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Über dieses Buch

Die Autoren leisten mit diesem essential einen Beitrag zur Entwicklung einer starken Compliance-Kultur in immobilienwirtschaftlichen Unternehmen. Sie stellen die bestehenden Compliance-Anforderungen, die maßgeblichen Haftungs- und Reputationsrisiken, die in der Praxis besonders relevanten Compliance-Themenfelder sowie zentrale Handlungsfelder bei der Umsetzung eines wirksamen Compliance Management Systems in kompakter Form dar. Konkrete Praxishinweise unterstützen die sachgerechte Umsetzung und Weiterentwicklung des Compliance Managements. Damit liefern sie eine hilfreiche Orientierung, um sich auf effektive Weise über die relevanten Aspekte des Compliance Managements zu informieren.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Kapitel 1. Einleitung

Zusammenfassung
Schwächen des Managementsystems, aufgrund derer die Einhaltung von gesetzlichen Anforderungen und internen Regelungen nicht sichergestellt war, haben auch in deutschen Unternehmen in der Vergangenheit in vielen Fällen zu signifikanten Vermögensverlusten, schweren Reputationsschäden sowie zu erheblichen (Haftungs-)Risiken für die Mitglieder der Leitungs- und Aufsichtsgremien geführt. Vor diesem Hintergrund werden in Unternehmen zunehmend Compliance Management Systeme eingerichtet, die einen wichtigen Beitrag dazu leisten können, das Risiko von Regelverstößen zu reduzieren. Die deutsche Bau- und Immobilienwirtschaft hat durch die Gründung des „Ethikmanagement der Bauwirtschaft e.V.“ im Jahr 1996 (seit 2007: „EMB Wertemanagement Bau e.V.“) sowie der „Initiative für Corporate Governance der deutschen Immobilienwirtschaft e.V.“ im Jahr 2002 (seit 2017: „Institut für Corporate Governance in der deutschen Immobilienwirtschaft e.V.“) im Branchenvergleich frühzeitig auf die o. a. Entwicklungen reagiert.
Peter Fissenewert, Mathias Wendt

Kapitel 2. Anforderungen an die Corporate Governance in der Immobilienwirtschaft

Zusammenfassung
In Abb. 2.1 werden für Unternehmen der deutschen Immobilienwirtschaft besonders relevante Entwicklungsschritte der Corporate Governance dargestellt. Wesentlich für die die Entwicklung der Corporate Governance in Deutschland war die Veröffentlichung des Deutschen Corporate Governance Kodex (DCGK) durch die Regierungskommission Corporate Governance im Jahr 2002. Der Einsetzung der Regierungskommission lag das Ziel zugrunde, durch eine Zusammenstellung und Weiterentwicklung der für kapitalmarktorientierte Unternehmen in Deutschland geltenden Anforderungen an die Leitung und Überwachung der Unternehmen die Attraktivität von Kapitalmarktanlagen in deutsche Unternehmen gerade für internationale Investoren zu erhöhen.
Peter Fissenewert, Mathias Wendt

Kapitel 3. Compliance Management und Corporate Governance

Zusammenfassung
Unter Corporate Governance werden die Regeln der Unternehmensführung, d. h. der Leitung und Überwachung eines Unternehmens verstanden (vgl. Regierungskommission Corporate Governance 2017, S. 1). In den letzten zehn Jahren hat sich durch das Zusammenwirken von Initiativen des Gesetzgebers (z. B. § 107 Abs. 3 AktG) mit der Rechtsprechung (z. B. „Neubürger-Urteil“) sowie von Initiativen der Unternehmensseite (z. B. Verhaltensstandards des ICG) und des Instituts der Wirtschaftsprüfer (IDW PS 980 bis 983) ein den Besonderheiten des deutschen Gesellschaftsrechts entsprechendes System der Unternehmensüberwachung entwickelt, welches von dem Wunsch der Aufsichts- und Leitungsorgane nach „Assurance“ getrieben wird.
Peter Fissenewert, Mathias Wendt

Kapitel 4. Relevante Compliance-Themenfelder für Unternehmen der Immobilienwirtschaft

Zusammenfassung
Compliance Management zielt darauf, die Einhaltung von externen und internen Regelungen durch die Leitungsgremien und die Mitarbeiter eines Unternehmens sicherzustellen. Da somit potenziell alle für ein Unternehmen geltenden Regelungsbereiche für ein Compliance Management von Belang sein können, sind Unternehmen darauf angewiesen, durch eine strukturierte Aufnahme und Bewertung ihrer Compliance-Risiken („Compliance Risk Assessment“) die für sie relevanten Compliance-Themenfelder zu identifizieren. Die für Unternehmen der Immobilienwirtschaft in der Praxis relevanten Compliance-Themenfelder sind in Abb. 4.1 dargestellt.
Peter Fissenewert, Mathias Wendt

Kapitel 5. Compliance Management System – Ausgestaltung und relevante Standards

Zusammenfassung
Unter einem Compliance Management System (CMS) wird die Gesamtheit aller organisatorischen Maßnahmen verstanden, die eine möglichst weitgehende Einhaltung von externen Vorgaben und internen Regeln und damit einen angemessenen Schutz von Compliance-Risiken sicherstellen sollen.
Peter Fissenewert, Mathias Wendt

Kapitel 6. Zentrale Handlungsfelder des Compliance Managements

Zusammenfassung
Von den zahlreichen operativen Themen des Compliance Managements in Unternehmen der Immobilienwirtschaft können im Rahmen dieses kompakten Buches nur einige zentrale Handlungsfelder kurz skizziert werden. Den ausgewählten Handlungsfeldern ist gemeinsam, dass ihnen in besonderer Weise innewohnende Potenzial, einen Beitrag zur Stärkung der Compliance-Kultur bzw. zur Stärkung der unternehmensweiten Wirksamkeit der Grundwerte zu leisten.
Peter Fissenewert, Mathias Wendt

Kapitel 7. Überwachung der Wirksamkeit eines CMS

Zusammenfassung
Die Überwachung der Wirksamkeit eines eingerichteten CMS ist die originäre Aufgabe des Leitungsorgans eines Immobilienunternehmens und zugleich eine vom Gesetzgeber analog § 107 Abs. 3 AktG i. V. mit § 111 Abs. 1 AktG besonders hervorgehobene Aufgabe des Aufsichtsgremiums. Auch im Rahmen der Nachhaltigkeitsberichterstattung kommt dem Thema Compliance Management insbesondere im Hinblick auf die Korruptionsprävention nach den maßgeblichen Reporting-Standards eine große Bedeutung zu.
Peter Fissenewert, Mathias Wendt

Kapitel 8. Ausblick

Zusammenfassung
Das Thema Compliance hat in den letzten zehn Jahren im Zusammenhang mit internationalen und nationalen Korruptionsskandalen in Deutschland eine große Bedeutung erlangt. Bei der Aufarbeitung dieser Korruptionsskandale hat sich der zentrale Fokus auf die von der Unternehmensführung in der Regel primär angestrebte Vermeidung von Haftungs- und Reputationsrisiken ausgerichtet. Infolge dieser Interessenlage ist bei der inzwischen auf breiter Front in großen international tätigen Industrieunternehmen erfolgten Institutionalisierung eines Compliance-Managements vielfach die werte- und unternehmenskulturorientierte Perspektive (sogenannter Integrity Ansatz) hinter der regelungs- und überwachungsorientierten Perspektive zurückgetreten (sogenannter Compliance-Ansatz).
Peter Fissenewert, Mathias Wendt

Backmatter

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