Skip to main content
main-content

Über dieses Buch

Corporate Citizenship - unternehmerisches Bürgerengagement - ist Gegenstand einer wachsenden Diskussion im In- und Ausland. Es formuliert Herausforderungen an die strategische Unternehmensführung, in der Kooperation mit unternehmensexternen Partnern aktiv gesellschaftliche Probleme anzugehen. Unternehmen profitieren in vielfältiger Weise von bereichsübergreifenden Netzwerken, bedürfen aber zu deren Aufbau und Pflege ganz eigener Kompetenzen. Die Bewerbungen um den Unternehmenspreis der Initiative "Freiheit und Verantwortung", die dem Band zugrunde liegen, bilden die umfangreichste Darstellung von "best practices" deutscher Unternehmen. Sie verbinden sich mit einem Überblick über hochaktuelle Dokumente und Initiativen zur Thematik auf nationaler und internationaler Ebene: ein Standardwerk zu einer immer wichtiger werdenden Thematik.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Teil 1. Ausgangspunkte — Die Bürgergesellschaft als Ordnung der Freiheit

Zusammenfassung
Nach dem Zusammenbruch des totalitären Sozialismus und der Anerkennung der Leitbilder von Demokratie und Marktwirtschaft verbleibt nur mehr ein zentrales Kriterium, das Nationen weltweit voneinander unterscheidet und ihre relative Position zueinander charakterisiert: Armut oder Wohlstand, Entwicklung oder Unterentwicklung. Das,Gesicht’ der Armut zeigt sich in seiner Hässlichkeit überall ähnlich ebenso wie Wohlstand global gleiche oder doch ähnliche Ausdruck-formen annimmt. Ist dem so, dann stellt sich die Frage: Worin liegt der,Wohlstand der Nationen’ begründet, was ist der unterscheidende Faktor, der Aufstieg und Niedergang nicht von Individuen, sondern von nationalen Wirtschaftsräumen und Gesellschaften insgesamt determiniert? Was vor allem unterscheidet die einen von den anderen? Was bestimmt,Wohlstand und Armut der Natione’1?
André Habisch

Teil 2. Das Unternehmen in der Bürgergesellschaft: Freiheit und Verantwortung

Zusammenfassung
Die Einsicht in die Bedeutung,freiwilliger Vereinigungen’ hat in der sozialwissenschaftlichen Diskussion eine lange Tradition, die (mindestens) auf A. de Tocqueville und sein Buch über die Demokratie in Amerika zurück geht. In den letzten 10 Jahren erfuhr diese Denkrichtung eine Wiederbelebung, die mit den empirischen Ergebnissen zur Rolle,Sozialen Kapitals’ im modernen Gemeinwesen zusammen hängt. Bürgerschaftliches Engagement erscheint mehr denn je nicht mehr als,Privatsache’ oder Freizeitbeschäftigung, sondern wird in seinen vielfältigen positiven Rückwirkungen auf das Funktionieren von Wirtschaft, Politik und Gesellschaft reflektiert.
André Habisch

Teil 3. Corporate Citizenship in Deutschland — Praxisprojekte aus Unternehmen aller Größenordnungen

Zusammenfassung
‚Freiheit und Verantwortung’ ist eine Initiative der Spitzenverbände der Wirtschaft: des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI), der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA), des Deutschen Industrie-und Handelskammertages (DIHK) sowie des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks (ZDH) gemeinsam mit dem Wirtschaftsmagazin WirtschaftsWoche. Ziel dieser im internationalen Jahr des Freiwilligen 2001 ins Leben gerufenen Initiative ist es, untemehmerisches Bürgerengagement in Deutschland zunächst in seiner Vielfalt zu dokumentieren und zugleich auch neue Impulse für zukünftige Aktivitäten zu geben. Die Schirmherrschaft hat Bundespräsident Johannes Rau übernommen. Die Initiative wird vom Center for Corporate Citizenship e.V. wissenschaftlich begleitet. Sie vergibt einmal jährlich den Preis „Freiheit und Verantwortung“ in drei Kategorien: große, mittlere und kleine Unternehmen.
André Habisch

Teil 4. Unternehmerisches Bürgerengagement — gesellschaftliche Rahmenbedingungen

Zusammenfassung
Unternehmerisches Bürgerengagement und Netzwerke Sozialen Kapitals als dezentrale Selbststeuerungsmechanismen einer aktiven Bürgergesellschaft ergänzen in vielen Punkten die ordnungspolitische Funktion des Staates und internationaler Organisationen101. Ihnen eignet eine ‘Pfadfinderfunktion’ in Bezug auf die Weiterentwicklung von Bildungs-und Sozialprogrammen, die Gestaltung ökologischer Rahmenbedingungen und die Kulturförderung. Netzwerke übernehmen die ordnungspolitische ‘Feinsteuerung’, der die staatliche Ordnungsgarantie als ‘Regressbremse’ bei einer Erosion bürgerschaftlicher Selbststeuerungsmechanismen gegenüber steht. Im internationalen und globalen Maßstab werden Selbstverpflichtung und Selbstkontrolle der Bürgergesellschaft zur Lösung von Ordnungsproblemen eine wichtige Rolle spielen — jeweils unter maßgeblicher Beteiligung von Unternehmen als ‘Corporate Citizens’.
André Habisch

Teil 5. Unternehmerisches Bürgerengagement und globale Ordnungsstrukturen im 21. Jahrhundert

Zusammenfassung
Unternehmerisches Bürgerengagement — so hatten wir gesehen — ist ein bekanntes Phänomen, das mindestens so alt ist wie die Industriegesellschaft selbst. Wer Corporate Citizenship als neues Thema zelebriert und der Wirtschaft vorwirft, es noch nicht begriffen zu haben, der darf nicht in die oberflächliche Attitüde manches Unternehmensberaters oder Journalisten verfallen, der schon aus professionellen Motiven regelmäßig die Neuheit einer Entwicklung behauptet. Doch andererseits ist es eben auch nicht das traditionelle,Ehrenamt’, das Corporate Citizenship am Beginn eines neuen Jahrhunderts plötzlich zu einer vieldiskutierten Thematik werden lässt. Diskussionsteilnehmer in Wissenschaft, Politik und Praxis verbinden mit der Thematik vielmehr die Hoffnung, dass hier in Netzwerken bereichsübergreifender Zusammenarbeit neue Selbstbindungs-und SelbststeuerungsPotenziale wachsen — und zwar angesichts einer sich öffnenden Schwere zwischen globalisierungsbedingt wachsendem Problemdruck einerseits und sinkenden Ordnungs-Potenzialen des Staates bzw. internationaler Organisationen andererseits. Hier geht es also nicht primär um Tugend oder Ethik, sondern um die zweifellos wichtige Frage, welches angesichts des Vergreisungsprozesses des Leviathan-Staates die,ordnungsstiftenden Potenzen’ (W. Eucken) des 21. Jahrhunderts sein werden.
André Habisch

Backmatter

Weitere Informationen