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CSR-Aktivitäten fördern die Mitarbeiterbindung

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Gesellschaftliche Verantwortung wird von Unternehmen gerne genutzt, um das Image aufzupolieren. Doch CSR-Aktivitäten strahlen nicht nur positiv nach außen, sondern wirken auch motivierend und bindend auf die Belegschaft, zeigt eine Studie. 

Viele Unternehmen haben Corporate Social Responsibility-Maßnahmen in der Corona-Pandemie an den Start gebracht.


Gesellschaftliche und soziale Verantwortung ist für die Beziehung zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer offenbar von großer Bedeutung. Das zeigt die Studie "The power of purpose: how corporate social responsibility (CSR) influenced employee engagement in 2020", für die Qualtrics, ein Anbieter von Customer-Experience-Lösungen, 500 deutsche Arbeitnehmer zu den CSR-Aktivitäten ihres Unternehmens befragt hat. 

Demnach geben 64 Prozent an, dass ihr Arbeitgeber in Corporate Social Responsibility investieren sollte. Insbesondere die Altersgruppe der über 50-Jährigen äußern diese Erwartung und das mit einem Plus von 15 Prozent im Vergleich zur Vorjahresbefragung. 

Mit CSR engagieren sich Beschäftigte eher

Gibt es von Unternehmensseite bereits CSR-Initiativen, sind 57 Prozent der Beschäftigten auch eher bereit, sich ihrerseits zu engagieren. Allerdings möchten 54 Prozent gerne im Vorfeld nach ihrer Meinung zu den geplanten Maßnahmen gefragt werden. Allerdings ist das nur bei 25 Prozent der Umfrageteilnehmer bislang der Fall. 

Auffällig ist, dass 39 Prozent der Betriebe CSR-Maßnahmen zum Wohl der Beschäftigten, Kunden oder Gesellschaft angestoßen haben, die direkten Bezug zu Covid-19 aufweisen. Dazu gehören finanzielle Sicherheit für die Belegschaft (20 Prozent), Förderung ihrer psychischen Gesundheit (13 Prozent) oder Atemschutzmasken sowie Schutzausrüstung (zehn Prozent).

Bei den Mitarbeitern kommen diese Wellbeeing-Bestrebungen offenbar gut an. So bezeichnen 70 Prozent der Befragten die unternommenen Schritte als 'effektiv'. Allerdings waren nur 60 Prozent der Befragten auch persönlich mit der Auswahl zufrieden.

At a macro level, CSR during 2020 followed a clear pattern. Employers chose to look after their own employees’ health and security as a first priority, and then extended their efforts to the wider community", lautet die Zusammenfassung der Studienautoren.

Gesellschaftliche Verantwortung und Mitarbeiterbindung

Insgesamt kommt Qualtrics auf Grundlage der Daten zu dem Ergebnis, dass CSR-Maßnahmen einen unmittelbaren Einfluss auf die Mitarbeiterbindung haben können. Sind Mitarbeiter demnach nicht davon überzeugt, dass ihr Arbeitgeber einen guten Beitrag zum Gemeinwohl leistet, signalisieren sie doppelt so häufig Wechselbereitschaft für die nächsten zwei Jahre. Konnten Beschäftigte hingegen sogar einen eigenen Beitrag zum gesellschaftlichen Engagement leisten, gibt eine deutliche Mehrheit (83 Prozent) an, stolz darauf zu sein, für das Unternehmen zu arbeiten. Lediglich drei Prozent, die sich engagieren konnten, sind nicht stolz.

Daraus schlussfolgern die Studieninitiatoren, dass gemeinsame Werte zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber wichtig sind. Offenbar haben das auch rund ein Drittel der Unternehmen erkannt. Denn 29 Prozent wollen auch in Zukunft die Mitarbeiterzufriedenheit in den Fokus rücken, indem sie das Arbeitsumfeld verbessern. Auch sozial und ökologisch verantwortungsvolle Investitionen (18 Prozent) und eine Verbesserung des CO2-Fußabdrucks (16 Prozent) werden als langfristige CSR-Ziele genannt. Daneben stehen auch Spenden und eine umweltfreundliche Unternehmenspolitik (jeweils elf Prozent) auf der To-Do-Liste.

Daher fällt der Ausblick in die CSR-Zukunft positiv aus. "2020 has shown us the power of CSR, and we can expect to see these universal concerns being pursued with a new vigour in the future", heißt es in der Studienzusammenfassung.

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