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2022 | Buch

Das exemplarische Prinzip in der Pflegeausbildung

Konzeption eines Handlungsleitfadens für Lehrende

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Über dieses Buch

Lehrende in der Pflegeausbildung sind spätestens seit der Einführung des Pflegeberufegesetzes im Jahr 2020 gefordert, das exemplarische Prinzip im Unterricht umzusetzen. Es gibt bislang weder pflegedidaktische Kriterien für Auswahlentscheidungen im Kontext des exemplarischen Prinzips noch pflegedidaktische Konzepte zu dessen curricularer und unterrichtlicher Umsetzung. In diesem Buch werden solche Kriterien systematisch hergeleitet und in Form eines auf der curricularen Ebene angesiedelten Handlungsleitfadens in einen pflegedidaktischen Zusammenhang gebracht.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter
Kapitel 1. Einleitung
Zusammenfassung
Nachdem die Einführung einer generalistischen Pflegeausbildung in Deutschland bereits seit den 1970er Jahren Gegenstand des pflegepädagogischen, pflegewissenschaftlichen und politischen Diskurses war (Ammende, 2016, S. 3, 4, 5, 6), wurde Anfang des Jahres 2020 mit dem Pflegeberufegesetz (PflBG) eine generalistische Pflegeausbildung etabliert. Diese führt die bis dahin gültigen Ausbildungen in der Gesundheits- und Kinderkrankenpflege, Gesundheits- und Krankenpflege und Altenpflege unter der neuen Berufsbezeichnung „Pflegefachfrau/-mann“ zusammen (§ 1 PflBG). Vor diesem Hintergrund sind Lehrende in der Pflegeausbildung angehalten, bei den Lernenden die (Weiter-)Entwicklung der beruflichen Handlungskompetenz im Kontext einer generalistischen Pflege anzubahnen (§ 5 PflBG).
Christoph Hamar, Wiebke Hartmann

Theoretischer Teil

Frontmatter
Kapitel 2. Charakteristika des exemplarischen Prinzips
Zusammenfassung
In diesem Kapitel werden die grundlegenden Charakteristika des exemplarischen Prinzips differenziert dargestellt, indem zunächst dessen Genese (siehe unten) und das ihm zugrundeliegende Bildungsverständnis beschrieben werden (siehe S. 10). Darauf aufbauend werden die dem exemplarischen Prinzip immanenten Grundgedanken expliziert (siehe S. 11), ehe die zentralen Begriffe „exemplarisch“, „Exempel“ und „das Wesentliche“ umfassend dargelegt werden (siehe S. 12). Daran anschließend werden mögliche Varianten des exemplarischen Prinzips skizziert (siehe S. 18) und Überlegungen zur Stoffauswahl im Kontext des exemplarischen Prinzips angestellt (siehe S. 18).
Christoph Hamar, Wiebke Hartmann
Kapitel 3. Transfer im Kontext des exemplarischen Prinzips
Zusammenfassung
Im Allgemeinen wird mit der Begrifflichkeit „Transfer“ die Übertragung von Fähigkeiten und Fertigkeiten, die in einem bestimmten Kontext erlernt wurden (Lernkontext), auf einen anderen Kontext, den sogenannten Anwendungskontext, beschrieben (Seel & Hanke, 2010, S. 141; Klauer, 2011, S. 16). Somit steht die Anwendung von Fähigkeiten und Fertigkeiten in neuen Situationen im Mittelpunkt, deren spezifische Anforderungen bei der Aneignung der Fähigkeiten und Fertigkeiten noch nicht Gegenstand waren (Mähler & Stern, 2010, S. 859). Erst durch die Möglichkeit des Transfers und der damit einhergehenden Annahme, dass vorausgegangenes Lernen das nachfolgende Lernen positiv beeinflusst, kann vermieden werden, dass Lernende eine unendliche Anzahl spezifischer Fähigkeiten und Fertigkeiten in einem additiven Prozess erlernen müssen (Preiser, 2021, S. 88). Demzufolge steht das Erbringen von Transferleistungen der reinen Reproduktion von Wissen diametral gegenüber (Mersch & Pahl, 2013, S. 90).
Christoph Hamar, Wiebke Hartmann

Konzeptioneller Teil

Frontmatter
Kapitel 4. Bestimmung von Kriterien im Kontext des exemplarischen Prinzips
Zusammenfassung
Die in Kapitel 2 (siehe S. 9) dargelegten Ausführungen verdeutlichen, dass sowohl das Exempel als auch das daran zu verdeutlichende Wesentliche den zentralen Stellenwert im Kontext des exemplarischen Prinzips einnehmen. Beide stehen in einer Beziehung zueinander (Das Exemplarische als „Relationsbegriff“, Scheuerl, 1958, S. 82). Die Qualität dieser Beziehung entscheidet darüber, ob, wie und inwieweit das exemplarische Prinzip sein Potential entfalten kann. Durch Auswahlentscheidungen, die sowohl das Exempel als auch das Wesentliche (bzw. seine Aspekte) betreffen, ist es Lehrenden im Rahmen ihrer Unterrichtsvorbereitung möglich, die Beziehung zwischen Exempel und Wesentlichem so zu gestalten, dass das exemplarische Prinzip seine Wirkung entfalten kann.
Christoph Hamar, Wiebke Hartmann
Kapitel 5. Anwendung der eruierten Kriterien im pflegedidaktischen Kontext
Zusammenfassung
Die einzelnen Verfahrensschritte, die bei der Anwendung der Rechercheergebnisse (siehe Kapitel 4.​1, S. 30 und Kapitel 4.​2, S. 33) zu deren Überprüfung im pflegedidaktischen Kontext durchlaufen wurden, sind in Abbildung 6 dargestellt und werden im Folgenden expliziert. Um ergiebige Erkenntnisse aus einer differenzierten Umsetzung des exemplarischen Prinzips zu generieren, entschieden die Verfasser der vorliegenden Arbeit, ausschließlich eine der möglichen Varianten (vgl. Kapitel 2, insbesondere S. 18) zu fokussieren. Die Entscheidung fiel auf die Anwendung des exemplarischen Prinzips im weiteren Sinne in der Umsetzungsvariante „In einem Thema“, da diese curriculare Bezüge aufweist, wodurch die Potentiale in Hinblick auf die Reduktion der Stofffülle und die Bildungswirksamkeit am höchsten einzuschätzen sind (Grammes, 2014, S. 249, 255, 256).
Christoph Hamar, Wiebke Hartmann
Kapitel 6. Schlussfolgerungen für die Entwicklung des Handlungsleitfadens
Zusammenfassung
Die Schlussfolgerungen aus der vorangegangenen beispielhaften Anwendung der Rechercheergebnisse lassen sich auf der strukturellen, inhaltlichen und didaktischen Ebene einordnen. Sie werden daher entlang dieser Ebenen im Folgenden expliziert.
Christoph Hamar, Wiebke Hartmann
Kapitel 7. Handlungsleitfaden zur Umsetzung des exemplarischen Prinzip
Zusammenfassung
Auf den folgenden Seiten ist der Handlungsleitfaden für Lehrende in der Pflegeausbildung zur Umsetzung des exemplarischen Prinzips abgebildet. Er ist strukturell, inhaltlich und didaktisch so aufbereitet, dass er autark, d. h. unabhängig von den anderen Teilen der vorliegenden Arbeit, eingesetzt werden kann.
Christoph Hamar, Wiebke Hartmann
Kapitel 8. Fazit
Zusammenfassung
Für Lehrende in der Pflegeausbildung hat sich mit der Einführung der generalistischen Pflegausbildung die zentrale pädagogische Herausforderung, die exponentiell anwachsende Stofffülle so zu gestalten, dass bildungswirksame Prozesse initiiert werden, deutlich zugespitzt. Die vorliegende Arbeit greift diese Problematik auf und stellt mit dem Handlungsleitfaden zur Umsetzung des exemplarischen Prinzips ein Konzept zu deren Bewältigung vor.
Christoph Hamar, Wiebke Hartmann
Backmatter
Metadaten
Titel
Das exemplarische Prinzip in der Pflegeausbildung
verfasst von
Christoph Hamar
Wiebke Hartmann
Copyright-Jahr
2022
Electronic ISBN
978-3-658-38341-1
Print ISBN
978-3-658-38340-4
DOI
https://doi.org/10.1007/978-3-658-38341-1

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