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Über dieses Buch

Die in diesem Band vorgelegten Beiträge verorten das Controlling im Spannungsfeld von Digitalisierung und Nachhaltigkeit aus konzeptioneller und empirischer Perspektive: In Anbetracht aktueller weitreichender Veränderungen sieht sich das Controlling mit einer Vielzahl von Anwendungsfeldern konfrontiert, die nicht nur die Controller-Rolle maßgeblich verändern, sondern auch Familienunternehmen und Klein- und Mittelunternehmen vor besondere Herausforderungen stellen. Dieser vielschichtigen Problemlage wird der Band mit einem klaren Wissenschafts- und Praxisbezug gerecht: Empirische Befunde qualitativer und quantitativer Art werden theoretisch fundiert dargelegt sowie durch praktische Beispiele, Fallstudien und Praxisempfehlungen ergänzt.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Digitalisierung

Frontmatter

Die Auswirkungen der Digitalisierung auf die Rolle des Controllers

Zusammenfassung
Digitalisierung wird in der Wissenschaft und Praxis als maßgebendes Thema der Zukunft diskutiert. Der Themenkomplex Digitalisierung und dessen Auswirkungen lassen sich aus unterschiedlichen Perspektiven betrachten. Digitalisierung bedeutet nicht nur die Umwandlung von analogen in digitale Darstellungen, sondern umfasst aus betriebswirtschaftlicher Sicht die Veränderungen des Kundenverhaltens und der Märkte durch digitale Technologien, sowie den notwendigen Wandel von Geschäftsmodellen, Wertschöpfungsketten und Organisationsstrukturen in den Unternehmen.
Tanja Wolf, Melanie Heidlmayer

Die Rolle des Controllers – lokale Entwicklungen, globale Trends und Ausblick in die Zukunft

Zusammenfassung
Die Entwicklung des Controllings und des Controllers hat seit der Entstehung der Funktion und Profession in den 1970er Jahren viel Aufmerksamkeit sowohl in der wissenschaftlichen als auch praxisorientierten Literatur auf sich gezogen. Mit Blick auf die täglichen Aufgaben des Controllers zeigt sich eine enorme Bandbreite, die von der Abbildung relativ simpler buchhalterischer Vorgänge bis zur fortgeschrittenen Datenanalyse mit Hilfe von Monte Carlo-Simulationen reicht. Diese Vielfalt wurde bisher primär über intraorganisationale Faktoren wie z. B. die Organisationsstruktur, den Status oder die Autorität der Controllingfunktion im spezifischen Unternehmen, persönliche Eigenschaften oder über landesspezifische Faktoren wie die Ausbildungswege des Controllers, den relativen Status der Controllerprofession im Vergleich zu anderen Professionen oder nationale Kultureinflüsse begründet.
Erik Strauß, Christoph Reuter

Controlling und Digitalisierung – Änderungen im Kompetenzprofil

Zusammenfassung
Das Controlling hat sich in der Vergangenheit sowohl hinsichtlich seines Rollenverständnisses als auch seiner Instrumente deutlich weiterentwickelt. So prägen heute unterschiedliche Controlling-Konzeptionen und Rollenbilder die Unternehmenspraxis, gleichzeitig besteht weitgehende Einigkeit darüber, dass sich beides auch aktuell ändert bzw. in Zukunft ändern wird. Vorangetrieben wird diese Entwicklung derzeit massiv durch die Digitalisierung, und zwar sowohl im Hinblick auf das Aufgabenfeld (Controlling der Digitalisierung) als auch durch neue Ansätze für das Controlling selbst (neue Instrumente, Systeme usw.).
Gernot Mödritscher, Friederike Wall

Controlling und Business Intelligence & Analytics

Zusammenfassung
Der zunehmende Umfang unterschiedlichster interner sowie externer Daten, die sich in betrieblichen Prozessen ergeben, stellt Unternehmen vor große Herausforderungen. Vor dem Hintergrund erhöhter Wettbewerbsintensität – und folglich verstärktem Innovationsdruck – investieren Unternehmen weltweit hohe Summen in neue Ressourcenplanungs- und Analysetechnologien, womit Transformationsprozesse aufgrund der Digitalisierung eingeleitet werden. Zudem zeigt sich, dass Unternehmen, die bereits moderne ERP (Enterprise Resource Planning)- und Analyseinstrumente in Verwendung haben, mittlerweile so hohe Datenbestände aufweisen, dass sie gar nicht im Stande sind, diese effektiv zu nutzen.
Daniel Pabinger, Stefan Mayr

Controlling und digitale Transformation: Eine Analyse wechselseitiger Gestaltungschancen und Spannungsfelder

Zusammenfassung
Unter dem Stichwort der digitalen Transformation wird in der Unternehmenspraxis die Entwicklung hin zu einer Form industrieller Wertschöpfung beschrieben, die durch weitgehende Digitalisierung, Automatisierung und Vernetzung aller an der Wertschöpfung beteiligten Akteure gekennzeichnet ist und entsprechend auf Prozesse, Produkte und Geschäftsmodelle von Unternehmen einwirkt. Den technologischen Kern dieser Vernetzung bilden sog. Cyber-Physische Systeme (CPS), die (a) mittels Sensoren Daten erfassen, (b) mittels eingebetteter Software aufbereiten und analysieren und (c) mit Fähigkeit zur Entscheidungsunterstützung und Selbststeuerung (Regler) ausgestattet (d) mittels Aktoren auf reale Vorgänge einwirken, zudem (e) über eine Dateninfrastruktur, wie z. B. das Internet, kommunizieren und (f) über Mensch-Maschine-Schnittstellen verfügen und ihrerseits selbst mit anderen CPS zu einem Internet-of-Things (IoT) vernetzt werden können.
Robert Obermaier

Veränderungen im Kostenmanagement durch die Digitalisierung

Zusammenfassung
Die vergangenen Jahrzehnte waren von großen Schwankungen auf dem Wirtschaftssektor geprägt. Der enorme wirtschaftliche Aufschwung bis zum Jahr 2008 wurde abrupt durch die Bankenkrise mit einem dramatischen Rückgang der Nachfrage und enormen Überkapazitäten beendet. Es benötigte in Europa beinahe ein Jahrzehnt um wieder annähernd eine Wirtschaftslage vorzufinden wie vor 2008.
Albert Mayr

Die Auswirkungen von ERP-Systemen auf die Unternehmensziele: Quantitativ-empirische Ergebnisse österreichischer Groß- und Mittelunternehmen

Zusammenfassung
Die heute für Unternehmen vorherrschenden Umfeldbedingungen sind geprägt durch hohen Wettbewerbsdruck, fortschreitende Globalisierung sowie durch sich dynamisch entwickelnde Märkte und Technologien. Dies führt zu gestiegenen Anforderungen hinsichtlich einer möglichst effektiven und effizienten Informationsversorgung des betrieblichen Leistungserstellungsprozesses. Unternehmen versuchen daher ihre Wettbewerbsfähigkeit durch den Einsatz moderner IT-Systeme zu erhalten oder auszubauen.
Bernhard Gärtner, Christine Duller, Andreas Stadler

Digitalisierung im Rechnungswesen und Controlling – praktische Aspekte der Steuer- und Unternehmensberatung

Zusammenfassung
Der Begriff Digitalisierung umfasst ein sehr breites Themenspektrum, von „papierlosen“ Tätigkeiten bis zur gänzlichen Disruption von gesamten Geschäftsmodellen. Digitalisierung bedeutet somit, dass analoge Wertschöpfung durch Leistungserbringung in einem digitalen, computerhandhabbaren Modell ganz oder teilweise ersetzt wird. Es wird daher ein digitales Modell der betrieblichen Realität geschaffen, welches eine Analog-Digital-Wandlung unternehmensrelevanter Daten und Prozesse erfordert. Die digitale Transformation verändert die Art, wie wir produzieren, Dienstleistungen erstellen und damit auch wie wir arbeiten.
Dietmar Ploier, Stefan Mayr

Digitalizing Management Accounting

Zusammenfassung
“Digitalization” is a term that is widely used to describe various technology-induced organizational change processes. These range from those that increase efficiency through the use of technology (e. g., digitalizing paper-based workflows, e.g. invoicing) to disruptive changes to existing business models by employing new technological possibilities (e. g., platforms such as Airbnb or Uber).
Rafael Heinzelmann

Nachhaltigkeit und Corporate Social Responsibility

Frontmatter

Nachhaltigkeitscontrolling in Klein- und Mittelunternehmen

Zusammenfassung
Unabhängig von ihrer Größe, wird von Unternehmen heute in zunehmendem Maße ein nachhaltiges Handeln erwartet, das sich nicht nur in ökonomischen, sondern auch in sozialen und ökologischen Zielen niederschlägt. Aus dieser Erwartungshaltung erwächst für Unternehmen ein Druck zu einer stärkeren Nachhaltigkeitsorientierung, da diese ihre Legitimität gegenüber Kunden, Zulieferern, Kapitalgebern, Mitarbeitern sowie Politik und Gesellschaft sicherstellen müssen.
Christoph Endenich, Rouven Trapp

Nachhaltigkeitsberichterstattung von Elektrizitätsversorgungsunternehmen: Ein internationaler Vergleich

Zusammenfassung
Zu den zentralen Innovationen im Bereich der Rechenschaftslegung zählte in den vergangenen Jahrzehnten die Nachhaltigkeitsberichterstattung (NHB). Vor allem börsennotierte Unternehmen haben damit begonnen, aus Reputations- und Legitimationsgesichtspunkten ihre finanzielle Berichterstattung mit Informationen über ihre soziale und ökologische Performance zu ergänzen. Nicht zuletzt durch entsprechende Nachhaltigkeitsratingagenturen, Aktionäre und institutionelle Anleger hat der Druck strategischer Anspruchsgruppen zugenommen, dass Unternehmen gleichzeitig über ihre finanzielle, ökologische und soziale Performance Rechenschaft legen.
Dorothea Greiling, Johannes Slacik

Corporate Social Responsibility-Controlling: Eine instrumentelle Perspektive

Zusammenfassung
Das über gesetzliche Vorgaben hinausreichende, soziale, ökologische und ökonomische Engagement von Unternehmen, oder in anderen Worten „Corporate Social Responsibility“ kurz „CSR“, hat speziell seit der Jahrtausendwende kontinuierlich zugenommen und wird mittlerweile häufig als integraler Bestandteil der unternehmerischen Tätigkeit erachtet. Gründe dafür liegen bspw. im zunehmenden ökologischen Bewusstsein der Gesellschaft, im Streben nach einer Legitimierung des unternehmerischen Handelns, in der Differenzierung von Produkten und Dienstleistungen gegenüber Konkurrenzunternehmen und in einer gewünschten Steigerung der Unternehmensreputation.
Michael Kuttner

CSR als Risikomanagement-Tool

Zusammenfassung
In der Unternehmenspraxis hat Risikomanagement eine unbestritten hohe Bedeutung. In einer kürzlich veröffentlichten Studie, in der CFOs zu Risikomanagement befragt wurden, gaben fast 90 % der befragen Manager an, Risikomanagement zu betreiben, um damit die erwarteten Cashflows absichern zu können. Mehr als 80 % sahen in Corporate Risk Management eine Möglichkeit, unerwartete Verluste zu vermeiden, und über 70 % stimmten zu, Risikomanagement als Tool einzusetzen, um die Cashflow-Schwankungen einzudämmen.
Eva Wagner

Strategisches CSR-Controlling in Familienunternehmen

Zusammenfassung
Familienunternehmen sind für die deutsche und österreichische Wirtschaft von großer Bedeutung. Unternehmen, die sich mehrheitlich im Eigentum von einer überschaubaren Anzahl von natürlichen Personen befinden, also familienkontrolliert sind, haben einen Anteil von 91 % an allen privatwirtschaftlichen Unternehmen in Deutschland. Der Anteil von familienkontrollierten Unternehmen, die von einem der Eigentümer geführt werden, beträgt 87 %.
Reinhard Altenburger

Familienunternehmen und Klein- und Mittelunternehmen

Frontmatter

Finanzmanagement und -controlling in Familienunternehmen

Zusammenfassung
Familienunternehmen stellen einen essentiellen volkswirtschaftlichen Faktor in vielen Ländern dar. Zurecht hat daher die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit diesem Unternehmenstypus in den letzten Jahren deutlich an Dynamik gewonnen. In diesem Zusammenhang identifizierte Aronoff bereits im Jahr 1998 in der führenden Zeitschrift für Familienunternehmensforschung, der Family Business Review, ein fortschrittliches Finanzmanagement („financial sophistication“) als einen der zehn zentralen Erfolgsfaktoren bzw.
Markus Dick

Professionalisierung des Controllings in Familienunternehmen

Zusammenfassung
Familienunternehmen gelten international, und insbesondere auch im deutschsprachigen Raum, als das Rückgrat vieler Volkswirtschaften: Familienunternehmen erbringen in vielen Ländern große Teile der nationalen Wirtschaftsleistung, beschäftigen häufig den Großteil der Arbeitnehmer in einem Land und stellen allgemein die Mehrheit aller Unternehmen in vielen Ländern. Trotz dieser gesamtwirtschaftlichen Relevanz von Familienunternehmen schaffen es viele individuelle Familienunternehmen nicht, eines der, wenn nicht das, dominierende Ziel in derlei Unternehmen zu erreichen – nämlich das weitere Bestehen des Unternehmens als Familienunternehmen über Generationen hinweg sicherzustellen. So gibt es etwa Schätzungen, dass es nur 30 % der Familienunternehmen in die zweite Generation „schaffen“ und nur 10-15 % in die dritte Generation.
Martin R. W. Hiebl

Die Bedeutung des strategischen Controllings für das Turnaround Management von Familienunternehmen

Zusammenfassung
Krisen stellen ein einschneidendes und regelmäßiges Ereignis im Verlauf des Unternehmensentwicklungszyklus dar. Trahms et al. belegen, dass 50 % aller S&P 500 Unternehmen in einem Beobachtungszeitraum von fünf Jahren einer Krise ausgesetzt waren.
Alexandra Bertschi-Michel, Thomas Wittig, Andreas Hack

Anforderungen an Controller: Qualitativ-empirische Ergebnisse von KMU

Zusammenfassung
Das Controlling ist in der Unternehmenspraxis weitgehend etabliert und hat in der jüngsten Vergangenheit auch in kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) zunehmend an Bedeutung gewonnen. Gründe dafür sind bspw. die Implementierung neuer IT-Systeme (z. B. Enterprise Resource Planning (ERP)-Systeme), voranschreitende Internationalisierung, zunehmender Wettbewerb und Veränderungen der rechtlichen Rahmenbedingungen. Dementsprechend besitzt das Controlling in KMU einen hohen Stellenwert für die Entscheidungsunterstützung des Managements sowie für die Planung und Steuerung der unternehmerischen Tätigkeit.
Michael Kuttner, Jürgen Konyen, Bernhard Gärtner

Spezialaspekte

Frontmatter

Karriereentwicklung im Controlling

Zusammenfassung
Die Arbeitswelt befindet sich in einem umfassenden Wandel. Unter dem Einfluss von Globalisierung, Ökonomisierung, technischem Fortschritt sowie dem demographischen Wandel und der strukturellen Veränderung hin zur Dienstleistungs- und Wissensgesellschaft sind Arbeitsverhältnisse und Karrieren mehr denn je geprägt durch Komplexität und Dynamik. Deutliche Veränderungen haben im Controlling aufgrund anhaltender Megatrends wie bspw. Digitalisierung und Industrie 4.0 bereits stattgefunden und werden weiter an Bedeutung gewinnen.
Johannes Thaller, Bernhard Gärtner, Christine Duller, Birgit Feldbauer-Durstmüller

Stellenprofile von Controllern – es kommt auf das Unternehmen an

Zusammenfassung
Controller übernehmen in ihrer Funktion Verantwortung für zahlreiche betriebswirtschaftliche Themenstellungen. Sie unterstützen das Management bei der zielorientierten Steuerung des Unternehmens durch Planung, Kontrolle und Informationsversorgung. An Controller werden vielfältige Anforderungen gestellt, die in unterschiedlichen Unternehmenskontexten variieren.
Martina Sageder, Katja Wiedemann

Die Rolle des Controllers im Prozess der Geschäftsmodellinnovation

Zusammenfassung
Globalisierung, zunehmende Volatilität von Märkten, steigender Wettbewerbsdruck, kürzere Produktlebenszyklen, der Wunsch der Individualisierung von Kundenbedürfnissen sowie der Megatrend Digitalisierung fordern derzeit die Unternehmen wie selten zuvor und machen eine – zumindest partielle – Veränderung der bestehenden Geschäftsmodelle unumgänglich. In diesem Zusammenhang haben sich auch die Tätigkeitsbereiche einzelner Berufe markant gewandelt. So nimmt das Controlling im Kontext des Gesamtunternehmens zunehmend eine Schlüsselfunktion ein.
Wolfgang Hora, Norbert Kailer

Einfluss kultureller Unterschiede auf das Controlling – eine systematische Analyse des Forschungsstands

Zusammenfassung
Unternehmen sind in Zeiten zunehmender Internationalisierung mit globalen Beschaffungs-, Produktions- und Absatzmärkten konfrontiert. Weltweite Standorte und internationale Verflechtungen haben neben globalen Märkten erhebliche Auswirkungen auf die Führung eines Unternehmens. Aufgrund der führungsunterstützenden Funktion des Controllings ist auch dieses von den Auswirkungen der Internationalisierung betroffen.
Tanja Fellner, Christine Mitter

Erfolg und Erfolgssteuerung in Non-Profit-Organisationen

Zusammenfassung
Non-Profit-Organisationen (NPO) sind de facto in allen gesellschaftlichen Sektoren tätig. Ob wir im Sportverein unsere Fitness trainieren, ins Theater oder Museum gehen, die Dienste einer Einsatzorganisation, eines Kindergartens oder der mobilen Pflege in Anspruch nehmen bzw. mit unserer Spende Bedürftige unterstützen, wir sind dabei häufig mit NPO in Kontakt.
René Andeßner

Von operativer Projektperformance zur strategischen Unternehmensperformance: Innovatives Multi-Projektportfolio-Modell im Anlagen- und Maschinenbau

Zusammenfassung
Maschinen- und Anlagenbauunternehmen in Österreich wenden oftmals die Strategie der Diversifikation an, d. h. eine Ausweitung auf neue und innovative Produkte/Features bzw. auf unterschiedlichste Projektausprägungen, um Wettbewerbsvorteile gegenüber Marktbegleitern zu schaffen. Speziell in der produzierenden Maschinenbauindustrie resultiert dies in einem hohen Stellenwert der Forschung und Entwicklung (kurz: F&E) mit einer F&E Quote von rund 3 % des Umsatzes.
Sandra Mühlböck, David Kronawettleitner

Anforderungen an die Ermittlung von Wertschöpfungsbeiträgen immaterieller Werte durch BEPS – eine prozesskostenorientierte Betrachtung am Beispiel digitaler bzw. hybrider Geschäftsmodelle

Zusammenfassung
Grenzüberschreitende konzerninterne Transaktionen im Zusammenhang mit immateriellen Werten haben in der Vergangenheit durch Fehlzurechnungen der realisierten Gewinne in erheblichem Maße zu Gewinnverkürzungen und -verlagerungen beigetragen, weil immaterielle Wirtschaftsgüter i. d. R. zwar einfach zu übertragen, aber schwer zu bewerten sind. OECD und G20 haben daher im Rahmen der Base Erosion and Profit Shifting (BEPS)-Aktionspunkte 8 bis 10 Regelungen erarbeitet und in die OECD-Transfer Pricing Guidelines 2017 (OECD-TPG) implementiert, welche die Ergebnisallokation multinationaler Konzerne in höherem Maße mit deren faktischen Wertschöpfungsfaktoren in Gleichklang bringen und dadurch die Verlagerungen von Gewinnen auf Konzerneinheiten mit kaum wirtschaftlicher Tätigkeit in Niedrigsteuerländern verhindert werden soll.
Eva Rohn, Sabine Urnik
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