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Über dieses Buch

In diesem Buch stellt der Autor gewinnbringende strategische Maßnahmen für die Entwicklung und Implementierung branchenübergreifender Wachstumsstrategien vor. Dabei zählen Cross-Industry Joint Ventures, Unternehmensübernahmen, Fusionen und strategische Partnerschaften zu den wichtigsten Instrumenten. Den Ausführungen liegt das neuartige Konzept der betriebswirtschaftlichen Ökosysteme zugrunde. Noah Farhadi erläutert das Konzept sowie die unterschiedlichen Strategien unter anderem anhand der Automobil-, der Healthcare- sowie der Software-Branche. Eine Vielzahl von Beispielen aus der Praxis - u.a. Siemens, General Motors und SAP - beleuchtet die Komplexität von Cross-Sector Growth und Competition. Das Buch richtet sich gleichermaßen an Unternehmer, Manager und Berater wie an Lehrende und Studierende.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

1. Einleitung

Zusammenfassung
Jahre sind vergangen, bis ich die Bedeutung bzw. Konsequenz der betriebswirtschaftlichen Ökosysteme in Wirklichkeit verstanden habe. Der US-amerikanische Science-Fiction-Autor von Dune, Frank Patrick Herbert, hat einmal gesagt:
„The thing the ecologically illiterate don’t realise about an ecosystem is that it’s a system. A system! A system maintains a certain fluid stability that can be destroyed by a misstep in just one niche. A system has order, flowing from point to point. If something dams that flow, order collapses. The untrained might miss that collapse until it was too late. That’s why the highest function of ecology is the understanding of consequences.“
Noah Farhadi

2. Grundlagen: Gemeinsam stärker sein

Zusammenfassung
Was wir als Ecosystem bezeichnen, gibt es in einer Vielzahl von Branchen, insbesondere in High-Tech-Unternehmen, die von innovativen Technologien angetrieben werden, z. B.: Daimler, Microsoft, Apple, Google, IBM, BMW, Volkswagen und Hunderte, wenn nicht Tausende von anderen Anbietern. Firmen zusammen mit ihren strategischen Partnern, Konsumenten und Influencern beteiligen sich kollektiv an Innovationen und formieren die sog. Ökosysteme. In diesem Kapitel werden die Grundlagen eines solchen Ökosystems („ecosystem“) vorgestellt.
Noah Farhadi

3. Referenzmodell des Business-Ökosystems

Zusammenfassung
Das zweite Kapitel war den Grundlagen von Business-Ökosystemen gewidmet. In diesem Kapitel wird nun der aktuelle Stand der Forschung zu diesem Thema skizziert. Gleichzeitig wird anhand eines aktuellen Beispiels ein Referenzmodell für die Analyse von Ecosystems vorgestellt.
Noah Farhadi

4. Archetypen der Ökosysteme

Zusammenfassung
In den letzten Kapiteln wurden wesentliche Grundlagen der betriebswirtschaftlichen Ökosysteme erörtert. Nun befassen wir uns mit den Typologien von Ökosystemen. Hierbei geht es darum, die marktorientierten Ökosystemcluster zu unterscheiden und diese explizit voneinander abzugrenzen. Sie werden nun die Archetypen der Ecosystems kennenlernen. Der Begriff Systemarchetyp wurde ursprünglich von Peter M. Senge zur systemischen Beschreibung generischer Verhaltensmuster von Menschen entwickelt. Ziel ist es, die jeweils zugrunde liegenden Strukturen als leicht verständliche Modelle zur Systemanalyse zu definieren. Dieses Kapitel geht auf die Interaktionen zwischen verschiedenen Akteuren mit dem Keystone-Orchestrator ein.
Noah Farhadi

5. Strategische Partnerschaften

Zusammenfassung
Auf der Suche nach Wachstum oder Innovation wird es für Unternehmen zunehmend schwierig, alle Ziele im Alleingang zu verfolgen. Als Ausweg bieten sich strategische Partnerschaften an. In jüngerer Zeit kommt in diesem Zusammenhang eine neue Variante ins Spiel: betriebswirtschaftliche Ökosysteme. Sie entstehen i. d. R. durch die Bildung strategischer Partnerschaften. Obwohl die Primärproduzenten gemeinsam mit ihren komplementären Partnern als eigenständige Unternehmen individuelle Ziele verfolgen können, teilen sie das gleiche Schicksal. Unternehmensökosysteme bestehen aus Akteuren, die Leistungen als Gemeinschaft erbringen wollen. Jeder Teilnehmer kann neben den Beziehungen zu den Lieferanten und Kunden eines Systems Verbindungen auch zu anderen Ökosystemen unterhalten. In diesem Kapitel durchleuchten wir das Phänomen der Kooperation zwischen unabhängigen Partnern. Dabei liegt der Fokus auf den strategischen Aspekten von Partnerschaften.
Noah Farhadi

6. Phasenmodelle von Partnerschaften

Zusammenfassung
In einem Ökosystem sind die wesentlichen Erfolgsfaktoren die Kompatibilität der Strategien und eine konsistente Zielsetzung. Darüber hinaus streben alle Beteiligten gezielt die kulturelle Konvergenz ihrer Werte an. Je höher die Zahl der an einem Ökosystem beteiligten Parteien, umso schwieriger ist diese Aufgabe. Sie zu lösen, erfordert gewisse Managementkompetenzen wie strategische Weitsicht und Planungsfähigkeiten sowie konsistente Prozesse und Verfahren zur Umsetzung strategischer Maßnahmen und Ziele. In diesem Kapitel erörtern wir schrittweise die einzelnen Kernkompetenzen, die für die Planung und Implementierung strategischer Partnerschaften notwendig sind.
Noah Farhadi

7. Ökosystem-Governance

Zusammenfassung
Betriebswirtschaftliche Ökosysteme entstehen gezielt durch den Aufbau strategischer Partnerschaften zwischen Primärproduzenten und Komplementären. Es handelt sich dabei nicht um statische Strukturen. Im Gegenteil – Kooperationen können hochdynamisch sein, wie wir bereits im ersten Kapitel erörtert haben. Diese Komplexität hat ihre Ursachen in der Vielzahl der Verflechtungen und der wechselseitigen Einflussnahme aller Beteiligten in einem Ökosystem. In diesem Kapitel wird die Struktur eines Governance-Modells anhand eines Beispiels vorgestellt. Generell können Partnerschaftsunternehmen zwischen zwei Governance-Formen wählen: Steuerung durch Beteiligungen oder durch vertragliche Vereinbarungen zwischen finanziell selbstständigen und rechtlich unabhängigen Akteuren. Akquisition von Beteiligungen wird bevorzugt, wenn die Risiken eines opportunistischen Verhaltens sehr hoch sind. Vertragliche Vereinbarungen sind nützlich, um die gegenseitigen Rechte und Pflichten, die Beiträge der Partner, die Wege des Austauschs und das Vorgehen zur Bereinigung möglicher Konflikte zu klären. Unser Modell in diesem Buch beschreibt lediglich, wie Ökosystempartnerschaften unabhängig von Beteiligungen mithilfe eines Governance-Modells gesteuert werden und modulare, sequenzielle oder wechselseitige Synergien erzeugen.
Noah Farhadi

8. Portfolio Management

Zusammenfassung
Wettbewerb findet nicht mehr nur zwischen Firmen oder Produkten statt. Mittlerweile wird er auch zwischen Ökosystemen geführt. Die traditionelle Konkurrenz hat einen direkten Bezug auf Produkte und Dienstleistungen, die sich oft marginal unterscheiden. Die Literatur ist dominiert von diesem Ansatz. Die wohl bekannteste Theorie der Generischen Strategien besteht aus den drei Säulen Qualität, Preis und Fokus. Der Wettbewerb zwischen Ökosystemen hat einen völlig anderen Charakter. Statt auf Produkte fokussieren sich die sog Keystones oder Systemführer verstärkt auf die besten Partnerschaften in den eigenen Systemdomänen. In diesem Kontext erhält der Wettbewerb einen direkten Bezug auf Konsumenten und Influencer. Als Knotenpunkt in ihren Ökosystemen verbinden Keystones die Interessen aller jeweils Beteiligten. Sie tragen die Verantwortung für das Fortbestehen der Gemeinschaft. Diese Feststellung beruht auf der Idee biologischer Systeme. Fast alle diese Systeme verfügen über eine Art Keystone oder Hub – verkörpert als ein führendes Systemmitglied oder kodiert in universell vereinbarten Standards, Protokollen, Regeln und Zielen. Ein Unternehmensökosystem ist keine Branche. Vielmehr kommen die zu ihm gehörigen Akteure aus meist heterogenen Sektoren. Ecosystems bestehen aus interdependenten Geschäftsbeziehungen, basierend auf strategischen Partnerschaften. In Kap. 4 haben wir erörtert, warum Mergers and Acquisitions keine geeigneten Maßnahmen für solche Plattformstrategien sind. In Kap. 5 und 6 haben wir die Phasenmodelle und das Governance-Modell von Ökosystemen vorgestellt. In diesem Kapitel beschreiben wir nun Maßnahmen für das Portfolio Management in strategischen Partnerschaften und Allianzen.
Noah Farhadi

9. Exit-Transaktionen

Zusammenfassung
Exit, Ausstieg – das klingt nach kurzem Prozess, nach schneller und rasch vollzogener Entscheidung. Wenn sich aber Unternehmen von strategischen Partnern im Ökosystem trennen müssen, dann kann daraus eine ebenso komplizierte wie langwierige und kostspielige Operation mit vielen Haken und Ösen werden. Komplexe Liefer- und Leistungsbeziehungen innerhalb des Systems wollen zunächst offengelegt und dann gekappt werden. Vertragliche Außenbeziehungen mit strategischen Partnern, Kunden, Lieferanten oder Banken bedürfen der Neuregelung. Und die betriebswirtschaftlichen Folgen einer Trennung sollten nicht außer Acht gelassen werden. Sicher ist: Ohne systematisches Vorgehen und große Erfahrung ist der Exit-Prozess kaum zu beherrschen. Wie man der Komplexität der Aufgabe Herr werden und bösen Überraschungen vorbeugen kann, skizziert der Autor in diesem Kapitel.
Noah Farhadi

10. Künftige Entwicklung von Ökosystemen

Zusammenfassung
Bisher haben wir die Entwicklung und das Management von Unternehmensökosystemen ausführlich beschrieben. In diesem Kapitel beschreiben wir nun die Treiber von branchenübergreifenden Ökosystemen und die nahenden Trends. Anhand aktueller Beispiele werden wir die Anforderungen an Ökosysteme der Zukunft beschreiben. Drei elementare Trends zeichnen sich ab: (1) der Wettbewerb um den richtigen Partner; (2) die zunehmende Bedeutung des intellektuellen Kapitals; (3) Angriffe auf Ökosysteme.
Noah Farhadi

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