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CSR und Klimawandel

Unternehmenspotenziale und Chancen einer nachhaltigen und klimaschonenden Wirtschaftstransformation

  • 2020
  • Buch

Über dieses Buch

Wie begegnen Unternehmen dem Klimawandel? Dieses Buch zeigt es Ihnen!

Dieses Buch gibt Ihnen einen Einblick, wie Sie in der wirtschaftlichen Praxis dem Klimawandel entgegenwirken und erfolgreich mit seinen direkten und indirekten Folgen umgehen.
Die Autoren untersuchen die klimawandelinduzierten Risiken und ihre Steuerung aus betriebswirtschaftlicher Sicht. Weiter arbeiten sie heraus, welche Unternehmenspotenziale und Chancen durch eine nachhaltige und klimaschonende Wirtschaftstransformation entstehen können. Auf diese Weise zeigen Ihnen die Herausgeber, wie aus einem der größten Probleme unserer Zeit auch wirtschaftliche Erfolgsmodelle entstehen können. Die einzelnen Fachbeiträge renommierter Autorinnen und Autoren stellen zudem aktuelle Erkenntnisse der Wissenschaft, Pläne der Politik sowie Forderungen von Interessensvertretungen und NGOs vor. Konkrete Best Practice-Beispiele unterschiedlichster Branchen runden den Inhalt ab. Gleichzeitig prüft dieses Werk Klimaziele und Maßnahmen internationaler Initiativen und Entwicklungen, wie beispielsweise das Pariser Klimaabkommen. Dadurch fordert dieses Buch mit Blick auf den Klimawandel Unternehmen im Zuge ihrer ökologischen sowie gesellschaftlichen Verantwortung zum Handeln auf.

Innovative Impulse für Unternehmen

Dieses Buch liefert Ihnen aktuelle Erkenntnisse aus der Wissenschaft zum Klimawandel. Die Autoren erörtern, welche Auswirkungen die Klimakrise auf Wirtschaft und Gesellschaft hat und welche Rolle der Digitalisierung im Kontext von Nachhaltigkeit und Klimaänderung zukommt. Anschließend rücken die folgenden Kapitel unter anderem diese Aspekte in den Mittelpunkt:
Internationale, europäische und nationale KlimapolitikDigitalisierung und Klimawandel im Kontext der Sustainable Development GoalsKlimaschonende Veredelung regenerativer RohstoffeVersorgungssicherheit in Zeiten des KlimawandelsIntegration von CSR und Klimaschutz in das Kerngeschäft der Österreichischen Post AGDekarbonisierungsstrategien für Aktieninvestitionen
Auf diese Weise liefert dieses Buch Unternehmen zahlreiche Impulse, um im Zuge des Klimawandels innovative Strategien und Anpassungsmöglichkeiten zu entwickeln. So lassen sich bisher unerschlossene wirtschaftliche Potenziale nutzen.

Inhaltsverzeichnis

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  1. Frontmatter

  2. Der Klimawandel – wie Unternehmen diese Herausforderung meistern und daraus Chancen für die Gesellschaft generieren können

    Andrea Sihn-Weber
    Zusammenfassung
    Wenn wir an die Zukunft denken, ist diese unweigerlich mit dem Klimawandel verbunden. Denn die Welt verändert sich merklich rasanter und wir erleben immer öfter extreme Wetterphänomene und Naturkatastrophen, die sowohl Auswirkungen auf die Umwelt als auch die Gesellschaft haben. Schließlich ist die vom Menschen verursachte globale Erderwärmung und der daraus resultierende Klimawandel – vielerorts bereits als globale Klimakrise eingestuft – eine Bedrohung für Wohlstand, Friede und nachhaltige Entwicklung und verursacht schon heute immense Folgeschäden. Daher liegt es in der gesellschaftlichen Verantwortung aller Akteure der Wirtschaft strategisch und proaktiv zu handeln, um einen relevanten Beitrag zur Erreichung der Klimaziele zu leisten. Die Möglichkeiten sind vielfältig und reichen von Maßnahmen im Kerngeschäft über umfassende betriebsökologische Maßnahmen bis hin zur Sensibilisierung der Stakeholder. Nur so kann eine nachhaltige Transformation gelingen, denn gerade der Wirtschaft kommt im Kampf gegen den Klimawandel eine zentrale Rolle zu.
  3. Der Klimawandel erfordert tiefgreifende gesellschaftliche und wirtschaftliche Transformationen

    Franz Fischler
    Zusammenfassung
    Wenn wir unseren aus dem Gleichgewicht geratenen Globus nachhaltig stabilisieren wollen, dann muss es gelingen, die globale Erderwärmung unter 1,5°C zu halten. Dazu ist eine tiefgreifende Transformation bis Mitte dieses Jahrhunderts unausweichlich. Eine solche kann jedoch nur gelingen, wenn ein neues Denken Platz greift und sich alle wesentlichen gesellschaftlichen Kräfte beteiligen. Wissenschaftler, die bereit sind, gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen, zusammen mit dialogfähigen politischen Akteuren, Unternehmern, die sich dem neuen Wirtschaften verschreiben, und eine Zivilgesellschaft, die bereit ist, zu nachhaltigen Ufern aufzubrechen, haben miteinander das Potenzial, die Welt zukunftsfähig und enkeltauglich zu machen.
  4. Aktuelle Erkenntnisse der Wissenschaft

    1. Frontmatter

    2. Klimakrise und die Folgen für Wirtschaft und Gesellschaft

      Helga Kromp-Kolb
      Zusammenfassung
      Anhand von zwei fiktiven Szenarien wird aufgezeigt, wie stark die Klimakrise die Welt prägen wird – und zwar sowohl wenn die globale Erwärmung weiter ignoriert wird, als auch wenn die zur Eingrenzung der Erwärmung auf 1,5 °C notwendigen Maßnahmen getroffen werden. Im ersten Fall mag dies in den nächsten Jahren in Europa noch nicht so deutlich werden, dafür aber danach mit zunehmender Wucht; der Klimawandel wird dann aufgrund selbstverstärkender Prozesse im Klimasystem nicht mehr aufzuhalten sein. Zielführender Klimaschutz erfordert kurzfristig, in den nächsten Jahren, einschneidende Maßnahmen, soll das Überschreitung der 1,5-Grad-Grenze noch verhindert werden. Die Zukunft steht auf der Kippe: Technologie allein kann das Problem nicht lösen, der Politik fehlt der Mut und der Zivilgesellschaft die Macht, die notwendige Veränderung herbeizuführen. In dieser Situation kommt der Wirtschaft eine wichtige Rolle zu: Sie kann die Entwicklung im kommenden Jahrzehnt entscheidend mitgestalten – hin zur Katastrophe oder zu einer anderen, gerechteren und nachhaltigeren Welt.
    3. Digitalisierung im Kontext von Nachhaltigkeit und Klimawandel – Chancen und Herausforderungen für produzierende Unternehmen

      Hubert Biedermann, Milan Topic
      Zusammenfassung
      In den letzten Dekaden haben sich produzierende Unternehmen zunehmend auf die Berücksichtigung und Integration von Aspekten der nachhaltigen Entwicklung bei ihren Produkten und Prozessen konzentriert. Eine wesentliche Rolle dabei spielt eine freiwillige Einflussnahme von Unternehmen auf ihr gesellschaftliches Umfeld (Corporate Social Responsibility, CSR). Die Herausforderung dabei ist, die Markterfolgsgrößen Kosten, Qualität, Zeit und Wandlungsfähigkeit für eine langfristig erfolgreiche Produktion effektiv zu gestalten. Insbesondere die Prozess-, Mitarbeiter- und Ressourceneffizienz können durch die digitale Transformation eine nachhaltige Steigerung erfahren. Diese impliziert wesentliche Veränderungen für die Industrie und ist als eine Zukunftsperspektive zu sehen. Dieser Beitrag analysiert die möglichen Chancen und Herausforderungen der Digitalisierung im Kontext von Nachhaltigkeit und Klimawandel für produzierende Unternehmen. Dabei werden die Potenziale für die Steigerung der Ressourceneffizienz durch Digitalisierung auf unterschiedlichen Ebenen (Prozess- und Systemebene; durch Vernetzung der Supply Chain) im Detail diskutiert sowie die Auswirkungen auf die Bewertungsmethoden und -instrumente erläutert. Der Beitrag schließt mit aktuellen Herausforderungen in der Umsetzung und beleuchtet die Auswirkungen auf die soziale Dimension der Nachhaltigkeit.
    4. III-Mage Intelligent Impact Investment Management Game und CSR

      Optimierung und Kontrolle von analytischen Prozessen mithilfe innovativer Management Cockpits zur Unterstützung von CSR-Prozessen – IT-basierte Impact-Investment-Strategien für ökologische Ressourcenallokationsmechanismen Stefan Wolfgang Pickl
      Zusammenfassung
      Im Zentrum dieses Beitrags stehen die Entwicklung und die Charakterisierung eines innovativen Management Cockpits, um komplexe ökonomische Probleme zu lösen. Die Managementsteuerung basiert auf dem sog. Technology-Emissions-Means-Process-Identification(TEMPI)-Framework, das bereits in Pickl 1998 als Konzept entwickelt wurde und das auf dem von Jürgen Scheffran entwickeltem SCX-Modell basiert. Es ermöglicht eine differenzierte Analyse über optimales Verhalten und Szenarien innerhalb komplexer ökologischer Situationen. In diesem Beitrag erweitern wir diese Vorgehensweise in Richtung eines zukunftsweisenden Management Cockpits, das CSR integriert. Impact Investment basiert auf zwei wesentlichen Hauptideen, die in einer geraden Linie zu den fundamentalen Ideen gesehen werden können, die der Autor bei Mariana Bozesan und Ernst-Ulrich von Weizsäcker kennengelernt hat. Ernst-Ulrich von Weizsäcker stellt die grundlegende Frage, inwiefern es möglich ist zu garantieren, dass bei einer entstehenden technologischen Verbesserung und einem damit einhergehenden ökonomischen Vorteil die zusätzlichen, nun verfügbaren Ressourcen (wieder) für nachhaltige Investitionen zielgerichtet genutzt werden können. Mariana Bozesan greift diesen Vorschlag auf und geht einen Schritt weiter. Sie hat die Vision einer integrierten Herangehensweise; einen integrierten Entwicklungszyklus als holistisches Prinzip. Wir haben diese wichtigen Ideen in diversen gemeinsamen Workshops diskutiert. Schlüsselidee des hier vorgestellten Beitrags ist die Fusion von diesen beiden fundamentalen Konzepten, und der Versuch, ein neues erstes Management Cockpit zu entwickeln, das diese zentralen Ideen beinhaltet und diese in einer bestimmten spieltheoretischen Herangehensweise unterstützt.
    5. Auto, Energie und Umwelt

      Ernst Pucher
      Zusammenfassung
      Der systematische Vergleich der Klimarelevanz verschiedener Kraftfahrzeugantriebe gestaltet sich aufgrund der Verwendung sehr unterschiedlicher Energieträger wie Kraftstoffe, die per se noch einer thermischen Wandlung bedürfen, und Elektrizität, die bereits aus anderen Energieträgern gewonnen wurde, nicht einfach. Aus diesem Grund wird ein Vergleich auf der Basis von Primärenergie vorgenommen. Die Ermittlung der Energieverbräuche von typischen konventionellen und alternativen Antrieben aller Art erfolgt seit über 15 Jahren mithilfe modernster Realweltmesstechnik und liefert besonders zuverlässige Ergebnisse. Diese fließen wiederum in statische Gesamtberechnungen ein, die den saisonalen Einsatz der Fahrzeuge, wie Sommer- und Winterbetrieb, berücksichtigen. Damit wurde sowohl der Tank-to-Wheel- als auch der Primärenergie-zum-Rad-Verbrauch herausgearbeitet. Abschließend werden Lösungsansätze für Güterverkehr und kohlenstoffreduzierte Kraftstoffe sowie verschiedene elektrische Antriebsarten diskutiert.
    6. Ganzheitliche Entwicklung: Klimaschutz und Wissenschaft vereint im BOKU-CO2-Kompensationssystem

      Alfred Strigl, Dominik Schmitz
      Zusammenfassung
      An der Universität für Bodenkultur Wien, kurz BOKU, wird überzeugend gezeigt, wie Wissenschaft im Dienst des Lebens für Klimaschutz und Entwicklung aktiv tätig ist. Als weltweit erste Universität entwickelt die BOKU seit 2012 eigene Entwicklungs- und Klimaschutzprojekte in Afrika, Asien und Lateinamerika. Die Projekte tragen massiv zu den unterschiedlichen Aspekten der 17 globalen Nachhaltigkeitsziele (SDG) bei. Und, was das SDG-Ziel 13 „Maßnahmen zum Klimaschutz“ anbelangt, kompensieren die BOKU bereits über 50.000 t CO2 über zukunftsorientierte forst-, wasser- und agrarwirtschaftliche Maßnahmen. Finanziert werden die Klimaschutz- und Entwicklungsprojekte durch Spenden von Privatpersonen, Lehrpersonal von Universitäten sowie von Unternehmen, die ihren CO2-Ausstoß freiwillig kompensieren möchten. Das sorgt für ein gutes Gewissen sowohl aufseiten der CO2-Verursachenden, denn schon die klimaneutralisierte Flugreise zum internationalen Meeting wird zur sinnstiftenden Tat, als auch aufseiten der Projektnehmer und -nehmerinnen, die durch die Kompensationszahlungen – gepaart mit fachlicher Kompetenz – finanzielle Mittel in die Hand bekommen, wichtige Entwicklungsmaßnahmen zu tätigen. Eine Win-win-Situation für alle Beteiligten ist entstanden, die u. a. als Vorzeigeprojekt beim R20 Gipfel 2019 ausgezeichnet wurde.
  5. Pläne und Maßnahmen der Politik

    1. Frontmatter

    2. Nachhaltige Finanzierung: Der Aktionsplan der Europäischen Kommission zur Finanzierung nachhaltigen Wachstums

      Martin Koch
      Zusammenfassung
      Die Europäische Union (EU) setzt sich nachdrücklich für die Verwirklichung ihrer Strategie für nachhaltiges Wachstum ein und unterstützt die Klimaschutzziele des Übereinkommens von Paris sowie die Ziele der Vereinten Nationen für nachhaltige Entwicklung. Beträchtliche Investitionen, v. a. seitens der Privatwirtschaft, sind notwendig, um drängende Klima- und Umweltschutzziele zu erreichen. Öffentliche Gelder können zwar einen Beitrag leisten, um die notwendigen Investitionen mitzufinanzieren. Viel wichtiger ist jedoch, Finanzmittel auf den Kapitalmärkten für die Transformation zu einer nachhaltigeren Wirtschaft zu mobilisieren. Ein weiterer wichtiger Aspekt ist, etwaige Risiken für das Finanzwesen bei diesem Transformationsprozess zu erkennen und zu minimieren. Einem nachhaltigen Finanzwesen, das darauf abzielt, privates Kapital für nachhaltige Investitionen zu mobilisieren und geeignete Rahmen sowie Instrumente für die Beherrschung der Risiken zu schaffen, kommt daher eine entscheidende Rolle zu. Im März 2018 hat die Europäische Kommission einen ehrgeizigen Aktionsplan zur Finanzierung nachhaltigen Wachstums beschlossen. Dieser Aktionsplan sieht eine umfassende EU-Strategie für den Finanzsektor vor, um den Übergang zu einer klimaneutralen, kreislauforientierten und nachhaltigeren Wirtschaft zu unterstützen und gleichzeitig die Finanzstabilität zu wahren. Da Klima-, Umwelt- und Nachhaltigkeitsaspekte eine globale Dimension haben, ist die internationale Zusammenarbeit der EU mit anderen Ländern erforderlich, um eine nachhaltigere Wirtschaft und ein nachhaltigeres Finanzwesen zu etablieren.
    3. Internationale, europäische und nationale Klimapolitik

      Jürgen Schneider
      Zusammenfassung
      Der globale, durch den Menschen verursachte Klimawandel ist eine Bedrohung für Wohlstand, Frieden und nachhaltige Entwicklung. Er beeinflusst immer stärker das Leben in allen Ländern der Erde, also auch der Österreicherinnen und Österreicher. Auf internationaler Ebene wurde daher schon 1992 eine Rahmenkonvention unter dem Dach der Vereinten Nationen ins Leben gerufen, deren Ziel die wirksame Bekämpfung des Klimawandels ist. Im Rahmen diese Konvention wurde 1997 das Kyoto-Protokoll und 2015 das Pariser Übereinkommen beschlossen. Das Pariser Übereinkommen legt das Ziel fest, die durchschnittliche globale Erwärmung auf deutlich unter 2 °C zu begrenzen. Dafür wird ein rascher globaler Ausstieg aus der Nutzung fossiler Energie als unerlässlich angesehen. Die Europäische Union ist Vorreiter im internationalen Klimaprozess und hat sich zum Ziel gesetzt, ihren Ausstoß von klimaschädlichen Treibhausgasen bis 2030 um 40 % zu senken. Bis Mitte des Jahrhunderts soll ein weitgehender Verzicht auf die Nutzung fossiler Energie gelingen. Österreich hat mit der #mission2030 Mitte 2018 eine ambitionierte Klima- und Energiestrategie beschlossen, die der Startschuss für eine echte Energiewende in Richtung eines hocheffizienten, vernetzten, auf erneuerbaren Energien basierenden Energiesystems ist.
  6. Forderungen von Interessensvertretungen, NGOs und NPOs

    1. Frontmatter

    2. Die politische Rolle der Industrie im Kampf gegen den Klimawandel

      Peter Koren
      Zusammenfassung
      Die Industriellenvereinigung hält an der von der EU im Rahmen des Pariser Abkommens gemachten Zusage einer Gesamtemissionsreduktion von 40 % bis zum Jahr 2030 gegenüber 1990 fest und unterstützt deren Umsetzung. Jedoch gilt es, die richtige Balance zwischen dem Schutz des Klimas und den berechtigten Interessen des Industrie- und Beschäftigungsstandorts zu finden. Infolge überehrgeiziger klimapolitischer Maßnahmen drohen Produktions- bzw. Standortverlagerungen und somit auch eine Verlagerung von Emissionen („carbon leakage“) in weniger strikt regulierte Regionen, wodurch die Maßnahmen letztlich ökologisch wirkungslos bleiben. Zudem funktioniert der europäische Emissionszertifikatshandel nur begrenzt – Stichwort „Level Playing Field“ – und fordert die österreichische Industrie in ihrer Doppelrolle beim Klimaschutz: nämlich im Spannungsverhältnis zwischen ökonomischem Wettbewerbsdruck sowie umweltpolitischen Zielen. Generell braucht es eine internationale Klimapolitik, die globale Probleme löst. Die Industrie ist ein Teil der Lösung und kann dazu auch durch den Export von Umwelttechnologie beitragen. Vor allem würde eine international vergleichbar ambitionierte Umsetzung von Klimaschutzmaßnahmen Risiken senken und Chancen erhöhen.
    3. Digitalisierung und Klimawandel im Kontext der Sustainable Development Goals

      Zusammenhänge zwischen digitalem Fortschritt und ökologischer Nachhaltigkeit Florian Leregger
      Zusammenfassung
      Die Digitalisierung und der Klimawandel bringen Veränderungen in nahezu allen Lebensbereichen mit sich. Die Sustainable Development Goals (SDG) bieten seit 2015 einen international anerkannten Orientierungsrahmen, um nachhaltige Entwicklung zu ermöglichen. Hierbei ist die unternehmerische Relevanz hoch und die Technologie kann einen bedeutenden Erfolgsfaktor zur SDG-Umsetzung darstellen. In Anbetracht der ökologischen Dimension der Nachhaltigkeit bestehen ernstzunehmende Chancen und Risiken. Auf der einen Seite sind Dematerialisierung, Reduktion von Treibhausgasen und Luftschadstoffen, sowie Senkung des Wasserverbrauchs möglich. Auf der anderen Seite geht der technologische Fortschritt mit global steigendem Energieverbrauch, Elektroabfällen sowie ökologisch bedenklichen Rebound-Effekten einher. Es wird entscheidend sein, ob und inwiefern der digitale Wandel künftig nachhaltig gestaltet werden kann.
    4. Die Bedeutung und die aktuelle Entwicklung der grünen Investments

      Susanne Hasenhüttl, Katharina Muner-Sammer
      Zusammenfassung
      Im März 2018 veröffentlichte die Europäische Kommission den Aktionsplan „Finanzierung nachhaltigen Wachstums“, um auf die Bedeutung des Finanzmarkts in der Erreichung der Klimaschutzziele und die Notwendigkeit der Unterstützung durch die Finanzindustrie hinzuweisen. Auch auf österreichischer Ebene steht das Thema Green Finance auf der politischen Agenda. Hier bleibt die endgültige Entwicklung dieser Initiativen abzuwarten. Aber schon in der Vergangenheit haben Nachhaltige Investoren unterschiedliche Investmentansätze entwickelt und Maßnahmen ergriffen, um einen Beitrag zur Nachhaltigkeit und zum Klimaschutz zu leisten. Welche Dekarbonisierungsstrategien bereits in Anwendung sind und welche Entwicklungen hier in Zukunft zu erwarten sind, ist Inhalt der folgenden Ausführungen.
    5. Der Markt für nachhaltige Geldanlagen in Deutschland, Österreich und der Schweiz – Volumen, Strategien, Qualität

      Volker Weber
      Zusammenfassung
      Spätestens seit der Verabschiedung des EU-Aktionsplans im Jahr 2018, der Maßnahmen zur Einbindung der Finanzwirtschaft in die Erreichung der Ziele des Pariser Klimaschutzabkommens vorsieht, hat der Markt für nachhaltige Geldanlagen nochmals stark an Dynamik gewonnen und erreicht neue Höchststände. Längst kann nicht mehr von einer Nische gesprochen werden. Die institutionellen Investoren werden zum Markttreiber und integrieren in ihren Analyseprozess Environmental-Social-Governance(ESG)-Kriterien oder orientieren sich an den Sustainable Development Goals (SDG). Dies wird noch durch die Transparenzanforderungen für Asset Manager und institutionelle Investoren verstärkt. Nachhaltige Geldanlagen werden also immer mehr zum Mainstream-Investment. Doch zeigt es sich, dass durch die fehlende Definition von Nachhaltigkeit neue Herausforderungen anstehen. Es gilt daher, Mindeststandards zu setzen und die Qualität nachhaltiger Angebote zu steigern. Damit wird Greenwashing verhindert und werden transparente und wirkungsorientierte Angebote geschaffen. Finanzdienstleister müssen zudem die Nachhaltigkeit in die Bedarfsermittlung für den Kunden integrieren. Damit spricht alles dafür, dass die Frage nach der Wirkungsorientierung von Investitionen zu einer nächsten Entwicklungsstufe für nachhaltige Geldanlagen führen wird.
    6. Wie steht es um den unternehmerischen Klimaschutz? Eine Zustandsbeschreibung mit Handlungsempfehlungen

      David Lammers
      Zusammenfassung
      Klimaschutz ist bei einem Großteil der börsennotierten Unternehmen der DACH-Region in der Chefetage angekommen – eine Entwicklung, die sich in entsprechenden Governance- und Anreizsystemen widerspiegelt. Dabei sehen sich viele Unternehmen klimabedingten Risiken gegenüber; eine noch größere Anzahl sieht aber ebenso Geschäftschancen erwachsen. Absolute Emissionsreduktionsziele zu setzen, stellt für einen großen Teil der Unternehmen jedoch weiterhin eine Herausforderung dar. Dies zeigt die Unternehmensabfrage 2018 zum Thema Klimawandel von CDP (ehem. Carbon Disclosure Project). Die Berichterstattung zu diesen Themenfeldern ist ein unterlässliches Vehikel, um Marktakteuren, insbesondere der Finanzwelt, die notwendige Transparenz zu geben, um mit ihren Handlungsentscheidungen progressive Akteure zu belohnen und somit zusätzliche Anreize für Nachzügler zu schaffen. Die nichtfinanziellen Berichtspflichten von Unternehmen wurden dementsprechend auf europäischer Ebene erstmalig durch die EU-Richtlinie über die Angabe nichtfinanzieller und die Diversität betreffender Informationen verankert und werden voraussichtlich in absehbarer Zukunft ausgeweitet. Um diese zunehmenden regulatorischen Anforderungen und die steigenden Ansprüche von Investoren und weiteren Stakeholdern hinsichtlich eines effektiven Klimamanagements auch zukünftig zu erfüllen, sollten sich börsennotierte Unternehmen insbesondere drei Handlungsfeldern mit erhöhter Aufmerksamkeit zuwenden: Der Durchdringung der Lieferkette, dem Setzen ambitionierter Klimaziele mit der Science-Based-Targets(SBT)-Methodik sowie der Analyse von Transitionseffekten auf das eigene Unternehmen mithilfe von Klimaszenarien.
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Titel
CSR und Klimawandel
Herausgegeben von
Mag. Andrea Sihn-Weber
Dr. Franz Fischler
Copyright-Jahr
2020
Verlag
Springer Berlin Heidelberg
Electronic ISBN
978-3-662-59748-4
Print ISBN
978-3-662-59747-7
DOI
https://doi.org/10.1007/978-3-662-59748-4

Informationen zur Barrierefreiheit für dieses Buch folgen in Kürze. Wir arbeiten daran, sie so schnell wie möglich verfügbar zu machen. Vielen Dank für Ihre Geduld.

    Bildnachweise
    Schmalkalden/© Schmalkalden, NTT Data/© NTT Data, Verlagsgruppe Beltz/© Verlagsgruppe Beltz, EGYM Wellpass GmbH/© EGYM Wellpass GmbH, rku.it GmbH/© rku.it GmbH, zfm/© zfm, ibo Software GmbH/© ibo Software GmbH, Sovero/© Sovero, Axians Infoma GmbH/© Axians Infoma GmbH, genua GmbH/© genua GmbH, Prosoz Herten GmbH/© Prosoz Herten GmbH, Stormshield/© Stormshield, MACH AG/© MACH AG, OEDIV KG/© OEDIV KG, Rundstedt & Partner GmbH/© Rundstedt & Partner GmbH, Doxee AT GmbH/© Doxee AT GmbH , Governikus GmbH & Co. KG/© Governikus GmbH & Co. KG, Vendosoft/© Vendosoft