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14.01.2019 | Controlling | Im Fokus | Onlineartikel

Wie Robotics das Controlling verändert

Autor:
Sylvia Meier

Die Digitalisierung soll die Effizienz der Finanzabteilung erhöhen. Prozesse sollen schneller und in einigen Fällen automatisiert werden. Kommen in Zukunft vermehrt Robotics im Controlling zum Einsatz?

Viele CFOs befassen sich aktuell mit der Frage, wie die Prozesse in der Finanzabteilung verbessert werden können. Dabei ist das Thema Automatisierung allgegenwärtig. Viele Unternehmen entscheiden sich, Software-Roboter einzusetzen, um momentane Schwächen im Controlling auszugleichen. In dem Beitrag "Die schöne neue Welt des Controllings" der Zeitschrift Controlling & Management Review zählen Michael Metz und Sebastian G. Suffa einige Hürden auf, die das Controlling heute vor allem im Bereich Reporting und Analyse beschäftigen:  

  • Schlechte Datenqualität,
  • mangelhafte Aufbereitung der Daten,
  • unzureichende Datenanalysen und
  • hoher Arbeitsaufwand.

Prozesse sind noch aufwendig und fehleranfällig

Noch immer werden viele Daten manuell in Excel gepflegt. Eine Studie des Softwareherstellers Diamant zeigt, dass das Programm weiterhin das wichtigste Werkzeug ist, wenn es um die Aufbereitung von Daten geht - sei es als zusätzliche optische Darstellung (51,8 Prozent) oder durch den direkten Zugriff von Excel auf die Daten des Rechnungswesens (17,9 Prozent). Dabei hat die Nutzung durchaus Nachteile und wird immer wieder kritisiert. Die manuelle Bearbeitung ist aufwendig, bindet Personalressourcen und ist zudem fehleranfällig. Das nährt Zweifel, ob diese Vorgehensweise heute noch zeitgemäß ist. Vor allem deshalb, weil es gerade im Rechnungswesen und Controlling ein hohes Potenzial gibt, Aufgaben wie die Prüfung der Eingangsrechnungen, die Verteilung der Berichte oder Mahnungen zu automatisieren.

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Michael Metz und Sebastian Suffa zeigen in ihrem Beitrag, wie das Controlling der Zukunft aussehen könnte, wenn künstliche Intelligenz und Robotics vermehrt zum Einsatz kommen. Per App wird von unterwegs kurz auf das Controllingsystem zugegriffen. Sprach-Interfaces sind selbstverständlich, alle Daten liegen in der Cloud und Roboter integrieren, verteilen, validieren, korrigieren und bereinigen die unterschiedlichen Datentöpfe des jungen Beispielunternehmens. Hierdurch verändert sich die Rolle des Controlloers komplett. Fraglich ist, ob das Bild, dass die Autoren skizzieren, auch realistisch ist. 

RPA wird zum Einsatz kommen

Tatsächlich gehen laut der Diamant-Software-Studie die Hälfte der Umfrageteilnehmer davon aus, dass im Jahr 2020 das Rechnungswesen und Controlling in der Cloud betrieben wird – entweder komplett oder als hybride Lösung. Barbara Kleehaupt-Roither und Tobias Unger glauben, dass an der Automatisierung kein Weg vorbeiführt. In ihrem Beitrag "Von RPA-Mythen zur Automatisierungsstrategie" verdeutlichen sie (Seite 49): 

Der Einsatz von robotergesteuerter Prozessautomatisierung ist aus dem industriellen Wertschöpfungsprozess kaum noch wegzudenken." 

Trotz dieser Prognosen stößt das Thema Robotic Process Automation (RPA) auf Ängste, Zweifel und Misstrauen. Ist das kontrollierbar? Und werden Fachkräfte hierdurch um ihren Arbeitsplatz fürchten müssen? Die Autoren stellen klar, dass der Mensch beim Einsatz von Robotern im Fahrersitz bleibt: "Die digitale Belegschaft ist bereits heute Realität. RPA ist ein erster Schritt in Richtung einer diversifizierten Arbeitnehmerschaft, in welcher Mensch und Software-Bot Hand in Hand arbeiten." Voraussetzung für den Erfolg sei jedoch, dass neue Technologien verstanden und eingeordnet werden. So sind beispielsweise nicht alle Software-Roboter gleich. 

Unternehmen müssen also einen genauen Blick darauf werfen, welche Technologie für sie überhaupt infrage kommt. Eine große Rolle spielt dabei die Erwartungshaltung. RPA-Bots sind nicht die goldene Lösung aller IT-Probleme. Dass jedoch der Einsatz von Robotics auch im Controlling ein wichtiges Thema werden wird, halten viele Experten für realistisch. 

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