Zum Inhalt

Climate Change Agency zwischen Blaming und Framing

Eine Claims-Making-Analyse arenenöffentlicher Klimakommunikation

  • 2025
  • Buch
insite
SUCHEN

Über dieses Buch

Die Klimakrise ist nicht nur eine ökologische und soziokulturelle, sondern auch eine kommunikative Herausforderung. Ziel des Buches ist es nachzuzeichnen, wie sich multiple Akteure aus Wirtschaft, Politik, Journalismus, Wissenschaft und Aktivismus dieser kommunikativen Herausforderung stellen und dabei Climate Change Agency aufbauen. Aus der Warte öffentlichkeitsorientierter Organisationskommunikationsforschung wird systematisch nachvollzogen, ob und wie es den Akteuren im Lichte eines wechselseitigen Blame-Games in der Arenenöffentlichkeit gelingen kann, Diskursdominanz aufzubauen und diese mittels strategisch geframten Claims-Makings für die Institutionalisierung einer sozial-ökologischen Transformation einzusetzen.
Die Arbeit bietet damit zum einen theoretisch eine fruchtbare Grundlage für organisations- und kommunikationswissenschaftliche Forschung zu komplexen Themenstellungen wie der Klimakrise mit Hilfe der hier vorgeschlagenen Multi-Akteurs-Perspektive. Zum anderen wird diese Perspektive empirisch mit der durchgeführten Claims-Making-Analyse nutzbar gemacht und explorativ veranschaulicht.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter
1. Einleitung
Zusammenfassung
Die Klimakrise ist eine der größten globalen und zukunftsrelevanten Herausforderungen der Gegenwart. Das Klima der Erde erwärmt sich stetig und die Konsequenzen sind bereits deutlich spürbar: Extreme Wetterereignisse, Ressourcenknappheit und Hitzewellen sind für zahlreiche Menschen bittere Lebensrealität. Menschen und Umwelt sind, vor allem im globalen Süden, aber auch in zentraleuropäischen Breiten – ebenfalls in Österreich – bedroht und manche Schäden sind schon jetzt irreversibel.
Alexandra Krämer
2. Klimadiskurs und Diskursklima
Zusammenfassung
Die Klimakrise ist eine gesamtgesellschaftliche Krise von globaler Tragweite und damit eine der größten Herausforderungen der Menschheit (IPCC, 2024b). Die Bedrohung erstreckt sich nicht nur auf die ökologische Komponente, die Natur und die Umwelt betreffend, sondern auch auf die soziokulturelle Komponente, die Aushandlung ebendieser ökologischen Krise betreffend. Das erzeugt erhebliche Relevanz, wenn es um die Frage geht, was die Menschheit, die als hauptverursachend zu identifizieren ist (IPCC, 2018, S. 8), dieser Bedrohung entgegenzusetzen hat.
Alexandra Krämer
3. Vom Social Change zur Change Agency
Zusammenfassung
Entlang der angestrebten Multi-Akteurs-Perspektive gilt es mit dem folgenden Abschnitt 3.1, sich einem theoretischen arenenöffentlichen Verständnis von Öffentlichkeit anzunähern. In der Arenenöffentlichkeit, die wiederum eigene krisenhafte Dynamiken mit sich bringt, treffen die unterschiedlichen Akteure in Arenen zusammen und treten in einen kommunikativen Aushandlungsprozess um gesamtgesellschaftlich relevante Themenkomplexe wie die Klimakrise ein. Hier zeigt sich, welche Akteure und Themen sich mitsamt ihren Deutungen durchzusetzen vermögen.
Alexandra Krämer
4. Claims-Making im Klimadiskurs
Zusammenfassung
In diesem Kapitel 4 soll nun die Vorgehensweise der empirischen Untersuchung genauer beschrieben werden. Um dem theoretisch eröffneten Forschungsdesiderat gerecht werden zu können, wird eine Claims-Making-Analyse (CMA) durchgeführt. Die CMA wurzelt sowohl in der Protest-Event-Analyse als auch in der Politischen Diskursanalyse (Koopmans & Statham, 1999, S. 203–204).
Alexandra Krämer
5. Auswertung und Resultate
Zusammenfassung
Im Folgenden werden nun die Auswertung und die Resultate genauer beschrieben. In Anlehnung an die Logik der arenentheoretischen Überlegungen werden hierfür die folgenden Auswertungsschritte ausgeführt.
Alexandra Krämer
6. Fazit: Nachhaltiges Claims-Making in der Arenenöffentlichkeit
Zusammenfassung
Ziel dieser Arbeit war es, die strategische arenenöffentliche Kommunikation bzw. das Claims-Making unterschiedlicher Akteure zur Klimakrise genauer zu beleuchten. Im Zuge dessen sollte der übergeordneten Forschungsfrage nachgegangen werden: Wie erzeugen multiple Akteure öffentlicher Arenen im Klimadiskurs kommunikative Climate Change Agency im Spannungsfeld zwischen funktionalen und transformativen Erwartungen? Dabei sollte nicht nur systematisch nachvollzogen werden, welchen komplexen Dynamiken diese multiplen Akteure einerseits in der Arenenöffentlichkeit im Kampf um Diskurshoheit unterliegen, sondern auch, welche Inkonsistenzproblematiken sich aus dem Spannungsfeld zwischen funktionalen und transformativen Erwartungen für sie ergeben und wie sie dennoch bemüht sind, der sozial-ökologischen Transformationserwartung gerecht zu werden und kommunikative Climate Change Agency aufzubauen. Daran orientierten sich die folgenden theoretischen Unterforschungsfragen.
Alexandra Krämer
Backmatter
Titel
Climate Change Agency zwischen Blaming und Framing
Verfasst von
Alexandra Krämer
Copyright-Jahr
2025
Electronic ISBN
978-3-658-50041-2
Print ISBN
978-3-658-50040-5
DOI
https://doi.org/10.1007/978-3-658-50041-2

Die PDF-Dateien dieses Buches wurden gemäß dem PDF/UA-1-Standard erstellt, um die Barrierefreiheit zu verbessern. Dazu gehören Bildschirmlesegeräte, beschriebene nicht-textuelle Inhalte (Bilder, Grafiken), Lesezeichen für eine einfache Navigation, tastaturfreundliche Links und Formulare sowie durchsuchbarer und auswählbarer Text. Wir sind uns der Bedeutung von Barrierefreiheit bewusst und freuen uns über Anfragen zur Barrierefreiheit unserer Produkte. Bei Fragen oder Bedarf an Barrierefreiheit kontaktieren Sie uns bitte unter accessibilitysupport@springernature.com.