Skip to main content
main-content

09.10.2017 | Controlling | Im Fokus | Onlineartikel

Stammdaten müssen verlässlich sein

Autor:
Sylvia Meier

Der Erfolg von Reporting steht und fällt mit der Datenqualität. Doch gerade im Stammdaten-Management hapert es in vielen Unternehmen noch. 

Mit der Digitalisierung und Automatisierung von Prozessen soll das Berichtswesen auf Dauer verbessert werden. Viele Firmen haben deshalb auch bereits in neue Technologien investiert. Doch die Informationsbasis ist in vielen Unternehmen noch nicht auf dem neuesten Stand. Wie sollen die Unternehmensbereiche, allen voran auch die Finanzabteilung mit dem Berichtwesen, modernisiert werden, wenn das Fundament noch fehlt?

Empfehlung der Redaktion

2018 | OriginalPaper | Buchkapitel

Implikationen der Digitalisierung für den Finanzbereich der Unternehmung und das Rollenbild des CFO

Zahlreiche empirische Belege weisen darauf hin, dass die Bedeutung des Finanzbereichs sowie des Chief Financial Officer (CFO) als seines Leiters innerhalb der Unternehmungen in den letzten Jahrzehnten kontinuierlich gestiegen ist. So ist etwa der …


Bereits in dem Beitrag "Mit validen Stammdaten in die Zukunft" schreiben Marc Ennemann und Josef Rückert (Seite 24): "Stammdaten sind das Rückgrat eines jeden Unternehmens. Um sie zu bereinigen und zu harmonisieren, haben Unternehmen in den vergangenen Jahren Milliarden Euro in neue ERP-Systeme investiert." Sie kritisieren jedoch auch, dass das Master Data Management in den meisten Unternehmen ein Schattendasein führt. Eine Aussage, die eine Studie zum Stammdaten-Management bestätigt. In seinem Beitrag "Ohne verlässliche Stammdaten geht es nicht" in der Zeitschrift Controlling & Management Review greift Mario Zillmann die Studie des Marktforschungs- und Beratungsunternehmens Lünendonk & Hossenfelder auf. Das Studienergebnis zeigt, dass hohe Investitionen in die genannten Technologien zwar notwendig waren, die Unternehmen es aber versäumt haben, ihre Strukturen und Prozesse so zu verändern, dass auch eine sinnvolle Verwaltung der Stammdaten gewährleistet werden kann.

Nur wenige Unternehmen haben schon eine Lösung

Interessant ist, dass sich die meisten Unternehmen auch dessen bewusst sind. Die Studie verdeutlicht, dass nur etwa jedes siebte der befragten Unternehmen das Problem Stammdaten tatsächlich für hinreichend gelöst hält. Die Mehrheit der Unternehmen (85 Prozent) kämpft immer noch mit dieser Thematik. Zillmann stellt fest: "Im Hinblick auf die bevorstehende Digitalisierung von Produktionsunternehmen, Handel, Finanzwesen und anderen Branchen ist dies ein katastrophaler Befund, da ohne fundierte und verlässliche Stammdaten datenbasierte Geschäftsmodelle gar nicht umgesetzt werden können."

Stammdaten als Fundament von Entscheidungen 

Mit der Digitalisierung steigt also auch der Bedarf an verlässlichen Stammdaten. Zudem treffen laut der Beratungsgesellschaft KPMG 80 Prozent der deutschen Unternehmen ihre Entscheidungen auf der Grundlage von Daten. Doch die momentane Datenqualität bereitet vielen CFOs Kopfzerbrechen. Das Stammdaten-Management darf also nicht vernachlässigt werden. Wie können Unternehmen den Bereich optimieren? Ennemann und Rückert empfehlen (Seite 31):

  • "Erstellen Sie eine Übersicht über IT, Prozesse und Governance im Stammdaten-Management und analysieren Sie diese auf Schwachstellen.
  • Definieren Sie zunächst die Governance lückenlos.
  • Identifizieren Sie Automatisierungsoptionen und kalkulieren Sie einen Business Case.
  • Holen Sie die Unterstützung der Geschäftsleitung ein, und kommunizieren Sie die Vorteile und Veränderungen. Implementieren Sie top-down.
  • Beginnen Sie mit Quick Wins – kleinen Projekten mit schnellem und positivem Return-on-Investment, um so potenzielle Zweifler ins Boot zu holen."

Weiterführende Themen

Die Hintergründe zu diesem Inhalt

01.06.2016 | Schwerpunkt | Ausgabe 3/2016

Mit validen Stammdaten in die Zukunft

01.08.2017 | Information & Technologie | Ausgabe 6/2017

Ohne verlässliche Stammdaten geht es nicht

Das könnte Sie auch interessieren

25.09.2017 | Controlling | Im Fokus | Onlineartikel

CFOs verlieren die Kontrolle über das Reporting

06.06.2017 | Controlling | Im Fokus | Onlineartikel

Das Reporting muss schneller werden

Premium Partner

micromNeuer InhaltNeuer InhaltNeuer InhaltPluta LogoNeuer Inhalt

BranchenIndex Online

Die B2B-Firmensuche für Industrie und Wirtschaft: Kostenfrei in Firmenprofilen nach Lieferanten, Herstellern, Dienstleistern und Händlern recherchieren.

Whitepaper

- ANZEIGE -

Digital Banking braucht Strategie und Kundenorientierung

Das englischsprachige Whitepaper „Successful Digital Banking: Aligning business strategy with technology“ untersucht, wie der Digitalisierungseifer in der Bankenbranche und eine fehlende Strategie das Kundenerlebnis beeinträchtigen – und was die zentralen Erfolgsfaktoren beim Digital Banking sind. Die Studie macht deutlich, mit welchem Eifer die Bankenbranche die Digitalisierung vorantreibt. Allerdings fühlen sich einige Kunden dabei von der Vielfalt neuer Funktionalitäten einfach überfordert. Letztlich sind digitale Strategien immer dann erfolgreich, wenn sie ein positives Kundenerlebnis über alle Touchpoints hinweg im Blick haben.
Jetzt gratis downloaden!