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27.06.2018 | Compliance | Schwerpunkt | Online-Artikel

Finanzdienstleister brauchen gut geschultes Compliance-Personal

verfasst von: Adrian Glatz

2 Min. Lesedauer

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Auch zehn Jahre nach der Bankenkrise sind Finanzdienstleistungsunternehmen mit deren Bewältigung beschäftigt. Um die Herausforderungen des regulatorischen Umfelds adressieren zu können, wurden in den letzten Jahren Compliance-Funktionen ausgebaut und mit zusätzlichen Mitteln ausgestattet. Ein Gastbeitrag.

Seit 2013 untersucht das Beratungsunternehmen Accenture im Rahmen einer jährlich erstellten globalen Studie die Veränderungen des Compliance-Bereichs. Für die diesjährige Studie wurden 150 Compliance-Beauftragte von Banken und Versicherungsunternehmen weltweit befragt. Die Ergebnisse zeigen, dass das Thema Compliance sich in einem fortdauernden Veränderungsprozess befindet.

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Maßnahmen der regelmäßigen Selbstkontrolle

Routinemäßige Selbstkontrolle ist der erste Schritt, Compliance-Verstöße aufzudecken und auszuermitteln. Die Ausgangslage ist hier eine andere als bei internen Ermittlungen: Ein konkreter Verdacht eines Rechtsverstoßes liegt noch nicht vor, die Maßnahme soll erst Umstände ans Licht bringen, die auf einen Rechtsverstoß hindeuten. Ihre rechtlichen Grenzen sind daher enger als bei einer Maßnahme zur internen Ermittlung.


Nach einem jahrelangen Ausbau sind nun Anpassungen an den organisatorischen Strukturen notwendig: Die Compliance muss sich unter Einbeziehung neuer Technologien nach den Bedürfnissen der firmeninternen Geschäftseinheiten ausrichten und nimmt zunehmend eine beratende Rolle ein. Parallel dazu müssen die klassischen Compliance-Aktivitäten kosteneffizient erbracht werden.

Mehr Personal ist nicht effektiver

Bei diesem wichtigen Thema können sich Finanzdienstleister nicht mehr darauf verlassen, dass eine größere Effektivität mit mehr Personal erreicht werden kann. Lediglich 17 Prozent der Befragten in Europa und 22 Prozent weltweit gaben an, dass derzeit mehr als 500 Personen im Compliance-Bereich tätig sind. Global wurde ein Rückgang von neun Prozentpunkten gegenüber dem Vorjahr verzeichnet.

Trotz dieser Entwicklung sind mehrheitlich höhere Compliance-Ausgaben geplant. Dies gaben 92 Prozent der Befragungsteilnehmer in Europa an. Die Transformation des Compliance-Bereichs mit Hilfe digitaler Technologien steht für 52 Prozent in Europa sowohl innerhalb der nächsten zwölf Monate als auch für 50 Prozent der Befragten in den nächsten drei Jahren an oberster Stelle auf ihrer Prioritätenliste. Technologie wird dabei gezielt zur Unterstützung und Verbesserung der Effektivität der Compliance-Mitarbeiter eingesetzt.

Compliance-Mitarbeiter müssen geschult werden

Um neue Technologien sinnvoll nutzen zu können, muss der Bereich Compliance seine Mitarbeiter neu schulen. 76 Prozent weltweit sehen eine Lücke zwischen den derzeit verfügbaren und den erforderlichen Kompetenzen. In Europa sieht es ähnlich aus. Die geplanten technologischen Investitionen können sich nur begrenzt bezahlt machen, wenn die Compliance-Beauftragten die Tools nicht effektiv nutzen.

Und es gibt weitere Hindernisse: Jeder Dritte gab an, dass Fragestellungen um die Verfügbarkeit relevanter Daten sowie die Datenqualität wesentliche Gründe sind, weshalb im Compliance-Bereich die Nutzung neuer Technologien noch unzureichend sei. 

Die Compliance-Abteilungen stehen unter Druck, kosteneffizient zu arbeiten: Das kontinuierliche Hinterfragen der Serviceerbringung gegenüber den Stakeholdern ermöglicht es den Compliance-Funktionen Veränderungen zu erkennen und die notwendigen Schritte zu initiieren.

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