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Über dieses Buch

Diana Mitsch zeigt in diesem Buch, dass Hersteller von Medizinprodukten beim Produktdesign über ökonomische Kriterien hinaus auch ökologische und gesellschaftliche Ansprüche berücksichtigen müssen: Produkte müssen folglich nicht nur den Erwartungen von Kunden bzw. Anwendern und generellen sowie branchenspezifischen gesetzlichen Vorgaben entsprechen, sondern sollen insbesondere auch einem komplexen Geflecht nachhaltigkeitsrelevanter Anforderungen Rechnung tragen, ohne dabei zumindest einen langfristig positiven ökonomischen Beitrags zu leisten. Im Mittelpunkt dieser Arbeit steht die Entwicklung eines Modells zur Förderung des Designs nachhaltiger Produkte.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Einführung

Frontmatter

Kapitel 1. Hintergrund und Problemstellung

Unternehmen haben es in der Hand: Sie gestalten Produkte, die der Markt fordert, und sichern sich dadurch ihre Existenzgrundlage -- erst durch den Absatz ihrer Produkte können sie Gewinn erzielen. Hinter dem Erfolg stehen detaillierte Erkenntnisse über die Bedürfnisse des Marktes beziehungsweise der Kunden sowie das Wissen, wie diese Bedürfnisse durch die Produkte erfüllt werden können. Anders gesagt: Bei der Definition eines neuen Produkts muss festgelegt werden, worin sein Nutzen bestehen soll, um die Anforderungen möglicher Käufer zu adressieren.

Diana Mitsch

Kapitel 2. Vorgehensweise

Zur Lösung der für diese Arbeit gegebenen Problemstellung wird eine theoretischempirische Vorgehensweise gewählt (vergleiche Abbildung 1). Aus problembezogenen, relevanten Theoriehintergründen werden sukzessiv deduktiv die Erklärungsbeiträge herausgefiltert, die eine begründete, plausible Modellkonstruktion ermöglichen und mit deren Hilfe die Produktentwicklung entsprechend den diskutierten Anforderungen und Trends gesteuert werden kann. Das Ergebnis soll, wie gesagt, ein allgemein anwendbares Rahmenmodell sein, das anschließend für die Praxis konkretisiert und anhand eines Referenzprodukts empirisch erprobt wird.

Diana Mitsch

Die Produktentwicklung im Kontext des Innovationsmanagements

Frontmatter

Kapitel 3. Innovationspotenziale bei Medizinprodukten

Wegen der starken Abhängigkeit von den Spezifika der jeweiligen Produktkategorie, der in der Produktdefinitionsphase zu verwendenden Methoden und der zu beteiligenden Akteure wird in diesem Kapitel auf die Eingrenzung und Definition der in dieser Arbeit im Fokus stehenden Produktgruppe, den Medizinprodukten, eingegangen. Auf Basis von medizinproduktspezifischer Literatur wird zunächst erläutert, was unter dieser Produktgruppe verstanden werden kann. Anschließend wird mithilfe betriebswirtschaftlicher Grundlagenliteratur geklärt, was grundsätzlich und mit Blick auf die vorliegende Problemstellung ein Produkt ausmacht und woraus das zu gestaltende Produktsystem generell besteht.

Diana Mitsch

Kapitel 4. Die Organisation von Innovationsprozessen

In den folgenden Abschnitten werden der Innovationsprozess beziehungsweise dessen Phasen vorgestellt. Dabei wird besonders auf jene Phasen eingegangen, die für die Entwicklung nachhaltiger Produkte von Bedeutung sind, und ein Schwerpunkt auf die Funktionen gelegt, in denen relevante Entscheidungen während des Innovationsprozesses getroffen werden.

Diana Mitsch

Produkte im Kontext der Nachhaltigkeit

Frontmatter

Kapitel 5. Herausforderung Nachhaltigkeit

Die Schwerpunkte dieses Kapitels liegen auf der Erörterung der historischen Entwicklung, den vielfältigen Interpretationsmöglichkeiten und dem Umgang mit dem Phänomen Nachhaltigkeit selbst.

Diana Mitsch

Kapitel 6. Nachhaltigkeit in Unternehmen

Dieses Kapitel beschäftigt sich mit dem Problem der weiteren Konkretisierung des bisher noch globalen Verständnisses von Nachhaltigkeit: Wie können die Akteure in Unternehmen mit den an sie gestellten Herausforderungen umgehen und welche Systematiken stehen ihnen dazu zur Verfügung. Es wird darauf hingewiesen, dass es nicht nur auf der Makroebene (in der Politik), sondern auch auf Ebene der Unternehmen durchaus elaborierte Managementansätze gibt, die über ein rein ökonomisches Handeln hinausgehen. Sie werden heute unter praktischen wie theoretischen Aspekten unter dem Begriff des Nachhaltigkeitsmanagements diskutiert.

Diana Mitsch

Kapitel 7. Nachhaltige Produkte

Unternehmen unterliegen nicht nur seitens der Gesellschaft und Politik einem zunehmenden Druck, auch Kunden setzen sich immer kritischer mit der Verträglichkeit der angebotenen Produkte im Hinblick auf Umwelt-, aber auch Gesundheitsanforderungen sowie den sozialen Rahmenbedingungen, in denen die Produkte hergestellt wurden, auseinander. Unternehmen müssen also auf allen Ebenen und in allen Funktionsbereichen den Umwelt- beziehungsweise umfassenden Nachhaltigkeitsanforderungen Rechnung tragen. Dabei erweitern sich die Anforderungen an die Unternehmen zunehmend von einer rein betrieblichen auf eine überbetriebliche, nun produktbezogene Perspektive.

Diana Mitsch

Modellanforderungen

Frontmatter

Kapitel 8. Die produktbezogene Ökobilanz

In diesem Kapitel werden der historische Hintergrund, die Grundlagen und die Durchführung lebenszyklusorientierter Analyseansätze für die ökologische Dimension der Nachhaltigkeit vorgestellt. Dabei wird ihre Eignung geprüft, die für diese Arbeit relevanten ökologisch-nachhaltigen Kriterien zu erfassen.

Diana Mitsch

Kapitel 9. Die produktbezogene Sozialbilanz

Bei der produktbezogenen Sozialbilanz oder auch SLCA handelt es sich um den neuesten Forschungsstrang zur Bewertung von nachhaltigkeitsrelevanten Aspekten. Die ersten Versuche zur Erfassung von sozialen Auswirkungen unternehmerischer Handlungen können zwar bis in die 1970er Jahre zurückverfolgt werden, doch es findet sich kaum Konsens darüber, was, wann und vor allem, wie diese zu erheben sind. Die stark subjektive und kulturelle Abhängigkeit einer Bewertung macht die Aufgabe hoch normativ und damit stark von den jeweiligen Akteuren und Stakeholdern abhängig (Grießhammer et al. 2007, S. 64).

Diana Mitsch

Kapitel 10. Die ökonomische Lebensweganalyse

Mit Hilfe der erläuterten Methoden kann also abgeschätzt werden, inwieweit bei der Entwicklung eines (neuen) Produkts mit ökologischen sowie sozialen Auswirkungen zu rechnen ist beziehungsweise solche vermieden oder zumindest reduziert werden können. Im Sinne des Nachhaltigkeitskonzepts soll aber auch der interaktive Zusammenhang mit ökonomischen Zielen nicht verloren gehen. Dabei zielt die ökonomische Nachhaltigkeit, siehe Kapitel 7.2.3, nicht auf in der wirtschaftlichen Praxis gängige, allenfalls mittelfristig ausgerichtete Erlös- bzw. Renditeerwartungen ab, die ein neues Produkt erfüllen soll, sondern auf eine Einschätzung darüber, ob über eine möglichst lange Zeitspanne hinweg dauerhaft ein nicht unbedingt maximaler, aber stabil positiver Gewinn erzielt werden kann.

Diana Mitsch

Entwicklung und Test eines Modells zur Bewertung und Steuerung eines nachhaltigkeitsrelevanten Produktdesigns

Frontmatter

Kapitel 11. Siemens Healthcare GmbH als Referenz

Siemens Healthcare GmbH ist einer der weltweit größten Anbieter von medizintechnischen Produkten und Lösungen. Mit ca. 43.000 Mitarbeitern an 30 Standorten (vergleiche Abbildung 31 auf der nächsten Seite) bietet das Unternehmen ein Produktportfolio in 14 Geschäftsgebieten an, das von therapeutischen und diagnostischbildgebenden Produkten, Audiologie und Labordiagnostik bis hin zu Softwarelösungen reicht und damit eine lückenlose Patientenversorgung bereitstellt. 2014 erwirtschaftete das Unternehmen rund 11,7 Milliarden Euro und einen Gewinn von ca. 2 Milliarden Euro (Siemens AG o.D.).

Diana Mitsch

Kapitel 12. Modell zur Erfassung, Bewertung und Steuerung eines nachhaltigen Produktdesigns

Dieses Kapitel beginnt mit einem Rückblick und der Zusammenfassung der theoretischen Vorarbeiten der vorliegenden Arbeit. Es wird zunächst der Status Quo über die verfügbaren Analysemethoden für ein nachhaltiges Produkt im Sinne dieser Arbeit beschrieben. Dabei wird hervorgehoben, an welchen Stellen eigene Ansätze erarbeitet werden müssen, um die Informationsdefizite ausgleichen zu können.

Diana Mitsch

Kapitel 13. Praxistest: Anwendung des Bewertungs- und Ablaufschemas für nachhaltige Medizinprodukte am Beispiel eines Urinanalysegeräts

Für die Teststudie wurde ein Produktsystem aus dem Healthineers Portfolio ausgewählt, das sowohl für die Produktkategorie der diagnostischen Geräte (Urinanalysegerät) relevant ist als auch für die der Verbrauchsmaterialien (Teststreifen für die Nutzungsphase). Beide dienen der Erfüllung der funktionellen Einheit. Bei dem Produkt handelt es sich um ein Urinanalysegerät, das sich zu Beginn der vorliegenden Forschungsarbeit in der frühen Konzeptphase des Entwicklungsprozesses befand.

Diana Mitsch

Kapitel 14. Fazit für die Teststudie

In Kapitel 12 wurde zunächst ein generisches Modell zur Analyse und Steuerung eines nachhaltigen Produktdesigns entwickelt, das anschließend für das Unternehmen Healthineers (als ein für die Medizinprodukteindustrie repräsentatives Unternehmen) konkretisiert wurde. Ohne diese weitere Spezifikation wären keine Produktanalysen möglich gewesen. Bestehende Methodendefizite wurden in diesem Kapitel ebenfalls durch eigens für die vorliegende Arbeit entwickelte Analyseansätze und eine Standardvorgehensweise zur Implementierung und Umsetzung ergänzt (vergleiche Abbildung 48 auf Seite 229).

Diana Mitsch

Schlussbetrachtungen

Frontmatter

Kapitel 15. Diskussion der Ergebnisse und ihre Übertragbarkeit

Nachstehend werden die Erkenntnisse aus dem Test der Standardvorgehensweise und dem Bewertungsschema zusammengefasst und die Übertragbarkeit für weitere Produktkategorien hervorgehoben.

Diana Mitsch

Kapitel 16. Zusammenfassung und Ausblick

Nachstehend werden die Erkenntnisse der gesamten Arbeit zusammengetragen und anhand einer Reihe von Leitfragen dargestellt. Zuletzt wird ein Forschungsausblick angeboten.

Diana Mitsch

Backmatter

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