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Über dieses Buch

Gesunde Führung und organisationale Resilienz auf Basis einer umfassenden Corporate Social Responsibility (CSR) sind die zentralen Themen dieses Buches. Die Gesundheit von Mitarbeitern, wie auch von Führungskräften, wird vor allem im psycho-sozialen Bereich immer mehr in Mitleidenschaft gezogen: Symptome wie Burnout, Depression und Präsentismus sind Folgen, mit weitreichenden Auswirkungen. Gesunde Führung, die über das klassische Berufliche Gesundheitsmanagement (BGM) hinausgeht, ist daher der Schlüssel für nachhaltige Leistungsfähigkeit. CSR, Gesunde Führung und organisationale Resilienz rücken damit in den Kernbereich des Managements vor. Das Werk stellt hierzu moderne Konzepte sowie aktuelle empirische Studien vor. Zudem werden vielfältige erfolgreiche Praxisbeispiele zur Umsetzung gesunder Führung aufgezeigt. Der Band ermuntert zum unternehmerischen Handeln und gibt erprobte Methoden zu einer sinnvollen und machbaren Praxis für Führungskräfte weiter.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Corporate Social Responsibility und gesunde Führung – Hinführung und Überblick über das Buch

Zusammenfassung
Das Werk umfasst wissenschaftliche Beiträge, konzeptionelle Ansätze und Praxisbeispiele zum Kernthema des Zusammenhangs von Corporate Social Responsibility (CSR) und gesunder Führung. Das Ziel der entsprechenden EU Richtlinie ist Unternehmen dazu anzuhalten, „soziale Belange und Umweltbelange in ihre Tätigkeit und in die Wechselbeziehungen mit den Stakeholdern zu integrieren“. Der Band geht davon aus, dass dies nicht durch vereinzelte Maßnahmen zu erreichen ist. Erfolgreich gelebte CSR muss vielmehr in das Kerngeschäft und Management des Unternehmens integriert werden. Sie ist als dauerhafter Prozess in einem Unternehmen zu verstehen, der von der Unternehmensleitung aktiv initiiert und weiterentwickelt werden muss. Die Kongruenz von werteorientierter, sozialer und humaner Unternehmensführung im Inneren mit den sozialen und ökologisch-nachhaltigen Aktivitäten im Außen bilden die Grundlagen für eine erfolgreiche und glaubwürdige CSR-Politik eines Unternehmens.
Markus Hänsel, Karl Kaz

Die Organisation im Fokus

Frontmatter

Gesunde Führung als Entwicklungsprozess für Führungskräfte und Organisationen

Zusammenfassung
Die Anforderungen einer Welt, die durch den Einfluss des Menschen immer dynamischer, komplexer und damit unvorhersehbarer wird, erhöhen das Risiko für Belastung und Stress und eröffnen gleichzeitig die Chance für eine grundlegende Transformation hin zu einem gesünderen und nachhaltigeren Arbeiten. Der Beitrag zeigt zunächst, mit Verweis auf die Ergebnisse empirischer Studien, die enge Beziehung von Führung und Gesundheit in Unternehmen auf. Die Entwicklung hin zu gesunder Führung bedeutet einen umfassenden Lernprozess – sowohl für Führungskräfte als auch für Organisationen. Der Beitrag differenziert, welche Kompetenzfelder hierbei zu berücksichtigen und welche Maßnahmen geeignet sind, um die individuelle, die organisationale Lernebene als auch deren Wechselwirkungen mit einzubeziehen. Eine gelebte Werteorientierung und kongruente Corporate Social Responsibility (CSR) kann hierzu eine tragfähige Basis in Unternehmen schaffen. Immer schneller aufeinander folgende Veränderungsprozesse und tiefgreifender Organisationswandel stellen dabei eine besondere Herausforderung für gesunde Führung dar. Der Beitrag zeigt, wie eine umfassende Systemresilienz gerade in solchen Transformationsprozessen mithilfe des Rahmenkonzepts der organisationalen Achtsamkeit und entsprechender dialogischer Verfahren im Sinn einer gesunden Führung in der gesamten Organisation gestärkt werden kann.
Markus Hänsel

Resilienz ergänzt Effizienz in der Unternehmensführung

Ansätze zur Entwicklung organisationaler Resilienz als komplementäre betriebswirtschaftliche Steuerungsgröße
Zusammenfassung
Effizienz und Resilienz können als komplementäre Größen in ökonomischen Systemen begriffen werden. Resilienz ist ein sehr junger Begriff in der Betriebswirtschaftslehre. Vor dem Hintergrund der Tatsache, dass Systeme nur dann nachhaltig erfolgreich und stabil sind, wenn beiden Größen sich in einem Gleichgewicht befinden (Fenster der Lebensfähigkeit), werden verschiedene theoretische und praktische Konzepte organisationaler Resilienz vorgestellt. Die Zahl der Konzepte zum und die Beschäftigung mit dem Thema nimmt stetig zu. Dennoch bleibt festzuhalten, dass empirische Forschungsergebnisse, Operationalisierung der Konzepte und praktische Messbarkeit im Unternehmensalltag weithin fehlen.
Karl Kaz

Im Spannungsfeld von Unternehmenskultur, Bildung und Gesundheit

Zusammenfassung
Was macht Mitarbeiter krank? Diese Frage stellen sich Verantwortliche in Organisationen und damit die Organisationen selbst immer häufiger. Dass es darauf keine einfachen Antworten gibt, liegt einerseits auf der Hand und dennoch wollen und müssen sich Führungskräfte und andere Akteure diesen Herausforderungen im realen Alltag der Organisation stellen und darauf praktikable Antworten finden. Sie stehen dabei in einem komplexen Spannungsfeld zwischen wirtschaftlichen Zielen der Organisation, Leistungsorientierung, Kultur der Zusammenarbeit und Wertschöpfungsketten, Partizipation und Kompetenzen der Mitarbeiter und deren Berufslebensgestaltung. Und inmitten all dieser Fragen sind Führungskräfte gefordert, einen passenden Umgang für sich selbst und für Mitarbeiter und Partner aller Art zu finden, mit denen sie Unternehmen gestalten. Über dieses Zusammenspiel unterhalten sich Dr. Bernd Schmid und Thorsten Veith mit dem Journalisten Christian Deutsch. Sie gehen dabei vor dem Hintergrund ihrer Erfahrungen als Organisationsberater und Weiterbildner ein auf Fragen der Organisationsgestaltung und Unternehmenskultur, der Professionalisierung von Mitarbeitern und Führungskräften sowie der enormen Integrationsverantwortung derer, die Organisationen in diesen vielfältigen Dimensionen zukunfts- und das heißt auch wettbewerbsfähig machen wollen. Dabei wird anschaulich, welche zentrale Rolle Führung für gesunde Entwicklung spielt. Angereichert wird das Interview durch kurze konzeptionelle Erläuterungen und Grafiken zu den angesprochenen Themenkomplexen. Und zur Ausgangsfrage kommt im Interviewverlauf die Frage hinzu: Was hält Mitarbeiter gesund …?
Bernd Schmid, Thorsten Veith

Corporate Social Responsibility und Resilienz – Entmystifizierung, Wiederentdeckung und Nutzung eines Lebensprinzips

Zusammenfassung
Resilienz als Gestaltungsaufgabe für Führungskräfte von Unternehmen steht im Mittelpunkt dieses Beitrags. Dabei gehen die Autoren über bisherige Konzepte hinaus, indem sie diese als dynamische Kraft der Veränderung definieren und konkrete, systemisch vernetzte Stellhebel vorstellen, die Zusammenhänge verdeutlichen und damit greifbare Möglichkeiten für die Praxis darstellen, um Organisation nachhaltig und ganzheitlich zu beeinflussen. An Beispielen wird verdeutlicht, welche Möglichkeiten Führungskräfte haben, Resilienz als eine Quelle der Nachhaltigkeit im Sinn der Erneuerungsfähigkeit gestalterisch einzusetzen.
Jürgen Beyer, Horst Haller

Mit dialogischer Führung zu einer gesunden Unternehmenskultur – Unternehmensbeispiel dm-drogerie markt GmbH + Co. KG

Interview mit Mike Metzger, verantwortlich für den Bereich MitarbeiterEntwicklung bei dm-drogerie markt GmbH + Co. KG
Zusammenfassung
Ich kann es vielleicht an meinem eigenen Werdegang illustrieren. Ich bin vor 12 Jahren aus einem klassischen Lebensmittelhandel gekommen und habe dort als Gebietsverkaufsleiter im Vertrieb gearbeitet. In der Führung wurde dort v. a. nach dem klassischen Harzburger Modell mit Anweisung und Kontrolle gearbeitet. Nach fünf Jahren war ich da ziemlich ernüchtert, da die Führungstätigkeit sich doch immer wiederholt hat: Vorgaben machen, die man selbst vom Vorgesetzten erhalten hat und dann nach Checklisten kontrollieren. Von Selbstführung war da keine Spur, auch nicht bei den Führungskräften. Zu dieser Zeit las ich das Buch von Dietz und Kracht „Dialogische Führung: Grundlagen – Praxis – Fallbeispiel: dm-drogerie markt“. Ich war damals noch unsicher, ob das nur eine gute Marketingstrategie ist oder ob die wirklich etwas anderes versuchen, aber es hat mich so fasziniert, dass ich mich bei dm beworben habe. Schon das Einstellungsgespräch war deutlich anders, als ich es gewohnt war.
Mike Metzger

Werteorientierung als Gesundheitsfaktor am Beispiel der STP Unternehmensgruppe

Interview mit Bettina Andrae, Leiterin des Teams Personal der STP Unternehmensgruppe
Zusammenfassung
Bei uns stehen der menschliche Kontakt und die Art, wie wir Beziehungen im Alltag aufbauen und führen, stark im Vordergrund. Wir produzieren ja keine Produkte, die man einfach mit den Händen fassen oder in Stückzahlen messen kann. Als IT-Unternehmen sind wir vielmehr angewiesen auf die geistige Leistung des Menschen, der hier sein Know-how einbringt und der so mit den anderen zusammenarbeitet, dass ein Gewinn für den Kunden entsteht. Der wesentliche Rahmen dafür ist, dass sich alle einbringen können, wollen und dürfen – das ist die Grundlage, auf der unsere Arbeits- und Unternehmenskultur steht. Wenn das gelingt, können wir sagen, das Unternehmen ist erfolgreich.
Bettina Andrae

Die Führungskraft im Fokus

Frontmatter

Führung, Gesundheit und Resilienz

Ergebnisse einer empirischen Studie in deutschen Unternehmen
Zusammenfassung
Die von allen Krankenkassen berichtete stetig wachsende Zahl von Burn-out-Fällen und von Fehltagen und Berufsunfähigkeiten aufgrund psychologischer Erkrankungen stellen eine zunehmende Herausforderung für die Gesellschaft und die Unternehmen dar. Basierend darauf stellt sich vermehrt die Frage, was Unternehmen für Mitarbeiter und Führungskräfte tun können, um den damit einhergehenden menschlichen und ökonomischen Schäden entgegenzuwirken.
Denis Mourlane, Detlef Hollmann

Navigieren im Dilemma

Landkarten für die gesunde (Selbst-)Führung
Zusammenfassung
Das Durchleben und Durchleiden berufsbezogener Dilemmata gehört zum Alltag vieler Führungskräfte. Unvorbereitet mündet die Konfrontation mit ihnen häufig in Zynismus, Schuldgefühle, Lähmung oder Frustration. Mit dilemmatischen Situationen zu rechnen, sich mit der Struktur von Dilemmata zu beschäftigen und Navigationsstrategien zu entwickeln, kann helfen, auch in dilemmatischen Situationen das Gefühl von Handlungsfähigkeit und Selbstwirksamkeit aufrechtzuerhalten. Solche Navigationsstrategien werden anhand von Erfahrungen aus individuellen Führungskräftecoachings und aus einem Praxisforschungsprojekt der Autoren mit Gruppen mittlerer Führungskräfte in zwei Produktionsbetrieben beschrieben.
Julika Zwack, Ulrike Bossmann, Jochen Schweitzer

Führung für Hochleistung und Gesundheit – Antwort auf steigende Herausforderungen, Krisendynamiken und für eine Kooperations- und Vertrauenskultur im Unternehmen

Zusammenfassung
Im folgenden Beitrag werden aktuelle Problemdynamiken in Unternehmen, die stark durch globale Trends beeinflusst sind, kurz besprochen und die sich daraus ergebenden Herausforderungen für Führung thematisiert. Da diese Dynamiken vielerorts noch unzureichend reflektiert und gelöst sind, führen sie zu Misserfolgen und fördern psychische und körperliche Belastungen und Erkrankungen bei Führungskräften und Mitarbeitern. Dabei wird auch auf eine problematische Entwicklung in mancher Unternehmenskultur beschrieben, die eine schwächende Wirkung auf die Leitungsfähigkeit der Organisation und der Mitarbeiter hat. All diese kritischen Aspekte können, wenn sie erkannt und verstanden werden, als konkrete Wendepunkte für Verbesserungen und zum Durchbrechen von Misserfolgskreisläufen genutzt werden. In weiterer Folge werden dann weitere Ansatzpunkte für gesunde (Selbst-)Führung benannt und klare Empfehlungen ausgesprochen, die sowohl leistungs- als auch gesundheitsförderlich wirken. Kurze Erfahrungsbeispiele sollen die beschriebenen Dynamiken und Erfolgsfaktoren illustrieren und lebendig machen.
Victor W. Gotwald

Wie gewinnt man Führungskräfte für das Thema „Gesund Führen“?

Zusammenfassung
Der Themenkomplex „Führung und Gesundheit“ hat in den letzten zwei Dekaden eine Entwicklung gemacht, die auch Veränderungen in der Aufgabenstellung für Führungskräfte umfasste. Diese Entwicklung lässt sich beschreiben mit „Vom Blaumacherverfolger zum Kümmerer“. Auch die Vorgehensweisen, mit denen man versuchte, Führungskräfte für ihre Aufgaben im Gesundheitsmanagement zu sensibilisieren, haben sich während dieser Zeit verändert. In diesem Beitrag werden bewährte Wege – und auch die vorausgegangenen Irrwege – vorgestellt.
Anne Katrin Matyssek

Resilienz bedeutet Veränderungen zuzulassen, bis hin zu einem bewussten Scheitern und zur Transformation

Interview mit Sylvia Kéré Wellensiek am 6. Juni 2015 in Murnau
Zusammenfassung
Sylvia K. Wellensiek ist Geschäftsführerin der Human-Balance-Training(HBT)-Akademie, Riegsee, Deutschland und hat in den letzten Jahren das Thema integrale Führung und Resilienz in Organisationen mit ihrem Trainernetzwerk systematisch aufgegriffen und eine große Anzahl mittelständischer und großer Unternehmen beraten. Das Thema gesunde Führung und Resilienz etabliert sich gemäß ihrer Erfahrung immer mehr in den Unternehmen, wenn auch noch nicht immer auf Vorstandsebene. Resilienz wird hierbei gemäß der HBT-Methode immer auf der persönlichen, der Führungs- und der Unternehmensebene betrachtet. Vor dem Hintergrund der nicht enden wollenden Veränderungen (Globalisierung, Digitalisierung) sind Flexibilität, Anpassungsfähigkeit und Widerstandskraft (Resilienz) immer bedeutsamer für die Unternehmen. Und nur so lassen sich auch fundamentalere Unternehmenskrisen mit starken Strukturveränderungen (bis hin zum möglichen Scheitern, Insolvenz) positiv gestalten.
Sylvia K. Wellensiek

Gesunde Führung und Mitarbeiterorientierung in der Dienstleistungsbranche – Das Beispiel der CLEAN SERVICEPOWER GmbH

Interview mit Thomas-Michael Baggeler am 29.05.2015 in Bonn
Zusammenfassung
Thomas-Michael Baggeler, Geschäftsführer eines innovativen großen Reinigungsunternehmens (CLEAN SERVICEPOWER GmbH), zeigt im Interviewbeitrag auf, dass es bei gesunder Führung, wie er sie begreift, v. a. um den guten Kontakt der Führungskräfte zu ihren Mitarbeitern geht. Achtsamer und respektvoller Umgang sind wesentliche Elemente der Mitarbeiterführung. Hier spielen kleine Gesten eine Rolle, wenn sie als ehrlich wahrgenommen werden können. Gerade in der nicht so einfachen Dienstleistungsbranche (Hotels, Restaurants, Reinigung) finden wir vermehrt Unternehmensbeispiele, wo verstärkt auf gesunde Führung und eine identitätsstiftende Firmenkultur Wert gelegt wird; hier ein seltenes Beispiel in der Gebäudereinigungsbranche. Das Beispiel zeigt: Es ist möglich, auch in dieser Branche mit Menschen aus vielen Nationen gute Arbeit zu leisten und eine positive werteorientierte Unternehmenskultur herzustellen und hierdurch neue Kunden zu gewinnen.
Thomas-Michael Baggeler

Methodische Ansätze zur Entwicklung gesunder Führung

Frontmatter

Gesunde Menschen in gesunden Organisationen – die Wirkungskraft von organisationaler Resilienz

Zusammenfassung
Immer öfter erleben Menschen und Organisationen, dass sie sich unerwarteten, teils krisenhaften Szenarien stellen müssen. Zunehmende Komplexitäten und völlig neue Marktbedingungen machen bewährte Strategien und Verhaltensmuster unbrauchbar und bringen Menschen und die Systeme an ihre Grenzen. Als Antwort darauf greifen individuelle Stärkungsmaßnahmen zu kurz. Es gilt, den organisationalen Zusammenhang zu sehen und gezielt jene Hebel zu bedienen, die die Resilienz des Gesamtsystems stärken.
Brigitte Huemer, Ingrid Preissegger

Der vertikale Gesundheitsraum von Systemen und seine Analyse mithilfe von Aufstellungen

Zusammenfassung
Der Beitrag beschäftigt sich aus der systemischen Perspektive mit dem Thema Gesundheit von Organisationen. Es wird ein Ordnungsangebot vorgeschlagen, das Gesundheit auf vier Ebenen eines Systems modelliert: auf der Sachebene, der Beziehungsebene, der Systemgesetzebene und der Ebene des Ethos. Jede dieser Ebene braucht unterschiedliche Ressourcen und hat eine eigene Gesundheitslogik. Insbesondere die Ebene der Systemgesetze und die Ebene des Ethos, die noch relativ neu sind, werden ausführlicher dargestellt. Abschließend wird an einem Beispiel dargestellt, wie mithilfe der Methode der Systemaufstellungen die Gesundheitsebenen eines Systems analysiert und hilfreiche Informationen selbst aus der Tiefe des Systems gewonnen werden können.
Georg Müller-Christ

Partizipatives betriebliches Gesundheitsmanagement

Über die Vorteile der Mitbestimmung bei der Förderung betrieblicher Gesundheit
Zusammenfassung
So unterschiedlich verschiedene Ansätze betrieblichen Gesundheitsmanagements (BGM) auch sein mögen, eines haben sie zumeist gemeinsam: Sie werden „top down“ entwickelt und weitergeführt. Ist es erfolgversprechend, der Belegschaft vorzugeben, wie sie ihre Gesundheit am Arbeitsplatz zu fördern hat? Nein, wie die beiden Autoren kurz und bündig aufzeigen. Die Alternative besteht in der Partizipation der Belegschaft bei der Entwicklung und darauf folgenden Durchführung und Pflege des BGM und der betrieblichen Gesundheitsförderung.
Zur Entwicklung dieser Alternative stellen die Autoren im ersten Schritt ihr Gesundheitsverständnis vor (Gesundheit 3.0). Danach folgt ein kurzer Einblick in die Zwischenergebnisse der Gespräche der Autoren mit Seniorexperten, die erfolgreiche Erwerbskarrieren mit guter Balance zur Gesundheit realisieren konnten. Das Kapitel schließt mit einem Fallbeispiel eines Betriebs im Bereich der Metallindustrie, der erfolgreich sein BGM entwickeln konnte, indem die Belegschaft in die Entwicklung und Anwendung von Anfang bis heute aktiv einbezogen wird.
Andreas Zeuch, Marius Poersch

Meditation im Unternehmen – das geht wirklich und wirkt

Achtsamkeit in Führungskräfteentwicklung und betrieblichem Gesundheitsmanagement
Zusammenfassung
Die wachsende Komplexität der Arbeitswelt lässt Unternehmen nach neuen Wegen suchen, wie sie mit der zunehmenden Unübersichtlichkeit und den daraus für die Mitarbeiter entstehenden gesundheitlichen Anforderungen besser zurechtkommen. Meditation und Achtsamkeit können in der Führungskräfteentwicklung und im betrieblichen Gesundheitsmanagement neue Impulse vermitteln. Best Practices aus Personalentwicklung, fachlicher Mitarbeiterschulung und zur Gesundheitsprävention zeigen, wie sich konstruktive Ansätze in verschiedenen Unternehmenskulturen realisieren lassen.
Paul J. Kohtes, Nadja Rosmann

Gesunde Führung als Nährboden für Intuition und Innovation

Grundsätzliche Zusammenhänge und Impulse zum Transfer in die Praxis
Zusammenfassung
Gesundheit ist mehr als das Fehlen von Krankheit und gesunde Führung bedeutet zunächst v. a. Selbstführung, Persönlichkeitsentwicklung und ein hoher Grad an Achtsamkeit. Gesunde Führung wiederum kann Innovation und Intuition stärken, da sie Energien freisetzt. Echte (disruptive) Innovation entsteht aus der Intuition heraus und nicht aus der klassischen Marktforschung. Unser wahres Potenzial entdecken wir dann, wenn wir zumindest zeitweilig den Dualismus zwischen Verstand und Intuition auflösen. Hier liegen viele Anhaltspunkte zur Talentförderung. Will man diese Erkenntnisse vermehrt in die Praxis umsetzen, sollten Führungskräfte und Mitarbeiter verstärkt Zugang zu Techniken individueller Veränderungspraxis bekommen. In Unternehmen, die zur Veränderung wirklich bereit sein, kann es zu überraschend schnellen Kulturveränderung kommen, wenn in die Persönlichkeitsentwicklung investiert wird. Wünschenswert ist, dass Staat und Gesellschaft diese Prozesse parallel fördern, angefangen in unseren Kindertagesstätten.
Heribert Jaklin, Jürgen Rippel

Auf dem Weg zu glücklichen Mitarbeitern – das Beispiel Upstalsboom

Interview mit Herrn Bernd Gaukler in Hamburg am 16.6.2015
Zusammenfassung
In der Hotelgruppe Upstalsboom trat 2005 der Unternehmersohn Bodo Janssen die Nachfolge als Geschäftsführer an. Im Zug der Neuausrichtung des Unternehmens trat 2010 der erfahrene Personalleiter Bernd Gaukler in das Unternehmen ein. Beginnend mit einer Mitarbeiterumfrage und einer schonungslosen Bestandsaufnahme wurde das Unternehmen seither grundlegend verändert. Ein neues Unternehmensleitbild wurde erstellt, Führungs- und Unternehmenskultur werden konsequent auf Vertrauen, Offenheit und Partizipation ausgerichtet. Das Unternehmen gilt inzwischen über die Branche hinaus im deutschsprachigen Raum als Vorbild im Hinblick auf Mitarbeiterbeteiligung und Personalentwicklung.
Bernd Gaukler
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