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24.02.2015 | Controlling | Im Fokus | Onlineartikel

Rechengrößen im wertorientierten Controlling

Autor:
Sylvia Meier

Welches Potenzial kann die Kapitalflussrechnung im wertorientierten Controlling bieten?

„Die Grundidee der wertorientierten Unternehmensführung ist einfach: Eine Wertsteigerung findet erst statt, wenn das Unternehmen die Kosten des eingesetzten Kapitals erwirtschaftet hat.“ So bringt es Springer-Autor Thomas Joos in seinem Buchkapitel "Wertorientiertes Controlling" auf den Punkt. Und weist außerdem darauf hin: „Das wertorientierte Controlling unterstützt das Management bei der Erreichung der Unternehmenswertsteigerung“.

Vom Controller werden also entsprechende Zahlen und Fakten gefordert. Doch wie können die erforderlichen Werte ermittelt werden? Joos verweist auf den WACC-Ansatz zur Bestimmung der Kapitalkosten (WACC = Weighted Average Cost of Capital). Als Ansätze zur Wertmessung stellt der Autor folgende Methoden vor:

  • Discounted Cash Flow-Ansatz

  • EVA®-Ansatz (EVA = Economic Value Added)

  • CFROI/CVA-Ansatz

Die verschiedenen Ansätze haben sich in der Praxis bewährt und sind anerkannt. Dennoch bringen sie in der Anwendung ihre Tücken mit sich: Zu hoher Prognoseaufwand, zu komplex, keine ausreichende Standardisierung, missverständliche Ergenisse im Hinblick auf die Investitionspolitik. Jeder Ansatz bringt Nachteile mit sich. Doch übersehen Unternehmen vielleicht ein wesentliches Detail?

Free-Cash-Flow-orientierte Berichterstattung lohnt sich

„Bilanzielle Überschussgrößen des externen Rechnungswesens eignen sich nur bedingt zur wertorientierten Unternehmenssteuerung.“ Dies beschreibt Springer-Autor Tytus Bej in seiner Arbeit „Die Kapitalflussrechnung im wertorientierten Controlling“. Der Autor untersucht die Vor- und Nachteile der verschiedenen Ansätze. Dabei geht er schwerpunktmäßig auf die Kapitalflussrechnung ein. Bej empfiehlt, die Kapitalflussrechnung auch im wertorientierten Controlling anzuwenden. Im Hinblick auf Investoren sei die Free-Cash-Flow-orientierte Berichterstattung lohnenswert. So erhalte der potenzielle Kapitalgeber die Information, welche Zahlungen er aus einer Investition erwarten könnte.

Kapitalflussrechnung als zentrale Rechengröße

Bej beschreibt (Seite 123): „In diesem Zusammenhang haben Kapitalflussrechnungen ihre Eignung als zielführendes Instrument zur Darstellung und Ermittlung der Cash Flow Größen bewiesen. So eignen sie sich in einer prospektiven Ausgestaltung zur Bestimmung der für die DCF-rechnerischen Zwecke notwendigen Free Cash Flows. Dabei bilden diese Free Cash Flow-Informationen sowohl in einer unternehmensinternen als auch -externen Perspektive die zentrale Rechengröße zur Bestimmung des Unternehmenswertes.“

Fazit: Das klassische Financial Accounting entwickelt sich weiter. Auf dem Weg zum Business Reporting lohnt es sich für Unternehmen, neue Methoden und Wege zu erproben. Einen interessanten Ansatz stellt Tytus Bej vor.

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