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Über dieses Buch

Einsame Helden in den Chefetagen – das ist weder zeitgemäß noch erfolgversprechend, denn die Themen sind zu vielfältig, die Fragestellungen zu komplex und die zu treffenden Entscheidungen zu zahlreich. Führungsteams sind auf dem Vormarsch – und sie sind nicht nur erfolgreicher, sondern auch gelassener und zufriedener. Wie aber können Manager ein wirksames Team bilden und ihre Unterschiede bewusst nutzen, ohne ihren individuellen Erfolg zu vernachlässigen? Olaf Hinz gibt Denkanstöße, konkrete Anregungen und liefert einen praxiserprobten Prozess, wie ein wirksames Führungsteam entsteht. Er zeigt die notwendige Haltung und behandelt auch die Themen Macht, Einfluss, Unternehmenspolitik und Eitelkeiten.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

1. Was wirksame Führungsteams von Managementrunden unterscheidet

Zusammenfassung
Führungsteams entfalten ihre Rolle nur, wenn sie sich konsequent von Managementaufgaben verabschieden und stattdessen die Aufgabe der Führung ins Zentrum ihrer Tätigkeit stellen. Klare Rollen sind die notwendige Bedingung, um wirksam zu sein, denn nur auf der Basis des Bewusstseins für die Rolle jedes Einzelnen kann ein wirksamer Teamentwicklungsprozess entstehen. Dieser ist umso erfolgreicher, wenn das Team nicht nur auf Gemeinsamkeit und Harmonie setzt, sondern auch die Unterschiede gleichermaßen thematisiert.
Olaf Hinz

2. Die Kraft der Gruppe nutzen: Planen und entscheiden unter Unsicherheit

Zusammenfassung
In einer Welt, die durch Komplexität, Vernetzung und zunehmende Trendbrüche gekennzeichnet ist, beherzigen erfolgreiche Führungsteams zwei Dinge: Sie leben ein neues Verständnis von Planung und nutzen die Kraft der Unterschiede und der Dynamik in Team. Wirksame Führungsteams ersetzen die traditionelle starre Planung durch die Offenheit mehrerer sinnvoller Alternativen. Dies bringt sie dazu, immer in konkreten Szenarien zu denken, um an Ende unentscheidbare Entscheidungen treffen zu können. Denn starre Pläne stur abarbeiten könnten auch Maschinen.
Durch die Bündelung von Kontextwissen, Erfahrung und den Umgang mit Unsicherheit ist ein funktionierendes Führungsteam einer Einzelperson in den Bereichen flexible Planung und unentscheidbare Entscheidungen überlegen. Diese Entscheidungen gelingen, wenn das Führungsteam in einen FORDEC-Prozess gut mit der unsicheren Situation umgeht, bewusst eine Entscheidungsregel nutzt und darüber nicht vergisst, ebenso auf den Bauch zu hören wie auf Zahlen, Daten und Fakten.
Olaf Hinz

3. Hart am Wind sein: Unterschiede schätzen und Widerstand nutzen

Zusammenfassung
Der Erfolg eines Führungsteams hängt entscheidend davon ab, wie es ihm gelingt, die Unterschiedlichkeit im Team zu nutzen. Denn viele Teams an der Spitze sind durch Pseudokooperation gekennzeichnet.
Erst wenn echte Kooperation gelingt, bringt ein Führungsteam kreative Lösungen hervor. Nur wenn es in der Lage ist, Widersprüchlichkeiten gelassen wahrzunehmen und Unterschiede schätzen zu können, erreicht es die Effektivitätsstufe, die es braucht, um als Führungsteam wirksam zu sein. Denn nur Unterschiede, die einen Unterschied machen, ermöglichen wirksame Kommunikation.
Dies führt aber auch zu Konflikten und Reibungsverlusten, weil sich Haltungen, Muster und Verhaltensweisen nicht nur ergänzen, sondern auch in Frage stellen. Da ist es wichtig, sich nicht nur zusammenzuraufen, sondern Unterschiede durch eine kulturelle Veränderung hin zur Mindfulness gezielt zu nutzen. Falls diese Veränderung gelingt, ist das Auftreten von Widerständen sehr wahrscheinlich, sollten sie nicht auftreten, ist das eher ein Grund zur Besorgnis. Denn Widerstände zeigen Energie, die es zu nutzen und nicht zu brechen gilt.
Olaf Hinz

4. Alpha-Tiere unter sich: Macht und Einfluss ausbalancieren

Zusammenfassung
Gerade Führungsteams zeichnen sich dadurch aus, dass dort Personen mit einem hohen Anspruch und starken Willen zusammenkommen, ihre Interessen zur Geltung zu bringen. Es versteht sich von selbst, dass in einem solchen Umfeld nicht alles „fair“ geklärt, sondern vieles „machtpolitisch“ in der Schwebe gehalten werden muss. Doch damit ist nicht plumpes Vertagen von heiklen Themen auf später oder in Hinterzimmer gemeint, sondern ein transparenter Umgang mit den verschiedenen Interessen im Team. Dazu ist der Aufbau einer neuen Qualität von Vertrauen notwendig, das den Mut braucht, sich persönlich zu öffnen.
Der gelassene Umgang mit Macht und Autorität ist für ein wirksames Führungsteam unabdingbar. Die höhere Qualität von Führungsteams gegenüber Einzelpersonen zeigt sich gerade, wenn die Führungskräfte regelmäßig gemeinsame Reflexionsschleifen durchlaufen und so dysfunktionales Autoritätsgehabe und die dunkle Seite der Macht in ihrem Verhalten effektiv steuern lernen. Deshalb ist es wichtig, mit den im Team vorhandenen Macht- und Einflussdifferenzen nicht Spielchen zu treiben, sondern einen verbindlichen Umgang zu verabreden. „Heikles“ wird dann endlich in gemeinsamem Dialog statt in bilateralen Hintergrundgesprächen besprochen. Echte Gegensätze werden so zugespitzt, dass sie mit Wertschätzung und Würdigung der Leistung des anderen ausgetragen werden.
Olaf Hinz

5. Das Team verkaufen: Wirksame Informationspolitik statt Heldentum

Zusammenfassung
Führungsteams planen die Inszenierung ihrer Informationspolitik bewusst und reden nicht nur einfach so drauf los. Dem klassischem Muster der Starallüren, das immer dann auftritt, wenn sich Führungskräfte vor allem darauf konzentrieren, wie sie persönlich „ankommen“, begegnen sie mit einem DoubleLoop-Kommunikationsformat wie Szenario-Technik, Sounding Board, World Café und Open Space. Zehn bewährte Kommunikationsgesetze bewahren das Führungsteam vor Anfängerfehlern bei der Gestaltung der Informationspolitik. Sie sind auf der Hut vor tapferem, aber nicht klugem Heldentum, dass sie an vorschnellem Commitment, Kontrollillusionen und der Konzentration auf das operative Tagesgeschäft erkennen.
Olaf Hinz

6. Das Team pflegen: Regelmäßige Rüstzeiten schaffen Gelassenheit

Zusammenfassung
Auch in der Gestaltung ihrer Tagungen machen Führungsteams einen wirksamen Unterschied. Sie gehen nicht einfach mal nach draußen, sondern organisieren Team-Rüstzeiten, in denen durch neue Formate wie kollegiale Beratung, Lernreisen und „Staff Rides“ für die notwendige Störung der operativen Routine gesorgt wird. So halten sie das Team lebendig und produktiv.
Olaf Hinz

7. Für eilige Leser: Sechs Schritte von der Managementrunde zum Führungsteam

Zusammenfassung
Von einem wirksamen Führungsteam sind Sie nur sechs konkrete Schritte entfernt. Wie Sie diese gehen, zeigt der Überblick in diesem Kapitel: ein kurzes management summary für diejenigen, die es im Moment eilig haben und sich erst später dem gesamten Text widmen.
Olaf Hinz

8. Wie der Jahresendworkshop der Geschäftsleitung gelingt

Zusammenfassung
Ob wir es mit einer Managementrunde oder mit einem im Sinne dieses Buches beschriebenem wirksamem Führungsteam zu tun haben, hat in der Praxis zweifellos Konsequenzen. Am Beispiel der Jahresendklausur wird deutlich, wie Führungsteams die typischen Fehler von Managementrunden: geringe Offenheit, oberflächliches committment, zu viel Nähe zum Objekt und Ressortegoismus überwinden.
Olaf Hinz
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