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12.05.2016 | Corporate Finance | Im Fokus | Online-Artikel

Fintechs sind noch weitgehend unbekannt

verfasst von: Sylvia Meier

2 Min. Lesedauer
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Nur wenige Unternehmen nutzen bisher Fintechs. Stattdessen suchen viele den Weg zur Hausbank. 

Finanztechnologien, auch Fintechs genannt, bieten viele Möglichkeiten. Den Zahlungsverkehr kurz per Smartphone regeln? Kein Problem dank der neuen Entwicklungen. Was privat bereits rege genutzt wird, findet jedoch interessanterweise in Unternehmen noch kaum statt. Zwar sind Paypal & Co. bereits aus dem privaten Umfeld bekannt. Doch die Studie "Geschäftsbeziehungen von Firmenkunden zu Banken" der Unternehmensberatung Kampmann, Berg & Partner zeigt, dass Fintechs für Unternehmen noch kaum eine Rolle zu spielen scheinen:

  • 86 Prozent der befragten Entscheider können spontan kein Fintech-Unternehmen nennen.
  • Auf Nachfrage geben 29 Prozent an, beispielsweise den Anbieter Auxmoney zu kennen.
  • Anders bei den jüngeren Managern bis 45 Jahre, die digitale Services auch privat nutzen. Hier sind es 38 Prozent, die Fintech-Unternehmen nennen können.

"Die Zusammenarbeit mit Fintechs spielt für Unternehmen bisher kaum eine Rolle", sagt Marc Jochims, der die Studie bei Kampmann, Berg & Partner betreut hat. "Die Mehrzahl der Firmen vertraut auf ihre Hausbank als langfristigen Partner".

Banken genießen mehr Vertrauen bei Unternehmen 

Noch sind Banken also für Unternehmen die ersten Ansprechpartner. Und das, obwohl die Konkurrenz nicht schläft. Kostengünstigere Angebote und innovative Ideen locken durch die Fintechs. Ein Geschäftsbereich, den Banken erst langsam für sich entdecken. Warum Banken hier lange zögerlich waren, erklären Lucia A. Reisch, Andreas Oehler, Gerhard Raab, Peter Kenning, Peter Buxmann, Frank Theisen und Dirk Baecker in ihrem Beitrag "Verbraucher und die digitale Welt – wo geht die Reise hin?"

Die strategisch gute Position, dass fast jeder Bürger ein Bank- oder Sparkassenkonto hat, scheint nach Auffassung der Autoren der Grund zu sein, dass Banken selbst nur wenige eigene innovative Zahlungsdienste entwickelt haben. 

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Die Studie zeigt jedoch auch, dass jüngere Unternehmensmanager bereits aktiver und besser informiert sind, was Fintechs angeht. Noch hemmen vor allem Datenschutzbedenken. Der Wandel selbst scheint jedoch bevorzustehen. Würde sich die Hausbank mit einem Fintechanbieter zusammenschließen, würde das wohl auch in Unternehmen die Bereitschaft steigern, das Angebot zu nutzen, meint Jochims. Für Unternehmen könnte dies, gerade durch die vielen Veränderungen des Finanzbereichs mit der Digitalisierung ein weiterer interessanter Ansatzpunkt sein, Prozesse zu vereinfachen. Doch noch scheint dies für viele Manager weitgehend Zukunftsmusik zu sein.

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