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Coaching

Angewandte Psychologie für die Beratungspraxis

  • 2026
  • Buch

Über dieses Buch

Auf dem Weg der zunehmenden Differenzierung und Professionalisierung der Coaching-Profession bietet dieses Buch eine klare Orientierung: wissenschaftlich fundiert, anwendungsnah und systematisch. Jetzt in der 4., vollständig überarbeiteten Auflage.

Das Buch bietet Coach:innen sowohl als Einsteiger:innen als auch als Professionals und Führungspersonen einen vertieften Einblick in folgende Bereiche:

Verschiedene Coachingansätze Verschiedene Settings Ausgewählte Zielgruppen und Kontexte Ausgewählte Anwendungsfelder und Fragestellungen Aspekte der Qualitätssicherung Wichtiger Zukunftsthemen im Coaching

Zahlreiche Fallbeispiele aus der Coachingpraxis der Autor:innen geben den Leser:innen eine konkrete Vorstellung von der praktischen Anwendung.

In einem separaten Methodenteil werden vielfältige Methoden und konkrete Tools aufgeführt. Eine digitale Aufarbeitung ausgewählter Methoden ergänzt das Buch.

Das Buch bildet damit die zunehmende Differenziertheit und Komplexität im Coaching umfassend als Gesamtübersicht ab. Ziel dieser Neuauflage ist es, die Vielfalt der Ansätze sichtbar zu machen, ohne Coaching auf eine spezifische Richtung zu reduzieren.

Inhaltsverzeichnis

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  1. Frontmatter

  2. Grundlagen auf der Basis eines systemisch-lösungsorientierten Beratungsansatzes

    1. Frontmatter

    2. 1. Was ist Coaching?

      Eric Lippmann
      In diesem Kapitel wird das Coaching als professionelle Beratungsform im beruflichen Kontext detailliert beschrieben. Es werden die Grundlagen des Coachings, seine Entwicklungsphasen und die Abgrenzung zu verwandten Interventionsformen wie Training, Mentoring, Supervision, psychosozialer Beratung und Psychotherapie erläutert. Der Text beleuchtet die Rolle des Coaches, die verschiedenen Verhaltensmuster von Klienten und die Bedeutung einer professionellen Beratungsbeziehung. Zudem werden die zentralen Aspekte des Rollenkonzepts und die Anwendungsfelder des Coachings im beruflichen Kontext dargestellt. Abschließend wird die Abgrenzung des Coachings zu anderen Beratungsformen diskutiert, um die Besonderheiten und den spezifischen Nutzen des Coachings hervorzuheben. Das Kapitel bietet eine umfassende Übersicht über die Theorie und Praxis des Coachings und zeigt auf, wie Coaching zur optimalen Rollenübernahme und zur Bewältigung beruflicher Herausforderungen beitragen kann.
    3. 2. Typische Phasen eines Coachings

      Eric Lippmann
      Das Kapitel beleuchtet die typischen Phasen eines Coachingprozesses und deren Bedeutung für eine erfolgreiche Beratung. Es beginnt mit der Einstiegs- und Kontaktphase, in der die Grundlagen für eine Zusammenarbeit gelegt werden, gefolgt von der Vereinbarungs- und Kontraktphase, in der Ziele und Rahmenbedingungen festgelegt werden. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Entwicklung von Lösungen und der Sicherung des Transfers dieser Lösungen in die Praxis. Abschließend wird die Auswertung und der Abschluss des Coachings thematisiert. Das Kapitel betont, dass die Phasen in der Realität oft spiralförmig und nicht linear ablaufen, was eine flexible und individuelle Herangehensweise erfordert. Es wird auch auf die Bedeutung der Transparenz und des Vertrauensaufbaus hingewiesen, um eine erfolgreiche Zusammenarbeit zu gewährleisten. Durch die detaillierte Beschreibung der einzelnen Phasen und die praxisnahen Beispiele bietet das Kapitel wertvolle Einblicke für Professionals, die ihr Coaching-Wissen vertiefen möchten.
    4. 3. Evaluation von Coaching

      Eric Lippmann
      In diesem Kapitel wird die Evaluation von Coaching umfassend behandelt, wobei verschiedene Perspektiven und Methoden beleuchtet werden. Es wird untersucht, ob sich die Investition in Coaching für Kund:innen, Auftraggeber:innen und Coaches lohnt und welche Faktoren die Wirksamkeit beeinflussen. Fünf Formen der Evaluation werden vorgestellt: Ziel-Evaluation, Input-Evaluation, Prozess-Evaluation, Output-Evaluation und Outcome-Evaluation. Jede dieser Formen wird detailliert beschrieben und ihre Relevanz für die Beurteilung von Coachingprozessen hervorgehoben. Zudem wird die Bedeutung der Evaluation für die Professionalität von Coaches betont, da sie sowohl zur Optimierung des Vorgehens als auch zur Erfolgsdokumentation dient. Die Forschung interessiert sich insbesondere für die Faktoren, die die Wirksamkeit von Coaching beeinflussen. Abschließend wird empfohlen, sowohl quantitative als auch qualitative Evaluationsmethoden zu nutzen, um ein umfassendes Bild der Wirksamkeit von Coaching zu erhalten. Dieses Kapitel bietet einen detaillierten Überblick über die verschiedenen Aspekte der Evaluation von Coaching und zeigt auf, wie diese zur Verbesserung der Qualität und Effektivität von Coachingprozessen beitragen kann.
  3. Coaching-Grundlagen aus der Sicht weiterer Beratungsansätze

    1. Frontmatter

    2. 4. Psychodynamische Konzepte

      Marius Neukom
      Dieses Kapitel beleuchtet die psychodynamischen Konzepte und ihre Anwendung in beruflichen und organisatorischen Kontexten. Es beginnt mit einer Einführung in die Psychodynamik, die als Lehre von den bewussten und unbewussten seelischen Kräften definiert wird. Der Text erklärt, wie psychodynamische Prozesse die Regulierung von Emotionen und die Austauschprozesse in Beziehungen beeinflussen. Ein zentraler Schwerpunkt liegt auf dem psychodynamisch-systemischen Coaching, das sich mit den Wechselwirkungen zwischen Individuum, Gruppe und Organisation befasst. Der Beitrag geht auf die Entwicklung der Psychoanalyse ein, von der klassischen Ein-Personen-Theorie bis hin zur intersubjektiven Wende, die die Bedeutung von Beziehungen und Übertragung betont. Die Rolle des Unbewussten, insbesondere des dynamischen Unbewussten, wird detailliert beschrieben, einschließlich seiner Eigenschaften und seiner Auswirkungen auf das Verhalten und die Entscheidungsfindung. Der Text behandelt auch Abwehrmechanismen wie Verdrängung, Intellektualisierung und Projektion, die dazu dienen, psychischen Schmerz und Angst zu minimieren. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf Gruppendynamiken und Widerstand gegen Veränderungen, die in Organisationen häufig auftreten. Die Bedeutung von Beziehungserleben und Kommunikation im Coaching wird hervorgehoben, wobei die Qualität der Arbeitsbeziehung als entscheidender Faktor für den Erfolg von Beratungsprozessen dargestellt wird. Der Beitrag schließt mit einer Diskussion über Emotionsregulierung und Selbstreflexion, die für die persönliche und berufliche Entwicklung von zentraler Bedeutung sind. Insgesamt bietet das Kapitel eine umfassende Analyse der psychodynamischen Konzepte und ihrer praktischen Anwendung in verschiedenen beruflichen und organisatorischen Kontexten.
    3. 5. Personenzentriertes Coaching

      Tamara Garcia, Till Grossrieder
      Personenzentriertes Coaching nach Carl Rogers basiert auf humanistischen Ansätzen, die Selbstverwirklichung und Autonomie des Menschen betonen. Der Ansatz umfasst die Beratungshaltung, Gesprächsführung und konkrete Umsetzungsmöglichkeiten. Wichtige Konzepte sind die Aktualisierungstendenz, Selbstaktualisierung und das Selbstkonzept. Die Beziehung zwischen Coach und Coachee steht im Vordergrund, wobei Kongruenz, Empathie und Wertschätzung als zentrale Elemente gelten. Der Text erklärt, wie diese Prinzipien in der Praxis angewendet werden können, und betont die Bedeutung von Selbsterfahrung und Reflexion für Coaches. Durch die Integration dieser Konzepte wird ein Rahmen geschaffen, der nachhaltige Veränderungen ermöglicht. Der Fachbeitrag bietet einen detaillierten Einblick in die Theorie und Praxis des personenzentrierten Coachings und zeigt, wie diese Ansätze in verschiedenen beruflichen Kontexten genutzt werden können.
    4. 6. Gestalttherapeutische Prinzipien im Coaching

      Volker Kiel
      Gestalttherapeutische Prinzipien im Coaching basieren auf den Grundlagen der Gestalttherapie, die in den 1950er- bis 1960er-Jahren von Fritz und Laura Perls sowie Paul Goodman entwickelt wurde. Diese Prinzipien betonen die Selbstregulation des Coachees und die Integration von inneren und äußeren Erfahrungen. Der Text erläutert die grundlegenden Prinzipien der Gestalttherapie, wie das Figur-Grund-Prinzip und die Tendenz zur Bildung guter Gestalten. Diese Prinzipien werden im Coaching angewendet, um unerledigte Situationen zu bearbeiten und die Selbstregulation des Coachees zu stärken. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Feldtheorie, die die Wechselbeziehung zwischen dem Menschen und seiner Umwelt betont. Die phänomenologische Einstellung und die existenzielle Begegnung sind weitere zentrale Aspekte, die im Coaching berücksichtigt werden. Durch die Anwendung dieser Prinzipien können Coachees ihre Bedürfnisse und Fähigkeiten besser erkennen und ihre Selbstregulation verbessern. Der Text zeigt auf, wie diese Prinzipien in der Praxis angewendet werden können, um eine tiefgreifende und nachhaltige Veränderung zu erreichen.
    5. 7. Neuentscheidung – Ein integrativer Ansatz der Transaktionsanalyse für Coaching

      Marion Jonassen
      In diesem Kapitel wird ein integrativer Ansatz der Transaktionsanalyse für Coaching vorgestellt, der auf der Neuentscheidungstherapie von Mary und Robert Goulding basiert. Der Ansatz kombiniert Konzepte der Transaktionsanalyse nach Eric Berne und der Gestalttherapie nach Fritz Perls, um Coachees zu unterstützen, einschränkende Verhaltens- und Erlebnismuster aufzulösen und sich für neue Perspektiven zu entscheiden. Der Beitrag erläutert die Grundlagen der Transaktionsanalyse, einschließlich des Persönlichkeitsmodells der Ich-Zustände und der Konstruktion von Lebensskripten. Es werden die fünf typischen Antreibermuster (Sei perfekt!, Beeil dich!, Mach's (anderen) recht!, Sei stark!, Streng dich an!) und ihre Auswirkungen auf das Verhalten und die Glaubenssätze der Coachees beschrieben. Der Prozess der Neuentscheidung wird anhand eines Beispiels veranschaulicht, das die Phasen der Auflösung von Entscheidungen in der Vergangenheit und die Integration neuer, unterstützender Glaubenssätze umfasst. Die Autorin betont die Bedeutung der Würdigung dysfunktionaler Lösungsmuster der Vergangenheit und die Integration von körperorientierten und analogen Verfahren zur affektiven Involvierung. Der Beitrag schließt mit der Feststellung, dass der Neuentscheidungsprozess ganzheitliche und ressourcenaktivierende Vorgehensweisen vereint, die Coachees ermutigen, frühe schwierige Erlebnisse neu zu bewerten und Neuentscheidungen zu treffen.
    6. 8. Existenzielles Coaching

      Stefan Marti
      In diesem Fachbeitrag wird das Konzept des existenziellen Coachings umfassend beleuchtet. Der Text beginnt mit einer Einführung in das existenzielle Menschenbild, das Themen wie Sinn, Werte, Freiheit, Verantwortung und Authentizität in den Mittelpunkt stellt. Es werden sieben charakteristische Merkmale des existenziellen Coachings vorgestellt, darunter die Betonung der geistig-personalen Dimension des Menschen und die Bedeutung von Freiheit und Verantwortung. Ein zentraler Bestandteil des Beitrags ist die Vorstellung der vier Grundmotivationen, die als grundlegende Motivationsstruktur des Menschen beschrieben werden. Diese Grundmotivationen umfassen das Sein-Können in der Welt, das Leben als soziales und fühlendes Wesen, die Individualität und die Ausrichtung auf Sinn und Veränderung. Der Text erläutert auch die phänomenologische Arbeitsweise, die eine zentrale Methode im existenziellen Coaching darstellt. Diese Methode zielt darauf ab, den Menschen in seinem Wesen zu verstehen und seine Einmaligkeit sowie Einzigartigkeit zu erkennen. Zudem wird das Prozessmodell der Personalen Existenzanalyse (PEA) vorgestellt, das als roter Faden für die Coachingarbeit dient und eine systematische Abfolge von Schritten umfasst, um Ressourcen zu aktivieren und stimmige Entscheidungen zu treffen. Der Beitrag schließt mit einer Zusammenfassung der charakteristischen Merkmale des existenziellen Coachings und betont dessen Anwendbarkeit in verschiedenen Bereichen wie Führungscoaching, Krisenbewältigung und persönlicher Lebensgestaltung. Dieser Fachbeitrag bietet einen tiefen Einblick in die Grundlagen und Methoden des existenziellen Coachings und zeigt auf, wie dieser Ansatz dazu beitragen kann, ein erfülltes und sinnvolles Leben zu gestalten.
    7. 9. Neuropsychologische Grundlagen im Coaching

      Christoph Hoffmann
      Dieses Kapitel beleuchtet die neuropsychologischen Grundlagen, die für effektives Coaching unerlässlich sind. Es beginnt mit einer Einführung in die Gehirnfunktionen, insbesondere die Rolle des Frontallappens und des limbischen Systems. Neurotransmitter wie Oxytocin, Dopamin, Serotonin und Noradrenalin werden detailliert beschrieben, da sie Motivation, Bindung und Stressbewältigung beeinflussen. Die Polyvagaltheorie erklärt, wie das autonome Nervensystem soziale Interaktionen und Stressreaktionen steuert, was für die Gestaltung zielgerichteter Coaching-Interventionen entscheidend ist. Die Neuroplastizität des Gehirns ermöglicht nachhaltige Verhaltensänderungen und stärkt die Selbstregulation. Gehirnoszillationen und Spiegelneuronen werden ebenfalls behandelt, da sie den Zugang zu unbewussten Ressourcen und die empathische Coaching-Beziehung fördern. Abschließend werden Achtsamkeit und Meditation als Methoden vorgestellt, die Selbstwahrnehmung und Konzentration verbessern. Das Kapitel verdeutlicht, wie tiefes neuropsychologisches Wissen Coach:innen dabei unterstützt, transformative und wirksame Coaching-Prozesse zu entwickeln.
    8. 10. Der hypnosystemische Beratungsansatz

      Tamara Garcia
      Der hypnosystemische Beratungsansatz verbindet die Erickson’sche Hypnotherapie mit systemischen Ansätzen und findet Anwendung in Coaching, Teamentwicklung, Organisationsentwicklung, Supervision und Psychotherapie. Der Ansatz wurde von Dr. Gunther Schmidt entwickelt und dient als Leitkonzept für die tägliche Beratungspraxis. Ein zentrales Element ist die Integration von Trancezuständen, um Zugang zu unbewussten Prozessen und Ressourcen zu erhalten. Der Ansatz analysiert psychische Themen im Kontext systemischer Interaktionen und nutzt Techniken aus der Priming- und Embodiment-Forschung sowie der Neurobiologie. Wichtige Konzepte sind die Unterscheidung zwischen willkürlichen und unwillkürlichen Prozessen, die Nutzung von Mustererkennung und die Entwicklung einer wertschätzenden Kooperationsbeziehung. Der Text beschreibt auch verschiedene Interventionen und Beispiele aus der Coaching-Praxis, wie die Verwendung von Metaphern, Imaginationstechniken und das Seitenmodell. Ein weiteres zentrales Konzept ist die 'Sowohl-als-auch-Logik', die darauf abzielt, eine Balance zwischen verschiedenen Bedürfnissen und Anliegen zu finden. Der hypnosystemische Ansatz betont die Bedeutung von Unterschiedsbildung und die Nutzung von Ressourcen, um zieldienliche Erlebnisnetzwerke zu aktivieren. Der Text bietet eine umfassende Einführung in die Grundlagen und Techniken des hypnosystemischen Ansatzes und zeigt auf, wie diese in der Praxis angewendet werden können. Durch die Integration von hypnotherapeutischen und systemischen Methoden bietet der Ansatz eine einzigartige Herangehensweise zur Lösung komplexer Beratungsfragen.
    9. 11. Körperorientiertes Coaching

      Thomas Klink, Corinna Möck-Klimek
      Zusammenfassung
      Der Ansatz des körperorientierten Coachings, basierend auf der integrativen Körperpsychotherapie von Jack Lee Rosenberg, betont die Einheit von Körper, Kognitionen und Emotionen. Das körperorientierte Coaching geht davon aus, dass eine Trennung dieser Dimensionen die menschliche Realität nicht abbildet, weshalb stets auf allen Dimensionen gleichzeitig gearbeitet werden muss. Das Ziel ist es, den Coachees durch die bewusste Einbeziehung körperlicher Empfindungen den Zugang zu einer tieferen Erfahrungsdimension zu ermöglichen, was zu neuen Erkenntnissen und nachhaltigen Veränderungen führt. Um den körperlichen Aspekt in den Coachingprozess zu integrieren, ist es entscheidend, dass der:die Coach:in eine sensible Wahrnehmung für körperliche Phänomene entwickelt. Eine differenzierte Sprache hilft, diese Wahrnehmungen bei Coachees zu erfragen und zu benennen. Der Einbezug des Körpers ermöglicht eine tiefere psychologische Auseinandersetzung, die über rein kognitive Ansätze hinausgeht und den Weg für nachhaltige Veränderungen im Coachingprozess öffnet.
    10. 12. Der Provokative Ansatz im Coaching

      Charlotte Cordes, Noni Höfner
      Der provokative Ansatz im Coaching, entwickelt von Frank Farrelly, zielt darauf ab, durch humorvolle Übertreibung und liebevolle Karikatur festgefahrene Denkmuster zu durchbrechen. Der Ansatz betont die Bedeutung einer wertschätzenden Haltung und emotionalen Beteiligung, um Coachees zu neuen Lösungen zu inspirieren. Der Text beschreibt die Methode des liebevollen Karikierens des Weltbildes der Coachees (LKW) und hebt die Bedeutung der nonverbalen Kommunikation sowie der emotionalen Beteiligung durch maßloses Übertreiben hervor. Praktische Fallbeispiele und Kontraindikationen werden diskutiert, um die Anwendung des Ansatzes zu verdeutlichen. Der provokative Ansatz ist ziel- und lösungsorientiert und zielt darauf ab, Coachees zu eigenen, nachhaltigen Lösungen zu führen. Der Text bietet einen detaillierten Einblick in die Methode und ihre Wirksamkeit, sowie praktische Beispiele und Kontraindikationen, die den Ansatz von anderen Coaching-Methoden abheben.
    11. 13. Coaching mit dem Zürcher Ressourcen Modell – ZRM®

      René Meier, Maja Storch
      Das Zürcher Ressourcen Modell (ZRM®) wurde ursprünglich als Gruppentraining für Selbstmanagement entwickelt, hat sich aber auch als effektives Coachingmodell für die Einzelberatung bewährt. Der Beitrag beschreibt zunächst das Gesamtmodell und erläutert dann die einzelnen Prozessschritte für das Einzelcoaching. Im dritten Teil werden ausgewählte Tools vorgestellt, die sich im Einzelcoaching mit ZRM® bewährt haben. Das ZRM® basiert auf Erkenntnissen der Motivationspsychologie und der Hirnforschung und nutzt in allen Phasen des Trainings die Ideen und Assoziationen anderer Menschen. Ein zentrales Element des Modells ist die Aktivierung unbewusster Bedürfnisse, um die Selbstmotivation für die Umsetzung von Veränderungsabsichten zu steigern. Der ZRM®-Gesamtprozess folgt dem Rubikon-Prozess, der fünf zentrale Stadien beschreibt, die ein Veränderungsanliegen durchlaufen muss, um realisiert zu werden. Der Beitrag bietet eine detaillierte Anleitung zur Anwendung des ZRM®-Modells und stellt bewährte Tools und Methoden vor, die im Einzelcoaching eingesetzt werden können. Durch die Kombination von wissenschaftlichen Erkenntnissen und praktischen Erfahrungen bietet das ZRM® eine effektive Methode zur Unterstützung individueller Veränderungsprozesse.
    12. 14. Natur-Coaching

      Carsten Gans
      Natur-Coaching bietet eine einzigartige Methode, bei der Coach und Coachee die Natur als Coaching-Raum nutzen. Durch die Erweiterung der üblichen Dyade zur Triade Coach-Coachee-Natur entstehen neue methodische Möglichkeiten, die körperorientierte Interventionen und systemische Aufstellungsarbeit umfassen. Der Fachbeitrag beschreibt fundierte Konzepte für Coaching in der Natur, die seit etwa fünfzehn Jahren im deutschsprachigen Raum entwickelt wurden. Diese Konzepte nutzen die Natur nicht nur als neuen Coachingraum, sondern beziehen sie aktiv in die Übungen und Interventionen ein. Der Text stellt verschiedene Formen von Natur-Coaching vor, darunter Coaching in der Natur, mit der Natur und durch die Natur. Besonders hervorzuheben sind die detaillierten Beschreibungen konkreter Interventionen, wie der somato-psychischen Intervention „Geh-mit-dir!“ und der Symbolarbeit mit Natursymbolen. Der Fachbeitrag betont die wissenschaftlich nachgewiesenen positiven Effekte von Natur-Coaching auf Körper und Psyche, wie die Erhöhung der Abwehrzellen, die Senkung des Cortisolspiegels und die Verbesserung von Aufmerksamkeit, Kreativität und Selbstwertgefühl. Durch die Nutzung der Natur als Coaching-Raum wird ein hohes Maß an Eindrücklichkeit und Nachhaltigkeit ermöglicht, was Natur-Coaching zu einer besonders effektiven Methode macht.
  4. Settings

    1. Frontmatter

    2. 15. Settings

      Eric Lippmann
      Das Kapitel gibt einen detaillierten Überblick über die verschiedenen Settings im Coaching, wobei der Fokus auf dem Einzelcoaching, Gruppencoaching, Teamcoaching, kollegialem Coaching und Selbstcoaching liegt. Es werden die spezifischen Anwendungsbereiche, Zielgruppen und die jeweiligen Vor- und Nachteile der einzelnen Settings umfassend analysiert. Der Text betont die Bedeutung der Auftrags- und Kontextklärung sowie die Notwendigkeit einer klaren Zielformulierung für eine erfolgreiche Beratung. Besonders hervorgehoben wird die Qualität der Beziehung zwischen Coach und Coachee im Einzelcoaching, die eine intensive Auseinandersetzung mit persönlichen und beruflichen Themen ermöglicht. Zudem wird die Rolle des Teamcoachings bei der Verbesserung der Zusammenarbeit und der Zielerreichung in Teams detailliert beschrieben. Das Kapitel schließt mit einer Bewertung der verschiedenen Coaching-Settings und deren Eignung für unterschiedliche berufliche und persönliche Anliegen.
    3. 16. Coaching aus verschiedenen Rollen

      Eric Lippmann
      Das Kapitel untersucht die verschiedenen Rollen und Settings im Coaching, insbesondere die Unterschiede zwischen externen und internen Coaches sowie professionellen und semiprofessionellen Beratungssettings. Es wird aufgezeigt, dass externe Coaches aufgrund ihrer Unabhängigkeit und Neutralität besonders für hochrangige Führungskräfte und komplexe Beratungsthemen geeignet sind. Interne Coaches hingegen bieten den Vorteil, dass sie über detaillierte Kenntnisse der Organisation verfügen und niederschwellige Beratung ermöglichen. Der Text geht auch auf die Herausforderungen und Risiken ein, die mit der Rolle der Führungskraft als Coach verbunden sind, insbesondere die Gefahr von Rollenkonflikten und Beziehungsfalle. Abschließend wird betont, dass Beratung durch die Führungskraft kein professionelles Coaching ersetzen kann, da die Führungsrolle nie neutral ist und immer eine Kontroll- und Beurteilungsfunktion beinhaltet. Die Analyse zeigt, dass professionelles Coaching durch externe Fachpersonen in vielen Fällen die bessere Wahl ist, insbesondere wenn es um sensible oder konfliktbehaftete Themen geht.
    4. 17. Alternative Orte und Räume

      Carsten Gans
      In diesem Kapitel werden alternative Coaching-Räume vorgestellt, die eine Abwechslung zum klassischen Raumsetting bieten. Der Fokus liegt auf Naturcoaching in verschiedenen Naturräumen wie Parks, Wäldern, Wiesen und Gewässern. Es wird beschrieben, wie diese Räume die methodischen Möglichkeiten erweitern und welche Vorteile sie für individuelle und gruppendynamische Prozesse bieten. Der Text bietet praktische Beispiele und methodische Ansätze, die in anderen Texten oft nicht so ausführlich behandelt werden. Besonders interessant ist die Beschreibung des Waldes als besonderer Ort für Coaching, der eine große Vielfalt an Möglichkeiten bietet. Auch die Nutzung von Gewässern und die besonderen Herausforderungen und Chancen der Wüste als Coachingraum werden thematisiert. Das Kapitel zeigt auf, wie Naturcoaching die methodischen Möglichkeiten erweitert und welche Vorteile es für Coaches und Coachees bietet.
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Titel
Coaching
Herausgegeben von
Eric Lippmann
Tamara Garcia
Thomas Klink
Copyright-Jahr
2026
Verlag
Springer Berlin Heidelberg
Electronic ISBN
978-3-662-71516-1
Print ISBN
978-3-662-71515-4
DOI
https://doi.org/10.1007/978-3-662-71516-1

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    Bildnachweise
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