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Über dieses Buch

Das vorliegende Werk stellt eine ganzheitliche, wissenschaftliche Analyse des Country-by-Country Reporting (CbCR) und seiner innerstaatlichen Umsetzung dar. Dabei werden Zweifelsfragen, die Regelungen zum automatischen Informationsaustausch sowie die ökonomischen (Fehl)Interpretationsmöglichkeiten analysiert. Sich ergebende Divergenzen der innerstaatlichen Regelung zu den OECD-Umsetzungsvorschlägen und den Vorgaben der angepassten EU-Amtshilferichtlinie werden aufgezeigt. Diesbezügliche Zweifelsfragen werden umfassend aufbereitet, um hieraus konkrete Handlungsempfehlungen für berichtspflichtige Unternehmen abzuleiten.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Einleitung

Zusammenfassung
Das Besteuerungsrecht leitet sich aus dem Souveränitätsprinzip ab, wonach jeder Staat die inhaltlichen Rahmenbedingungen für sein nationales Steuersystem frei konstituieren kann. Dabei darf der Gesetzgeber auch Rechtsfolgen an im Ausland verwirklichte Tatbestände knüpfen, sofern ein hinreichend sachgerechter Anknüpfungsmoment (sog. „genuine link“) zum eigenen Territorium besteht. Insofern ist es nach dem Grundsatz der materiellen Universalität üblich, dass Staaten das Welteinkommen der in ihrem Hoheitsgebiet ansässigen Steuerpflichtigen besteuern.
Christian Heider

Bestimmung fremdüblicher Verrechnungspreise und deren Dokumentation – Grundlagen und aktuelle Entwicklungen

Zusammenfassung
Bei einem multinationalen Konzern handelt es sich um eine Gruppe rechtlich selbständiger Unternehmen, die wirtschaftlich einheitlich geleitet werden und deren wirtschaftliche Tätigkeit sich über mehrere Staaten erstreckt. Die im Konzern verbundenen Unternehmen sind in ihrer Handlungsfähigkeit häufig stark von den Interessen der leitenden Unternehmen abhängig. Um die konkrete wirtschaftliche Lage des Konzerns als wirtschaftliche Einheit darzustellen, wird ein eigenständiger Gruppenabschluss für den gesamten Konzern aufgestellt (§ 290 HGB).
Christian Heider

Umsetzung von Country-by-Country Reporting und Internationalem Informationsaustausch

Zusammenfassung
Das im Zuge des BEPS-Projekts von der OECD (weiter)entwickelte CbCR hat seinen Ursprung in Initiativen diverser NGOs, die Großkonzerne der Rohstoffindustrie in den Jahren 2002 und 2003 zu mehr Transparenz verpflichten wollten. Die Zielsetzung dieser Initiativen besteht darin, Zahlungsströme an Regierungen von ressourcenreichen Entwicklungsländern zu veröffentlichen, um der lokalen Bevölkerung ein Kontrollinstrument an die Hand zu geben, ob ihr Staat für den Abbau von Bodenschätzen eine adäquate Vergütung erhält. Aufbauend auf diesen – auf wenige Branchen und Staaten ausgerichteten – Transparenzinitiativen entwickelten Murphy und Christensen ein erstes Konzept für eine öffentliche Berichterstattung multinationaler Unternehmen, das im Laufe der nächsten Dekade weiter konkretisiert wurde.
Christian Heider

Der Fremdvergleichsgrundsatz im Spannungsfeld des Country-by-Country Reporting

Zusammenfassung
Wie bereits im Kapitel zur innerstaatlichen Umsetzung des Country-by-Country Reporting und automatischen Informationsaustauschs aufgezeigt wurde, besteht aufgrund der inhaltlichen Ausgestaltung des länderbezogenen Berichts das Risiko für Fehlinterpretationen seitens der Finanzverwaltung. Solche Fehlinterpretationen erhöhen die Gefahr von ungerechtfertigten – nicht mit dem Fremdvergleichsgrundsatz im Einklang stehenden – Einkünftekorrekturen. Das Potenzial für Fehlinterpretationen wird durch die von der Finanzverwaltung angestrebte Ausweitung der automatischen Risikobewertung verstärkt, z.B. im Rahmen von Kennzahlenanalysen auf Basis des CbCR.
Christian Heider

Zusammenfassung der wesentlichen Ergebnisse

Zusammenfassung
Mit dem Anti-BEPS-Umsetzungsgesetz vom 20.12.2016 hat der deutsche Gesetzgeber das Country-by-Country Reporting in § 138a AO kodifiziert. Obgleich die Vorgaben der EU (hard law) als auch die Empfehlungen der OECD (soft law) zwar in wesentlichen Bereichen umgesetzt wurden, ergeben sich im Rahmen der nationalen Regelung punktuelle Unterschiede. Trotz diverser Leitlinien zur Umsetzung der länderbezogenen Berichterstattung und des diesbezüglichen automatischen Informationsaustauschs zeigt sich, dass berichtspflichtige Unternehmen mit einer Vielzahl an Herausforderungen bei der Umsetzung und der ökonomischen Auswertung des CbCR konfrontiert sind.
Christian Heider

Backmatter

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