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04.05.2017 | Controlling | Im Fokus | Onlineartikel

Algorithmen sind die neuen Freunde von CFOs

Autor:
Marc Ennemann

Mit dem Wandel des Finanzbereichs werden Algorithmen bedeutsamer für CFOs. Marc Ennemann erklärt in einem Gastbeitrag, wie sich das auf die Kostenstruktur auswirkt und warum der Mensch gerade für die Planung maschinell nicht ersetzt werden kann.

Innovative Technologien wie Big Data, künstliche Intelligenz (KI) oder Robotic Process Automation (RPA) werden zukünftig eine nahezu vollständige Automatisierung der Finanzprozesse ermöglichen. Diese bieten erhebliche Effizienzpotenziale. Vor allem, weil heute im Finanzbereich vieler mittelständischer Unternehmen immer noch von einer vergleichsweise geringen Standardisierung und Automatisierung der Prozesse – selbst für einfache und repetitive Tätigkeiten – auszugehen ist.

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Chancen der Automatisierung im Finanzbereich

Durch Automatisierung können im Finanzbereich nicht nur die Senkung der Kostenstrukturen oder die Einhaltung der Qualitäts- und Complianceanforderungen sichergestellt werden. Sie ermöglicht darüber hinaus auch mehr Freiraum für die Interpretation steuerungsrelevanter und ermessensbehafteter Aufgaben, wodurch neue Erkenntnisse gewonnen und Optimierungsmöglichkeiten deutlich werden.

Die Algorithmen basierten Lösungsoptionen (Digital Labour) sind in der Lage, die rasant ansteigenden Datenmengen zu verarbeiten und gleichzeitig zu analysieren. Eine entsprechende Investition lohnt sich: Dort, wo der CFO einfache Tätigkeiten mit Hilfe simpler Steuerungsmodelle in Software-Robotern automatisieren kann, kann er bereits mit einem Return On Investment (ROI) nach einer kurzen Laufzeit von drei bis neun Monaten rechnen. So lassen sich durch den Einsatz von Robotics bis zu 80 Prozent der Kosten senken.

Mensch als gesunder Gegenpol zur Maschine 

Obwohl ein Großteil von Prozessabläufen automatisierbar ist, kann die Technik den Mitarbeiter auch zukünftig nicht vollständig ersetzen. Verständnis und Vertrauen können nur Menschen schaffen und bewahren. Deshalb ist innerhalb einer Organisation eine saubere Balance zwischen Mitarbeitern und digitalen Helfern wichtig. Ein Beispiel dafür ist die Planung, die immer noch von einem Menschen durchgeführt werden muss. Die Technik wiederum kann den Menschen dabei unterstützen. Während früher einmalig kurz in Datenbanken gesucht und darauf basierend eine Planung erstellt wurde, werden künftig dauernde Suchen durchgeführt, Erkenntnisse in Echtzeit gewonnen und dann geplant. Dabei ist der Trend zur Automatisierung nicht umkehrbar. Wichtig ist, dass der Prozess zur Veränderung des Zusammenspiels zwischen Mensch und Maschine durch eine Vielzahl an Maßnahmen begleitet wird. Vom Aufzeigen der technischen Möglichkeiten bis hin zum Nehmen der Sorge vor dem Arbeitsplatzverlust.

Komplexe Leasingverträge können automatisiert verarbeitet werden

Die Anwendungsfälle reichen vom vollständig automatisierten Internen Kontrollsystem (IKS), über die Bearbeitung von Warenkörben bis hin zur automatisierten Verarbeitung von komplexen Leasingverträgen (IFRS 16 - Lease Accounting). Dabei ist ein digitalisierter, indexierter und durchsuchbarer Dokumentenkorpus ebenso relevant wie die Klassifikation und Priorisierung der Verträge. So entsteht ein System, welches von Leasingexperten trainiert wird und rund um die Uhr genutzt werden kann. Selbst komplizierte Leasingverträge können so ausgelesen werden und ersparen dem Unternehmen zusätzlich Kosten.

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