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28.03.2018 | Controlling | Im Fokus | Onlineartikel

Wie Unternehmenssteuerung mit Self-Service Business Intelligence gelingt

Autor:
Sylvia Meier

Mit der Digitalisierung verändern sich viele Prozesse. Vor allem Controller in Unternehmen müssen sich fragen, welche Instrumente noch zeitgemäß sind und zum Einsatz kommen sollten.

Viele Unternehmen sehen in der Digitalisierung Chancen. Eine aktuelle Studie des Beratungsunternehmens Horváth & Partners zeigt, dass die Hälfte der Firmen erste Umsatzsteigerungen durch die Digitalisierung feststellt. Auch Effizienzvorteile in einzelnen Bereichen werden genannt. Die Analyse verdeutlicht aber auch, dass Unternehmen nur dann auf weitere Umsatzsteigerungen durch die Digitalisierung hoffen können, wenn sie auch bereit sind, einen Kulturwandel durchzuführen.

Digitalisierung bringt mehr Wandel als erwartet 

Springer-Autor Oliver Röniger führt in seinem Beitrag "Self-Service Analytics Unlimited" an, dass die Digitalisierungswelle höher und stürmischer wird als erwartet (Seite 15): "Wir unterschätzen die Dramatik der Veränderung." Seiner Ansicht nach werden die steigenden Datenmassen und Algorithmen die Regeln des Marktes und des Wettbewerbs verändern: "Die Chancen sind riesig, die Risiken des Nichtstuns auch." Laut dem Autor werden die Unternehmen auf der Gewinnerseite stehen, die datengetrieben arbeiten. Hierfür bedarf es der Unterstützung durch das Controlling: "Das Controlling kann die Transformation in ein datengetriebenes Unternehmen optimal begleiten, wenn analytische Expertise aufgebaut wird." Doch wie können Unternehmen denn nun schneller analysieren und flexibler agieren? Röniger erklärt, dass Enterprise-Analytics-Plattformen alle Analysefunktionen integrieren und unternehmensweit einsetzbar sind. 

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01.03.2018 | Schwerpunkt | Ausgabe 2/2018

Self-Service BI — Fluch oder Segen?

Ist Self-Service Business Intelligence wirklich der Schlüssel für eine agile Unternehmenssteuerung? Eine Studie zeigt, dass die damit verbundene Flexibilität zwar bei Managern zu einem besseren Geschäftsverständnis führen, dass sie jedoch auch …

Mit Self-Service Business Intelligence (BI) können Unternehmen den Anwendern aus ihren verschiedenen Fachabteilungen direkten Zugriff auf relevante Daten gewähren. Viele Daten sind so also schnell und einfach verfügbar, ohne den Umweg über das Controlling zu machen. Macht das den Controller entbehrlich? Röniger verneint dies. Machine Learning wird seiner Ansicht nach die Entscheidungsfindung verändern. Die Maschine wird jedoch den Menschen nicht ersetzen (Seite 23): 

Der analyseaffine Controller wird zum unentbehrlichen Management-Berater." 

Oliver Röniger

Einfach nur neue Technik einsetzen reicht nicht 

Ist eine Unternehmenssteuerung mit Self-Service BI also die Zukunft? In dem Beitrag "Agiler entscheiden mit Self-Service BI" äußern sich Patrick Keller und Larissa Seidler zu dem Trend (Seite 39): "In der Theorie scheinen dabei die Vorteile von Self-Service BI zu überwiegen, doch in der Praxis bringt die Idee des "Selbstbedienungsladens" noch reichlich Herausforderungen mit sich, insbesondere für BI-Organisation und BI-Governance. Fragen der Datenaufbereitung, -konsistenz und -qualität sowie die mögliche Entstehung von Datensilos innerhalb der Organisation müssen bedacht werden. Compliance-Richtlinien und rechtliche Anforderungen sind zu erarbeiten und zu befolgen." 

Auch Professor Jürgen Weber und Dr. Leona Wiegmann sehen bei dem Thema in ihrem Beitrag "Self-Service BI – Fluch oder Segen?" noch Stolpersteine. Sie stellen fest, dass es zwar durchaus positive Effekte durch Self-Service BI gibt – aber eben nicht nur. Ohne Standards und Richtlinien bestehe die Gefahr, dass der Einsatz sogar kontraproduktiv ist (Seite 29): "Self-Service-Lösungen bergen bei zu wenig Standardisierung die Gefahr, den Interessen Einzelner zu viel Raum zu geben, wodurch kollektive Entscheidungsprozesse ineffizienter und langsamer werden können."

Mit Self-Service BI können also durchaus neue Potenziale ausgeschöpft werden – aber nur, wenn die Umsetzung gut durchdacht wird. Es muss genau geprüft werden, welche Freiheiten der Anwender erhält und welche Einschränkungen eingeführt werden sollten. Das Controlling kann hierbei eine wichtige Unterstützung sein.

Die komplette Titelgeschichte lesen Sie in der Ausgabe 2 | 2018 der Controlling & Management Review.

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