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16.05.2017 | Controlling | Im Fokus | Onlineartikel

Ein Zerwürfnis mit dem CEO kostet Finanzchefs die Karriere

Autor:
Sylvia Meier

© vmCFOs und CEOs sollen als Partner eng zusammenarbeiten. Doch wenn beide nicht harmonieren, endet die Karriere für Finanzchefs im Unternehmen häufig. 

Eine gute Zusammenarbeit ist nicht nur ein Wegbereiter für die weitere Karriere. Finanzchefs, die mit dem CEO nicht gut auskommen, sind schnell die längste Zeit CFO gewesen. Eine Umfrage der Personal- und Organisationsberatung Korn Ferry hat gezeigt, dass in 41 Prozent der Fälle eine Abberufung als CFO aufgrund eines Zerwürfnisses mit dem CEO erfolgte. Mehr als die Hälfte der CFOs würden bei einem Zerwürfnis freiwillig gehen. Eine partnerschaftliche Zusammenarbeit auf Augenhöhe ist das Idealbild, das gerne gezeichnet wird. Doch fachliche oder auch persönliche Differenzen scheinen das bei diesen starken Führungspositionen in manch einem Fall nahezu unmöglich zu machen.

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2014 | OriginalPaper | Buchkapitel

Einleitung

Die grundsätzlich erfolgreiche Geschäftsführung von morgen stellt schon heute entsprechend die Weichen und trifft die notwendigen Entscheidungen. Nachhaltiger Geschäftserfolg, wertstabile Investitionen und die normalerweise langfristige A

 

In dem Buchkapitel "Der CFO im produzierenden Mittelstand – Sparringspartner des CEO" stellen auch die Springer-Autoren Wolfgang Becker und Bianca Brandt fest (Seite 123): "Dass der CFO als Sparringspartner des CEO und "zweiter Mann" in Geschäftsführung und Vorstand bezeichnet wird, verdeutlicht die Beziehung zwischen den Positionsinhabern. Ebenso ist es nicht unüblich, dass der CFO als Nachfolger für einen ausscheidenden CEO in Frage kommt". Die Autoren bezeichnen beide als Tandem. Sie betonen, dass der CFO im Sinne einer wertschöpfungsorientierten Unternehmensführung wertvolle Informationen zur Entscheidungsgrundlage sammeln, aufbereiten und zur Verfügung stellen kann. Der Vorstand wiederum verlässt sich auf den CFO. Der Finanzchef ist jedoch nicht nur dessen Handlanger.

Starke Anwärter auf den CEO-Posten 

Das betont auch Springer-Autor Karlheinz Hornung in seinem Buchkapitel "CFO – vom Zahlenverwalter zum Co-Piloten" (Seite 122): "Vom Erbsenzähler zum Business-Strategen, vom Chef-Buchhalter zum wichtigsten Sparringspartner des Vorstandsvorsitzenden (CEO). Finanzvorstände werden immer mehr zu Unternehmern im Unternehmen." Durch regelmäßige Meetings und den engen Austausch mit dem CEO ist der Finanzchef bereits in viele Prozesse direkt mit eingebunden. Er kennt etwa 

  • aktuelle Herausforderungen, 
  • den Stand wichtiger Vertragsverhandlungen und nicht zuletzt
  • das Zahlenwerk des Unternehmens 

sehr genau. Das macht ihn zu einem starken Anwärter, wenn ein CEO das Unternehmen verlässt.

Unternehmen bevorzugen interne Lösungen 

Für die Studie "Route to the Top" der Beratungsgesellschaft Heidrick & Struggles wurden die Lebensläufe der CEOs von 400 der größten Unternehmen in Deutschland, den USA, Großbritannien und Frankreich ausgewertet. Im Ergebnis zeigt sich, dass viele intern rekrutiert werden. 67 Prozent der deutschen Unternehmen haben einen Mitarbeiter zum CEO ernannt. Im Schnitt waren diese bereits 14 Jahre für das Unternehmen tätig, bevor der Karrieresprung zum CEO kam. Der Posten des Finanzspezialisten scheint hier eine besonders gute Ausgangsposition zu sein. In Deutschland waren laut der Studie 26 Prozent der Geschäftsführer zuvor als Finanzchef tätig. Die Studie von Korn Ferry zeigt jedoch auch, dass nicht jeder von ihnen diesen Karriereweg gehen will. Nur 23 Prozent der befragten Finanzchefs streben den Posten des CEO an.

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