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Über dieses Buch

Die in dem Buch beschriebenen Methoden und Techniken sichern Unternehmen den Entwicklungsvorsprung, der benötigt wird, um mit hoher Innovations- und Zukunftssicherheit in organisatorischer und technologischer Hinsicht auf dynamischen Märkten zu bestehen.

Der innovative Ansatz stellt die Begriffe Kognition, Organisation, Wissen und Technologie in den Mittelpunkt. Mit Hilfe der wissensbasierten, handlungsorientierten und simulationsvalidierten Methodik können innovative Unternehmen als kognitive, wandelbare Organisationen entwickelt werden.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

1. Prolog

Derzeit sehen sich der Staat, die Unternehmen und die Gesellschaft mit einer Vielzahl von Problemen konfrontiert: Staatliche Finanzprobleme, Liberalisierung der Märkte, zunehmende internationale Kooperationen, Globalisierung, Boom in den asiatischen Ländern bei gleichzeitiger Sättigung in den entwickelten Staaten, Fragmentierung bei gleichzeitiger Polarisierung der Märkte, Ethisierung, Technologisierung und Beschleunigung der Innovationsrate bei gleichzeitiger Verpflichtung zum nachhaltigen Wirtschaften. Erschwerend kommt hinzu, dass die aktuellen Zivilisationserscheinungen des 21. Jahrhunderts vor allem drei Charakteristika erkennen lassen: eine Tendenz der Irreversibilität von Ereignissen, die Unabschließbarkeit (Offenheit) von Ereignissen und die Interdependenz von Ereignissen. Gleichzeitig zu diesen eher generellen Problemsituationen postuliert man eine vierte industrielle Revolution, indem durch eine Vernetzung von Produktionsanlagen und industriellen Erzeugnissen bis hin zu Alltagsprodukten mit integrierten Speicher- und Kommunikationsfähigkeiten, Funksensoren, eingebetteten Aktuatoren und intelligenten Softwaresystemen eine Brücke zwischen virtueller („cyber space“) und dinglicher Welt geschlagen werden soll. Diese neuartigen Probleme und Herausforderungen erfordern das Gehen neuer Wege und die Entwicklung neuer Organisationsformen. Der Organisations- und Entwicklungsansatz der Kognitiven Organisation (Cognitive Organisation) liefert die Grundlagen zur praktischen, kognitiven, prozessualen und funktionalen Ausgestaltung von lernenden und damit überlebensfähigen Organisationen.

Matthias Haun

2. Organisationen

Organisationen sind allgegenwärtig und als solche sicherlich ein bestimmendes Merkmal moderner Zivilisationen. In die Entwicklung des Ansatzes der kognitiven Organisationstheorie fließen dabei die Erkenntnisse klassischer und neuerer organisationstheoretischer Ansätze ein. Dabei zeigt sich, dass die Ansätze – historisch bedingt – sich inhaltlich in einem „fruchtbaren“ Verhältnis gegenüber stehen. So ergänzen sich manche Perspektiven, andere stehen neutral nebeneinander und wieder andere stehen sich diametral gegenüber. Der Ansatz der kognitiven Organisation versucht dabei von jedem dieser klassischen und neueren Ansätze Bewährtes in Form von „Best Practices“ zu identifizieren und zu einem eigenen Ansatz zu orchestrieren.

Matthias Haun

3. Systeme

Sollen bestehende Organisationen als soziotechnische Systeme aufgefasst und eingehend analysiert, umgestaltet oder entwickelt werden, so erfordert dies umfangreiche analytische Untersuchungen. Speziell in der Organisationsentwicklung gestatten die Komplexität der Systemstrukturen und die vielfältigen Umweltbeziehungen es oftmals nicht, die Zusammenhänge sofort zu erkennen bzw. gleich beim ersten Versuch zielentsprechend und final zu gestalten. Systemmodelle ermöglichen es, komplexe Sachverhalte oder Ideen (be)greifbar und damit erklär- und verstehbar zu machen. Die System- und Modelltheorie stellen das basale Instrumentarium bereit, um sich die notwendigen Begriffe und Zusammenhänge kognitiver Organisationen erschließen zu können.

Matthias Haun

4. Kognitionen

Unter Kognition wird das Resultat einer Daten-, Information- und Wissensverarbeitung verstanden, die bei Lebewesen durch das Nervensystem erfolgt und bei artifiziellen Systemen unter anderem durch die Simulation naturanaloger Verfahren realisiert wird. Unabhängig von der materiellen Realisierung der natürlichen und künstlichen kognitiven Systeme besitzen beide Systemtypen gewisse gemeinsame Eigenschaften. Diese Gemeinsamkeiten, aber auch die Unterschiede und damit die Spannung zwischen natürlichen und künstlichen Systemen ist es, was in einer kognitiven Organisation zum Tragen kommt.

Matthias Haun

5. Wissen

Alles Wissen beginnt mit dem Unterscheiden und dem Entscheiden. Gerade Entscheidungen stellen ein zentrales Konzept für die Entwicklung kognitiver Organisationen dar. Daten werden durch Zeichen repräsentiert und sind Gegenstand von Verarbeitungsprozessen. Sie setzen sich aus einzelnen Zeichen oder aber aus einer Folge von Zeichen zusammen, die einen sinnvollen Zusammenhang ergeben. Daten werden zu Informationen, indem sie in einen Problemzusammenhang (Kontext) gestellt und zum Erreichen eines konkreten Ziels verwendet werden. Wissen ist sodann die Vernetzung von Information, die es ermöglicht, Handlungs- und Aktionsvermögen aufzubauen. Durch Wissen entsteht das Potential von Interoperationen, indem sich Umwelt und organisatorische Ressourcen als Lösungssysteme gegen- und wechselseitig bedingen sowie beeinflussen. Letzteres führt dazu, dass der klassische Begriff der Handlung als Form der Interaktion erweitert und als Interoperation ausgestaltet wird, indem eine solche Interoperation für zielgerichtetes, notwendigerweise bewusstes Ein- und Auswirken auf Systeme bzw. Umgebungen steht.

Matthias Haun

6. Kognitive Organisationen

Der Ansatz der kognitiven Organisation ist das Erkenntnisprodukt eines evolutionären Entwicklungsprozess vieler Wissenschaftsdisziplinen. So avancieren kognitive Organisationen in dynamischen Umwelten zu weitgehend selbstständigen, selbstevolvierenden und selbstorganisierenden Systemen im Allgemeinen, zu wissensbasierten und lernfähigen Systemen im Speziellen, die dennoch beherrschbar, d. h. dem steuernden und gestaltenden Einfluss ihrer Leitungsorgane zugänglich bleiben.

Matthias Haun

7. Organisationsentwicklung

Um im internationalen Wettbewerb bei zunehmender Kostensensibilität, Innovationsnotwendigkeit und exponentieller technologischer Entwicklungsgeschwindigkeit lebensfähig bleiben und mit zunehmend stärker ausdifferenzierten Erwartungen an die Organisationen umgehen zu können, müssen sich Organisationen nicht nur fortlaufend verändern, sondern sich vor allem nachhaltig entwickeln. Erschwerend kommt hinzu, dass eine solche Entwicklung oftmals bei „laufendem Motor“, am „offenem Herzen“ bzw. „in action“ und damit „in Echtzeit“ stattfinden muss. Es gilt daher, die Organisation in ihrem jeweiligen Reifegrad abzuholen, zu kognitiven Organisationen zu entwickeln und damit nachhaltig zu verändern, während sie weiter ihre Leistung erbringt, ihre Aufgaben erfüllt und Herausstellungsmerkmale sicherstellt.

Matthias Haun

8. Organisationssimulation

Traditionelle Top-Down-Prozesse lassen sich in der kognitiven Organisation immer weniger anwenden. Vielmehr gilt es, die wesentlichen Aspekte einer kognitiven Organisation in der Organisationsstruktur und dort in den Prozessen zu verankern: die Agilität als eine schnelle Reaktion auf Veränderungen, die schnelle Anpassung durch Lernen sowie die Simulation zur Bewertung von Neuem bei gleichzeitiger Verwertung von bewährtem Bestehenden. Insofern bedarf es der Konzeptionalisierung und Implementierung von Teilaspekten der Theorie der Organisationskognition im Rahmen einer Simulation zu deren Validierung. Darüber hinaus bietet die Simulation die Möglichkeit, die im Rahmen der Organisationsentwicklung erarbeiteten Ansätze und Konzepte zu verdichten. Eingebettet in einen aktuellen Praxis- und Zeitbezug lassen sich dann viele Aspekte einer kognitiven Organisation am Modell und dessen Simulation nachvollziehen, wenngleich es zu beachten gilt, dass keine Simulation die Künstlichkeit ihrer Verhältnisse gänzlich aufzuheben vermag. Dennoch gestaltet sich die Simulation kognitiver Organisationen zu einem wichtigen und minimal-invasiven Werkzeug zur prädiktiven Erkenntnisgewinnung.

Matthias Haun

9. Musterlösungen

Musterlösungen liefern wichtige Anreize zur praktischen Ausgestaltung der Organisationsentwicklung bzw. zur funktionalen und prozessualen Ausgestaltung kognitiver Organisationen.

Matthias Haun

10. Epilog als Ausblick

In den nächsten Jahren werden sich transdisziplinäre Wissenschaftstrends entwickeln, die sich an der fachübergreifenden Konjunktur von Methoden und Begriffen ablesen lassen. Der in diesem Buch strapazierte Begriff der „Kognition“ könnte Ausgang eines „Paradigmenwechsels“ bzw. einer „wissenschaftlichen Revolution“ sein. So werden in diesen Begriff Hoffnungen bezüglich der Überbrückung der unmittelbaren Fachgrenzen und der einer weitergehender Einheitsstiftung gesetzt. Nicht nur benachbarte Wissenschaftszweige, die sich auseinander zu entwickeln scheinen, lassen sich methodisch dann wieder aneinander annähern. Nicht nur die Kluft von Natur-, Geistes- und Sozialwissenschaften kann damit überwunden werden, sondern es wird auch die Hoffnung auf eine ganzheitliche und nachhaltige Weltsicht geweckt, die über das rein Wissenschaftliche hinausgeht, auf die Praxis einwirkt und die sich mit dem Begriff der „Kognition“ verbunden fühlt.

Matthias Haun

Backmatter

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