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03.05.2016 | Controlling | Im Fokus | Onlineartikel

CFOs investieren in die Digitalisierung

Autor:
Sylvia Meier
2:30 Min. Lesedauer

CFOs investieren in die Digitalisierung. Das Thema ist in der CFO-Agenda nach oben gerückt. 

Viele Risikothemen haben die Finanzvorstände in den letzten Monaten beschäftigt. So beispielsweise der volatile Ölpreis und die wirtschaftlichen Entwicklungen in Asien. Doch nun scheinen sich die CFOs auf die Situation der vielfältigen internationalen und politischen Risiken eingestellt zu haben. Auch wenn nach wie vor Sorgen vor allem in Bezug auf geopolitische Entwicklungen bestehen und CFOs eine nachlassende Auslandsnachfrage befürchten. Das zeigt zumindest der "CFO Survey Frühjahr 2016" von der Beratungsgesellschaft Deloitte. Im Fokus der CFO-Aufgaben scheint das Thema Digitalisierung zu stehen. So zeigen die Umfrageergebnisse:

  • 58 Prozent der CFOs haben den Investitionsschwerpunkt auf IT-Technologien gesetzt.
  • 40 Prozent wollen die digitale Kompetenzen der Mitarbeiter weiterentwickeln und fördern.

In die digitale Zukunft investieren 

Und warum sind viele Unternehmen bereit, in diesen Bereich Geld zu stecken? 60 Prozent der Befragten wollen damit eine höhere Transparenz und bessere Steuerung der internen Prozesse erreichen. Auch die Vernetzung von Arbeitsabläufen und Produktionsprozessen soll damit bewerkstelligt werden (47 Prozent). Bessere Data-Analytics-Kompetenzen erhoffen sich 44 Prozent. Die Entwicklungen bringen viele Veränderungen mit sich. Weshalb auch Dr. Stefan Hesse in seinem Beitrag "Wie der CFO die digitale Transformation vorantreibt" betont: „Als Veränderungsmanager muss der CFO ein überzeugender Kommunikator sein.“ Nur zwei Prozent der CFOs gaben an, dass die Digitalisierung gerade keine Rolle für ihr Unternehmen spielt. 

Rolle der CFOs bei der Digitalisierung (CFO Survey Frühjahr 2016)

Aktiv für den eigenen Funktionsbereich (33 %)
Challenger im Rahmen der Management-Meetings (31 %)
Treiber und proaktiver Gestalter im Gesamtunternehmen (30 %)
Kein wesentliches Thema im Rahmen der eigenen Position (6 %)

Viele verschiedene Unternehmensbereiche sind betroffen. Und mit ihnen der Finanzbereich. Nur sechs Prozent der befragten Finanzvorstände beschreiben, ihre Position hätte keine wesentliche Rolle bei der Digitalisierung. 

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Finanzbereich muss sich neu anpassen 

"Die Digitalisierung hat nicht nur Auswirkungen auf den CFO, sondern auf den gesamten Finanzbereich. Kennzahlen, Berichtswesen, Prozesse und Controlling müssen auf die neuen Anforderungen abgestimmt werden", erklärt Hesse in seinem Beitrag. Die Umfrageergebnisse von Deloitte bestätigen diese Einschätzung. Voraussetzung ist jedoch für jeden zweiten CFO, dass die Digitalisierungsstrategie des Gesamtunternehmens entwickelt und umgesetzt wird. Auch die Finanzfunktion muss sich entsprechend verändern.

Die Änderungen betreffen vor allem das Verständnis der Finanzfachkräfte für die digitalen Geschäftsmodelle, Analystics-Fähigkeiten, Prozess-Knowhow, Flexibilität und Anpassungsfähigkeit. Auch Hesse empfiehlt: "Stellen Sie sicher, dass IT- und digitalen Kenntnissen die entsprechende Bedeutung beigemessen wird." Die Finanzsysteme selbst müssen leistungsfähiger werden. "Digitalisieren Sie die operativen Finanzprozesse und passen Sie das Controlling an das neue Geschäftsmodell an." Sowohl Hesse als auch die Ergebnisse der Deloitte-Umfrage legen es offen: CFOs haben viel zu tun. Die Digitalisierung wird viel verändern, bringt jedoch auch neue Chancen mit sich! 

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