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03.07.2024 | Cloud Computing | Gastbeitrag | Online-Artikel

Die Zukunft der Datenverarbeitung liegt zwischen Cloud und Edge

verfasst von: Henrik Hasenkamp

2:30 Min. Lesedauer

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Die Grenzen zwischen Cloud und Edge Computing beginnen zu verschwimmen, da Unternehmen auf schnellere und effizientere Technologien setzen, um ihre Datenverarbeitung an den Rand des Netzwerks zu verlagern.

Aber was genau unterscheidet nun Edge Computing von Cloud Computing, und warum ist dieser Unterschied für die digitale Transformation so entscheidend? Laut einer aktuellen Studie des Digitalverbands Bitkom setzen derzeit 89 Prozent der deutschen Unternehmen auf Cloud-Lösungen – mit steigender Tendenz. In den kommenden fünf Jahren planen 56 Prozent der Firmen, mehr als die Hälfte ihrer IT-Infrastruktur über Cloud-Dienste zu betreiben. 

Cloud Computing hat sich als sichere und wirtschaftlich effiziente Lösung bewährt, die neben verbesserter Flexibilität auch eine erhöhte Skalierbarkeit der IT-Infrastrukturen bietet. Parallel dazu erfährt Edge Computing eine stetig wachsende Bedeutung. Diese Technologie ermöglicht die Verarbeitung von Daten direkt am Ort ihrer Entstehung und erzielt dadurch bedeutende Fortschritte in puncto Geschwindigkeit und Effizienz, was insbesondere die Reaktionsfähigkeit von Systemen stark verbessert.

Die Cloud hat sich als unverzichtbarer Bestandteil moderner Geschäftsprozesse etabliert. Heutzutage sind fast alle wesentlichen Unternehmensfunktionen entweder Cloud-basiert oder vollständig Cloud-native. Mit der Zeit haben Unternehmen aus verschiedenen Branchen das Potenzial der Cloud erkannt, das von der Bereitstellung einfacher E-Mail-Services bis hin zu komplexen Enterprise-Resource-Planning- (ERP) und Customer-Relationship-Management-Systemen (CRM) reicht. Die zugrundeliegende Flexibilität, Sicherheit und Skalierbarkeit des Cloud Computings ermöglichen eine schnelle Anpassung der Ressourcen und eine kosteneffiziente Nutzung auf globaler Ebene. 

Edge Computing ist auf dem Vormarsch

Edge-Computing-Anwendungen gewinnen immer mehr an Bedeutung. Experten von MRC prognostizieren, dass der Markt bis 2030 ein Volumen von 155,2 Mrd. US-Dollar erreichen wird. Besonders hervorzuheben sind die Vorteile von Edge Computing in den Bereichen Content Delivery, Netzwerkfunktionen und 5G-Virtualisierung. Durch die Verlagerung der Rechenleistung direkt an den Ursprungsort der Daten ermöglicht Edge Computing eine nahezu sofortige Datenverarbeitung mit minimalen Latenzzeiten. Dadurch ist Edge Computing besonders vorteilhaft für Anwendungsszenarien in der industriellen Automatisierung, sowie autonome Fahrzeuge und Internet-of-Things-Anwendungen (IoT), bei denen schnelle Reaktionszeiten kritisch sind. 

Synergie aus Geschwindigkeit und Skalierbarkeit erzielen

Im Gegensatz zum zentralisierten Modell des Cloud Computings baut Edge Computing auf einer verteilten Architektur auf, die Rechenressourcen direkt an den Rand des Netzwerks bringt. Das senkt die Latenzzeiten, reduziert die Netzwerklast und ermöglicht so eine effizientere Datenverarbeitung. Edge Computing eignet sich besonders für Anwendungen, die eine schnelle Reaktionsfähigkeit erfordern, wie etwa Augmented-Reality- und Virtual-Reality-Technologien (AR/VR). Die Kombination von Edge und Cloud Computing führt zu einer flexiblen und skalierbaren IT-Infrastruktur, die sowohl Echtzeitanwendungen am Netzwerkrand als auch umfassende Datenanalysen in der Cloud unterstützt. 

In Verbindung mit 5G eröffnet dies innovative Möglichkeiten für intelligente Systeme, die in Echtzeit operieren. Unternehmen, die es schaffen, ihre IT-Infrastruktur so aufzustellen, dass sie von den Vorteilen beider Technologien – Edge und Cloud Computing – profitieren können, werden in Zukunft klare Marktvorteile in puncto Effizienz und Effektivität haben.

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