verlauf setzt sich das Werk unter anderem mit folgenden Aspekten der Volksrepublik auseinander:

Der Wettbewerb um die Marktdominanz Künstlicher Intelligenz Seidenstraße - Chance oder Risiko für Europa?China Forum Tübingen – Ein Modellprojekt zur China-KompetenzDie Neugestaltung der Globalisierung: Chinas Konzept einer „Ökologischen Zivilisation"
Lesen Sie beispielsweise nach, welche Rolle Nachhaltigkeit und Innovation in diesem Land spielen und wie China Logistik und vor allem Handel betreibt. Dadurch verbessern Sie mit diesem Buch mit Schwerpunkt auf das 21. Jahrhundert nicht nur Ihre China-Kompetenz. Sie lernen zudem das Erfolgsrezept dieses Landes kennen und erfahren, was Deutschland und sogar Europa davon noch lernen können.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Trojanische Verhältnisse?

Der Wettbewerb um die Marktdominanz Künstlicher Intelligenz ist noch längst nicht entschieden
Zusammenfassung
Die Deutschen irren, wenn sie Industrie 4.0 für die Vokabel der Zukunft halten. China investiert in den nächsten Jahren ein Vielfaches des deutschen Budgets in künstliche Intelligenz (KI). Seit 2017 arbeitet das Land konsequent einen Plan für die nächste Generation der KI-Technologien ab, u. a. mit einer Bildungsoffensive. Währenddessen wächst an deutschen Schulen die nächste Generation digitaler Analphabeten heran. Zudem werden Koryphäen der internationalen KI-Szene mit Topgehältern ins Land des Lächelns gelockt. Hierzulande fehlt es nicht nur an Geld, sondern auch an Innovationskultur. Chinas Vorsprung ist schon jetzt uneinholbar. Die Verschmelzung von Staat und privater Wirtschaft, die Mühen der Demokratie und der Datenschutz dienen als Ausrede, warum Europa nicht Schritt halten könne. Doch klug genutzte Daten könnten Bürgerbeteiligung, Rechtsstaatlichkeit und Gewaltenteilung positiv stärken und Technologien können auch hierzulande durch gezielte Regulierung beschleunigt werden. Ob in der Forschung oder im Bereich Cyber-Security – deutsche und europäische Unternehmen müssen dringend eine Strategie entwickeln, welchen Beitrag sie in der künftigen KI-Welt leisten wollen. Denn die Zukunft hat schon begonnen.
Anastassia Lauterbach

Seidenstraße – Chance oder Risiko für Europa? Ich entscheide mich für die Chance!

Zusammenfassung
Die Globalisierung und der zunehmende Wettbewerb zwischen Industrienationen und Kontinenten stehen vor der Herausforderung des chinesischen Projekts der Neuen Seidenstraße. Während früher die Globalisierung v. a. den klassischen Industrienationen USA und Europa diente, hat die Belt-and-Road-Initiative des chinesischen Präsidenten Xi Jinping die Industriestaaten vor neue internationale Herausforderungen gestellt. Durch diese neuen Handelsverbindungen entsteht neuer Wettbewerb; aber es entstehen auch neue Absatzchancen im weltgrößten Binnenmarkt China. So wie auch vor mehr als 2000 Jahren die Seidenstraße den Handel in beiden Richtungen zwischen China und Europa ermöglichte, wird nach Ansicht des Autors dies mit deren modernen Variante auch wiederum neue Chancen für Europa bringen. Bill Holler schildert seine persönlichen Eindrücke und authentischen Erlebnisse als Experte mit fundierten Erfahrungen in China, um damit eine objektivere Beurteilung der Chancen und Risiken dieses Projekts zu ermöglichen.
Bill Holler

Wer das 21. Jahrhundert verstehen will, muss China verstehen

Ein Land auf dem Weg zurück zur Weltspitze
Zusammenfassung
China ist auf dem Weg, die führende Nation des 21. Jahrhunderts zu werden. Diese Entwicklung können wir nicht aufhalten. Wohin die Reise genau gehen wird, ist derzeit nicht absehbar. Jedoch sollte darüber Einigkeit herrschen, China ernst zu nehmen und die EU im Wettbewerb stark zu positionieren, um eine gemeinsame Zukunft zu gestalten. Aufgrund fehlender Kenntnisse zur chinesischen Gesellschaft tun sich Beobachter aus Deutschland recht schwer. Für China ist es eine Rückkehr an die Weltspitze, um das zu verstehen, lohnt ein Blick in die Geschichte des Landes.
Tobias Loitsch

ChinaForum Tübingen – Ein Modellprojekt zur Chinakompetenz

Zusammenfassung
Im Zuge einer Neuformierung des Chinawissens in Wissenschaft und Wirtschaft, in Unternehmen und Projekten, argumentiert der Beitrag für die Notwendigkeit einer Chinakompetenz, die die Ambivalenz und Vielfalt Chinas ernst nimmt, die Selbstwahrnehmung Deutschlands und die Fremdwahrnehmung Chinas kritisch reflektiert und so zu einem Horizontwandel beiträgt. Vor dem Hintergrund der historischen Dimension wird eine Neuformierung des Chinawissens in Wissenschaft, Wirtschaft, Unternehmen und Projekten skizziert, und anhand des Tübinger Modellprojekts ChinaForum werden konkrete Möglichkeiten der Umsetzung aufgezeigt.
Anno Dederichs, Helwig Schmidt-Glintzer

Wirklichkeit und Illusion: Sanfte traditionelle chinesische Heilkunde versus westliche Medizin

Zusammenfassung
Es ist interessant, wie Bilder, Vorstellungen und Meinungen in unseren Köpfen entstehen. Sie fügen sich aus unzählbar vielen Informationen, die unser Interesse an einer bestimmten Thematik wecken, zu einem Puzzle zusammen. Einmal als wahr eingestuft, bleiben sie in unserem Unterbewusstsein konserviert; und jedesmal, wenn wir das Thema berühren, ziehen wir die passende Schublade auf, holen das dort verwahrte Bild heraus und wenden es erneut mit den einst abgespeicherten Daten an. Das alles geschieht unbewusst und ist unabhängig davon, ob es dabei um den Blick auf sich selbst, den auf einen anderen Menschen oder auf ein ganzes Land geht. Und so war es mit meinem Bild über China. Das China-Puzzle hatte sich durch mein Wissen über die Traditionelle Chinesische Medizin, durch meine therapeutische Arbeit, mein Interesse am Taoismus und nicht zuletzt durch meine praktischen Erfahrungen mit den Bewegungsmeditationen Qi Gong und Tai Chi zusammengefügt. Schließlich war es in die Furchen meines Gehirns eingezogen. Und dort blieb es sicher verwahrt.
Katrin Jonas

The Geographical Characteristics of China’s Opening-up in the Past 40 Years and the New Realm in the Future

Abstract
The development of openness has profound geoeconomic implications. It means that regions and populations are gradually integrated into the global divisions of the labor and trade system and the modern economic and social system, as well as the continuous improvement of the environment for economic upgrading and innovation. In the past 40 years since reform and opening up, from the establishment of special economic zones to the launching of “the belt and road initiative,” China has shaped the geoeconomic pattern that adapts to open development, showing a geoeconomic logic of “point-line-surface” integration, breaking through continuously at international and domestic prospects. It has made brilliant economic achievements and created deep-seated economic changes and broad prospects for international cooperation. Today, with the globalization of economic interests, China needs to continue to push forward the development of openness in breadth and depth and to strive to form a new geo-economic layout at a higher level to reach a new state of open development. That is, to actively create new geoeconomic opportunities in the march towards a “powerful socialist modernization country.” We will create a new pattern of opening up in the construction of “the belt and road initiative”. In building a modern economic system, we should create a new environment for opening up to the outside world. In participating in global economic governance, we should practice the new concept of “promoting the construction of a community of human destiny”.
Li Dunrui

Die Neugestaltung der Globalisierung. Chinas Konzept einer ökologischen Zivilisation

Zusammenfassung
Der Beitrag widmet sich Chinas Neudefinition der Spielregeln für den internationalen Wettbewerb und dem Konzept einer ökologischen Zivilisation. Zudem wird gezeigt, dass Europa nur zu neuer Stärke finden kann, wenn sich Unternehmen intensiv mit dem chinesischen Markt beschäftigen und mit der Grundhaltung Chinas auseinandersetzen.
Alexandra Hildebrandt

Harmonie durch Kontrolle? Chinas Sozialkreditsystem

Zusammenfassung
Das beispiellose Wirtschaftswachstums der vergangenen 40 Jahre hat seine Spuren hinterlassen und stellt die Volksrepublik vor komplexe Aufgaben. Neben verheerenden ökologischen Schattenseiten konnten wichtige strukturelle Aspekte des politischen, wirtschaftlichen und sozialen Lebens dem Tempo nicht standhalten. Darüber hinaus brachte der „amerikanische Traum“ den Hunger nach Status, schürte Ungleichheit und Rücksichtslosigkeit in der Bevölkerung, mit folgenreichen gesellschaftlichen Fehlentwicklungen. Um auf Erfolgskurs zu bleiben und die Stabilität des Landes zu wahren, besinnt sich die chinesische Regierung mit ihrer Vision einer harmonischen Gesellschaft zurück auf alte, konfuzianische Werte. Ein Sozialkreditsystem soll die Vertrauens- und Aufrichtigkeitskultur fördern und alle gesellschaftlichen Akteure über Anreiz- und Lenkungsmechanismen zu ökologischem und sozialem Verhalten motivieren. Mit Chinas wirtschaftlichen Aufstieg geht eine signifikante wirtschaftliche wie geopolitische Machtverlagerung einher. Zeigt die Volksrepublik angesichts der globalen ökonomischen, ökologischen und sozialen Herausforderungen unserer Zeit neue Wege auf?
Madeleine Genzsch

Nachhaltigkeit und Innovation in China – mehr als nur ein Papiertiger?

Zusammenfassung
Inwiefern sich Innovation und Nachhaltigkeit gegenseitig beeinflussen können, wird am Beispiel Chinas offensichtlich. Gleichzeitig birgt diese Wechselwirkung ein Verständnis Chinas, das in der öffentlichen Debatte über Wirtschaft und Gesellschaft des Landes international oft vernachlässigt wird. Inwieweit es China gelingt, aus dieser Kombination mehr als nur einen Papiertiger zu schaffen, bleibt fraglich. Daher widmen wir uns im vorliegenden Kapitel dieser Fragestellung zunächst anhand von Fallstudien im Bereich ökologischer Nachhaltigkeit, genauer anhand von Innovationen in der E-Mobilität sowie der Plastikindustrie. Anschließend dienen die Unternehmerpersönlichkeiten Jack Ma und Pony Ma als besondere Fallbeispiele, die Dimension der sozialen Nachhaltigkeit zu diskutieren. Es zeigt sich, dass China im Vergleich zu anderen wichtigen globalen Playern eine herausragende Rolle in der Implementierung von Nachhaltigkeit besetzt. Sowohl mit Blick auf die übergeordnete politische Agenda, die die Grundlage für diese positiven betriebswirtschaftlichen Rahmenbedingungen schafft, als auch mit Blick auf einflussreiche Unternehmer, die in Eigenregie agieren, aber potenziell ganze Branchen beeinflussen können. Diese Beispiele sollen nicht über Chinas negative Auswirkungen seiner gewaltigen Wirtschaftsleistung wie beispielsweise CO2-Emissionen hinwegtäuschen, aber die Fragestellung aus einer Entwicklungsperspektive betrachten, die einen chancenreichen Weg für die Zukunft aufzeigt.
Marina Schmitz, Anna Tönneßen

Vom Königreich der Fahrräder zur Share Economy und warum die Generation der Millennials ein entscheidender Faktor ist

Wie Technologie und Share Economy als Chance für Chinas Gesellschaft und Wirtschaft angenommen werden
Zusammenfassung
Fahrräder spielten in China seit ihrer Erfindung eine große Rolle. Eines zu besitzen war der Inbegriff eines modernen Lebens in einer aufstrebenden Gesellschaft. Heute sind Fahrräder zu digitalen Geräten geworden, sie sind Teil einer Share Economy geworden. Besonders in China hat sich diese Form des Teilens von Gütern stark entwickelt. Der chinesische Präsident Xi Jinping, lobte die Expansion der Sharing Economy als „neue treibende Kraft für die Wirtschaft“. Durch Technologie wird die Share Economy die chinesische Gesellschaft weiter vorantreiben. Es werden neue Wege der Ressourcennutzung entstehen und Ressourcenschonung tritt in den Blickpunkt.
Tobias Loitsch

Zeittafel – China auf dem Weg in das 21. Jahrhundert

Zusammenfassung
2. Jahrhundert vor unserer Zeitrechnung. Erfindung des Papiers. In Europa im 13. Jahrhundert.
Tobias Loitsch
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