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25.02.2014 | Corporate Finance | Im Fokus | Online-Artikel

Virtueller Bankraub beim Handel mit Bitcoins?

verfasst von: Sylvia Meier

1:30 Min. Lesedauer
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Kursschwankungen stellten das Vertrauen von Bitcoin-Anlegern bereits in der Vergangenheit auf eine harte Probe. Doch nun könnten sie Opfer eines gigantischen Diebstahls sein.

Eine der größten Börsen für Bitcoins, Mt. Gox, ist über Nacht verschwunden. Dies berichtet heute das Handelsblatt. Die Webseite ist nicht mehr aufrufbar. Von einem gigantischen Diebstahl und Manipulationen ist die Rede. Ein herber Rückschlag für Bitcoin. Die digitale Währung hat viel Vertrauen verloren, denn betroffene Anleger sind vermutlich ihr Geld los.

Mt. Gox hatte bereits in den vergangenen Tagen für schlechte Schlagzeilen gesorgt. Der Handel mit Bitcoins wurde aufgrund technischer Probleme ausgesetzt. Anleger hatten keine Möglichkeit mehr, an ihr Geld zu kommen. Mt. Gox erklärte, dass ein Fehler identifiziert worden wäre, der es ermöglicht habe, die gleichen Bitcoins mehr als einmal verkaufen.

Virtueller Bankraub?

Doch nun könnte es noch weitaus schlimmer sein: Es ist denkbar, dass Transaktionen über mehrere Jahre von Hackern manipuliert wurden. Laut Medienberichten soll ein Fehler in einer Verwaltungssoftware bei Mt.Gox diese Manipulationen möglich gemacht haben. Mt.Gox soll 744.408 Bitcoins verloren haben.

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Insider schätzen den entstandenen Schaden laut Handelsblatt auf rund 350 Millionen Dollar. Damit könnte Mt.Gox vor dem Aus stehen. Andere Betreiber von Handelsplattformen für Bitcoins versuchen, ihre Anleger zu beruhigen. Doch ob die Anleger jetzt noch Vertrauen in die digitale Währung haben, bleibt abzuwarten. Experten fürchten den Totalabsturz.

Ein Zahlungsmittel mit Risiken

Die Autoren Christoph Sorge und Artus Krohn-Grimberghe beschäftigen sich in ihrem Zeitschriftenartikel „Bitcoin – das Zahlungsmittel der Zukunft?“ mit dem System der digitalen Währung. Und stellen damals bereits viele Risiken fest. Auch wenn das System innovativ ist. Eine Einschätzung, die sich nun wohl bewahrheitet. Denn die Zukunft der Bitcoins scheint heute unklarer als je zuvor - vor allem, durch den Vertrauensverlust in das System.

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