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Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

A. Einleitung, Problemstellung, Zielsetzung und Aufbau der Untersuchung

Zusammenfassung
„Germany: Venture funding is booming at last, with sums invested doubling every year“, titelt die Financial Times am 7. Juni 2000.
Guido Hoffmann

B. Der Versuch einer Systematisierung der Corporate Governance-Diskussion

Zusammenfassung
Der Begriff Corporate Governance hat in den letzten zwanzig Jahren nicht nur innerhalb der Wissenschaft, sondern auch in der öffentlichen Diskussion zunehmend mehr Aufmerksamkeit bekommen. Insbesondere im Zusammenhang mit feindlichen Unternehmensübernahmen (Hostile Takeover), der Diskussion um Macht der Banken und dem Verhältnis von anderen institutionellen Anlegern zur Unternehmensleitung wird immer wieder von einem Corporate Governance-Problem gesprochen. Dennoch gestaltet sich eine Erfassung und Systematisierung des Begriffs Corporate Governance mitunter als sehr kompliziert:
  • The term Corporate Governance […] has become a fashionable idea in the last decade. Like most fashionable ideas, it is remarkably imprecise. In fact, a number of ideas are in circulation under this heading and a number of interests are staking their claims to recognition in the administration of corporate affairs.
Guido Hoffmann

C. Die enge Verwandtschaft von Corporate Governance und Corporate Finance

Zusammenfassung
Kern der Comparative Corporate Governance ist eine Zweiteilung der Corporate Governance-Systeme in ein marktorientiertes Modell, das von den Vereinigten Staaten und Großbritannien repräsentiert wird, und in ein bankorientiertes Modell, das mit kontinentaleuropäischen Staaten (hauptsächlich Deutschland, Frankreich und Italien) und Japan in Verbindung gebracht wird. Diese Unterscheidung beruht auf einer unterschiedlichen institutionellen Architektur der Finanzsysteme, die sich in den Corporate Governance-Systemen wiederfinden läßt. Weshalb das so ist, soll im folgenden erläutert werden.
Guido Hoffmann

D. Marktgröße und Struktur der formellen Venture Capital-Märkte in Deutschland und den USA

Zusammenfassung
Die Erstellung eines Profils der Venture Capital-Märkte in Deutschland und den USA unter Zuhilfenahme einiger wirtschaftlicher Kennziffern1 erweist sich in dreierlei Hinsicht als sinnvoll. Zunächst ist zu vermuten, daß sich bereits hierbei recht deutlich zeigt, daß die Strukturen der Venture Capital-Märkte in Deutschland und den USA starke Züge eines bank-bzw. eines marktorientierten Systems aufweisen. Darüber hinaus geben die jüngsten positiven Entwicklungen im deutschen Venture Capital Markt Anlaß zu der Frage, inwieweit eine funktionierende Venture Capital-Industrie tatsächlich mit den Institutionen eines marktorientierten Systems verknüpft ist, oder ob es sich bei Entwicklung des deutschen Marktes im Vergleich zum U.S.-amerikanischem lediglich um eine zeitlich verzögerte Entwicklung losgelöst von institutionellen Veränderungen handelt. Dies läßt sich jedoch nur dann zufriedenstellend beantworten, wenn zuvor geklärt ist, in welchen Punkten und inwieweit sich der deutsche Venture Capital-Markt tatsächlich dem U.S.-amerikanischen angenähert hat. Femer ermöglicht die empirische Erfassung dieses Veränderungsprozesses in groben Zügen eine zeitliche Zuordnung dieser Entwicklungen. Auch hierdurch lassen sich im weiteren Verlauf der Untersuchung der Grad der Einflußnahme von bestimmten institutionellen Veränderungen oder funktionalen Anpassungen auf die Entwicklungen im deutschen Venture Capital-Markt besser abschätzen.
Guido Hoffmann

E. Venture Capital-Märkte in der Comparative Corporate Governance-Diskussion

Zusammenfassung
In den vorangegangenen Kapiteln wurden bereits einige Berührungspunkte zwischen der Venture Capital-Finanzierungstechnologie und Corporate Governance herausgearbeitet. Dabei ging es bislang einerseits um die Schwierigkeiten, die bei der Ausgestaltung von Corporate Governance-Strukturen in mit Venture Capital finanzierten Unternehmen zu meistern sind1. Andererseits wurden bereits erste Zusammenhänge zwischen Institutionen, die den institutionellen Strukturen von Corporate Governance-Systems zuzurechnen sind, und der Venture Capital-Industrie entdeckt. Im folgenden Kapitel soll aufgezeigt werden, wie sich die Venture Capital-Technologie gezielt als Argumentationsinstrument in der Comparative Corporate Governance-Diskussion nutzen läßt.
Guido Hoffmann

F. Bestimmende Institutionelle Rahmenbedingungen für die Venture Capital-Märkte in Deutschland und den USA

Zusammenfassung
Im folgenden Kapitel soll nun untersucht werden, ob und in welchem Umfang die bankorientierte institutionelle Struktur des deutschen bzw. die marktorientierte institutionelle Struktur des U.S.-amerikanischen Corporate Governance-Systems, die Entwicklung der Venture Capital-Märkte in beiden Ländern beeinflußt hat. Bislang konnte lediglich geklärt werden, daß in den USA mit seinen marktorientierten Corporate Governance-Strukturen mit der Venture Capital-Industrie eine leistungsfähige und hochentwickelte Innovationsfinanzierungstechnologie besteht, wohingegen es sich in Deutschland mit seinen traditionell bankorientierten Corporate Governance-Strukturen als deutlich schwieriger erwies, einen funktionierenden Innovationsfinan-zierungssektor zu etablieren. Inwieweit jedoch die von der Venture Capital-Finanzierungstechnologie gestellten institutionellen Anforderungen nur in einem marktorientierten System zu finden sind, bzw. bankorientierte Corporate Governance-lnstitutionen hierfür keinen (funktionalen) Ersatz bereitstellen können und die Entwicklung mitunter sogar in eine andere Richtung lenken, wurde bislang noch nicht untersucht1. Die der folgenden Untersuchung zu Grunde liegende Fragestellung lautet demnach, welche Corporate Governance-Institutionen des U.S.-amerikanischen marktorientierten Systems erwiesen sich für die Entwicklung eines florierenden Innovationsfinanzierungssektors als förderlich, bzw. welche Teile der institutionellen Struktur des deutschen bankorientierten Corporate Governance-Systems zeigen sich dafür verantwortlich, daß es bis in die jüngste Zeit nicht nachhaltig gelang, eine Innovationsfinanzierungstechnologie in Deutschland zu etablieren? Abstrakt formuliert, zielt die Analyse demgemäß darauf ab, zu ergründen, welche Folgen bestimmte — Institutionen konstituierende — Systeme formgebundener Regeln (insbesondere Rechtsnormen) in der Rechtswirklichkeit erzeugen, und wie sie zu bewerten sind.
Guido Hoffmann

G. Implikationen der vorangegangenen Analyse

Zusammenfassung
In diesem Kapitel werden aus der vorangegangenen Analyse abgeleitete Implikationen für die in dieser Arbeit aufgeworfenen Fragen dargestellt. Im ersten Abschnitt werden die gegenwärtigen institutionellen Rahmenbedingungen für den deutschen Venture Capital-Markt bewertet sowie Gestaltungsempfehlungen für deren Weiterentwicklung gegeben. Im Anschluß daran wird der Beitrag der Untersuchungsergebnisse für die Comparative Corporate Governance skizziert. Schwerpunktmäßig wird dabei der Frage nach der Vorteilhaftigkeit einer bestimmten institutionellen Struktur sowie der Diskussion um die Wahrscheinlichkeit und den möglichen Verlauf einer Konvergenz von Corporate Governance-Systemen nachgegangen.
Guido Hoffmann

H. Zusammenfassung der Ergebnisse

Zusammenfassung
Im Zeitalter der Globalität ist die (wissenschaftliche) Unterscheidung zwischen bank-und marktorientierten Finanz-/Corporate Governance-Systemen in den westlich orientierten Industriestaaten verschwommen geworden. Ein gemeinsames Fundament von Wertvorstellungen, Traditionen und wirtschaftlichen Idealen ebnete in diesen Staaten den Weg für einen Effizienzwettbewerb der institutionellen Strukturen. Begleitet wurden diese realen Marktveränderungen von einem intensiven wissenschaftlichen Diskurs, wobei die Entstehung der Comparative Corporate Governance sicherlich selbst als ein frühes Zeichen des Globalisierungsprozesses zu werten ist. Zunächst überwog in dieser Disziplin das Interesse daran wie andere (erfolgreiche) ökonomische Systeme Konflikte und Konfliktpotentiale zwischen den einzelnen Interessensgruppen im Bereich der Unternehmensleitungsentscheidungen aufzulösen. Die Debatte ging jedoch schnell zu der Frage über, welches System die effizienteren Regelungsstrukturen für den Interessensausgleich im Bereich der Unternehmensleitungsentscheidungen bereitstellt. Parallel zu den ersten realen Marktveränderungen begann man sich auch damit zu befassen, welchen Einfluß die neuen global wirkenden Marktkräfte auf Corporate Governance-Systeme haben. Kaum überraschend variierten die Meinungen darüber, welches System über die effizienteren Strukturen zur Lösung von Interessenskonflikten im Bereich der Unternehmensleitungsentscheidungen verfügt und damit, auf welche Form die Systeme möglicherweise konvergieren werden, abhängig von der augenblicklichen wirtschaftlichen Stärke des jeweiligen Systems zum Zeitpunkt der Analyse1. Auch heute noch ist diese Frage im wesentlichen ungeklärt, da die beobachteten Veränderungen sich auf einige wenige Phänomene beschränken.
Guido Hoffmann

Backmatter

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