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05.10.2016 | Controlling | Im Fokus | Onlineartikel

Den richtigen Lieferanten finden

Autor:
Sylvia Meier

Unternehmen müssen damit rechnen, dass der schlechte Ruf eines Geschäftspartners auch auf sie zurückfällt. Wie kann man verhindern, dass Einkäufe beim falschen Lieferanten getätigt werden?

Für international agierende Unternehmen ist es oft eine schwierige Aufgabe: Wer soll die Firma beliefern? Mit wem will man Geschäfte machen? Schließlich gehört zu einer funktionierenden Lieferkette, dass bestellte Waren unversehrt, pünktlich und vollständig geliefert werden. Ein Lieferant, der schlecht arbeitet, kann zum unkalkulierbaren Risiko werden. Hinzu kommt das Thema Reputation. Ein Unternehmen, das mit einem Lieferanten kooperiert, der für Ausbeutung, umweltschädliche Produktion oder illegale Geschäfte bekannt ist, schadet seinem eigenen Image.

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Rationalität gewährleisten

Die Entscheidung, wer den Auftrag erhält, sollte deshalb nicht intuitiv getroffen werden. Dr. Christian Busse und Britta Margraf sprechen sich in ihrem Beitrag "Risikofaktor Lieferant" in der Zeitschrift Controlling & Management Review (Sonderausgabe 2/2016) für Unterstützung durch das Beschaffungscontrolling aus. Dabei machen sie jedoch auch noch einmal die Herausforderung für Unternehmen klar (Seite 31): "Rationalität in globalen Beschaffungsprozessen zu gewährleisten ist alles andere als einfach."

Controller müssen überzeugen 

Doch eben diese Rationalität im Supply-Chain-Management kann mithilfe des Controllings gesichert werden. Controller können mithilfe von spezialisierten Informationsdatenbanken Risiken aufdecken. "Manche spezialisierte Informationsdienste recherchieren täglich, weltweit und in mehreren Sprachen Informationen zum Beispiel zu Nachhaltigkeitsrisiken bei Unternehmen", erklären Busse und Margraf. So können Controller herausfinden, ob das Unternehmen der Geldwäsche oder Korruption beschuldigt wurde und vieles mehr. Die Recherche und Analyse ist eine Seite. Die andere Seite ist jedoch, dass Controller das Management überzeugen müssen, eine Entscheidung faktenbasiert und nicht intuitiv zu treffen.

"Controller sollten langfristig beim verantwortlichen Management und Top Management dafür werben, allzu starken Machtasymmetrien entgegenzuwirken", empfehlen die Autoren. Was hat es mit den Machtasymmetrien auf sich? Den Entscheidungsprozess Im Hinblick auf Lieferanten vergleichen die Autoren mit der Politik. Auch hier seien Manager aktiv, die in ihrer jeweiligen Unternehmensfunktion nicht nur eigene Entscheidungskriterien sondern auch eigene funktionale Ziele, an den sie selbst gemessen werden, mit an den Tisch bringen. Doch gelingt es dem Controller, die Unternehmensführung von einer faktenbasierten Entscheidung zu überzeugen, können Nachhaltigkeitsrisiken entscheidend minimiert und die Lieferketten optimiert werden. 

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