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Über dieses Buch

Regine Hinkelmann stellt ein ADHS-Coaching-Konzept vor, das dazu beitragen soll, Adulte mit ADHS-Symptomen in ihrem lebens- und arbeitsweltlichen Umfeld zu unterstützen und zu stärken. Dazu legt sie einen an der ADHS-Symptomatik orientierten sechsphasigen Prozessverlauf sowie symptomspezifische Interventionen zur Bearbeitung der Kardinalsymptome dar und ordnet diese anhand einer Beschreibung der relevanten Beraterkompetenzen in einen Gesamtkontext ein. Obwohl es sich bei der Aufmerksamkeitsdefizit- und Hyperaktivitätsstörung (ADHS) um eine Symptomatik handelt, die mittlerweile einer breiten Öffentlichkeit bekannt ist, konnten klassische medikamentöse und psychotherapeutische Behandlungsformen das verstärkte Auftreten von ADHS nicht verhindern. Insbesondere im Bereich der Arbeitswelt sehen sich die Betroffenen großen Herausforderungen und Schwierigkeiten ausgesetzt.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Chapter 1. Einleitung

Wer kennt ihn nicht: den Zappelphilipp, der über Tische und Bänke geht und nie zur Ruhe kommt, unkonzentriert Gegenstände umschubst, fahrig und unkonzentriert, und seiner Umwelt durch innere und äußere Überaktivität an den Nerven zerrt. Was auf den ersten Blick als eine persönliche Eigenschaft und Schwäche erscheint, kann ein Syndrom sein, das unter dem Terminus ADHS zusammengefasst wird. Die Symptome der Aufmerksamkeitsdefizit- und Hyperaktivitätsstörung sind: Unaufmerksamkeit, Impulsivität und Hyperaktivität. Noch in den 80er Jahren wurde die Störung als eine Kinder- und Jugendkrankheit angesehen. Diese Überzeugung wurde durch mehrere Langzeituntersuchungen, die separat voneinander in den USA und später in Europa durchgeführt wurden, widerlegt. Ergebnis dieser Studien war: Die Symptomatik tritt bei 78 % der erkrankten Kinder und Adoleszenten bis in das Erwachsenenalter hinein auf.
Regine Hinkelmann

Chapter 2. Das Coaching-Konzept

Das dargelegte Konzept zum AHDS-Coaching richtet sich an Adulte mit ADHS-Symptomen leichter bis mittlerer Ausprägung. Damit sind Betroffene gemeint, die nicht an komorbiden Störungen leiden. Im Folgenden werden der typische Sechs-Phasenverlauf des Beratungsprozesses sowie konkrete Interventionen zur Bearbeitung arbeitsweltlicher Anliegen erläutert.
Regine Hinkelmann

Chapter 3. Der Veränderungsprozess: Hilfe zur Selbsthilfe

In dem in Abb. 3.1 abgebildeten Modell werden die sechs Phasen des Coaching-Prozesses grafisch dargestellt. Die in jeweils zwei Richtungen weisenden Pfeile zwischen den Phasen verdeutlichen, dass es sich beim Coaching um einen iterativen Prozess handelt, in dem reflexiv gearbeitet wird. Somit sind auch wechselseitige Beeinflussungen der Phasen aufeinander möglich.
Regine Hinkelmann

Chapter 4. Die Methodenauswahl

Schon Kafka formulierte: „Wege entstehen dadurch, dass man sie geht.“ Dieser ziel- und lösungsorientierte Gedanke prägt die Beratungsarbeit von Menschen mit ADHS-Symptomen. Zur Bearbeitung der aus der ADHS resultierenden Probleme in der Arbeitswelt müssen Interventionen ausgewählt werden, die gezielt an den Symptomen anknüpfen.
Regine Hinkelmann

Chapter 5. Coach oder Couch? – Psychotherapie versus Coaching

Im Kontext der Behandlung von ADHS ist es wichtig, eine Grenze zwischen Coaching und Psychotherapie zu ziehen. Aus diesem Grund sollen an dieser Stelle die Unterschiede zwischen beiden Verfahren mit Bezug auf das Phänomen ADHS erläutert werden. Hier gilt es zunächst, die inhaltlichen und methodischen Alleinstellungsmerkmale, aber auch die Gemeinsamkeiten zu beschreiben.
Regine Hinkelmann

Chapter 6. Fazit und Perspektive

Es ist sehr wahrscheinlich, dass die ADHS-Problematik in den kommenden Jahren weiter zunehmen wird. Gründe dafür sind u. a. in der weltweiten Digitalisierung durch wachsende Nutzung von Smartphones und Social Media zu sehen. Auch aufgrund seiner hohen Anschlussfähigkeit für arbeitsweltliche Anliegen gewinnt der ADHS-Coaching-Ansatz an Bedeutung. Die Entwicklung der zahlreichen professionellen und personenbezogenen Beratungsangebote im Bereich der Stärkung von Arbeitsfähigkeit und autonomer Lebensführung ist auch darauf zurückzuführen, dass die gesellschaftlichen Normierungen zunehmend höhere Ansprüche an Selbstorganisation und Selbstführung der Individuen stellen. Dadurch gewinnt Coaching immer mehr an Relevanz für unsere Gesellschaft.
Regine Hinkelmann

Backmatter

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