Skip to main content
main-content

29.11.2016 | Controlling | Im Fokus | Onlineartikel

Was bei CFOs auf der Agenda 2017 steht

Autor:
Sylvia Meier

Viele Finanzchefs fürchten negative Folgen durch den Brexit. Doch es gibt auch positive Ausblicke. Was sind derzeit die wichtigsten Themen für CFOs?

Der "CFO Survey Herbst 2016: Hoffen auf den weichen Brexit" von der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Deloitte zeigt, dass rund ein Drittel der Befragten negative Auswirkungen durch die anstehenden Verhandlungen zwischen dem Vereinigten Königreich und der EU erwartet. Als mögliche negative Konsequenzen wurden vor allem die erhöhte Komplexität aufgrund regulatorischer Anforderungen, höherer steuerlicher Aufwand, beispielsweise durch Zölle und Mitarbeiterentsendungen und die Einschränkung der Mitarbeitermobilität benannt. Auch Springer-Autor Paul Welfens äußert in seinem Buchkapitel "Deutschland: Börsenfusion verändert, mehr Einfluss, Reform" (Seite 143) die Befürchtung: "Der Brexit trifft die deutsche Wirtschaft schon in 2016/2017 negativ". 

Interessant bei den Studienergebnissen ist, dass wohl gerade internationale Risiken, wie der Brexit, als besonders schwerwiegend wahrgenommen werden. Doch auch binnenwirtschaftliche Risiken sorgen bei CFOs für Kopfzerbrechen.

Empfehlung der Redaktion

2017 | OriginalPaper | Buchkapitel

Deutschland: Börsenfusion verändert, mehr Einfluss, Reform

Der BREXIT trifft die deutsche Wirtschaft schon in 2016/2017 negativ, wobei es sektorale Schwerpunkte gibt. Deutschlands Automobilindustrie ist schon kurzfristig betroffen, wie man an der durch Opel erfolgten Ankündigung vom 19.

 

Risiken und Sorgen der CFOs

Welche Themen beschäftigen also die Finanzchefs im Moment besonders? Laut der Studie:

  • Geopolitische Risiken (55 Prozent)
  • Fachkräftemangel(47 Prozent)
  • Schwächere Inlandsnachfrage (40 Prozent)
  • Wechselkursrisiken (36 Prozent)
  • Schwächere Auslandsnachfrage (36 Prozent)
  • Steigende Lohnkosten (31 Prozent)
  • Instabiles Finanzsystem (31 Prozent)

Dennoch beurteilen die Finanzchefs die eigenen Geschäftsaussichten positiver als in der vorherigen Umfrage von Deloitte. Dies zeigt sich auch dadurch, dass viele Firmen investitionsfreudiger sind.

Wo liegen die Prioritäten für 2017?

Die Umfrage zeigt auch, welche To-Dos für 2017 auf der Agenda stehen. 

Auf der CFO-Agenda 2017

  1. Kostensenkungen (72 Prozent)
  2. Einführung neuer Produkte/Dienstleistungen (54 Prozent)
  3. Erhöhung des operativen Cashflows (45 Prozent)
  4. Expansion in neue Märkte (39 Prozent)
  5. Wachstum durch Firmenübernahme/-kauf (34 Prozent)
  6. Erhöhungen der Investitionen (24 Prozent)
  7. Verschuldung reduzieren (18 Prozent)
  8. Verkauf von Vermögenswerten (7 Prozent)

(laut Deloitte-CFO-Survey)

Auf die Finanzchefs kommen also viele Aufgaben und Herausforderungen zu. Auch die Digitalisierungsstrategie der Finanzfunktion beschäftigt CFOs 2017. Sie zielt insbesondere auf die Steigerung der Servicequalität und dem Aufbau neuer Fähigkeiten. Wie flexibel Unternehmen außerdem auf aktuelle Ereignisse reagieren müssen, bleibt abzuwarten. 

Weiterführende Themen

Die Hintergründe zu diesem Inhalt

01.10.2016 | Controller & Manager | Ausgabe 5/2016

Als CFO Industrie 4.0 gestalten

01.09.2016 | Ökonomische Trends | Ausgabe 9/2016

Brexit dämpft Konjunktur nicht nur in Großbritannien

01.08.2016 | Strategie | Ausgabe 9/2016

Brexit bringt Deutschlands Finanzbranche Vorteile

Das könnte Sie auch interessieren

09.11.2016 | Finanzbranche | Im Fokus | Onlineartikel

Trump bringt Börsen zum Beben

09.11.2016 | Controlling | Im Fokus | Onlineartikel

Effekte von Kostensenkungen halten oft nicht lange

26.11.2015 | Controlling | Im Fokus | Onlineartikel

Was CFOs 2016 auf der Agenda haben

Premium Partner

micromStellmach & BröckersBBL | Bernsau BrockdorffMaturus Finance GmbHPlutahww hermann wienberg wilhelmAvaloq Evolution AG

BranchenIndex Online

Die B2B-Firmensuche für Industrie und Wirtschaft: Kostenfrei in Firmenprofilen nach Lieferanten, Herstellern, Dienstleistern und Händlern recherchieren.

Whitepaper

- ANZEIGE -

Blockchain-Effekte im Banking und im Wealth Management

Es steht fest, dass Blockchain-Technologie die Welt verändern wird. Weit weniger klar ist, wie genau dies passiert. Ein englischsprachiges Whitepaper des Fintech-Unternehmens Avaloq untersucht, welche Einsatzszenarien es im Banking und in der Vermögensverwaltung geben könnte – „Blockchain: Plausibility within Banking and Wealth Management“. Einige dieser plausiblen Einsatzszenarien haben sogar das Potenzial für eine massive Disruption. Ein bereits existierendes Beispiel liefert der Initial Coin Offering-Markt: ICO statt IPO.
Jetzt gratis downloaden!

Bildnachweise