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Über dieses Buch

Dieses Buch beleuchtet die Rolle von Corporate Social Responsibility (CSR) in der Energiewirtschaft

Ein steigender Energiebedarf bei begrenzten natürlichen Ressourcen stellt Energieversorger, Industrie und Verbraucher vor neue Herausforderungen. Dieses Buch zeigt in einem interdisziplinären Ansatz, welche Bedeutung der Corporate Social Responsibility (CSR) in der Energiewirtschaft zukommt. Die Herausgeber führen erstmals Debatten und Erkenntnisse aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik, Kultur und Medien zusammen und betonen, dass die Energiewende nur gelingen kann, wenn sie für den Einzelnen fassbar ist und unterschiedliche Interessenlagen zusammenführt.

Die zweite Auflage des Buches zeigt, dass es ein Trugschluss ist, zu meinen, dass der Klimaschutz beschlossen und geschafft sei. Es besteht noch immer akuter Handlungsbedarf. Erschienen in der Management-Reihe „Corporate Social Responsibility“ liegt der Schwerpunkt dieses Buchs auf dem Bereich der Energiewirtschaft. Ziel der Herausgeber ist es, Führungspersonen sowie Manager aus der Energiebranche dabei zu unterstützen, ihr Wissen und ihre Kompetenz im Themenfeld CSR zu erweitern. Die Beiträge maßgeblicher Expertinnen und Experten ergänzen mit diesem Werk bestehende Ansätze durch neue Ideen und Konzepte, um so für das Bewusstsein der Nachhaltigkeit einen neuen Standard in der Management-Literatur zu setzen.

Steigen Sie tief in die CSR in der Energiewirtschaft ein

Untergliedert in insgesamt zehn Teile, erfahren Sie in diesem Buch nicht nur mehr über Corporate Social Responsibility und die Grundlagen einer nachhaltigen Energiewirtschaft. Die Expertenbeiträge beleuchten außerdem diese Aspekte:
Was verantwortungsbewusste Klimaschutz-Unternehmen auszeichnetEnergiemanagement: Das Bosch Engagement für eine nachhaltige Sicherung der EnergieversorgungEnergiewende in der Bau- und ImmobilienwirtschaftDas Blockchain-Prinzip: Pro und ContraDie Energie der Veränderung: Wandel in der Arbeitswelt
Dieses Buch über Corporate Social Responsibility in der Energiewirtschaft ist jedoch nicht nur eine Leseempfehlung für Unternehmer. Die Herausgeber möchten das komplexe Thema CSR praxisnah einer breiten Leserschaft – und damit auch den Energieverbrauchern – zugänglich machen. Auf diese Weise werden gesamtheitliche Zusammenhänge in der Wertschöpfungskette der Energieeffizienz mit Blick auf erneuerbare Energien nachvollziehbar abgebildet.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Energiewende – Chancen und Herausforderungen aus Unternehmenssicht

Frontmatter

Von Erfolgen, Rückschlägen und einer klaren Vision. Die Energiewende in Deutschland vorantreiben und einem breiten Publikum zugänglich machen

Konstantin Strasser, der zusammen mit seiner Frau Thi Loan die MEP Werke gegründet hat, ist ein Business Punk. Ohne universitäre Ausbildung oder finanzielle Mittel aus dem Elternhaus, hat er es geschafft, ein erfolgreiches Unternehmen auf die Beine zu stellen. Da er zur richtigen Zeit das Potenzial der Solarbranche erkannte und mutig auf die herausfordernden Veränderungen dieses dynamischen Marktes reagierte, konnte er auf diesem schwierigen Markt bestehen. Auch heute gehören Mut zur Veränderung, Prozessumgestaltung und ständige Neupositionierung für ihn zum Tagesgeschäft.

Thi Loan Strasser, Konstantin Strasser

Die BASF Schwarzheide GmbH auf dem Weg zum Nachhaltigkeits-Champion

Die Energiewende in Deutschland ist in vollem Gange. Als eines von drei deutschen Braunkohlerevieren steht die Lausitz in den kommenden Jahren vor besonderen Herausforderungen. Im Übergang zu einer neuen Energieversorgung spielen Brandenburger Unternehmen naturgemäß eine wichtige Rolle. Die BASF Schwarzheide GmbH positioniert sich aktuell als Nachhaltigkeits-Champion im BASF-Konzern. Für eine nachhaltige Zukunft wird in Schwarzheide das Zusammenspiel der Ökologie, der Ökonomie und der Gesellschaft optimiert. Dies ist Kernbestandteil der Konzern-Strategie der BASF. Davon profitiert auch die Lausitz. „In der Region, mit der Region, für die Region“ lautet ein Anspruch der BASF in Schwarzheide. Der folgende Beitrag zeigt auf, wie der Produktionsstandort der BASF im Schulterschluss mit der Lausitz nachhaltig die Weichen für den Standort und die Region stellt.

Colin von Ettingshausen

Energie für den Handel – Herausforderungen für Unternehmen und Politik

Unternehmen – und gerade Handelsunternehmen mit ihren weitverzweigten internationalen Beziehungen und Lieferketten – agieren nicht im luftleeren Raum. Sie sind unmittelbar von geopolitischen, makro- wie mikroökonomischen Entwicklungen betroffen. Ihr Erfolg hängt wesentlich davon ab, wie eng und vorausschauend sie auf Veränderungen im nahen wie ferneren Umfeld reagieren. Der Erfolg eines Unternehmens ist heute nicht mehr allein von Produktangebot und Preisen abhängig. Auch seine Akzeptanz bei den Verbrauchern, seine betriebswirtschaftliche Fähigkeit, auf neue Herausforderungen zu reagieren und die Märkte von morgen heute schon zu erkennen, sind entscheidende Erfolgsfaktoren. Deshalb kommt kein Unternehmen heute an einem elaborierten Energie- und Nachhaltigkeitsmanagement vorbei. Das gilt auch für den internationalen Großhandels- und Lebensmittelspezialisten METRO, der in 36 Ländern über 150.000 Menschen beschäftigt und mehr als 24 Mio. Kunden täglich mit mehr als 50.000 Food- und Non-Food-Proukten versorgt und beliefert.

Olaf Schulze

Vordenken, vorleben, vorangehen – Was verantwortungsbewusste Klimaschutz-Unternehmen auszeichnet

Die Klimaschutz-Unternehmen sind eine unternehmerische Exzellenzinitiative für Klimaschutz und Energieeffizienz. Als branchenübergreifender Zusammenschluss von Unternehmen aller Größenklassen aus Deutschland zeigen die Klimaschutz-Unternehmen modellhafte Beispiele zur optimalen Energienutzung und zum Klimaschutz für Unternehmen aller Branchen und Größen auf. Nur besonders engagierte Unternehmen werden nach intensiver, wissenschaftlicher Prüfung in den Kreis der „Klimaschutz-Unternehmen“ aufgenommen. Der Beitrag zeigt am Beispiel der Mader GmbH & Co. KG, was es konkret bedeutet, wenn sich ein Unternehmen freiwillig zu messbaren und ambitionierten Klima- und Energieeffizienzzielen verpflichtet, die CO2-Emissionen verringert und durch innovative Dienstleistungen und Produkte einen herausragenden Beitrag zur betrieblichen Energieeffizienz leistet.

Stefanie Kästle

Die Energie, die uns antreibt. Nachhaltigkeit als Kerngeschäft der memo AG

Der Beitrag des Nachhaltigkeitsmanagers Lothar Hartmann zeigt, dass die Gründer der memo AG nicht nur die Welt verbessern, sondern ehrgeizige betriebswirtschaftliche Ziele und gesellschaftliches Engagement unter einen Hut bringen wollten. Das ist bis heute so geblieben: Anhand zahlreicher Praxisbeispiele wird dargestellt, was Nachhaltigkeit als Kerngeschäft des Unternehmens ausmacht und was andere davon lernen können.

Lothar Hartmann

Nachhaltige Energiewirtschaft durch Erneuerbare Energien. Wie Unternehmen Verantwortung übernehmen

Am Beispiel von maxx-solar & energie in Südafrika

Der vorliegende Buchbeitrag untersucht das Konzept Corporate Social Responsbility (CSR) am Beispiel eines Unternehmens aus dem Bereich der Solarbranche und analysiert, ob ein nachhaltiges Wirtschaften auch in Ländern des globalen Südens wie beispielsweise Südafrika, möglich ist. Wichtige Begriffe und Konzepte, die zu einer erfolgreichen Etablierung einer CSR-Strategie gehören, wie Corporate Citizenship und Stakeholder-Dialoge werden am Beispiel des Unternehmens untersucht. Fragen, die beantwortet werden, sind u. a.: Wie ist das Unternehmen in Südafrika vorgegangen? Wie hat es seine Aktivitäten vor Ort von anfänglich reinen Corporate Citizenship (Spenden) Maßnahmen, zu einer CSR-Strategie weiterentwickeln können? Besonders an dem vorliegenden Best-Practice-Beispiel ist, dass das Unternehmen maxx-solar & energie über den Wunsch die Energiewende voranzutreiben und die Energiearmut in Südafrika zu beseitigen, aktiv wurde und in Folge dessen eine der größten Solarschulen im südlichen Afrika gründete.

Christine Leffler, Dieter Ortmann

Gesellschaft unter Strom

Frontmatter

Energiemanagement: Das Bosch Engagement für eine nachhaltige Sicherung der Energieversorgung

Bis zum Jahr 2020 wird Bosch seine CO2-Emissionen aus dem direkten Einflussbereich weltweit klimaneutral stellen. Bis 2030 will Bosch 1,7 TWh Energie einsparen und 400 GWh des Energiebedarfs selbst regenerativ erzeugen. Wichtige Bausteine dafür sind unter anderem mehr als 1000 Energieeffizienzprojekte. Darüber hinaus treibt Bosch Lösungen im Bereich des Energiemanagements – wie etwa Speicher für Quartiere und das intelligente Energiemanagement von Wohngebäuden – voran. Bei den Quartierlösungen werden zum Beispiel Batteriespeichercontainer eingesetzt, die eine Pufferung der erzeugten Energie von Solaranlagen auf Hausdächern des gesamten Quartiers ermöglichen und so den Solarstrom effizient nutzbar machen. Durch diesen Speicher wird der Eigenverbrauchsanteil erhöht und verfügbare Leistungsreserven können über einen Marktplatz sogar angeboten werden. Der Einsatz von Energiemanagement-Systemen in Wohngebäuden ermöglicht eine Verbesserung der Netzdienlichkeit. Die Optimierung des Betriebs wird dabei durch eine aktive Steuerung der (teil-) flexiblen Lasten wie Wärmepumpen oder Elektrofahrzeugen und die Einbindung von elektrischen Kleinspeichern erreicht.

Bernhard Schwager, Tim Krecklow, Martin Weiss, Vanessa Süß

Energiegenossenschaften aus der Perspektive institutionen- und organisationstheoretischer Zugänge

Energieerzeugung, -vermarktung und -versorgung etc. sind gerade im Bereich der dezentralen und regenerativen Energieerzeugung ein relativ neues Betätigungsfeld von genossenschaftlichen Aktivitäten. Die aktuellen Entwicklungen der politisch forcierten Energiewende (politisch gewollter Atomausstieg, Maßnahmen zur Eindämmung des Klimawandels, dezentrale regenerative Energieerzeugung, EEG) und deren Analyse können sich nicht auf technische und ökonomische Aspekte beschränken, allein schon weil es sich bei den ausschlaggebenden Umsetzungsmaßnahmen um soziale Entwicklungen (Umsetzung alternativer Lebens- und Verbrauchskonzepte, alternative Organisationsformen etc.) handelt. Die Spanne aktiver Akteure in diesem Bereich reicht von 100 %-Erneuerbare-Energien-Kommunen und -Regionen über mittelständische Planungs- und Projektierungsunternehmen bis hin zu regionalen Vereinen und bürgerbeteiligten Unternehmen in Rechtsformen wie GmbHs und GbRs.

Daniel Dorniok, Niko Paech

Die Energiewende in der Bau- und Immobilienwirtschaft

Frontmatter

Die Energiewende beginnt im Gebäude. Wie Unternehmen von grüner Gebäudetechnik profitieren

Die vorhandenen Energieeinsparpotenziale werden in Deutschland leider nur unzureichend ausgeschöpft. Der Schwerpunkt der Politik lag bisher auf dem Ausbau der Erneuerbaren Energien. Das ist grundsätzlich gut und richtig, doch dabei wurde die Verbrauchsseite vergessen. Wir sollten zu allererst darüber nachdenken, wie wir Energie einsparen können. In einem Bereich wie dem Gebäudesektor, der für ca. 30 % der jährlichen Treibhausgasemissionen verantwortlich ist, ist die Steigerung der Energieeffizienz ein wichtiger Erfolgsfaktor für die Energiewende. Mit der Energieeffizienzstrategie Gebäude( https://www.bmwi.de/Redaktion/DE/Publikationen/Energie/energieeffizienzstrategie-gebaeude.html , aufgerufen am 29.01.2019) und dem Grünbuch Energieeffizienz( https://www.bmwi.de/Redaktion/DE/Publikationen/Energie/gruenbuch-energieffizienz-august-2016.html , aufgerufen am 29.01.2019) hat das Bundeswirtschaftsministerium dies auch zum Ausdruck gebracht, es fehlt jedoch noch in der Umsetzung. Das Ziel von DAIKIN ist es, Gebäude noch energieeffizienter, CO2-neutraler und umweltfreundlicher zu kühlen, zu beheizen und zu belüften. Die genannten Beispiele zeigen, dass maximale Energieeffizienz und niedrige Energiekosten flächendeckend realisierbar sind, da die Technik und das Know-how schon heute vorhanden und ausgereift sind. Dies geht jedoch nur, wenn Investoren, Planer, Architekten, Hersteller, Handwerk, Politik und Endverbraucher an einem Strang ziehen und Gebäude ganzheitlich betrachten.

Gunther Gamst

Mit Dynahaus gemeinsam einen bedeutenden Beitrag zur Energiewende leisten

Das vom BMU gestützte Forschungsprojekt „Energieautarke Elektromobilität im Smart- Micro-Grid – vom Einfamilienhaus zum intelligenten Parkhaus“ mit den Projektpartnern BMW München, SMA Technology AG, Technische Universität München sowie die assoziierten Partner Dynahaus und Stiebel Eltron befassen sich intensiv mit den Themen Nachhaltigkeit im Bau im Einfamilienhaus, Optimierung des Eigenstromverbrauchs und Integration der E-Mobilität. Das erste gemeinsame Forschungsprojekt mit der TU München ist als DynaAkademie in Hallbergmoos, im Landkreis Freising, entstanden. Dieses Referenzobjekt http://www.dynahaus.de/eigenenergiehaus/ dient Studenten, Professoren und Dynahaus zur Forschung, Weiterentwicklung und Verbesserung der eingesetzten Technologien. Durch diese Forschungseinrichtung wird ein Wissensvorsprung systematisch erarbeitet, weiterentwickelt und anschließend umgesetzt. Für ein unabhängigeres Leben, ein nachhaltiges Wohnen, ein innovatives Bauen.

Matthias Krieger

Mittelstand macht Zukunft

Frontmatter

Corporate Social Responsibility in mittelständischen Unternehmen: Ausgewählte Ergebnisse einer explorativen Feldstudie in Baden-Württemberg

Eine Vielzahl von Maßnahmen, in denen sich mittelständische Unternehmen engagieren, können unter dem Begriff CSR subsumiert werden, allerdings sind sich die Unternehmen dessen nur eingeschränkt bewusst. Die durchgeführten Maßnahmen sind stark personenbezogen und hängen sehr von den einzelnen Akteuren in den Unternehmen ab. Weiterhin scheinen diese nur eingeschränkt einer systematischen Steuerung zu unterliegen. Der Freiraum für ein gesellschaftliches Engagement stellt sich für die Unternehmen sehr unterschiedlich dar. Dieser scheint weniger von der Größe des Unternehmens abzuhängen, sehr wohl jedoch von der persönlichen Motivation der Leitung bzw. der Eigentümer des Unternehmens und auch von den Marktgegebenheiten in denen das Unternehmen arbeitet. Üblicherweise verfügt die Leitung dieser Unternehmen über eine stark intrinsische Motivation, sich gesellschaftlich zu engagieren und kann durch die Erfahrungen in diesem Bereich die bürokratischen Erfordernisse der Formalisierung mit überschaubarem Aufwand bewältigen und einen Nutzen aus den Instrumenten ziehen. Ein ausgeprägtes gesellschaftliches Engagement scheint gelebte Praxis in diesen Unternehmen zu sein. Auf der anderen Seite gibt es jedoch Firmen, deren Ressourcen durch die Bewältigung der täglichen operativen Herausforderungen absorbiert werden.

Patrick Kraus, Bernd Britzelmaier, Neil Moore, Peter Stokes

Corporate Social Responsibility und Energiewende

Die Energiewende stellt uns vor völlig neue Herausforderungen. Und dabei geht es nicht nur um neuartige Produkte der Firma Dürr, sondern auch um grundsätzliche Fragen unserer Gesellschaft. Hier setzt nun die Heinz und Heide Dürr Stiftung an. Energieeffizienz muss durch die gesamte Gesellschaft gestemmt werden. Wir haben einen relativ armen Staat und relativ wohlhabende Bürger. Da ist privates Engagement eine Frage der Verantwortung gegenüber der Gesellschaft. Stiftungen übernehmen gesellschaftliche Verantwortung und können Projekte vor allem auch finanziell anstoßen, die der Staat aufgrund seiner Struktur – insbesondere seiner Gebundenheit an das Haushaltsrecht – gar nicht angehen kann. Entscheidend ist, dass das Thema Energieeffizienz auf die politische Agenda gesetzt wird. Mindestens gleichberechtigt mit den erneuerbaren Energien. Die Politik muss die Bürger dabei mitnehmen und nicht nur von Netzausbau, Versorgungssicherheit, Kraftwerksabschaltungen und Strompreisen sprechen. Unbestritten sind das wichtige Themen, aber für den Bürger sind sie häufig nicht greifbar und sehr komplex. Warum fangen wir nicht beim Einfachen an? Warum nicht alle Beteiligten in die Energiewende aktiv einbinden? Energiesparen als integrativer gesellschaftlicher Ansatz, der sinnstiftend dafür sorgt, dass wir uns alle positiv mit der Energiewende, einem der größten und wichtigsten volkswirtschaftlichen Projekte Deutschlands, identifizieren.

Heinz Dürr

Energie als Krisenpotenzial. Die Geschichte hinter dem Mader-Effekt

Wie eine Wirtschaftskrise den Blick für das große Ganze schärfen kann und gleichzeitig die Konzentration auf das Wesentliche forciert, zeigt dieser Praxisbericht. Die Mader GmbH & Co. KG, ein David unter den Goliaths im wirtschaftsstarken Stuttgarter Raum, schafft es nicht nur Bundeskanzlerin Angela Merkel zu beeindrucken, sondern bewerkstelligt mit konsequent nachhaltiger Unternehmensführung und einer an Energieeffizienz orientierten Strategie auch die „Energiewende“ im eigenen Unternehmen und beim Kunden.

Werner Landhäußer, Ulrike Böhm

Wie ein Mittelständler zum „Klimaretter“ wird – die Fortsetzung der Geschichte zum Mader-Effekt

Eine ganz eigene Energiewende gestaltete der süddeutsche Druckluft- und Pneumatikspezialist Mader. Das mittelständische Unternehmen, das sich 2008 einem entscheidenden Wendepunkt seiner Unternehmensgeschichte gegenübersah, nutzte die wirtschaftliche Krise, um sich strategisch neu aufzustellen und den Fokus konsequent auf die Themen Energieeffizienz und Nachhaltigkeit auszurichten. Was mit Maßnahmen im eigenen Haus begann („Vor der eigenen Haustüre kehren“: CSR und Energiewirtschaft, S. 188.) wird nunmehr seit über zehn Jahren konsequent in allen Bereichen – von der Entwicklung neuer energieeffizienter Dienstleistungen und Produkte bis zum vielfältigen Engagement für Nachhaltigkeit vorangetrieben. Mit Beharrlichkeit, Offenheit und Mut wagt das Unternehmen neue Wege, um Druckluft zum energieeffizienten, voll digitalisierten Energieträger zu transformieren.

Ulrike Böhm

Wir sind auf dem Weg – Knaubers Reise in Richtung Nachhaltigkeit

Die Energiewirtschaft steht in punkto Nachhaltigkeit in einer besonderen Verantwortung – und in der gesellschaftlichen Wahrnehmung auch in einem besonderen Fokus. Deshalb ist es für ein mittelständisches Handelshaus wie Knauber mit einer großen Energiesparte sehr wichtig, sich aktiv mit dem Thema Nachhaltigkeit auseinanderzusetzen. Knauber hat als Unternehmen den ersten Schritt getan: Wir haben uns auf einen Weg gemacht, der sicherlich nicht immer leicht ist. Und obwohl das Ziel noch lange nicht in Sicht ist, merken wir, dass allein die Erfahrung des Weges bereichert und belohnt.

Ines Knauber-Daubenbüchel, Stefanie Zahel

Think green: Vielfalt, Qualität, Kreativität und Nachhaltigkeit bei der z o t t e r Schokoladen Manufaktur GmbH

Die z o t t e r Schokoladen Manufaktur GmbH steht für Qualität, Vielfalt, Innovation und Nachhaltigkeit. Um dem eigenen hohen Anspruch an das Produkt, die Herstellung und die Arbeitsbedingungen gerecht zu werden, haben Qualitäts-, Lebensmittelsicherheits- und Hygienebewusstsein sowie das Umwelt-, Arbeitssicherheits- und Energieef- fizienzbewusstsein einen sehr hohen Stellenwert im Unternehmen. Mit dem integrierten Managementsystem kommen all diese Punkte auf allen Entscheidungsebenen zum Tragen und pflanzen sich bis in alle Ebenen der Unternehmensstruktur fort. Es wird auf Insourcing statt auf Outsourcing gesetzt. Der Beitrag zeigt, wie Zotter die Verantwortung für den gesamten Produktionsablauf von der Kakaobohne bis zum Kunden übernimmt.

Josef Zotter

Die Blockchain-Technologie

Frontmatter

Das Blockchain-Prinzip: Pro und Contra

Der Beitrag beschäftigt sich mit den positiven und negativen Seiten der dezentralen Datenbank Blockchain, die als die Technologie hinter der Kryptowährung Bitcoin bekannt geworden ist. Im Mittelpunkt stehen folgende Fragen: Kann damit jeder Einzelne ein unmittelbarer Teil der Energiewende werden? Warum sind erneuerbare Energien nicht geeignet, um das Nachhaltigkeitsproblem der Kryptowährung Bitcoin zu lösen? Wird das Elektroschrott-Problem durch das Bitcoin-System eskalieren, wenn es breitere Verendung findet? Die Fragen des Beitrags sollen zur weiteren Auseinandersetzung mit dem Thema anregen.

Alexandra Hildebrandt

Mit Blockchain den Energiehandel zukunftsfähig gestalten

Wie die Nutzung digitaler Technologien eine zukunftsweisende Energiewirtschaft ermöglichen kann

Mit der exponentiell voranschreitenden Entwicklung digitaler Technologien ist der Einsatz und damit die Gestaltung einer nachhaltigen Zukunft im globalen Kontext schon heute möglich. Dabei kommt der Marktentwicklung hin zu Erneuerbaren Energien eine besondere Bedeutung zu. Unvermeidbare Dekarbonisierung, prozessuale Dezentralisierung und zunehmende Digitalisierung beschreiben den Dreiklang, der zeitgleich mit der geforderten Energiewende einhergeht. Mirjam Gawellek stellt in diesem Beitrag die unternehmerischen Verwendungsmöglichkeiten von Blockchain-basierten Lösungen mit einer nachhaltigen Ausrichtung vor. Sie zeigt anhand von Praxisbeispielen auf, wie der Einsatz von der Blockchain-Technologie die Energiebranche zukunftsweisend beeinflussen kann. Zudem wird beleuchtet, wie die Blockchain auch heute schon für Corporate Social Responsibility (CSR) Aktivitäten in Unternehmen Transparenzprobleme löst und bei der Nachhaltigkeitsberichterstattung in ökologischer und ökonomischer Dimension unterstützt.

Mirjam Gawellek

Warum sich die junge Generation für die Blockchain-Technologie begeistert

Die Bedeutung von Kryptowährungen

Im Interview mit Chris Hausner, Gründer und CEO der Cetus Consulting und der Cetus Capital (Cetus Group), wird hinterfragt, warum Bitcoin und die neue Blockchain-Technologie dahinter die Generation Y in besonderer Weise beschäftigt und was sie unternimmt, um den Übergang von der alten in die neue Welt aktiv und nachhaltig mitzugestalten.

Chris Hausner, Alexandra Hildebrandt

Die Macht der Worte und die Kraft des Tuns

Frontmatter

Die Energie der jungen Gründer. Am Beispiel von Maerz|Roch

Sich auf einem bestehenden Markt etablieren zu wollen ist nicht leicht, auch dann nicht, wenn man vermeintliche Chancen für sich ausmachen konnte. Hierzu bedarf es neben einer Idee, vor allem Zähigkeit und einer stabilen Startkonstellation, die einem den ersten Markteintritt erleichtern kann. Der junge Unternehmer Sören März erzählt, wie ihm im Cryptocurrency-Unternehmen „The House of Nakamoto“ seine bisherigen Arbeitserfahrungen über die Blockchain-Technologie den Weg ebnete. Durch den engen Kontakt zu einem der Gründer von „The House of Nakamoto“, Mathias Roch, entstand die Idee für seine Kommunikationsagentur Maerz|Roch, die auf zielgruppengerechte Kommunikation ohne Streuverluste spezialisiert hat. Das vor allem nach der Idee, dass zu Zeiten von Lügenpresse und manipulierten Reichweiten wieder der Anspruch an Medienbotschaften steigt und damit zu erhöhtem Erfolg beim Sender führt.

Sören Maerz

CSR-Kommunikation 3.0: Basis für eine erfolgreiche Energiewende, Bürgerbeteiligung und Akzeptanz von Großprojekten

Öffentliche Großprojekte haben meist unmittelbare Auswirkungen auf die Qualität der Lebenswelt von Menschen und ihrer Umwelt. Daher ist es für den Projektträger bei der Planung geradezu unmöglich, alle Auswirkungen eines Vorhabens erfassen und berücksichtigen zu können. Durch die planerische Beteiligung von Bürgergruppen und einzelnen Bürgern, die häufig ein enormes lokales Fachwissen besitzen, können die Bedürfnisse und Anregungen direkt mit aufgenommen werden. Vor Ort können neue Ideen und Lösungen oft zu kostengünstigeren Alternativen weiterentwickelt werden. Im Ergebnis kann dies zu einem sinnvollen Korrektiv werden, da das lokale Wissen der Bürgerinnen und Bürger mit dem Fachwissen der Verwaltung kombiniert werden kann. Bürgerbeteiligung kann auch dabei helfen, Konfliktpotenziale frühzeitig zu erkennen und zu bearbeiten. Dabei können Missverständnisse aufgeklärt oder ganz vermieden werden, Einwände bei der Planung berücksichtigt werden und verschiedene Ansprüche in das Konzept integriert sowie konkrete Gestaltungsanregungen aufgenommen werden.

Edzard Schönrock

Die Energiewende in Bürgerhand braucht neue Rahmenbedingungen für gemeinschaftliches Handeln für das Gemeinwohl

Gerade der Energiebereich sollte sich für die Umsetzung von CSR eignen, da hier die größten Emissionen und Umweltschäden hervorgerufen werden. Für eine neue Energieversorgung und Energiekultur müssen sich die Unternehmen verändern. Die Prüfung zeigt jedoch, dass CSR bei den größten Umweltbelastern zu einer Alibiveranstaltung wird. Der Beitrag zeigt, dass ein erweiterter CSR-Begriff neuer Leitplanken bedarf, wenn es wirksam sein soll. Die SGG Ziele können hierbei eine gute Orientierung bieten. Und wer vom Marktwirtschaft spricht, muss klare Leitlinien und Ziele der Nachhaltigkeit setzen. Es wird aufgezeigt, wie die Energiewende als Gemeinschaftswerk umgesetzt werden kann, auf der Basis der Bürgerenergie, wesentlich auf Grundlage von Energieeffizienz und erneuerbaren Energien. Auf regionaler Ebene spielen KWK und ein neues Stromdesign eine wichtige Rolle.

Hubert Weiger, Werner Neumann, Ellen Enslin

Energiewende hier, jetzt und hinterm Horizont

Eine weltweite Energiewende muss im Hier und Jetzt beginnen, wo Know-how und Ressourcen dafür vorhanden sind: Für Erneuerbare Energien, Effizienz und einen bewussten Umgang mit Strom, Wärme und Antriebsenergie. Dafür gibt es vor unserer Tür gute Beispiele: Genossenschaften, die die Energieversorgung demokratisieren. Handels- oder Medienunternehmen, die mit ihrer hohen Reichweite viele Menschen vom Wechsel zu Ökostrom überzeugen. Transparente Investitionsmöglichkeiten für Bürger, um am Wandel mitzuverdienen. Haus- und Garagenbesitzer, die ihr Dach zur Solarstromproduktion zur Verfügung stellen. Doch erst der Blick auf die Herausforderungen in anderen Regionen wie im krisengebeutelten Kolumbien fördert das Verständnis, um hier funktionierende Ansätze und Innovationen für eine globale Energiewende anzupassen.

Tina Teucher

Die Energiewende als sportliche Herausforderung

Frontmatter

Sport in Zeiten der Energiewende – Herausforderungen, Chancen und Perspektiven

Der Klimaschutz zählt mit zu den größten globalen Herausforderung unserer Zeit. Daher sind alle gesellschaftlichen Akteure gefordert – auch der organisierte Sport. Auf der einen Seite ist er selbst vom Klimawandel betroffen, insbesondere im Bereich der Natursportarten. Auf der anderen Seite verbraucht auch der Sport eine Menge Energie, vom Sportstättenbau und -betrieb, über den Stadionbesuch bis hin zu den weltweiten Sportgroßveranstaltungen. Der folgende Beitrag skizziert exemplarisch Ansatzpunkte für einen aktiven Klimaschutz im Sport – und damit auch zur dringend erforderlichen Energiewende.

Hans-Joachim Neuerburg, Bianca Quardokus

Die Energie der Bewegung

Dieser Beitrag widmet sich dem Schwerpunkt „Batterien der Lebenskraft“, die durch Bewegung aufgeladen werden- beispielsweise durch Joggen. Aus der Pädagogik ist bekannt, dass Kinder durch Bewegung die Welt be-greifen – das gilt auch für Erwachsene. Sie erfahren dadurch auch, was im Leben wirklich zählt: alles, was mit Wachsamkeit und dem Gespür und der Bewahrung dessen verbunden ist, was gut tut und Sinn stiftet. Vor dem Hintergrund persönlicher Erfahrungen wird beschrieben, dass ohne körperliche Bewegung die geistige und emotionale Bewegung oder Lebendigkeit (Lebensenergie) verloren geht.

Tanja Walther-Ahrens

Energie und Mobilität

Frontmatter

Mobilität in der dritten Dimension

Wie Flugtaxis und vernetzte Infrastrukturen Verkehrsprobleme der Zukunft lösen

Science Fiction oder Gegenwart? Im Beitrag geht der Unternehmer und Autor Werner Neumüller auf Spurensuche in den unendlichen Weiten der Technik und widmet sich der Frage, wie fit unsere Gesellschaft für die Zukunft ist. Neue Technologien und künstliche Intelligenz werden die Städte künftig immer stärker vernetzen und das Mobilitätsverhalten in den kommenden Jahren nachhaltig verändern. Der Beitrag belegt anhand zahlreicher Beispiele aus der Praxis, dass Fortbewegung in der dritten Dimension einen wertvollen Beitrag für mehr Lebensqualität in Städten leisten kann und beantwortet die Frage, warum sie Mobilität künftig als Service zum Taktgeber des öffentlichen Lebens wird und wie die nachhaltige und nutzerfreundliche Mobilität der Zukunft gestaltet werden muss.

Werner Neumüller

Die Energie der Veränderung: Wandel in der Arbeitswelt

Frontmatter

Chancen einer nachhaltigen Digitalisierung für Unternehmen und Arbeitskräfte

Eine nachhaltige Digitalisierung als Gewinn für Unternehmen, für Zielgruppen mit nachhaltigkeitsorientierten Konsummustern und für Arbeitskräfte jüngerer Generationen, die auf Suche nach einem Job mit einem höheren Sinn sind

Während Nachhaltigkeit schon seit einigen Jahrzehnten Teil des öffentlichen Diskurses ist, ist der Megatrend der Digitalisierung erst deutlich später aber in größerem Umfang hinzu getreten. Dass Digitalisierung durch ihre Fähigkeit zur Disruption ganzer Branchen und ihrer exponentiellen Steigerungslogik aber nicht nur Chancen, sondern auch viele Risiken für die Lebensgrundlage künftiger Generationen – der Nachhaltigkeit – transportiert wird nur wenig in der Öffentlichkeit, der Politik und wirtschaftlichen Kreisen diskutiert. Für Unternehmen bietet jedoch die Konzentration auf die Überschneidung dieser zwei Ebenen – einer nachhaltigen Digitalisierung – einen besonderen Wert, der sich in Resilienz, Orientierung an modernen Konsummustern und Attraktivität für Arbeitskräfte der Generationen X, Y und Z niederschlägt. Diese Generationen erleben unsichere Zeiten auf dem Arbeitsmarkt im Vergleich zu deren Elterngenerationen, möchten sich aber trotzdem anhand eines Berufs, der einem ‚höheren Sinn‘, z. B. im Rahmen der Energiewende dient, selbst verwirklichen. Unternehmen, die anhand einer nachhaltigen Digitalisierung strukturiert sind, sind für diese Menschen ein willkommener Hafen. Und der Einsatz eines Unternehmens für eine nachhaltige Digitalisierung hilft nicht zuletzt beim Erhalt der menschlichen Lebensgrundlage.

Felix Sühlmann-Faul

Bewegte Jugend. Die Generation Y erobert den Mittelstand – Zwei Praxisbeispiele, ein Rückblick und ein Ausblick

Wie viel hat die theoretische Beschreibung der Generation Y mit der Wirklichkeit zu tun? Inwieweit müssen und können sich Unternehmen auf die Anforderungen der Generation Y und der nachfolgenden Generation Z einstellen? Was kann der Mittelstand den Vertreterinnen und Vertretern dieser Generationen bieten? Fünf Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des mittelständischen Druckluft- und Pneumatikspezialisten Mader berichten aus eigener Erfahrung, über ihre Motive im Mittelstand zu arbeiten, ihre persönlichen (Karriere-)Wege und ihren Blick auf die Generation Y und Z.

Ulrike Böhm

Beruf und Berufung: Vom CSR Expert zum Head of Brand & Marketing

Das Interview mit Sabine Nixtatis zeigt anhand ihres beruflichen Werdegangs, wie sie mit der Energie der Veränderung im eigenen Leben umgeht und dass die Investition in Bildung und die Stärkung des Bildungssektors der Schlüssel zur nachhaltigen Entwicklung sind und sichergestellt werden müssen, sodass alle Menschen eine chancengerechte und hochwertige Bildung sowie Möglichkeiten zum lebenslangen Lernen erhalten.

Sabine Nixtatis, Alexandra Hildebrandt

Zur nachhaltigen Wettbewerbspositionierung von Energieversorgungsunternehmen. Eckpunkte für die Personal- und Kooperationsstrategie

Seit Beginn der Liberalisierung haben sich Energieversorgungsunternehmen (EVU) von reinen Monopolunternehmen Schritt für Schritt in normale, wettbewerbliche Unternehmen mit einem besonderen Auftrag weiterentwickelt. Die Suche nach neuen Strategien für diese Art von Unternehmen orientiert sich seitdem an den Grundstrategien von Unternehmen im Wettbewerb. Während Regionalität und Nachhaltigkeit im Sinne eines langfristig bestehenden Unternehmens stets eine unternehmerische Basisstrategie war, setzen sich heute nach und nach weitere Grundpositionen durch. Als wettbewerblich am gesamtdeutschen Markt agierende Anbieter brauchen EVU ebenso wie Unternehmen anderer Branchen dazu passende Strategien und korrespondierende Kompetenzen. Je nach Ausprägung der grundlegenden Wettbewerbsstrategie kann entweder die Nische (regionaler Fokus), Differenzierung (Innovation) oder Kostenführerschaft (Effizienz) im Vordergrund stehen. Bereits in den 70er Jahren hat Michael Porter hierzu auf empirischer Basis ein generisches Modell entwickelt. Dieses wird im vorliegenden Beitrag auf die Versorgungsbranche adaptiert. Darauf aufbauend werden als zentrale Schlüsselfaktoren für die nachhaltige Positionierung von EVU die Personal- und die Kooperationsstrategie ausdifferenziert. Dem Beitrag liegt die Annahme zu Grunde, dass unter den heutigen Rahmenbedingungen Netzwerke aus langfristigen Kooperationen für alle Arten von EVU zur Umsetzung ihrer Strategie und der Erfüllung des Versorgungsauftrages notwendig sind.

Christiane Michulitz, Hartwig Kalhöfer, Tim Ronkartz

Nachhaltig menschliche Energie erzeugen und bewahren

Von der Energie, die in einem Unternehmen aufgebracht wird um effektiv zu führen, wird in der Regel nicht gesprochen. Geschweige denn davon, wie viel Energie verschwendet wird, wenn nicht effektiv geführt wird. Der Artikel beleuchtet, wie sich die Situation in Deutschland heute darstellt und gibt praktische Beispiele, wie viel mehr an Energie freigesetzt werden kann, wenn Mitarbeiter zielgerichtet geführt und wertschätzend behandelt werden. Im Prinzip müssen Führungskräfte als Energiequellen dienen. Die freigesetzte Energie kann dann von Mitarbeitern exponentiell vervielfältigt werden.

Gesa Köberle, Catherine Rommel, Jens Kraiss

Gute Energie: Wie Nachhaltigkeit in Familienunternehmen wirkt

Warum es wichtig ist, um Nachwuchs zu werben

Der Beitrag zeigt am Beispiel des inhabergeführten Familienunternehmens Häcker Küchen in Rödinghausen (Ostwestfalen), dass ein ganzheitlicher Nachhaltigkeitsansatz im Kerngeschäft unverzichtbar ist, und wie sich Schülerinnen und Schüler besser über die beruflichen Möglichkeiten informieren können und warum die Attraktivität betrieblicher Lehrberufe sichtbarer gemacht werden muss. Bei Häcker verbindet sich Nachhaltigkeit, Expertenwissen aus dem Schreinerhandwerk mit langjähriger Erfahrung in Küchenplanung und -fertigung, solider Fachkenntnis und der persönlichen Liebe zum Kochen. Seit 1980 wird hier ausgebildet. Bis heute hat das Unternehmen 260 junge Menschen auf dem Weg ins Berufsleben begleitet. Der Text zeigt anhand konkreter Beispiele, wie das Unternehmen qualifizierte und begeisterte Fachkräfte an sich bindet, um für die Herausforderungen der Branche und der Zukunft bestens vorbereitet zu sein.

Gisela Rehm

Energiewirtschaft bei Change Prozessen – vom gesunden motivierten Individuum zum Gesamterfolg

Nur wenn jedes Rad und jedes Bindeglied im Unternehmen sein Maximum an Energie zur Verfügung hat, kann ein Change Prozess die besten Aussichten auf einen Erfolg haben. Das Scheitern der aktuell so vielzähligen Change Prozesse wird derzeit zumeist auf eine geringe Flexibilität, Spontaneität und ein zu eingeschränktes Reaktionsvermögen der Firmen zurückgeführt. Um genau dies zu gewährleisten, muss ein Unternehmen in seiner gesamten Entität als Summe seiner einzelnen Bestandteile gesehen werden. Als Zusammenschluss aus Teams und Individuen, bei denen jeder zählt. Nur die Summe der Energien jeder Einzelperson können einen erfolgreichen Wandel katalysieren. Es lohnt sich, diesen Energiefaktor ernst zu nehmen. Gesunde aktive Mitarbeiter, deren Ziel und Vision klar ist, deren Arbeit einen Einsatz ihrer Stärken und Ziele gewährleistet, haben eine hervorragende Kraft zur Verfügung, von dem das Unternehmen in schwierigen Veränderungsprozessen enorm profitiert. kann.

Miriam Goos

Leben neu denken

Frontmatter

Kultur schafft Gesellschaft, Kultur prägt neues Denken

Was die Individuen in den Gesellschaften mehr als bisher in positiver Weise nutzen müssen, um die Chance zu ergreifen, die ihre Existenz als kulturelle Wesen ihnen bietet, ist ihre Kreativität. Die Entwicklung der Umweltpolitik und die Nachhaltigkeitsdebatte der vergangenen Jahrzehnte zeigt, wie sehr sich Werte und Handlungsweisen in den vergangenen drei Jahrzehnten in Deutschland verschoben haben. In den 1980er Jahren trennte niemand den Müll, heute tut es vielen Menschen in der Seele weh, wenn sie Papier zu Teebeuteln in einen Eimer werfen. Es waren Menschen mit neuen Ideen, mit neuem Aktionismus – kurzum, mit hoher Kreativität –, die die Aufmerksamkeit der Gesellschaft einforderten und bekamen. Künstler und kreative Aktive begleiten die Transformation von einer fossilen zu einer Erneuerbare-Energien-Gesellschaft individuell mit und stärken den Kurswechsel in ihrem jeweiligen Wirkungskreis.

Monika Griefahn, Petra Reinken

Die moralische und kulturelle Bedeutung des Gutes Energie

Während in der Vergangenheit bei der Beschäftigung mit Energie vor allem die Faktoren Wirtschaftlichkeit und Versorgungssicherheit ausschlaggebend waren, kommen heute moralische und kulturelle Faktoren wie Nachhaltigkeit und Umweltschutz hinzu. Der Fachbeitrag beleuchtet die Frage, inwiefern bzw. wodurch das wirtschaftliche Gut Energie heute bedingt durch gesellschaftliche Entwicklungen (Energiewende, Umweltbewusstsein) eine moralische und kulturelle Bedeutung erlangt hat, die von der Energiewirtschaft berücksichtigt werden muss. Er soll der Energiewirtschaft helfen, das Gut Energie als zentralen Teil ihrer Wertschöpfung aus einer ganzheitlicheren Perspektive zu sehen. Nicht nur die wirtschaftlichen Faktoren sind im Rahmen des heutigen Energiemarktes relevant, sondern auch die moralischen und kulturellen Faktoren um die notwendige gesellschaftliche Legitimation (license to operate) zu erlangen.

Jessica Lange

Bildung und Zukunft der Arbeitswelt. Warum Weiterbildung unverzichtbar ist und was das mit CSR und Energiewirtschaft zu tun hat

In diesem Beitrag geht es um die Kombination von CSR und Energiewirtschaft sowie die Frage, wie ein ausgewogenes Verhältnis daraus mittels New Work generiert werden kann. Begriffe wie New Work und ein neues Verständnis von Work-Life-Balance prägen die Debatte um die Zukunft unserer Energiewirtschaft und Arbeitswelt. Der Beitrag von Lars Kroll, der sich als Übersetzer zwischen den Generationen Y/Z und der Generation X versteht, zeigt am Beispiel des Weiterbildungsexperten karriere tutor®, was positive Energie für das eigene Leben bedeutet, und dass mit dem digitalen Zeitalter der New-Work-Ansatz keine Utopie mehr ist. Weiterbildungen sind hier der Schlüssel zum Erfolg, denn wer konsequent in sich selbst investiert, wird dafür am Ende belohnt werden.

Lars Kroll

Die Energie des Handelns. Zur Bedeutung des lebenslangen Lernens, Weiterbildung und Coaching in der Friseurbranche

Der Beitrag zeigt am Beispiel von Julia Göring, warum junge Menschen schon früh ganz bewusst und zielstrebig an ihrer Karriere arbeiten, woher sie ihre Energie nehmen und Meister/in seines/ihres Fachs werden wollen. Das Interview dokumentiert nicht nur ihr handwerkliches Können als Friseuse, sondern auch ihr nachhaltiges Wirken als erfolgreiche Unternehmerin. Wie in allen gesellschaftlichen Bereichen ist lebenslanges Lernen auch im Friseurhandwerk ein begleitender Lebenskontext. Der Unternehmer und Coach Olaf Krebs stellt am Beispiel der eigenen Karriere verschiedene Entwicklungs- und Wachstumsfelder vor und widmet sich der besonderen Bedeutung der Aus- und Weiterbildung.

Julia Göring-Krebs, Olaf Krebs, Alexandra Hildebrandt

Energie der Bildung: Vom Sinn des eigenen Tuns

Das Interview mit Andrea Fischer, Inhaberin und Geschäftsführerin der karriere tutor®, zeigt anhand der Online-Weiterbildungsplattform, dass der Homeoffice-Ansatz heute maßgeblich zum Klimaschutz beiträgt, welche Nachhaltigkeitsaspekte das persönliche Arbeits- und Lebensumfeld prägen und was andere Unternehmen davon lernen können. Zudem wird dargestellt, dass Energiesparen nicht nur ein äußerlicher Aspekt, sondern auch ein innerer ist, denn es geht darum, die eigene Zeit sinnvoll und nachhaltig zu nutzen.

Andrea Fischer, Katharina Pavlustyk

Erneuerbares Denken: Warum Selbstverantwortung Energie in eigener Hand ist

Wer sich mit dem Thema Energie auseinandersetzt, kommt nicht umhin, auch sein Denken zu erneuern und dabei nicht nur „The German Energiewende“ zu berücksichtigen, sondern auch das globale und persönliche Umfeld. Leider führen der fehlende ganzheitliche Blick und das unzureichende Wissen über die Chancen der Energiewende, mangelndes Kapital, Unsicherheit in der Kommunikation und fehlende Organisationsstrukturen dazu, dass viele Nachhaltigkeitsmaßnahmen im Energiebereich häufig noch nicht oder nicht richtig umgesetzt werden. Der Beitrag zeigt, warum es im Kontext der Energiewende auch wichtig ist, die dezentrale Selbstorganisation zu fördern und das Denken zu erneuern. Im Fokus stehen aber auch die inneren Antriebskräfte, ohne die es keine gesellschaftliche Veränderungen gibt. In Zukunft wird es darauf ankommen, Komplexität richtig zu managen und die Einzelfaktoren nachhaltig zu verbinden.

Alexandra Hildebrandt

Das ganz persönliche Energiemanagement. Umgang mit einer knappen Ressource

Das große politische Ziel einer grundlegenden Energiewende wird nicht nur von Konzernen, politischen Institutionen und Gesetzgebern umgesetzt, sondern auch von denen, die eine solche Wende tragen und in ihrem Alltag umsetzen werden. Dazu gehört nicht nur der Wunsch, die technischen Möglichkeiten verstehen zu lernen und das eigene Nutzerverhalten anzupassen, sondern auch die Frage nach der eigenen Haltung zu dem, was „Energie“ ganz grundlegend für eine Bedeutung hat. Welche Formen von Energie gilt es zu nutzen, wie lassen sich Gewohnheiten verändern und – nicht zuletzt: wie haushalte ich mit meiner eigenen Lebensenergie und gibt es eine individuelle Verantwortlichkeit, mit der der einzelne Einfluss auf eine globale Entwicklung nehmen kann? Schon diese Frage bringt die Rolle einer individualethischen Verantwortung ins Spiel, die nicht darauf hinauslaufen darf, den Verbrauchern die Aufgabe zu kommen zu lassen, über den Erfolg einer nationalen oder gar globalen Energiewende zu entscheiden, aber doch darauf hinweisen soll, dass es individuell zu beantwortende Fragen gibt, die nicht zu delegieren sind. Verantwortung bedeutet zunächst nicht mehr als den ernsthaften Versuch, eine Antwort auf eine gestellte Frage oder Aufgabe zu finden – die Betonung liegt hier auf dem „Geist der Ernsthaftigkeit“, der in dem Wissen, dass es am Ende vielleicht keine letztgültige Antwort geben kann, sich bemüht, doch die bestmögliche zu geben. Dieser Geist ist sich der Komplexität der gestellten Frage bewusst, geht aber das Wagnis ein, Entscheidungen zu treffen, die ihrem Wesen nach auf unsicherem Wissen beruhen. In dieser Haltung verbindet sich das „persönliche Energiemanagement“ mit den notwendigen Anforderungen an das, was wir in anderen Zusammenhängen als Energiewende beschreiben – der ernsthafte Versuch, einer verantwortungsvollen Lösung im Dialog mit unterschiedlichen Interessen gekoppelt mit dem Mut, auch darin die Grenzen des Mach – bzw. Verantwortbaren anzuerkennen und in einer Begrenzung von Quantität den Gewinn an Qualität anzustreben.

Ina Schmidt
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