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Über dieses Buch

Gerade auch vor dem Hintergrund manch aufsehenerregender Wirtschaftsskandale ist das Interesse an Regelbrüchen in Organisationen und die Frage, wie solchen Regelbrüchen vorgebeugt werden kann, stark gewachsen. Unter dem Stichwort ‚Compliance Management‘ richten Organisationen zunehmend Stellen ein, welche für die Überwachung der Regeleinhaltung, die Sanktionierung von Regelabweichungen und die (Über-)Setzung neuer Regeln zuständig sind. Die Devise lautet dabei: Fortan alles nach dem Regelbuch! In diesem Buch zeigen wir, wieso die mit dem Compliance Management verbundenen Hoffnungen häufig überschätzt, die damit verbundenen Risiken hingegen zumeist unterschätzt werden. Anstatt eine lückenlose Kontrolle zu sichern, gilt es, das Compliance Management selbst zu managen und es diskursiv zu gestalten.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

1. Was ist Compliance Management ? Ein organisationstheoretischer Bestimmungs- und Einordnungsvorschlag

Zusammenfassung
Schon seit nunmehr einigen Jahren gehört Compliance Management zu den Boom-Themen im Managementdiskurs. Dabei handelt es sich nicht bloß um ein weiteres Schlagwort, das jeder kennen muss, der als kompetenter Manager erscheinen möchte. Zwar mögen auch solche rein rhetorischen Verwendungen vorkommen.
Sven Kette, Sebastian Barnutz

2. Die Verlockungen und die Grenzen eines zweckrationalen Ansatzes

Zusammenfassung
Alle Mitarbeiter sollen sich gemäß der geltenden Regeln verhalten – das ist der Grundtenor der Praktikerliteratur zum Thema Compliance Management. Mindestens müssten die Organisationsregeln geltende gesetzliche Regelungen und rechtlich nicht bindende Standards soweit abbilden, dass › Rechtsrisiken ‹ und › Reputationsrisiken ‹ für die Organisation minimiert würden. Der Schlüssel hierfür wird zunächst darin gesehen, die Mitarbeiter*innen durch Schulungen, Trainings und Online-Tutorials über die entsprechenden Regeln zu informieren.
Sven Kette, Sebastian Barnutz

3. Compliance Management managen – Ansatzpunkte zur Gestaltung des Compliance Managements

Zusammenfassung
Wenn Arbeitsroutinen innerhalb von Organisationen reibungslos funktionieren, dann tun sie dies häufig nicht wegen besonders adäquater formaler Entscheidungsprogramme und Kommunikationswege, sondern trotz der (gut gemeinten) Formalstruktur. Die Grundlage des Gelingens liegt dabei vielmehr in den informalen Erwartungen begründet, weil diese wesentlich mehr Freiheiten eröffnen, um flexibel auf unerwartete Situationen reagieren zu können. Erst recht gilt dies im Vergleich zu den strikten › Wenn-Dann ‹-Regeln von Konditionalprogrammen, die alle relevanten Ereignisse (› Wenn ‹-Komponente) und darauf zu erfolgende Reaktionen (› Dann ‹-Komponente) bereits im Vorfeld festlegen.
Sven Kette, Sebastian Barnutz

4. Diskursives Compliance Management – Fazit

Zusammenfassung
Compliance Management ist der Idee nach ein Kontrollprogramm, um regelabweichendes Verhalten zu verhindern. Die Hintergrundannahme lautet dabei, dass organisationale Regelverletzungen mit Rechts- und Reputationsrisiken einhergehen, und dass diese Risiken durch Kontrollmaßnahmen vermieden oder wenigstens verringert werden können. Wie gesehen, erfüllen Regelabweichungen bisweilen aber auch wichtige Funktionen in Organisationen.
Sven Kette, Sebastian Barnutz

Backmatter

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