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Über dieses Buch

Wie begegnen Unternehmen dem Klimawandel? Dieses Buch zeigt es Ihnen!

Dieses Buch gibt Ihnen einen Einblick, wie Sie in der wirtschaftlichen Praxis dem Klimawandel entgegenwirken und erfolgreich mit seinen direkten und indirekten Folgen umgehen.
Die Autoren untersuchen die klimawandelinduzierten Risiken und ihre Steuerung aus betriebswirtschaftlicher Sicht. Weiter arbeiten sie heraus, welche Unternehmenspotenziale und Chancen durch eine nachhaltige und klimaschonende Wirtschaftstransformation entstehen können. Auf diese Weise zeigen Ihnen die Herausgeber, wie aus einem der größten Probleme unserer Zeit auch wirtschaftliche Erfolgsmodelle entstehen können. Die einzelnen Fachbeiträge renommierter Autorinnen und Autoren stellen zudem aktuelle Erkenntnisse der Wissenschaft, Pläne der Politik sowie Forderungen von Interessensvertretungen und NGOs vor. Konkrete Best Practice-Beispiele unterschiedlichster Branchen runden den Inhalt ab. Gleichzeitig prüft dieses Werk Klimaziele und Maßnahmen internationaler Initiativen und Entwicklungen, wie beispielsweise das Pariser Klimaabkommen. Dadurch fordert dieses Buch mit Blick auf den Klimawandel Unternehmen im Zuge ihrer ökologischen sowie gesellschaftlichen Verantwortung zum Handeln auf.

Innovative Impulse für Unternehmen

Dieses Buch liefert Ihnen aktuelle Erkenntnisse aus der Wissenschaft zum Klimawandel. Die Autoren erörtern, welche Auswirkungen die Klimakrise auf Wirtschaft und Gesellschaft hat und welche Rolle der Digitalisierung im Kontext von Nachhaltigkeit und Klimaänderung zukommt. Anschließend rücken die folgenden Kapitel unter anderem diese Aspekte in den Mittelpunkt:
Internationale, europäische und nationale KlimapolitikDigitalisierung und Klimawandel im Kontext der Sustainable Development GoalsKlimaschonende Veredelung regenerativer RohstoffeVersorgungssicherheit in Zeiten des KlimawandelsIntegration von CSR und Klimaschutz in das Kerngeschäft der Österreichischen Post AGDekarbonisierungsstrategien für Aktieninvestitionen
Auf diese Weise liefert dieses Buch Unternehmen zahlreiche Impulse, um im Zuge des Klimawandels innovative Strategien und Anpassungsmöglichkeiten zu entwickeln. So lassen sich bisher unerschlossene wirtschaftliche Potenziale nutzen.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Der Klimawandel – wie Unternehmen diese Herausforderung meistern und daraus Chancen für die Gesellschaft generieren können

Wenn wir an die Zukunft denken, ist diese unweigerlich mit dem Klimawandel verbunden. Denn die Welt verändert sich merklich rasanter und wir erleben immer öfter extreme Wetterphänomene und Naturkatastrophen, die sowohl Auswirkungen auf die Umwelt als auch die Gesellschaft haben. Schließlich ist die vom Menschen verursachte globale Erderwärmung und der daraus resultierende Klimawandel – vielerorts bereits als globale Klimakrise eingestuft – eine Bedrohung für Wohlstand, Friede und nachhaltige Entwicklung und verursacht schon heute immense Folgeschäden. Daher liegt es in der gesellschaftlichen Verantwortung aller Akteure der Wirtschaft strategisch und proaktiv zu handeln, um einen relevanten Beitrag zur Erreichung der Klimaziele zu leisten. Die Möglichkeiten sind vielfältig und reichen von Maßnahmen im Kerngeschäft über umfassende betriebsökologische Maßnahmen bis hin zur Sensibilisierung der Stakeholder. Nur so kann eine nachhaltige Transformation gelingen, denn gerade der Wirtschaft kommt im Kampf gegen den Klimawandel eine zentrale Rolle zu.

Andrea Sihn-Weber

Der Klimawandel erfordert tiefgreifende gesellschaftliche und wirtschaftliche Transformationen

Wenn wir unseren aus dem Gleichgewicht geratenen Globus nachhaltig stabilisieren wollen, dann muss es gelingen, die globale Erderwärmung unter 1,5°C zu halten. Dazu ist eine tiefgreifende Transformation bis Mitte dieses Jahrhunderts unausweichlich. Eine solche kann jedoch nur gelingen, wenn ein neues Denken Platz greift und sich alle wesentlichen gesellschaftlichen Kräfte beteiligen. Wissenschaftler, die bereit sind, gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen, zusammen mit dialogfähigen politischen Akteuren, Unternehmern, die sich dem neuen Wirtschaften verschreiben, und eine Zivilgesellschaft, die bereit ist, zu nachhaltigen Ufern aufzubrechen, haben miteinander das Potenzial, die Welt zukunftsfähig und enkeltauglich zu machen.

Franz Fischler

Aktuelle Erkenntnisse der Wissenschaft

Frontmatter

Klimakrise und die Folgen für Wirtschaft und Gesellschaft

Anhand von zwei fiktiven Szenarien wird aufgezeigt, wie stark die Klimakrise die Welt prägen wird – und zwar sowohl wenn die globale Erwärmung weiter ignoriert wird, als auch wenn die zur Eingrenzung der Erwärmung auf 1,5 °C notwendigen Maßnahmen getroffen werden. Im ersten Fall mag dies in den nächsten Jahren in Europa noch nicht so deutlich werden, dafür aber danach mit zunehmender Wucht; der Klimawandel wird dann aufgrund selbstverstärkender Prozesse im Klimasystem nicht mehr aufzuhalten sein. Zielführender Klimaschutz erfordert kurzfristig, in den nächsten Jahren, einschneidende Maßnahmen, soll das Überschreitung der 1,5-Grad-Grenze noch verhindert werden. Die Zukunft steht auf der Kippe: Technologie allein kann das Problem nicht lösen, der Politik fehlt der Mut und der Zivilgesellschaft die Macht, die notwendige Veränderung herbeizuführen. In dieser Situation kommt der Wirtschaft eine wichtige Rolle zu: Sie kann die Entwicklung im kommenden Jahrzehnt entscheidend mitgestalten – hin zur Katastrophe oder zu einer anderen, gerechteren und nachhaltigeren Welt.

Helga Kromp-Kolb

Digitalisierung im Kontext von Nachhaltigkeit und Klimawandel – Chancen und Herausforderungen für produzierende Unternehmen

In den letzten Dekaden haben sich produzierende Unternehmen zunehmend auf die Berücksichtigung und Integration von Aspekten der nachhaltigen Entwicklung bei ihren Produkten und Prozessen konzentriert. Eine wesentliche Rolle dabei spielt eine freiwillige Einflussnahme von Unternehmen auf ihr gesellschaftliches Umfeld (Corporate Social Responsibility, CSR). Die Herausforderung dabei ist, die Markterfolgsgrößen Kosten, Qualität, Zeit und Wandlungsfähigkeit für eine langfristig erfolgreiche Produktion effektiv zu gestalten. Insbesondere die Prozess-, Mitarbeiter- und Ressourceneffizienz können durch die digitale Transformation eine nachhaltige Steigerung erfahren. Diese impliziert wesentliche Veränderungen für die Industrie und ist als eine Zukunftsperspektive zu sehen. Dieser Beitrag analysiert die möglichen Chancen und Herausforderungen der Digitalisierung im Kontext von Nachhaltigkeit und Klimawandel für produzierende Unternehmen. Dabei werden die Potenziale für die Steigerung der Ressourceneffizienz durch Digitalisierung auf unterschiedlichen Ebenen (Prozess- und Systemebene; durch Vernetzung der Supply Chain) im Detail diskutiert sowie die Auswirkungen auf die Bewertungsmethoden und -instrumente erläutert. Der Beitrag schließt mit aktuellen Herausforderungen in der Umsetzung und beleuchtet die Auswirkungen auf die soziale Dimension der Nachhaltigkeit.

Hubert Biedermann, Milan Topic

III-Mage Intelligent Impact Investment Management Game und CSR

Optimierung und Kontrolle von analytischen Prozessen mithilfe innovativer Management Cockpits zur Unterstützung von CSR-Prozessen – IT-basierte Impact-Investment-Strategien für ökologische Ressourcenallokationsmechanismen

Im Zentrum dieses Beitrags stehen die Entwicklung und die Charakterisierung eines innovativen Management Cockpits, um komplexe ökonomische Probleme zu lösen. Die Managementsteuerung basiert auf dem sog. Technology-Emissions-Means-Process-Identification(TEMPI)-Framework, das bereits in Pickl 1998 als Konzept entwickelt wurde und das auf dem von Jürgen Scheffran entwickeltem SCX-Modell basiert. Es ermöglicht eine differenzierte Analyse über optimales Verhalten und Szenarien innerhalb komplexer ökologischer Situationen. In diesem Beitrag erweitern wir diese Vorgehensweise in Richtung eines zukunftsweisenden Management Cockpits, das CSR integriert. Impact Investment basiert auf zwei wesentlichen Hauptideen, die in einer geraden Linie zu den fundamentalen Ideen gesehen werden können, die der Autor bei Mariana Bozesan und Ernst-Ulrich von Weizsäcker kennengelernt hat. Ernst-Ulrich von Weizsäcker stellt die grundlegende Frage, inwiefern es möglich ist zu garantieren, dass bei einer entstehenden technologischen Verbesserung und einem damit einhergehenden ökonomischen Vorteil die zusätzlichen, nun verfügbaren Ressourcen (wieder) für nachhaltige Investitionen zielgerichtet genutzt werden können. Mariana Bozesan greift diesen Vorschlag auf und geht einen Schritt weiter. Sie hat die Vision einer integrierten Herangehensweise; einen integrierten Entwicklungszyklus als holistisches Prinzip. Wir haben diese wichtigen Ideen in diversen gemeinsamen Workshops diskutiert. Schlüsselidee des hier vorgestellten Beitrags ist die Fusion von diesen beiden fundamentalen Konzepten, und der Versuch, ein neues erstes Management Cockpit zu entwickeln, das diese zentralen Ideen beinhaltet und diese in einer bestimmten spieltheoretischen Herangehensweise unterstützt.

Stefan Wolfgang Pickl

Auto, Energie und Umwelt

Der systematische Vergleich der Klimarelevanz verschiedener Kraftfahrzeugantriebe gestaltet sich aufgrund der Verwendung sehr unterschiedlicher Energieträger wie Kraftstoffe, die per se noch einer thermischen Wandlung bedürfen, und Elektrizität, die bereits aus anderen Energieträgern gewonnen wurde, nicht einfach. Aus diesem Grund wird ein Vergleich auf der Basis von Primärenergie vorgenommen. Die Ermittlung der Energieverbräuche von typischen konventionellen und alternativen Antrieben aller Art erfolgt seit über 15 Jahren mithilfe modernster Realweltmesstechnik und liefert besonders zuverlässige Ergebnisse. Diese fließen wiederum in statische Gesamtberechnungen ein, die den saisonalen Einsatz der Fahrzeuge, wie Sommer- und Winterbetrieb, berücksichtigen. Damit wurde sowohl der Tank-to-Wheel- als auch der Primärenergie-zum-Rad-Verbrauch herausgearbeitet. Abschließend werden Lösungsansätze für Güterverkehr und kohlenstoffreduzierte Kraftstoffe sowie verschiedene elektrische Antriebsarten diskutiert.

Ernst Pucher

Ganzheitliche Entwicklung: Klimaschutz und Wissenschaft vereint im BOKU-CO2-Kompensationssystem

An der Universität für Bodenkultur Wien, kurz BOKU, wird überzeugend gezeigt, wie Wissenschaft im Dienst des Lebens für Klimaschutz und Entwicklung aktiv tätig ist. Als weltweit erste Universität entwickelt die BOKU seit 2012 eigene Entwicklungs- und Klimaschutzprojekte in Afrika, Asien und Lateinamerika. Die Projekte tragen massiv zu den unterschiedlichen Aspekten der 17 globalen Nachhaltigkeitsziele (SDG) bei. Und, was das SDG-Ziel 13 „Maßnahmen zum Klimaschutz“ anbelangt, kompensieren die BOKU bereits über 50.000 t CO2 über zukunftsorientierte forst-, wasser- und agrarwirtschaftliche Maßnahmen. Finanziert werden die Klimaschutz- und Entwicklungsprojekte durch Spenden von Privatpersonen, Lehrpersonal von Universitäten sowie von Unternehmen, die ihren CO2-Ausstoß freiwillig kompensieren möchten. Das sorgt für ein gutes Gewissen sowohl aufseiten der CO2-Verursachenden, denn schon die klimaneutralisierte Flugreise zum internationalen Meeting wird zur sinnstiftenden Tat, als auch aufseiten der Projektnehmer und -nehmerinnen, die durch die Kompensationszahlungen – gepaart mit fachlicher Kompetenz – finanzielle Mittel in die Hand bekommen, wichtige Entwicklungsmaßnahmen zu tätigen. Eine Win-win-Situation für alle Beteiligten ist entstanden, die u. a. als Vorzeigeprojekt beim R20 Gipfel 2019 ausgezeichnet wurde.

Alfred Strigl, Dominik Schmitz

Pläne und Maßnahmen der Politik

Frontmatter

Nachhaltige Finanzierung: Der Aktionsplan der Europäischen Kommission zur Finanzierung nachhaltigen Wachstums

Die Europäische Union (EU) setzt sich nachdrücklich für die Verwirklichung ihrer Strategie für nachhaltiges Wachstum ein und unterstützt die Klimaschutzziele des Übereinkommens von Paris sowie die Ziele der Vereinten Nationen für nachhaltige Entwicklung. Beträchtliche Investitionen, v. a. seitens der Privatwirtschaft, sind notwendig, um drängende Klima- und Umweltschutzziele zu erreichen. Öffentliche Gelder können zwar einen Beitrag leisten, um die notwendigen Investitionen mitzufinanzieren. Viel wichtiger ist jedoch, Finanzmittel auf den Kapitalmärkten für die Transformation zu einer nachhaltigeren Wirtschaft zu mobilisieren. Ein weiterer wichtiger Aspekt ist, etwaige Risiken für das Finanzwesen bei diesem Transformationsprozess zu erkennen und zu minimieren. Einem nachhaltigen Finanzwesen, das darauf abzielt, privates Kapital für nachhaltige Investitionen zu mobilisieren und geeignete Rahmen sowie Instrumente für die Beherrschung der Risiken zu schaffen, kommt daher eine entscheidende Rolle zu. Im März 2018 hat die Europäische Kommission einen ehrgeizigen Aktionsplan zur Finanzierung nachhaltigen Wachstums beschlossen. Dieser Aktionsplan sieht eine umfassende EU-Strategie für den Finanzsektor vor, um den Übergang zu einer klimaneutralen, kreislauforientierten und nachhaltigeren Wirtschaft zu unterstützen und gleichzeitig die Finanzstabilität zu wahren. Da Klima-, Umwelt- und Nachhaltigkeitsaspekte eine globale Dimension haben, ist die internationale Zusammenarbeit der EU mit anderen Ländern erforderlich, um eine nachhaltigere Wirtschaft und ein nachhaltigeres Finanzwesen zu etablieren.

Martin Koch

Internationale, europäische und nationale Klimapolitik

Der globale, durch den Menschen verursachte Klimawandel ist eine Bedrohung für Wohlstand, Frieden und nachhaltige Entwicklung. Er beeinflusst immer stärker das Leben in allen Ländern der Erde, also auch der Österreicherinnen und Österreicher. Auf internationaler Ebene wurde daher schon 1992 eine Rahmenkonvention unter dem Dach der Vereinten Nationen ins Leben gerufen, deren Ziel die wirksame Bekämpfung des Klimawandels ist. Im Rahmen diese Konvention wurde 1997 das Kyoto-Protokoll und 2015 das Pariser Übereinkommen beschlossen. Das Pariser Übereinkommen legt das Ziel fest, die durchschnittliche globale Erwärmung auf deutlich unter 2 °C zu begrenzen. Dafür wird ein rascher globaler Ausstieg aus der Nutzung fossiler Energie als unerlässlich angesehen. Die Europäische Union ist Vorreiter im internationalen Klimaprozess und hat sich zum Ziel gesetzt, ihren Ausstoß von klimaschädlichen Treibhausgasen bis 2030 um 40 % zu senken. Bis Mitte des Jahrhunderts soll ein weitgehender Verzicht auf die Nutzung fossiler Energie gelingen. Österreich hat mit der #mission2030 Mitte 2018 eine ambitionierte Klima- und Energiestrategie beschlossen, die der Startschuss für eine echte Energiewende in Richtung eines hocheffizienten, vernetzten, auf erneuerbaren Energien basierenden Energiesystems ist.

Jürgen Schneider

Forderungen von Interessensvertretungen, NGOs und NPOs

Frontmatter

Die politische Rolle der Industrie im Kampf gegen den Klimawandel

Die Industriellenvereinigung hält an der von der EU im Rahmen des Pariser Abkommens gemachten Zusage einer Gesamtemissionsreduktion von 40 % bis zum Jahr 2030 gegenüber 1990 fest und unterstützt deren Umsetzung. Jedoch gilt es, die richtige Balance zwischen dem Schutz des Klimas und den berechtigten Interessen des Industrie- und Beschäftigungsstandorts zu finden. Infolge überehrgeiziger klimapolitischer Maßnahmen drohen Produktions- bzw. Standortverlagerungen und somit auch eine Verlagerung von Emissionen („carbon leakage“) in weniger strikt regulierte Regionen, wodurch die Maßnahmen letztlich ökologisch wirkungslos bleiben. Zudem funktioniert der europäische Emissionszertifikatshandel nur begrenzt – Stichwort „Level Playing Field“ – und fordert die österreichische Industrie in ihrer Doppelrolle beim Klimaschutz: nämlich im Spannungsverhältnis zwischen ökonomischem Wettbewerbsdruck sowie umweltpolitischen Zielen. Generell braucht es eine internationale Klimapolitik, die globale Probleme löst. Die Industrie ist ein Teil der Lösung und kann dazu auch durch den Export von Umwelttechnologie beitragen. Vor allem würde eine international vergleichbar ambitionierte Umsetzung von Klimaschutzmaßnahmen Risiken senken und Chancen erhöhen.

Peter Koren

Digitalisierung und Klimawandel im Kontext der Sustainable Development Goals

Zusammenhänge zwischen digitalem Fortschritt und ökologischer Nachhaltigkeit

Die Digitalisierung und der Klimawandel bringen Veränderungen in nahezu allen Lebensbereichen mit sich. Die Sustainable Development Goals (SDG) bieten seit 2015 einen international anerkannten Orientierungsrahmen, um nachhaltige Entwicklung zu ermöglichen. Hierbei ist die unternehmerische Relevanz hoch und die Technologie kann einen bedeutenden Erfolgsfaktor zur SDG-Umsetzung darstellen. In Anbetracht der ökologischen Dimension der Nachhaltigkeit bestehen ernstzunehmende Chancen und Risiken. Auf der einen Seite sind Dematerialisierung, Reduktion von Treibhausgasen und Luftschadstoffen, sowie Senkung des Wasserverbrauchs möglich. Auf der anderen Seite geht der technologische Fortschritt mit global steigendem Energieverbrauch, Elektroabfällen sowie ökologisch bedenklichen Rebound-Effekten einher. Es wird entscheidend sein, ob und inwiefern der digitale Wandel künftig nachhaltig gestaltet werden kann.

Florian Leregger

Die Bedeutung und die aktuelle Entwicklung der grünen Investments

Im März 2018 veröffentlichte die Europäische Kommission den Aktionsplan „Finanzierung nachhaltigen Wachstums“, um auf die Bedeutung des Finanzmarkts in der Erreichung der Klimaschutzziele und die Notwendigkeit der Unterstützung durch die Finanzindustrie hinzuweisen. Auch auf österreichischer Ebene steht das Thema Green Finance auf der politischen Agenda. Hier bleibt die endgültige Entwicklung dieser Initiativen abzuwarten. Aber schon in der Vergangenheit haben Nachhaltige Investoren unterschiedliche Investmentansätze entwickelt und Maßnahmen ergriffen, um einen Beitrag zur Nachhaltigkeit und zum Klimaschutz zu leisten. Welche Dekarbonisierungsstrategien bereits in Anwendung sind und welche Entwicklungen hier in Zukunft zu erwarten sind, ist Inhalt der folgenden Ausführungen.

Susanne Hasenhüttl, Katharina Muner-Sammer

Der Markt für nachhaltige Geldanlagen in Deutschland, Österreich und der Schweiz – Volumen, Strategien, Qualität

Spätestens seit der Verabschiedung des EU-Aktionsplans im Jahr 2018, der Maßnahmen zur Einbindung der Finanzwirtschaft in die Erreichung der Ziele des Pariser Klimaschutzabkommens vorsieht, hat der Markt für nachhaltige Geldanlagen nochmals stark an Dynamik gewonnen und erreicht neue Höchststände. Längst kann nicht mehr von einer Nische gesprochen werden. Die institutionellen Investoren werden zum Markttreiber und integrieren in ihren Analyseprozess Environmental-Social-Governance(ESG)-Kriterien oder orientieren sich an den Sustainable Development Goals (SDG). Dies wird noch durch die Transparenzanforderungen für Asset Manager und institutionelle Investoren verstärkt. Nachhaltige Geldanlagen werden also immer mehr zum Mainstream-Investment. Doch zeigt es sich, dass durch die fehlende Definition von Nachhaltigkeit neue Herausforderungen anstehen. Es gilt daher, Mindeststandards zu setzen und die Qualität nachhaltiger Angebote zu steigern. Damit wird Greenwashing verhindert und werden transparente und wirkungsorientierte Angebote geschaffen. Finanzdienstleister müssen zudem die Nachhaltigkeit in die Bedarfsermittlung für den Kunden integrieren. Damit spricht alles dafür, dass die Frage nach der Wirkungsorientierung von Investitionen zu einer nächsten Entwicklungsstufe für nachhaltige Geldanlagen führen wird.

Volker Weber

Wie steht es um den unternehmerischen Klimaschutz? Eine Zustandsbeschreibung mit Handlungsempfehlungen

Klimaschutz ist bei einem Großteil der börsennotierten Unternehmen der DACH-Region in der Chefetage angekommen – eine Entwicklung, die sich in entsprechenden Governance- und Anreizsystemen widerspiegelt. Dabei sehen sich viele Unternehmen klimabedingten Risiken gegenüber; eine noch größere Anzahl sieht aber ebenso Geschäftschancen erwachsen. Absolute Emissionsreduktionsziele zu setzen, stellt für einen großen Teil der Unternehmen jedoch weiterhin eine Herausforderung dar. Dies zeigt die Unternehmensabfrage 2018 zum Thema Klimawandel von CDP (ehem. Carbon Disclosure Project). Die Berichterstattung zu diesen Themenfeldern ist ein unterlässliches Vehikel, um Marktakteuren, insbesondere der Finanzwelt, die notwendige Transparenz zu geben, um mit ihren Handlungsentscheidungen progressive Akteure zu belohnen und somit zusätzliche Anreize für Nachzügler zu schaffen. Die nichtfinanziellen Berichtspflichten von Unternehmen wurden dementsprechend auf europäischer Ebene erstmalig durch die EU-Richtlinie über die Angabe nichtfinanzieller und die Diversität betreffender Informationen verankert und werden voraussichtlich in absehbarer Zukunft ausgeweitet. Um diese zunehmenden regulatorischen Anforderungen und die steigenden Ansprüche von Investoren und weiteren Stakeholdern hinsichtlich eines effektiven Klimamanagements auch zukünftig zu erfüllen, sollten sich börsennotierte Unternehmen insbesondere drei Handlungsfeldern mit erhöhter Aufmerksamkeit zuwenden: Der Durchdringung der Lieferkette, dem Setzen ambitionierter Klimaziele mit der Science-Based-Targets(SBT)-Methodik sowie der Analyse von Transitionseffekten auf das eigene Unternehmen mithilfe von Klimaszenarien.

David Lammers

Insights aus der Finanz- und Versicherungsbranche

Frontmatter

Grüne Anleihen als Instrument gegen den Klimawandel in Österreich: Status quo und Entwicklungsmöglichkeiten

Die internationale Aufmerksamkeit, die den Themen Klimawandel und Nachhaltigkeit – vorangetrieben durch das Pariser Klimaabkommen sowie der UN-Agenda 2030 – gewidmet wird, spiegelt sich in der weltweit wie auch in Österreich zunehmenden Nachfrage nach nachhaltigen Investments wider. In Hinblick auf den zunehmenden Finanzierungsbedarf, um den Übergang in eine kohlenstoffarme Wirtschaft zu bewältigen, ist es unumgänglich, neben öffentlichen Mitteln auch private Investoren zu mobilisieren. Als innovatives Finanzprodukt haben sich dabei Green Bonds am Kapitalmarkt etabliert. Diese Anleihen mit ökologischem Mehrwert unterscheiden sich gegenüber traditionellen Anleihen durch ihren klar definierten Verwendungszweck und dienen der Finanzierung ökologischer Projekte mit Klimarelevanz, wie an zahlreichen, erfolgreichen Beispielen – auch in Österreich – dargelegt wird. Freiwillige Richtlinien haben bis dato als Leitfaden für die Strukturierung dieser Anleihen gedient. Im Rahmen des EU-Sustainable-Action-Plan werden einheitliche Standards geschaffen, die eine Verbreiterung der grünen Anleihen vorantreiben sollen. Grüne Anleihen können als Finanzierungsinstrument der Klimafinanzierung dienen und durch Transparenz und Liquidität institutionelles Kapital mobilisieren. Der Buchbeitrag liefert einen Überblick über die Entwicklung des Green Bond Markets sowie den aktuellen Status quo.

Silvia Stenitzer

Die Oesterreichische Entwicklungsbank als Klimabank

Die Herausforderungen des Klimawandels sind in das Zentrum der Aufmerksamkeit der globalen Öffentlichkeit gerückt. Die Finanzierung von klimafreundlichen Vorhaben gewinnen dadurch an Bedeutung. Die dabei zu deckenden Finanzierungslücken sind enorm und bedürfen eines Zusammenwirkens aller relevanten Akteure und Akteurinnen, um das Ausmaß des Klimawandels reduzieren zu können. Die Oesterreichische Entwicklungsbank AG (OeEB), gegründet 2008, hat mit fast 300 Projekten in ihrem ersten Jahrzehnt zu nachhaltigem Wachstum und wirtschaftlicher Entwicklung weltweit beigetragen. Sie ist zu einem erfolgreichen Player in der österreichischen Entwicklungszusammenarbeit avanciert. In ganz Österreich leistet sie mittlerweile den größten Beitrag für Klimafinanzierungen in Entwicklungs- und Schwellenländern und unterstützt damit den Kampf gegen den Klimawandel. Dadurch trägt sie auch signifikant zum Erreichen der Sustainable Development Goals (SDG) bei.

Susanne Boesch, Nastassja Cernko, Sabine Gaber, Clemens Regehr, Michael Renz

Beitrag der Raiffeisen Bank International zu den UN-Klimazielen

Jährlich wird vom Weltwirtschaftsforum der Global Risks Report veröffentlicht, der die wesentlichen globalen Risiken auflistet, die wahrscheinlich sind und besonders schwere Folgen haben könnten. Die TOP-5-Risiken haben sich in den letzten Jahren stark gewandelt. Waren noch vor 30 Jahren wirtschaftliche Risiken unter den TOP 5, so findet man im Bericht 2019 bereits drei Risiken, die mit dem Klimawandel zu tun haben. Umso wichtiger ist der Beitrag von großen Unternehmen, sich mit dem Thema auseinandersetzen bzw. klimarelevante Aspekte in ihre Geschäftsstrategie zu integrieren. Effektiver Klimaschutz ist längst zu einem Wettbewerbsfaktor am Kapitalmarkt geworden, der neben Risiken auch Chancen für Unternehmen birgt. Um die kontinuierlich wachsende globale Nachfrage nach grünen Investmentmöglichkeiten zu bedienen, wurde daher von der Raiffeisen Bank International (RBI) im Juni 2018 die erste Benchmarkemission eines Green Bonds einer österreichischen Bank aufgelegt. Neben dem Kerngeschäft wird auch die Betriebsökologie berücksichtigt. Hier hat die RBI im Jahr 2015 einen Zielwert zur CO2-Reduktion bis 2030 und 2050 festgelegt, der sich in Anlehnung an die UN-Klimakonferenz in Paris an dem Zwei-Grad-Ziel orientiert. Verschiedene Maßnahmen leisten einen Beitrag zu den Sustainable Development Goals 7 und 13 und zeigen, dass die RBI – als Teil seiner gesellschaftlichen Verantwortung – konsequent das Ziel verfolgt, negative Umweltauswirkungen möglichst gering zu halten.

Tanja Daumann, Markus Ecker

Best Practice: Umweltcenter der Raiffeisenbank Gunskirchen

Seit mehr als 120 Jahren ist die eigenständige Raiffeisenbank Gunskirchen als Genossenschaftsbank bewährter Ansprechpartner in der Region. Mit der Gründung des Umweltcenters Ende 2012 legte die stark verankerte Regionalbank den Fokus noch mehr auf soziale, ökologische und nachhaltige Finanzierungen und Veranlagungen.

Hubert Pupeter

CSR und Klimawandel @ UNIQA

Die Positionierung zum Klimawandel aus der Sicht der Versicherungswirtschaft

Die Umweltbedingungen werden aufgrund der Klimaveränderung und der oft nicht mehr rückgängig zu machenden Umweltverschmutzungen immer bedrohlicher – in der Luft, im Wasser und an Land. Wohlstand bedeutet meist Raubbau an der Erde. Dies kann nicht so weitergehen. Daher ist die Unterstützung aller notwendig, um den Klimawandel so gut wie möglich aufzuhalten. UNIQA trägt dazu bei, die derzeitigen Lebensbedingungen zu schützen und zu verbessern. Indem Investments und Produkte auf die Klimaziele angepasst und die Dienstleistungen damit nachhaltig verbessert werden.

Andreas Rauter

Maßnahmen im Lebensmittelbereich, der Land- und Forstwirtschaft, Tourismus und Gastronomie

Frontmatter

AGRANA – klimaschonende Veredelung regenerativer Rohstoffe

Der Klimawandel und der Einfluss des Menschen darauf sind von seriösen Wissenschaftlern unbestritten. Auch AGRANA, als weltweit tätiger Veredler agrarischer Rohstoffe zu hochwertigen Lebensmitteln und einer Vielzahl von Vorprodukten für die weiterverarbeitende Nahrungsmittelindustrie sowie für technische Anwendungen, ist v. a. in ihrer vorgelagerten Lieferkette von seinen Folgen betroffen. Die Zunahme von Extremwetterereignissen, die die Verfügbarkeit von agrarischen Rohstoffen bedroht, stellt ein Risiko für AGRANA dar. Die in Europa im Sommer 2018 herrschende Dürre, die Felder vertrocknen und Landwirte unisono nach Kompensationszahlungen für Ernteausfälle durch den Staat rufen ließ, droht zum Normalzustand zu werden, gelingt es nicht, den Klimawandel im Rahmen des Pariser Klimaziels zu stoppen bzw. einzubremsen und mit den bestehenden Klimawandelfolgen im Rahmen von Resilienzmaßnahmen umzugehen. AGRANA leistet dazu in mehreren Bereichen einen Beitrag.

Johann Marihart

Nachhaltigkeit in der Brau Union Österreich

Best Practice unter der Strategie „Brewing a Better World“

Mit meinem Beitrag möchte ich Mut machen, immer wieder neue Wege zu beschreiten und sich Herausforderungen zu stellen, die der Klimawandel unweigerlich mit sich bringt. Jeder Einzelne und jeder Betrieb kann einen Beitrag zur Agenda 2030 leisten – selbst dann, wenn der Schwerpunkt gar nicht im eigenen Kerngeschäft liegt. Als Bierbrauer liegt unser Fokus auf der Herstellung des natürlichen Lebensmittels Biers – hierfür benötigen wir ausreichend Wasser, Rohstoffe und Energie. Ressourcenschonendes Arbeiten tut nicht nur der Umwelt gut, gesparte Energie, eingespartes Wasser sind am Ende auch eingespartes Geld. Bier brauen ist „unser Bier“ – dafür die Energie aus erneuerbaren Quellen bereitzustellen oder unsere Abwärme aus dem natürlichen Gärprozess für die Gesellschaft auch nutzbar zu machen – das sind die spannenden Herausforderungen, denen wir uns gern gemeinsam mit unseren Partnern stellen. Mit der Grünen Brauerei Göss in Leoben, haben wir die erste 100%ig nachhaltige Großbrauerei, geschaffen, die zweite CO2-neutrale Brauerei in Schladming ist bereits in Umsetzung. In Graz Puntigam und in Schwechat werden ganze Stadtteile mit der biogenen Abwärme aus unserer Bierproduktion beheizt. Es gibt viele Chancen, durch fruchtbare Partnerschaften neue Ideen auf den Weg zu bringen und auch andere zu einem nachhaltigeren Handeln zu inspirieren und zu motivieren – sie müssen nur wahrgenommen werden.

Gabriela Maria Straka

Versorgungssicherheit in Zeiten des Klimawandels

Als Großhändler, Dienstleister und Innovationstreiber der österreichischen Lagerhaus-Genossenschaften ist die RWA Raiffeisen Ware Austria AG tief in der Landwirtschaft verwurzelt. Daher sind Nachhaltigkeit, Umweltbewusstsein, der möglichst schonende Umgang mit Ressourcen und wirtschaftliches Augenmaß Teile ihres Selbstverständnisses. Die Landwirte als unsere Kernklientel sind als Erste vom Klimawandel und seinen Auswirkungen betroffen. Damit ist dieses Thema auch eine der großen Herausforderungen für den gesamten Lagerhaus-Verbund. Der Klimawandel ist ein komplexes, globales Problem, für das es keine radikale, einzelne Lösung geben kann. Die RWA und der Lagerhaus-Verbund setzen auf eine Vielzahl von nachhaltigen und innovativen Maßnahmen, um den spürbaren Klimaveränderungen entgegenzuwirken und ihre Folgen zu managen. Eine Auswahl davon wird in diesem Beitrag vorgestellt.

Reinhard Wolf

Herausforderungen multifunktionaler Waldbewirtschaftung im Klimawandel

Modellfall Österreichische Bundesforste

Als Naturunternehmen mit dem Wald als zentraler Ressource verfolgen die Österreichischen Bundesforste gleichzeitig ökonomische, gesellschaftliche und ökologische Zielsetzungen. Der Wald entfaltet einerseits die durch den Klimawandel immer stärker gefragte Nutz-, Schutz-, Wohlfahrts- sowie Erholungswirkung, muss aber andererseits als Betroffener den sich häufenden extremen Wetter- und Klimasituationen gewachsen sein. Deshalb setzt die Unternehmensführung mit Substanzaufbau und Anpassung auf eine Langfristperspektive im Sinn der Nachhaltigkeit. So haben die Bundesforste gemeinsam mit der Wissenschaft ein umfassendes Konzept erarbeitet, auf dessen Basis ein struktur- und artenreicher Wald der Zukunft entsteht, der größtmögliche Klimafitness aufweist. Es erfolgt aber nicht nur der Aufbau von Holzvorräten und damit auch Kohlenstoffspeichern in einem funktionierenden Ökosystem. Über die Forstwirtschaft hinausgehend wurde und wird auch in allen anderen Geschäftsbereichen der Bundesforste – Immobilien, erneuerbare Energien und Dienstleistungen – nachhaltige Wertschöpfung auf lange Sicht generiert. Die Bundesforste wollen die dem Unternehmen anvertrauten Flächen so betreuen, dass der im Wald seit vielen Dezennien funktionierende Generationenvertrag nachhaltig weiter besteht.

Rudolf Freidhager, Georg Schöppl

Das Projekt Ökoregion Kaindorf – Chance für Landwirte und Klima

Die erste plastiksackerlfreie Region Österreichs ist europaweit Pionier im Humusaufbau und bringt viele nachhaltige Projekte auf den Boden

Seit 2007 wurden in der Ökoregion Kaindorf rund 300 Projekte umgesetzt. Bereits im zweiten Bestandsjahr wurde die Energieversorgung in den drei Mitgliedsgemeinden Ebersdorf, Hartl und Kaindorf auf Ökostrom umgestellt. Im Jahr 2011 erlangte man als erste plastiksackerlfreie Region Österreichs überregionale Bekanntheit. Das weitreichendste Projekt ist das Humusaufbauprogramm, an dem sich aktuell rund 250 Landwirte in ganz Österreich beteiligen, die die Umwelt schonen, CO2 in großen Mengen im Ackerboden binden und damit das Klima entlasten. Die Ökoregion Kaindorf setzt dort an, wo jeder Einzelne, jeder Verein und jedes Unternehmen selbst etwas tun kann. Sie konzentriert ihr Engagement auf das Umsetzen, das Tun, das Vormachen – mit dem Ziel, möglichst viele Menschen und Organisationen zum Aktivwerden zu animieren.

Thomas Karner

Best-Practice-Mobilität im Tourismus: Tirol auf Schiene

Mobilität, also die Fortbewegung zwischen Ort A und Ort B, ist die Grundvoraussetzung von Tourismus, wie wir ihn heute kennen. Gesellschaftliche Einstellungen und Trends, aber auch Digitalisierung und technologischer Fortschritt prägen das Milliarden-Business Mobilität in der Zukunft. Gleichzeitig ist die Anreise ein Glied in der Dienstleistungskette Urlaub und beeinflusst die Kundenzufriedenheit. Aus diesem Zusammenhang heraus ist es naheliegend, dass auch dieser Aspekt der Reise in einem holistischen Ansatz des Destinationsmanagements entsprechend berücksichtigt und entwickelt werden muss. Die Identifikation von Erfolgsfaktoren von Mobilitätslösungen ist daher eine Voraussetzung für funktionierende Mobilitätskonzepte im Tourismus. Das Projekt „Tirol auf Schiene“ kann als Best-Practice-Beispiel eines nachhaltigen, touristischen Mobilitätskonzepts verstanden werden, das bewiesenermaßen dem Zeitgeist entspricht und nachhaltigen Mobilitätslösungen den Vorrang gibt.

Josef Margreiter

Klimaschutz in der Gemeinschaftsgastronomie

Die menschliche Ernährung wirkt sich auf globale Umweltprobleme aus und wird gleichzeitig von ihnen beeinflusst. Des Weiteren steht das Ernährungssystem vor vielen komplexen sozialen Herausforderungen. Um diesen Problemen entgegenzuwirken, müssen alle Akteure einen Beitrag leisten – so auch die Gastronomie, die weit über den Tellerrand hinaus eine große Bedeutung hat. Die SV Group, eine in der Schweiz, in Deutschland und Österreich tätige Gastronomie- und Hotelmanagementgruppe, ist sich ihrer Verantwortung und Wirkung bewusst. Daher hat sie 2012 gemeinsam mit dem WWF Schweiz das Nachhaltigkeitsprogramm ONE TWO WE entwickelt, um einen wirkungsvollen und umfassenden Beitrag für eine nachhaltige Ernährung zu leisten. Die Entwicklung und Umsetzung des Programms sowie die resultierenden Erfolge und Herausforderungen werden in diesem Beitrag beschrieben.

Dörte Bachmann

Best Practices aus der Industrie und Logistikbranche

Frontmatter

Fasern für fast alles im Leben

Viele Menschen weltweit kommen jeden Tag mit Fasern der Lenzing Gruppe in Berührung, ohne es zu wissen. Sie tragen Kleidung, schlafen in Bettwäsche aus diesen Fasern oder verwenden sie in Kosmetik- und Hygieneprodukten. Sie können das mit gutem Gewissen tun, weil diese Fasern aus Holz sind und sich nicht nur gut anfühlen, sondern auch die Umwelt schützen. Sie sind biologisch abbaubar und werden nach Verwendung wieder Teil des natürlichen Kreislaufs, ohne schädliche Rückstände zu hinterlassen. Basis dafür ist das nachhaltige Geschäftsmodell der Lenzing Gruppe, eingebettet in die Modelle der Bioökonomie und der Kreislaufwirtschaft. Produkte von Lenzing bieten daher die Lösung für viele Probleme der Welt. Sie eignen sich v. a. zur Eindämmung der Verschmutzung von Land und Meeren durch Plastik in Kosmetik- und Hygieneprodukten und in Textilien. Die Lenzing Gruppe sieht ihre Verantwortung dabei weit über CSR hinausgehend, hin zu Umwelt und Klimaschutz.

Waltraud Kaserer

Borealis – Keep Discovering

Als führender Anbieter in den Bereichen Polyolefine und Basischemikalien befasst sich die Borealis Gruppe eingehend mit ihren Auswirkungen und den strategisch notwendigen Beiträgen zur Eindämmung des Klimawandels. Während die Produktion von Borealis-Produkten Energieressourcen beansprucht, ermöglichen die innovativen Kunststofflösungen über ihre Lebensdauer hinwegbetrachtet Energieeinsparungen insbesondere im Vergleich zu alternativen Materialien. Borealis’ hochwertige Kunststoffe sind in nahezu allen Bereichen der Wirtschaft und Gesellschaft anzutreffen: von leichtgewichtigen Rohren, die eine sichere Wasserversorgung ermöglichen, über leistungsstarke Isolationsmaterialien für Übertragungskabel aus erneuerbaren Energiequellen oder medizinische Produkte wie Infusionsschläuche bis hin zu Hightech-Verpackungsmaterialien, um Lebensmittel für den Transport besser haltbar zu machen. Zusätzlich arbeitet Borealis beständig daran, die Umweltauswirkungen auf Produktionsebene zu verringern.

Craig Halgreen, Thales Crivelli

Integration von CSR und Klimaschutz in das Kerngeschäft der Österreichischen Post AG

Die Österreichische Post AG begann bereits 2006 sich mit dem Thema Nachhaltigkeit auseinanderzusetzen und nahm dadurch eine Vorreiterrolle in der Logistikbranche ein. Sukzessive wurde das Themenfeld auf CSR ausgeweitet, die mittlerweile ein fixer Bestandteil im Kerngeschäft ist. Klimaschutz, Ressourcenschonung und Stärkung der Umweltsensibilisierung sind wesentliche Ziele im Umweltmanagement der Österreichischen Post AG. Ein Hauptbestandteil des Umweltmanagements ist die Initiative „CO2 NEUTRAL ZUGESTELLT“. Diese Initiative stellt die Klimastrategie der Österreichischen Post AG dar und ist als dreistufiges Programm konzipiert. Die drei Stufen umfassen eine Effizienzsteigerung in den Kernprozessen, den Einsatz alternativer Energien und als letzte Stufe die Kompensation der nicht vermeidbaren und verbleibenden CO2-Emissionen durch Unterstützung nationaler und internationaler Klimaschutzprojekte. Neben der Reduktion von CO2-Emissionen und somit einer Verbesserung der Umweltleistung trägt die Klimastrategie der Österreichischen Post AG im Unternehmen selbst zum wirtschaftlichen Erfolg bei, wie aus Kundenbindung und aktiver Nutzung des Logos „CO2 NEUTRAL ZUGESTELLT“ ersichtlich wird. Auch in Zukunft wird die Österreichische Post AG im Sinn von Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit agieren und den Fokus auf den weiteren Ausbau klimarelevanter Maßnahmen und Initiativen setzen.

Daniel-Sebastian Mühlbach, Lisa Pum, Ingeborg Schinninger

Smart Waste

Wie Digitalisierung und Internet of Things die Welt des Abfalls verändern und CO2 reduzieren

In Österreich besteht bereits seit Jahren die paradoxe Situation, dass die Mehrheit der Bürgerinnen und Bürger die Mülltrennung als ihren wichtigsten Beitrag zum Umweltschutz wahrnimmt und sich überwiegend gut informiert fühlt, trotzdem aber rund 70 % Fehlwürfe im Restmüll landen. Um die vorgegebenen Recyclingziele und die Ziele des Kreislaufpakets zu erreichen, müssen die Recyclingquoten verbessert werden. Hier braucht es neue bzw. andere Ansätze als bisher. Werden neuartige und innovative Technologien mit modernen Feedbackkanälen kombiniert, wird es möglich, zeitnah nach der Entleerung den Bürgerinnen und Bürgern die Qualität ihrer Abfalltrennung zurückzumelden. Diese Bewusstseinsbildung führt zu einer positiven Trendkurve, indem sie das tägliche Handeln jedes Einzelnen sichtbar macht und so ein verbessertes Trennverhalten anstößt. Solch smarte Lösungen sind notwendig, um den Herausforderungen von Morgen angemessen begegnen zu können. Außerdem kann durch deren Einsatz ein positiver Beitrag zum Klimaschutz geleistet werden.

Ralf Mittermayr, Sandra Klünsner

Praxisbeispiele aus der Immobilienbranche und Energiewirtschaft

Frontmatter

Bauen mit weniger Ressourcen: Mehr Nutzen für mehr Menschen

In der Klimadebatte wird heutzutage der Bau- und Immobilienbereich so gut wie nie thematisiert. Erstaunlich, wenn man bedenkt, dass die globale Baubranche zwischen 30 und 40 % des heutigen Ressourcen- und Energieverbrauchs, 60 % der weltweiten Transporte, 40 % des momentanen Abfallaufkommens und 30 % aller energierelevanten Treibhausgasemissionen verantwortet. Das liegt v. a. an tradierten Bauprozessen, die bislang noch zu wenig von Zukunftsthemen wie der Digitalisierung oder der Ressourceneffizienz profitieren. Die Autoren plädieren daher dafür, die Art und Weise, wie Gebäude errichtet und betrieben werden, komplett neu zu denken: weg vom Prototypenbau und hin zur Lebenszyklusbetrachtung, dem digitalen Zwilling, dem Systembau mit Holz-Hybridmodulen und einer umfassenden Online-Plattform. Nur mit solch disruptiven, substanziellen Veränderungen kann sich die Baubranche zukunftsfähig transformieren, bevor das jemand anders tut.

Harald Professner, Hubert Rhomberg

100-Prozent-erneuerbare-Energie-Region – es ist möglich

Globale Energiewende, Klimawandel und Versorgungsengpässe – gesundheitliche Belastungen und Umweltverschmutzung, schmelzende Polkappen und mögliche Klimaflüchtlinge. Die fossilen Energieträger mögen über viele Jahrzehnte eingesetzt worden sein, den nächsten Generationen hinterlassen sie jedoch keinen enkeltauglichen Planeten. Eine Vielzahl von Initiativen versucht, Alternativen zu finden und eine energetische Versorgung auf der Basis erneuerbarer Energie zu ermöglichen. Der Energiepark Bruck/Leitha macht dies in Römerland-Carnuntum und konnte seit 1995 eine bilanzielle Autarkie im Strombereich erreichen. So nebenbei werden seit 15 Jahren und in Kooperation mit der TU Wien ein internationaler Master-Lehrgang MSc Renewable Energy Systems mit Teilnehmern aus knapp 50 Nationen begleitet, (inter-)nationale Forschungsprojekte realisiert, eine Algenproduktionsanlage, die den Energy Globe Award einheimst, aufgebaut und alle in der Region sinnvollen Formen der Erneuerbaren geplant, gebaut und betrieben. Alle 28 Gemeinden der Region tragen ein gemeinsames und klares Commitment zu einer 100-Prozent-Energie-Region auf Basis Erneuerbarer mit. Das technische Büro des Energieparks ermöglicht Energieberatungen, -ausweise und -buchhaltung aus einer Hand. All dies als Gruppe von Privatpersonen, die stark regional verankert sind und gemeinsam zeigen wollen, dass es möglich ist! Diese Gruppe hat bislang 350 Mio. € investiert und mehr als 100 regionale und permanente Arbeitsplätze geschaffen. Natürlich ist die bilanzielle Autarkie im Strombereich ein Zwischenschritt. Die Wärme- und die Verkehrswende stehen ebenso auf der Agenda wie sektorübergreifende Kopplungen, Speicher und Netze. Kurzum, der Energiepark hat sehr vieles erreicht – und ist weiter hungrig auf neue Technologien, Innovationen und Weiterentwicklung. Wir freuen uns auf die nächsten 25 Jahre ☺.

Karin Mottl, Petra Aigner, Lisa-Marie Dormayer, Norbert Koller, Bernadette Mauthner

YOUNG VISIONS – Kinderideen zum Klimaschutz, bevor er in aller Munde war

Die Zukunft betrifft uns alle, aber bis dato wurden Kinder und Jugendliche als aktive Akteure oft ausgeklammert und ihr Handlungspotenzial nicht richtig gefördert. Kinderideen als Zukunftschance zu sehen, ist ein zentraler Punkt des Vereins YOUNG VISIONS – Kinderideen werden Wirklichkeit, der sich durch die Vergabe eines Awards an die beste Kinderidee zum Thema nachhaltige Zukunft und durch die anschließende Umsetzung dieser Ideen auszeichnet. Der Grundstein sind Projekte, die Kindervisionen Wirklichkeit werden lassen und einen positiven Einfluss auf die Klimapolitik haben. Ideen-Workshops unterstützen die Kreativität der Kinder in der Suche nach Lösungsansätzen für eine nachhaltige Zukunft. Diese Kombination aus Engagement für die Umwelt und Nachwuchsförderung soll zusammen mit der Unterstützung durch Unternehmen, die sich damit identifizieren können, gelingen.

Wolfgang Pospischil

Sichtweise von Nachhaltigkeits-Ratingagenturen, Nachhaltigkeits-Beratung und Wirtschaftsprüfung

Frontmatter

Dekarbonisierungsstrategien für Aktieninvestitionen

Investoren befassen sich immer stärker mit der Frage, welche Wirkung ihre Investitionen in Bezug auf Klimawandel haben und inwiefern Klimawandel Risiken für ihre Investitionen mit sich bringt. Um das Thema zu adressieren, entwickeln sich im Markt eine Reihe von Strategien für Aktieninvestoren, um deren Portfolio zu dekarbonisieren, also bezüglich der Klimaherausforderungen zu positionieren. Im folgenden Beitrag sollen acht verschiedene Ansätze vorgestellt und auf ihre finanziellen und ökologischen Implikationen hin untersucht werden. Im Ergebnis ist festzuhalten, dass unterschiedliche Investorenprofile und -bedürfnisse unterschiedliche Strategien erfordern und ein besonderer Mehrwert in der sinnvollen Kombination verschiedener Ansätze liegt.

Maximilian Horster

Der VÖNIX als Nachhaltigkeitsbenchmark des österreichischen Aktienmarkts

Der VÖNIX (VBV Österreichischer Nachhaltigkeitsindex) ist die Nachhaltigkeitsbenchmark für den österreichischen Aktienmarkt. Er wurde 2005 als einer der ersten nationalen Nachhaltigkeitsindizes gestartet und umfasst jene rund 20–25 Unternehmen an der Wiener Börse, die in ökologischer und gesellschaftlicher Hinsicht führend sind. Der Beitrag beschreibt die umfangreichen Kriterien und Prozesse zur jährlichen Composition des Index und zieht eine Zwischenbilanz nach mittlerweile rund 14 Jahren. Dabei wird insbesondere auch auf den Zusammenhang zwischen Nachhaltigkeit und Anlageperformance eingegangen. Zum Abschluss des Kapitels wird der VÖNIX aus dem Blickwinkel des Klimaschutzes betrachtet: allgemein sowie illustriert mit zwei Unternehmensbeispielen.

Reinhard Friesenbichler

Die Behandlung von Klimaschutzthemen durch Führungskräfte mittlerer und großer Unternehmen

Von Unternehmen intrinsische Motivation zur übermäßigen Implementierung von Klimaschutzmaßnahmen zu erwarten, wäre naiv. Unternehmen versuchen, in den Rahmenbedingungen, die ihnen von Politik und Märkten (Rohstoff-, Kunden-, Personalmärkten usw.) gesteckt werden, sich möglichst gut zu entwickeln, zumindest aber positive wirtschaftliche Ergebnisse zu erzielen. Diese Märkte unterliegen über die Zeit naturgemäß Veränderungen – und diese spielen für das behandelte Thema derzeit eine wichtige Rolle. Im vorliegenden Beitrag wird versucht, ein Bild von den Treibern zu zeichnen, die Änderungen in den Strategien der Unternehmen erfordern. Es wird beschrieben, dass sich neben Bedrohungen auch viele spannende Möglichkeiten für Betriebe ergeben, ihre Geschäftsfelder profitabel weiterzuentwickeln. Einige Ansatzpunkte dazu werden angeführt und es werden Evidenzen dafür gezeigt, dass proaktive Strategien, wenn sie gesellschaftliche Bedürfnisse erfüllen, durchaus Chancen bieten, mit ambitionierten Klimaschutzstrategien mittelfristig erfolgreich zu sein.

Christian Plas

Opportunitäten durch Green Finance

Die Welt verändert sich. Wir erleben immer öfter extreme Wetterphänomene und das hat sowohl Auswirkungen auf die Umwelt als auch auf die Gesellschaft. Die Herausforderungen an Gesellschaft und Umwelt sind gleichzeitig Risiken als auch Chancen. Und das heißt wiederum, dass die Nachfrage nach Beratung steigt, um die Auswirkungen auf Investitionen zu verstehen. Die Frage stellt sich dennoch: Warum sollte man sich – auch wenn es derzeit noch nicht rechtlich oder regulatorisch verpflichtend ist – jetzt schon mit Klimarisiken beschäftigen?

Angelika Delen

Klimawandel und Risikoberichterstattung

Der Klimawandel steht im Zentrum der Beobachtung. Die Anforderungen an eine systematische Auseinandersetzung mit klimabezogenen Risiken steigen durch den Druck von Investoren, Stakeholdern sowie der Gesetzgebung. Einerseits müssen Unternehmen vermehrt Rechenschaft über ihre Auswirkungen auf Umwelt und Gesellschaft ablegen und andererseits erwarten Finanziers verstärkt, dass Unternehmen sich strukturiert auf die Auswirkungen durch Klimaveränderungen für die Geschäftstätigkeit vorbereiten. In folgendem Beitrag soll die Berichterstattung über klimabezogene Risiken betrachtet werden. Hierfür werden zwei unterschiedliche Perspektiven eingenommen.

Peter Ertl, Katharina Schönauer

Wie KMUs mit dem Klimawandel umgehen

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The Day After

Trockenheit, Stürme, Fluten und Massenmigration – der Klimawandel ist real und seine Folgen werden Gesellschaft, Politik und Wirtschaft vor enorme Herausforderungen stellen. Auch in Europa. Wie sich kleine und mittlere Unternehmen den Folgen des Klimawandels stellen und warum die Veränderungen auch wirtschaftlich Chancen bieten.

Stephan Strzyzowski

MAPLAN – die grüne Fabrik

Die MAPLAN GmbH ist ein österreichisches Maschinenbauunternehmen in der Elastomerbranche. Im Jahr 2016 übersiedelte MAPLAN an einen größeren Standort: Im niederösterreichischen Kottingbrunn wurde ein neues Produktionswerk samt Bürogebäude errichtet. Bei der Gestaltung des neuen Hauptquartiers legte das Unternehmen besonderen Wert auf Effizienz und Nachhaltigkeit. Nicht zuletzt das Energiekonzept, das sich auf allen Ebenen durch den gesamten Standort zieht, führte dazu, dass MAPLAN im November 2018 beim Unternehmenswettbewerb „Fabrik Award“ als „Green Factory 2018“ ausgezeichnet wurde. Was der Firmensitz der MAPLAN GmbH außerdem zeigt: Ökologische Maßnahmen lassen sich überraschend oft mit einem echten Mehrwert für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verbinden.

Wolfgang Meyer, Oswald Steinbauer

Green Meetings im Congress Centrum Alpbach

Grundlagen und Erfahrungsbericht zur Entwicklung von Alpbach als nachhaltige Tagungsdestination

Das Congress Centrum Alpbach verfolgt seit dem Jahr 2010 eine umfassende Nachhaltigkeitsstrategie und leistet damit in der Kongress- und Tagungsbranche einen Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz. Mit den umgesetzten Maßnahmen als Green-Meeting-Anbieter hat sich das Unternehmen im deutschsprachigen Raum zu einem Best-Practice-Beispiel entwickelt. Im Buchbeitrag werden Rahmenbedingungen, Handlungsfelder und konkrete Ergebnisse der umgesetzten Maßnahmen des Alpbacher Green-Meeting-Projekts vorgestellt. Damit wurden allein im Congress Centrum Alpbach bereits mehr als 140.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer erreicht, die wiederum in ihrem eigenen Umfeld als wertvolle Multiplikatoren agieren.

Georg Hechenblaikner

Die lange Tradition des nachhaltigen Managements bei Ordenseinrichtungen

Ein (Zwischen-)Bericht aus dem Krankenhaus St. Josef in Braunau der Franziskanerinnen von Vöcklabruck auf dem Weg zur bilanziellen Energieautonomie bis zum Jahr 2020

Es hat eine langjährige Tradition in Österreich, dass katholische Orden einen wichtigen und aktiven Beitrag zum Gesundheits- und Sozialsystem leisten. Sie betreiben z. B. Krankenhäuser, Schulen, Alten- und Pflegeheime, Kindergärten, Hospize oder Studentenheime. Ich zeige am Beispiel des energiepolitischen Leitbilds im Krankenhaus St. Josef der Franziskanerinnen von Vöcklabruck in Braunau, dass dies ebenfalls traditionell stets unter dem Gesichtspunkt des sorgsamen und sparsamen Umgangs mit der Umwelt und den zur Verfügung stehenden Ressourcen geschehen ist und weiter geschieht. Ziel war die Sicherheit der Energieversorgung jederzeit (auch während der Bauphase) zu sichern, eine für den Klimaschutz bestmögliche Lösung zu suchen (Minimierung des CO2-Ausstoßes) sowie einen vom Land Oberösterreich vorgegebenen Kostenrahmen von 1,5 Mio. € einzuhalten. Das ist gelungen. Mit dem erfolgreichen Abschluss des Projekts im Dezember 2018 unter Einhaltung des Budgets konnten die jährlichen CO2-Emissionen um 50 % auf etwa 420 t gesenkt werden! „Wir achten und schützen die Umwelt als Schöpfung Gottes, daher gehen wir sparsam und bewusst mit unseren Ressourcen um.“ (Konventoberin Sr. Gisela Wiesinger und GF Erwin Windischbauer MAS).

Josef Brandauer
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