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Über dieses Buch

Das Buch wendet sich an Professionelle, die ihre Fähigkeiten als kooperativ orientierter Gesprächspartner zu stärken wünschen. Nicht alle Gespräche sind hilfreich und nützlich für die hilfesuchende Person. Es ist wichtig, den sozialen Rahmen und organisatorischen Kontext als Hintergrund für das Gespräch zu verstehen und mit einzubeziehen, damit das Gespräch als wertvoll und sinnstiftend erlebt wird. Transformative Dialoge sind identitätsstiftend und geben dem Menschen Stabilität, Verankerung und Integrität in einer Welt, die als immer komplexer erlebt wird. Reinhard Stelter im Dialog mit Uwe Böning wollen Mut machen, Coaching und andere professionelle Dialoge nicht als bloßes Motivations- und Optimierungsinstrument zu sehen, sondern als offene und nachhaltige Begegnung zweier oder mehrerer Menschen, die Interesse haben, sich weiter zu entwickeln.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Theoretische Voraussetzungen

Frontmatter

Kapitel 1. Third Generation Coaching als nachhaltiger, fruchtbarer Dialog – zentrale Merkmale

Zusammenfassung
In diesem Kapitel nehme ich Stellung zu einigen aktuellen Positionen, die das Coaching kritisch beurteilt haben. Ich beschäftige mich mit den unterschiedlichen Nuancen des Coachingbegriffs und verdeutliche die nötige Neuorientierung, bei der Coaching als offener, fruchtbarer und transformativer Dialog beschrieben wird. Damit beziehe ich die berechtigte Kritik mit ein, indem ich Third Generation Coaching als eine Art Dialog darstelle, der ein innovativer Beitrag für Menschen sein kann, die als entscheidende Voraussetzung, um dem heutzutage in unserer Gesellschaft vorherrschenden Druck auf den Einzelnen standhalten zu können, das Bedürfnis haben, sich selbst zu finden.
Reinhard Stelter, Uwe Böning

Kapitel 2. Kurze Gesellschaftsanalyse: Die Entstehung des Leistungssubjektes und die Entwicklung der Müdigkeitsgesellschaft

Zusammenfassung
In diesem Kapitel blicke ich kritisch auf die Gesellschaftsentwicklung, die letzten Endes Konsequenzen für die Art von Coachinggesprächen und anderen professionellen Alltagsdialogen hat. Letztlich interessiert hier folgende Frage: Welchen Einfluss haben diese sozialen Veränderungen auf die Art und Weise der Gesprächsführung? Bis in die letzten Jahrzehnte des 20. Jahrhunderts konnte man deutlich einen von außen kommenden Feind ausmachen. In der globalisierten Welt wird dies schwierig.
Reinhard Stelter, Uwe Böning

Kapitel 3. Auf der Suche nach sich selbst – Identität als zentrale Herausforderung unserer Zeit

Zusammenfassung
Die Entwicklung unserer Identität und unseres Selbst stellt eine zentrale Herausforderung dar in einer Zeit, in der soziale Beziehungen und ihre Komplexität extrem wachsen, nicht zuletzt durch die vielen Kontakte und Berührungsflächen, die wir durch soziale Medien und die alltägliche Informationsflut haben. Die Geschwindigkeit der Informationsverbreitung führt dazu, dass das integrierende Wahrnehmen von Zeit und Raum in seiner Funktion als stabilisierender Faktor immer schwieriger wird. Die Leiblichkeit als sinnlicher Anker für unsere Identität wird zunehmend durch unser Leben in virtuellen Räumen bedroht.
Reinhard Stelter, Uwe Böning

Basisthemen für fruchtbare Dialoge

Frontmatter

Kapitel 4. Sinnschaffen im Dialog

Zusammenfassung
Das Sinnschaffen oder besser: das Erleben von Sinn ist die existenzielle Grundlage für die eigene Selbsterkenntnis und für das soziale Zusammenspiel der Menschen. Zum wiederholten Male greife ich das Thema „Sinn“ auf, welches ich über viele Jahre hinweg als eines der zentralsten theoretischen Grundthemen des Third Generation Coachings angesehen habe. Den Sinn oder das Sinnvolle, nach dem wir in bestimmten Situationen durch unser Handeln und im Leben generell suchen, ist die fundamentale Grundlage für die menschliche Lebensfähigkeit – ohne Sinn kein Leben, kein Genuss am Leben. Ich untersuche den Begriff aus einer etymologischen Perspektive, um herauszufinden, weshalb Sinn eine so zentrale Rolle in unserem Leben spielt: Woher stammt das Wort, und welche Begriffe sind mit ihm verwandt?
Reinhard Stelter, Uwe Böning

Kapitel 5. Werte – Handlungsfundamente

Zusammenfassung
Unsere Zeit fördert eine Unruhe und Rastlosigkeit, in der das Dasein nicht immer als sinnvoll empfunden wird, sondern uns oft zum Sklaven unserer eigenen Selbstkontrolle und Leistungsansprüche werden lässt. Wir haben die Kunst des Verweilens verlernt, ebenso wie wir verlernt haben, uns die Zeit zum Reflektieren und zur Muße zu nehmen. Eine Reflexion über Werte bietet dem Individuum ein stabiles Fundament für seine Handlungsfähigkeit.
Reinhard Stelter, Uwe Böning

Kapitel 6. Das Narrative – Veränderung schaffen durch den anderen

Zusammenfassung
In allen Zeiten haben Menschen sich gegenseitig Geschichten erzählt, um wichtige Ereignisse, Sorgen und Freuden miteinander zu teilen. Narrationen oder Erzählungen trugen dazu bei, Kultur zu entwickeln, sie zu transformieren und Traditionen an kommende Generationen weiterzugeben. Für die einzelne Person bilden Erzählungen die Basis dafür, sich selbst zu verstehen und zu formen und die eigene Identität und ein Verständnis von sich selbst zu entwickeln.
Reinhard Stelter, Uwe Böning

Reflexionen über die Dialogpraxis

Frontmatter

Kapitel 7. Aufmerksamkeit fördern

Zusammenfassung
Die Aufmerksamkeit für sich selbst und seine Dialogpartner ist von entscheidender Bedeutung, um die Vertiefung in den Dialog zu fördern. Grundlegend sollte man keine bestimmte Lösung oder einen quick-fix anstreben. Ein Gespräch beginnt häufig damit, die Situation, den Kontext, den anderen oder sich selbst und die Art, wie man sich in der Situation verhält, zu untersuchen.
Reinhard Stelter, Uwe Böning

8. Die narrativ-kollaborative Praxis

Zusammenfassung
Die narrative Praxis dehnt sich auf viele gesellschaftliche Gebiete und Praxisbereiche aus, wie Psychotherapie, Psychiatrie, Krankenpflege, Medizin, Sozialberatung, Unterrichtstätigkeiten und Organisationsentwicklung. In der postmodernen Welt haben Meta-Narrationen oder die großen Erzählungen ihren Wert und ihre Erklärungskraft verloren. Früher halfen diese Narrationen – nicht selten auf religiöser Basis – den Menschen dabei, ein allgemein akzeptiertes Verständnis von geschichtlichen Veränderungen und gesellschaftlichen Zuständen zu erlangen, und stellten große Ereignisse in einen allgemein akzeptierten Referenzrahmen.
Reinhard Stelter, Uwe Böning

9. Das Dialogfundament und die Tugenden des Dialogführers

Zusammenfassung
Einen Dialog zu entwickeln, ist eine Kunst, ein Ereignis, das für die Dialogteilnehmer am besten in einem festgelegten Rahmen und in einer Umgebung von Geborgenheit und Vertrautheit stattfindet. Transformative und fruchtbare Dialoge setzen eine Absprache und einen Vertrag voraus, bei denen sich beide Teilnehmer in Bezug auf ihre Position im Gespräch und über das Thema einig sind, und bei denen beide den Willen, die Ambition und das Engagement zeigen, die sie als angemessen für die Begegnung miteinander erachten. Die Forschung und Erkenntnisse im Bereich von Psychotherapie und Coaching betonen die zentrale Bedeutung der Beziehung zwischen den Dialogteilnehmern sowie die Fähigkeiten und Lauterkeit des Dialogführers als das entscheidende Fundament für den erfolgreichen Dialog.
Reinhard Stelter, Uwe Böning

10. Dialogpraktiken

Zusammenfassung
Das gesamte Buch hindurch habe ich versucht, das Verständnis meiner Leser für das theoretische Fundament der Praxis unterschiedlicher transformativer und fruchtbarer Alltagsdialoge zu fördern. Die in diesem Buch bearbeitete Theorie und Praxis kann als Grundlage für viele unterschiedliche Dialoge sowie professionelle Gespräche und Entwicklungsprozesse – Coaching, Mentoring und andere Gespräche in Arbeit und Leben inbegriffen – verwendet werden – trotz gewisser Verschiedenartigkeit zwischen den Dialogformen. Ich habe versucht, die Voraussetzungen für das Führen von Dialogen zu entmystifizieren.
Reinhard Stelter, Uwe Böning

11. Abschließende Reflexion

Zusammenfassung
Mit diesem Buch habe ich Sie als Leser dazu eingeladen, den Traum von einer besseren Kommunikation zwischen Menschen mit mir zu teilen, einen Traum von Verständnis und Mitgefühl füreinander, einen Traum davon, dass wir uns selbst und einander durch fruchtbare und transformative Gespräche entwickeln können. Doch dies ist nicht nur ein Traum. Es ist eine Mission: Der Weg hin zur Kunst des Verweilens im Dialog ist die Voraussetzung dafür, dass wir uns wohlfühlen – für unsere Lebensqualität, die Entwicklung unserer Identität und für die Verbesserung von Führung und Zusammenarbeit in unserem Arbeitsleben.
Reinhard Stelter, Uwe Böning

Statt eines Nachwortes

Frontmatter

12. Dialog zwischen Uwe Böning und Reinhard Stelter

Zusammenfassung
Lieber Uwe.
Reinhard Stelter, Uwe Böning

Backmatter

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