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20.12.2019 | Coupés | Fahrbericht + Test | Onlineartikel

Elektroboost trifft moderne Eleganz: Der Mercedes-Benz CLS 450 4Matic im Test

Autoren:
Marc Ziegler, Sven Eisenkrämer
3 Min. Lesedauer

Die aktuell dritte Generation des Mercedes-Benz CLS versucht, Sportlichkeit mit absolutem Komfort zu verbinden. Dabei ist der CLS 450 4Matic dank 48-Volt-Mildhybridisierung und "EQ Boost" die Wahl: Denn es ist ein hervorragend funktionierendes Kraftpaket mit überschaubarem Verbrauch und dazu ein Wohnzimmer auf vier Rädern. springerprofessional.de und MTZ haben das Mildhybrid-Coupé getestet.

Der komplette Testbericht hier im Multimedia-Beitrag: 

Elektroboost trifft moderne Eleganz: Der Mercedes-Benz CLS 450 4MATIC im Test  von springerprofessional.de und MTZ

Motor + Antrieb

Ein elektrifizierter Reihensechszylinder, der M 256 in der Version E 30 DEH LA G R, treibt den CLS an und verhilft dem Wagen dank 16 kW Zusatzleistung und 250 Nm Extra-Drehmoment nicht nur zu sehr sportlichen Fahrleistungen, sondern auch zu einem günstigen Praxisverbrauch, und das völlig frei von den Nachteilen einer großen Hochvoltbatterie, wie dem hohen Gewicht oder dem Verlust von Kofferraumvolumen. Dem Mildhybriden reicht eine kleine 48-V-Batterie.

Als nachteilig kann man lediglich anführen, dass ein rein elektrisches Fahren mit dem System nicht möglich ist, dafür aber lange Motor-Aus-Gleitphasen, selbst bei höheren Autobahngeschwindigkeiten. Genau hierfür wurde das große Coupé ausgelegt: Auf lange Autobahnetappen, auf entspanntes Gleiten und hohen Fahrkomfort, ohne dabei die Sportlichkeit aus den Augen zu verlieren. Wenn man nämlich Kraft abfordert, kommt der Mercedes diesem Wunsch nahezu unverzüglich nach, aus dem Stand ebenso, wie im Zwischenspurt. Der integrierte Startergenerator sitzt in P1-Konfiguration auf der Motorausgangswelle und kann so den Antrieb unterstützen. Dabei ist der Reihensechszylinder-Ottomotor mit Direkteinspritzung und 3 l Hubraum allein schon keineswegs schwach auf der Brust. Ein elektrisch unterstützter Turbolader zwangsbeatmet das Aggregat als weitere Elektrifizierungsmaßnahme. Damit generiert der Sechsender eine Maximalleistung von 270 kW und ein maximales Drehmoment von 500 Nm. Die Systemleistung gibt Mercedes mit 286 kW und 750 Nm an, die den Zweitonner in nur 4,8 Sekunden aus dem Stand auf 100 km/h und bis zu einer elektronisch abgeregelten Höchstgeschwindigkeit von 250 km/h wuchten. Die Motorversion des M 256 ist übrigens so auch noch im AMG GT 43 4Matic+ und im S 450 zu finden.

Mehr zur Technik im CLS 450 4 Matic lesen Sie hier im umfänglichen Multimedia-Testbericht.

Kosten + Nutzen

Die technische Ausstattung des CLS ist gut und kann auf Wunsch nahezu allumfänglich erweitert werden. Das hat natürlich seinen Preis. In der Basis liegt der 450 bei 70.906 Euro – das lässt sich mit den Features, komfortablen und luxuriösen Ergänzungen spielend leicht auf über 100.000 Euro steigern. Unser sehr gut ausgestatteter Testwagen kam auf einen Endpreis von 110.033 Euro. Dafür erhält der Käufer allerdings auch ein wahrliches Premium-Fahrzeug.

Kritik + Fazit

Natürlich ist das Coupé weder reinrassiger Sportwagen noch rein komfortabel ausgelegte Luxuslimousine und erst recht kein Kombi mit wahnsinnig viel Platz. Im dynamischen Fahrbetrieb überzeugt der elektrisch unterstützte Reihensechszylinder aber dafür mit enorm schneller Reaktion auf Gasbefehle und eine konstante Leistungsabgabe über das gesamte Drehzahlband. Bei Erreichen der elektronisch abgeregelten Maximalgeschwindigkeit scheinen noch immer Reserven zur Verfügung zu stehen. Lenkung, Antrieb und Fahrwerk schaffen den Spagat zwischen Sportlichkeit und Komfort.

Der CLS ist somit ein wahrlicher Hybrid – eigentlich nicht wegen der 48-Volt-Elektrifizierung – sondern wegen eben jenes Spagats, Agilität und komfortablen Luxus unter ein Autodach zu bekommen.

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