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16.10.2017 | Controlling | Im Fokus | Onlineartikel

Wie mit Incident-Reporting Fehler vermieden werden

Autor:
Sylvia Meier

In jedem Unternehmen kommen Fehler vor. Doch diese Fehler lassen sich analysieren, sodass sie sich nicht wiederholen. Ein hilfreiches Instrument ist das Incident- Reporting. 

Am 15. Juni 2017 hat ein Stromausfall den Brüsseler Flughafen den ganzen Morgen lahmgelegt. Besonders die Gepäckabfertigung war betroffen, mit der Folge, dass hunderte Fluggäste warten mussten. Teilweise standen die Reisenden im Freien und mussten Geduld beweisen. Im Mai 2017 herrschte an einem Wochenende bei British Airways Chaos. Ein IT-Ausfall hat weltweit zu zahlreichen Flugausfällen und Verspätungen gesorgt. Am 25. Januar 2017 kam es am Hamburger Flughafen zu einem Server-Ausfall. In dieser Zeit konnten Flugzeuge weder starten noch landen. Die Beispiele zeigen, welche weitreichenden Auswirkungen Störungen oder Fehler in Arbeitsprozessen haben können. 

Störungen analysieren und vermeiden 

Diese Fehler kosten Unternehmen nicht nur Geld. Wenn hunderte Kunden betroffen sind, ist zudem weiterer Ärger von der Kundenseite vorprogrammiert. Technische Ausfälle, etwa Prozessstörungen, können einen Betrieb komplett lahm legen, Prävention ist daher unerlässlich. Besonders in der Luftfahrt und in der Industrie kommt deshalb das Incident-Reporting zum Einsatz.

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Im Beitrag "Fehler vermeiden mit Incident-Reporting" beschreibt der Autor Husein Dizdarevic die Hintergründe. Er definiert (Seite 42): 

Incident-Reporting ist ein Instrument, das die Fehleranfälligkeit menschlichen Urteilens und Handelns berücksichtigt und Risikopotenziale in einer komplexer werdenden Umwelt früher und besser erkennen lässt."

Er erklärt, dass das Incident-Reporting einen besseren Umgang mit dem unvermeidbaren Unerwünschten, dem Unsicheren und dem Riskanten ermöglicht und die Erkennung, Analyse und Überwachung von Risiken verbessert wird. Die beiden Störfälle an den Flughäfen sind typische Beispiele. Der jeweilige Fall wird erfasst und analysiert. Dizdarevic betont, wie bedeutsam die Datenbank ist, in der alle Incident-Reports abgebildet werden, denn (Seite 44): "Um eine effiziente Verarbeitung der Daten zu gewährleisten, ist ihre elektronische Erfassung unumgänglich." Eine Analyse-Software sichtet die eingegebenen Daten und nimmt eine entsprechende Auswertung und Verknüpfung vor. Dabei sollen laut dem Autor dann vor allem diese beiden Fragen beantwortet werden können:

  • "Wie können bekannte Risiken, vor allem wenn sie durch menschliches Versagen verursacht sind, berücksichtigt und dadurch vermieden werden? Und:
  • Welche neuartigen Risiken entstehen durch sich wandelnde Umweltfaktoren, die bisher nicht bekannt und nicht kalkuliert werden konnten?"

An alle Mitarbeiter kommunizieren 

Auch in Industrieunternehmen kann sich ein solches System bewähren. Die Technologie allein macht hier jedoch nicht den Erfolg. Voraussetzung ist, dass ein entsprechendes Incident-Reporting-System nicht nur eingeführt wird, sondern die Mitarbeiter entsprechende Vorkommnisse überhaupt melden. Mit der Einführung der Reporting-Methode sollte deshalb eine entsprechende Kommunikationsstrategie entwickelt werden, damit die ganze Organisation entsprechend mitarbeiten kann.

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Die Hintergründe zu diesem Inhalt

01.08.2017 | Accounting & Reporting | Ausgabe 6/2017

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