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26.11.2015 | Controlling | Im Fokus | Onlineartikel

Was CFOs 2016 auf der Agenda haben

Autor:
Sylvia Meier

Der Jahreswechsel rückt näher. Und mit ihm die Frage: Was hat bei CFOs 2016 Priorität? Welche Aufgaben kommen auf Finanzvorstände zu?

Im zweiten Halbjahr 2015 mussten sich die deutschen CFOs mit vielen Risikofaktoren auseinandersetzen, wie mit der Griechenland-Krise und dem Absturz der chinesischen Aktienmärkte. Das stellt aktuell die Beratungsgesellschaft Deloitte in dem "CFO Survey Herbst 2015" fest.

Wie hat sich das auf die Stimmung bei den Finanzvorständen ausgewirkt? Im Ergebnis zeigt sich laut Deloitte:

  • Nur 20 Prozent halten den aktuellen Zeitpunkt für günstig, höhere Risiken einzugehen.
  • 31 Prozent erwarten ein signifikantes Umsatzwachstum aus den USA.
  • 32 Prozent haben die Erwartungen für ihr China-Geschäft reduziert.
  • Für 39 Prozent der CFOs hat die Professionalisierung des Talent-Managements hohe Priorität.

Wirtschaftliche und politische Entwicklungen stellen CFOs immer wieder vor neue Herausforderungen - und führen manchmal zu Verunsicherungen. Es verwundert daher nicht, dass Unternehmen auf Nummer sicher gehen und ihre Strategien nun defensiver ausrichten.

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Doch wie bereiten sich die CFOs auf 2016 vor? Welche Aufgaben bekommen Priorität? Und in welchen Maßnahmen sehen die Finanzchefs großes Potenzial? Das neue "Operations-Effizienz-Radar – Die Top-Hebel für die CFO-Agenda 2016" von Roland Berger und dem Internationalen Controller Verein (ICV) befasst sich mit diesen Fragen.

Wichtigste Aktivitäten für CFOs 2016

Nach dem Ergebnis planen CFOs vor allem mit Maßnahmen in folgenden Bereichen:

  1. Produktportfolio (69 Prozent)
  2. Produktion (61 Prozent)
  3. Controlling und Finanzen (56 Prozent)
  4. Vertrieb und Marketing (54 Prozent)
  5. Innovation und Entwicklung (54 Prozent)
  6. Einkauf (50 Prozent)
  7. Working Capital Management (47 Prozent)
  8. Logistik (44 Prozent)
  9. Administration und Overhead (39 Prozent)

In den einzelnen Bereichen scheinen u.a. die Optimierung von Planung und Steuerung, die Kostensenkung, Effizienzsteigerung und die Rollenentwicklung des Controllers zum Business Partner für die meisten CFOs eine Rolle zu spielen. Eine Beobachtung, die sich mit den Ergebnisses des CFO Survey von Deloitte deckt.

Wo sehen CFOs noch Verbesserungsbedarf?

Die CFO-Agenda ist laut der Deloitte-Umfrage von folgenden Themen geprägt:

  • Stärkere Positionierung des Finanzbereichs als Business Partner (46 Prozent)
  • Optimierung von Planung und Forecasting (46 Prozent)
  • Professionalisierung des Talent-Managements (39 Prozent)
  • Stärkere Integration der Finanz-Sytsemarchitektur (27 Prozent)
  • Umfassendere Nutzung von Analytics-Anwendungen (24 Prozent)
  • Optimierung des Global Service Delivery (21 Prozent)
  • Optimierung der Treasury-Prozesse (15 Prozent)

Neustrukturierung des Finanzbereichs

Eine Vielzahl von Themen wartet auf CFOs 2016. In jedem Unternehmen müssen die Prioritäten individuell gesetzt werden. Auffällig ist, dass gerade die Optimierung verschiedener Prozesse sich anhand von mehreren Themen wiederholt.

Auch Frank Claassen und Sandra Hohorst betonen bereits in ihrem Beitrag "Den Finanzbereich neu denken" in der Zeitschrift Controlling & Management Review: "Aktuelle, verlässliche, vergleichbare und visuell gut aufbereitete Daten sind gerade in Zeiten volatiler wirtschaftlicher Rahmenbedingungen von hoher Bedeutung. Sie sind die Basis für eine effiziente Steuerung global agierender Unternehmen in dynamischen Märkten". Wie eine Neustrukturierung des Finanzbereichs aussehen kann zeigen die Autoren anhand eines Projektes der Beiersdorf AG. Mit dem Projekt sollten die Steuerungsprozesse Planung, Forecasting und Reporting über alle Hierarchieebenen, Funktionen und Regionen hinweg systematisch standardisiert werden. Die Autoren stellen fest: "Beiersdorf hat Daten und Prozesse standardisiert sowie harmonisiert und so die Grundlage für Effektivität, Effizienz und Transparenz im Unternehmen und den Rollenwandel von Controllern hin zum Business Partner geschaffen."

Die Hintergründe zu diesem Inhalt

01.04.2015 | Schwerpunkt | Ausgabe 2/2015

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