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12.12.2017 | Computertechnik | Nachricht | Onlineartikel

Microsoft zeigt Programmierungstool für Quantencomputer

Autor:
Sven Eisenkrämer
2 Min. Lesedauer

Microsoft hat eine Vorschau eines neuen Tools veröffentlicht, mit dem Quantencomputern programmiert werden können. Mit der Programmiersprache "Q#" soll das Arbeiten mit den besonderen Rechnern vereinfacht werden.

Der Softwarekonzern Microsoft hat eine erste, kostenlose Vorschau-Version seines "Quantum Development Kit" veröffentlicht. Mit diesem Tool soll sich die neue Programmiersprache "Q#" anwenden lassen, mit der Microsoft Quantencomputer programmieren können will.

Im September hatte Microsoft auf seiner Ignite Conference die Programmierumgebung angekündigt. Sie ist für Entwickler gedacht, die lernen möchten, wie man auf einem Quantenrechner programmiert, auch wenn sie keine Experten in Quantenphysik sind. 

Programmiersprache, Simulator und Werkzeuge für Programmierer

Das Quantum Development Kit enthält nach Angaben von Microsoft die Programmiersprache Q#, einen Quantencomputer-Simulator und andere Werkzeuge für Interessierte, die anfangen möchten, Anwendungen für die oft als Zukunft der Supercomputer betitelten Rechner zu schreiben. Es ist in die Entwickler-Suite Visual Studio integriert und soll daher dem Anwender vertraut sein. Dabei ist so konzipiert, dass ein lokaler Quantensimulator mit einem typischen Laptop etwa 30 logische Qubits an Quanten-Rechenleistung simulieren kann. Das wird es Entwicklern ermöglichen, Quantencode zu debuggen und kleine Programme direkt auf ihren eigenen Computern zu testen. Für etwas größere Berechnungen bietet der Konzern aus Richmond eine auf der Cloud Azure basierte 40-Qubit-Simulation an. 

Quantenrechner als Beschleuniger Künstlicher Intelligenz

Experten sind sich sicher, dass Quantencomputer in der Lage sein werden, bestimmte Berechnungen zu Problemlösungen in Stunden oder sogar Minuten durchzuführen, die heutige Computer entweder gar nicht oder nur in extrem langer Zeit bewältigen können. Von Quantencomputern wird auch erwartet, dass sie wichtige Fortschritte bei der Künstlichen Intelligenz vorantreiben. 

Mit einem Quanten-Computing-Simulator können Informatiker bereits erahnen, wie sie Quantenalgorithmen für KI-Forschung wie Maschinelles Lernen erstellen können, heißt es von Microsoft. In frühen Tests am Simulator sähen sie, wie diese Quantenalgorithmen schneller nuanciertere Muster in den Daten finden können, was zu großen Fortschritten bei der Bild- oder Spracherkennung führen könnte. 

Das Quantum Development Kit ist Teil von Microsofts Plan, ein vollwertiges Quantencomputersystem zu entwickeln, das von der Hardware bis hin zum Software-Paket alles umfasst. 

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